Klolektüre #33: Ildikó von Kürthy — Alt genug

Denis Scheck nennt Ildi­kó von Kür­thys Buch „Nach­rich­ten aus der Schnat­ter­zo­ne der Damen­toi­let­te auf einer Hoch­zeit“. Das klingt ver­hei­ßungs­voll!

Und Kür­thy kon­tert:

Herz­lich will­kom­men auf der Damen­toi­let­te, lie­ber Denis! Wärst du so lieb, mir etwas Toi­let­ten­pa­pier unter der Tür hin­durch­zu­schie­ben? Hast du einen Kamm dabei? Ich müss­te mir den Haar­an­satz nach­tou­pie­ren. Du, Denis, dein Ober­teil steht dir super, wo hast du das her? Denis, sag, was ist mit dir? Du siehst trau­rig aus, komm, lass uns kurz auf den Toi­let­ten­de­ckel set­zen. Wenn wir etwas zusam­men­rü­cken, pas­sen wir bei­de drauf. Was bedrückt dich?

Von Kür­thys Abrech­nung mit der eige­nen Jugend und dem Druck, dem sie sich aus­ge­setzt sah und selbst aus­setz­te, ist kei­ne gro­ße Lite­ra­tur, aber eben befrei­end und Bal­sam für die Ziel­grup­pe der Frau­en, die etwas zu oft mit­ge­schwom­men sind. Das muss man sich von nie­man­dem neh­men las­sen, aber man hoff­te eben nach Mond­schein­ta­rif auf eine gro­ße Lite­ra­tin. Da lag dann ent­we­der die Lite­ra­tur­kri­tik kom­plett falsch oder Kür­thy rief ihr Poten­ti­al nicht ab.

Es ist, was es ist: Eine gute Klo­lek­tü­re, die es eben nicht auf die gro­ße Büh­ne schafft. Von fünf mög­li­chen Klo­rol­len bekommt sie:

3 von 5 Ster­nen

Klolektüre #32: Wladimir Kaminer — Mein deutsches Dschungelbuch

Die­ser klei­ne Schmö­ker hat schon 23 Jah­re auf dem Buckel und ich habe ihn wohl wegen des Titels eher igno­riert, aber weit gefehlt: Ein Kami­ner geht immer. In die­sem guten Stück ver­hack­stü­ckelt er Pro­vinz­or­te sei­ner Lese­rei­sen, wel­che ihm als Groß­städ­ter schon mal grund­sätz­lich unbe­kannt sind. Das ist in klei­nen Tex­ten unge­mein unter­halt­sam, hier und da mit Witz, immer mit Schalk und auch wenn man Pro­vinz­na­se ist, lernt man die Pro­vinz immer neu ken­nen.

Leicht zugäng­li­che Lek­tü­re in klei­nen Hap­pen genieß­bar, für Klo und anders­wo. Von fünf mög­li­chen Klo­rol­len bekommt sie:
4 von 5 Ster­nen

Wellenfutter #2: Anna Perbandt — Das Pensionat am Holstertor

Die Viel­schrei­be­rin die­ses Schmacht­fet­zens wohnt in mei­nem Hei­mat­dorf und dort gibt es ein Hols­ter­kamp­bad. Viel­leicht kommt die Titel­idee daher. Die Geschichts­idee soll von Der Trotz­kopf kom­men, was schon eine Haus­num­mer ist.

Im eigent­li­chen Buch wer­den die Prot­ago­nis­tin­nen auf den ers­ten zwei Sei­ten durch ihre Haa­re vor­ge­stellt, was unge­fähr so inspi­rie­rend ist, wie eine lee­re Chips­tü­te:

Fan­ny, die Zier­lichs­te der vier, sah sich so hek­tisch um, dass ihr lan­ger blon­der Zopf, der unter ihrer Nacht­hau­be her­vor­lug­te, hin und her flog.
(…)
„Der alte Dra­che schläft tief und fest“, mein­te Nora, die ihr schwar­zes lan­ges Haar offen trug.
(…)
„Ist das ein Taschen­mes­ser?“, woll­te Agnes wis­sen, deren brau­ne Locken unter dem Saum ihrer Nacht­hau­be her­vor­lug­ten.

Abbruch. Alles ande­re als geist­tö­tend ist dage­gen Der Trotz­kopf. Den soll­te man lesen, dann hat man auch von die­ser Lek­tü­re wenigs­tens etwas mit­ge­nom­men.

Oktoberlese

Richard OsmanDer Don­ners­tags­mord­club Buch gele­sen, da ich die Ver­fil­mung mit Vor­wis­sen sehen woll­te. Bei­des span­nungs­arm, aber sym­pa­thisch. Für Fans von Mord ist ihr Hob­by, wenn auch mit weni­ger Humor.
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Leo­nie Pla­ar — Mei­ne Fami­lie, die AfD und ich Da aus­führ­li­cher bespro­chen.
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Sarah Kutt­ner — Mama & Sam Da aus­führ­li­cher bespro­chen.
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Augustlese

Enne KoensVon hier aus kann man die gan­ze Welt sehen Etwas lang­at­mi­ge Kin­der­iden­ti­täts­fin­dungs­ge­schich­te, die etwas mehr Witz ver­tra­gen hät­te kön­nen und deren Ende für den Leser doch etwas unbe­frie­di­gend offen ist. Aber die Erwach­se­nen­welt und die Schwie­rig­keit von Kin­dern, sie zu ver­ste­hen, wer­den doch tref­fend beschrie­ben. Die Über­set­zung über­zeugt.
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Tim Fröh­lich Der Kom­mis­sar in Wan­der­schu­hen Die Geschich­te weckt am Anfang Erwar­tun­gen an einen schmis­si­gen Lokal­wan­der­kri­mi, der lei­der ab der Mit­te des Buches nichts mehr gerecht wird. Zuvor auf­ge­bau­te Figu­ren wer­den ein­fach fal­len gelas­sen, der Täter war­tet mit einem halt irr­sin­ni­gen Motiv auf. Da war mehr drin.
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Zeno Die­gel­mannRhön­blut Der Schin­ken nimmt eini­ge Fäh­den aus dem ers­ten Teil wie­der auf, ist nicht immer schlüs­sig, aber flott geschrie­ben und führt in einen Cliff­han­ger, der ver­an­schau­licht, dass alle drei Tei­le der Serie zusam­men­hän­gen. Gar nicht mal unge­schickt.
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Zeno Die­gel­mannFins­ter­hain Durch­aus span­nend, etwas Lokal­ko­lo­rit, die Dia­lo­ge sind etwas mau, der Schreib­stil aber gut, und die Titel­fi­gur sym­pa­thisch, wenn auch nicht ganz logisch agie­rend. Aber nein, für einen Lokal­k­ri­mi gibt es nichts zu meckern.
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Zeno Die­gel­mannKal­ten­grund Am Ende des Drei­tei­lers wird mit der Geschich­te dann auch jeg­li­che Logik beer­digt, Span­nung kommt nicht mehr auf. Ein in der Geschich­te pas­sa­bles Ende, das man schnell ver­gisst.
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Lars EngelsTotes Moor Der Roman­held taugt lei­der nicht in die­sem doch sehr gewoll­ten Lokal­k­ri­mi, dem Lokal­ko­lo­rit etwas hilft, auch wenn man nicht das Gefühl bekommt, mit authen­ti­schen Men­schen aus der Rhön zu tun zu haben. Die Geschich­te macht dann zum Schluss zu vie­le Pirou­et­ten, um noch irgend­wie span­nend zu sein, und zau­bert einen Täter her­vor, der halt maxi­mal bekloppt ist. Scha­de, denn zumin­dest das Tem­po der Geschich­te stimm­te soweit.
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Lars EngelsGlut­moor Das Lokal­ko­lo­rit, das den ers­ten Teil noch über Was­ser hält, hilft hier nicht mehr. Dümm­li­che Poli­zis­ten tref­fen auf dümm­li­che Kri­mi­nel­le, die einen an der Klat­sche haben. Lei­der ver­fügt der Autor nicht über eine Spra­che, die der Geschich­te hel­fen könn­te. Da wird die Posi­ti­on der Hel­den bestä­tigt, als ob es das brauch­te. Auch, was die Ter­mi­ni der Sät­ze angeht, gibt es lei­der Pat­zer. Und dann Sät­ze von Kri­mi­nel­len wie “Ich war’s nicht”, die mit “Wer denn dann?” gekon­tert wer­den. Man sehnt man das Ende irgend­wann nur noch her­bei.
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Julilese

Youp van ‘t Hek, Mari­je Tol­manEen zee van tijd Ein hübsch bebil­der­ter kaba­ret­tis­ti­scher Rat­ge­ber für Neur­ent­ner des Alt­meis­ters des niedrlän­di­schen Kaba­retts. End­lich ist von ihm auch mal was in deutsch erschie­nen.
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Klaus-Peter WolfOst­frie­sen­Kil­ler War­um die­se Rei­he ver­filmt wor­den ist, erschließt sich mit dem ers­ten Teil nicht: Die Kri­mi­nal­ar­beit ist so bloß auf­hän­ge­risch beschrie­ben wie die loka­len Bezü­ge, die Ermitt­le­rin wäre unter nor­ma­len Umstän­den ein­fach kom­plett aus dem Dienst aus­ge­schlos­sen wor­den, wegen wahn­haf­ten Beschie­ßens von Kran­ken­wa­gen. Das alles wird in Dau­er­kli­s­chés (der Pil­su­mer Leucht­turm hat auf Buch­de­ckel hat auch nichts mit der Geschich­te zu tun) und diver­sen Logik­lö­chern ohne sprach­li­che Qua­li­tät zusam­men­ge­schus­tert. Für Leu­te, die den schnel­len Lese­er­folg suchen, aber kei­ne Ansprü­che haben.
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Manue­la San­neMord bei Schiet­wet­ter Der Schmö­ker hat alles, was eine Strand­lek­tü­re bie­ten soll­te: Atmo­sphä­re, lei­che Kri­mi­ge­schich­te, eine sich anbah­nen­de Lie­bes­ge­schich­te, er ist nicht zu kurz und dazu auch noch ganz gut geschrie­ben. Viel­leicht etwas über­er­klä­rend und nicht ernst­haft span­nend, will aber auch nicht mehr sein, als er ist. Eine Vor­abend­se­rie der Öffent­lich-Recht­li­chen stellt man sich so vor. Den nächs­ten Schmö­ker der Rei­he wer­de ich sicher­lich lesen.
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Ste­fan Albert­senDie Lei­che am Wes­ter­deich Der Schmö­ker fängt inter­es­sant lokal an und plät­schert dann so dahin. Okay für eine Urlaubs­lek­tü­re vor Ort, man ver­gisst den Inhalt aber auch sofort wie­der.
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Klaus-Peter WolfOst­frie­sen­blut Logik­lö­cher, wo man hin­sieht, erset­zen nicht die feh­len­de Erzähl­be­ga­bung des Autors. Es lässt sich skim­men, aber an sehnt das span­nungs­lo­se Ende ein­fach nur her­bei.
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Ste­fan Albert­senTod beim Spö­ken­kie­ken Die Geschich­te nimmt ab der Häf­te Fahrt auf und unter­hält damit, dass es kein blo­ßes Auf­wär­men des Erst­lings ist. Auch die Cliff­han­ger sind schön gesetzt.
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Susan­ne PtakTod in Nor­den Die Autorin kommt bei all dem wild zusam­men Gewor­fe­nen selbst durch­ein­an­der. Die Geschich­te ist banal, Span­nung nicht vor­han­den, die Hand­lungs­or­te aus­tausch­bar und erzeu­gen kaum Lokal­ko­lo­rit.
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Sina Jor­rit­s­maToten­bo­je Ich war geneigt, die Geschich­te zu mögen, die Dia­lo­ge funk­tio­nier­ten eini­ger­ma­ßen, zumin­dest ein Kom­mis­sar gewinnt etwas Kon­tur, das Lokal­ko­lo­rit sitzt, aber dann wird das gan­ze Buch mit einer hane­bü­chen­den, span­nungs­lo­sen und dümm­li­chen Kri­mi­nal­kitsch­scha­blo­ne gepresst, dass nicht mehr für eine Emp­feh­lung reicht. Der Täter wird am Ende auch ein­fach als Per­son neu ein­ge­führt, was den ers­ten Teil kom­plett über­flüs­sig erschei­nen lässt. Fast­food für Nobrai­ner.
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Cor­ne­lia Kuh­nert, Chris­tia­ne Fran­keKrab­ben­brot und See­manns­tod Der Schmö­ker hat die eine oder ande­re net­te Figur, ist aber unlus­tig und unspan­nend. Als Hör­buch mit Oli­ver Kalk­ofen erträg­lich. 💖🤍🤍🤍🤍

Manue­la San­neFür die Katz Lei­der ganz ohne Span­nung, son­der­lich ein­präg­sa­mer Figu­ren, inter­es­san­ten Wen­dun­gen oder irgend­was, was die Lek­tü­re fes­seln könn­te, kommt die­ser Schmö­ker aus. Er ist mehr Irri­ta­ti­on als Kri­mi.
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Junilese

Pierre M. Krau­seHier kann man gut sit­zen Wie Mar­cel Reich-Rani­cki sagen wür­de: Ich habe sehr gelacht und ich lache nie unter mei­nem Niveau. Obwohl das Büch­lein schon 13 Jah­re alt ist, hat es nichts von sei­ner Aktua­li­tät, was pro­vin­zi­el­le Spie­ßig­keit angeht, ver­lo­ren. Unge­mein tref­fend, Zitat hin­ter obi­gem Link.
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Bert­rand San­ti­ni — Der Yark Zäh­mung eines kin­der­fres­sen­den Ogers, bei dem die Kno­chen kna­cken und Augen gelutscht wer­den wie Kara­mell­bon­bons. Nimmt man die­ses mal in Kauf kann man eine sprach­lich mit­rei­ßen­de Geschich­te erle­ben. Töch­ting berich­tet mir von einem Alb­traum, woll­te die Geschich­te aber unbe­dingt zu Ende vor­ge­le­sen haben.
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Bert­rand San­ti­ni — Mrs Pook und die Kin­der des Mon­des Moder­ne Gou­ver­nan­te ent­führt Kin­der auf dem Mond, denen von Erwach­se­nen Unheil droht, oder doch nicht? Eben­falls sprach­lich kolos­sa­le Geschich­te mit einem Tatsch Hor­ror.
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Bert­rand San­ti­ni — Hugo und die Dämo­nen der Nacht Da in Mrs Pook und die Kin­der des Mon­des hieirauf ver­wie­sen wird, habe ich die­sen Roman auch noch schnell gele­sen. Die Geschich­te ist eben­so schön kom­pakt wie die ande­ren, viel­leicht etwas weni­ger gru­se­lig als die ande­ren, wobei das Kin­der­fres­ser­the­ma in den Büchern San­ti­nis wohl ein­fach dazu­ge­hört. Die­ses Mal geht es neben Geis­ter­we­sen auch um Zom­bies.
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Tho­mas Per­ry — Der Tag der Kat­ze ErstZweit­ling des Freun­des und bevor­zug­ten Schrift­stel­lers Eric Idles. Wen­dungs­rei­cher Kri­mi, der nicht lang­wei­lig wird, aber ande­rer­seits eher dahin­plät­schert.
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Lewis Car­roll — Ali­ce im Wun­der­land Ein dem Nach­wuchs vor­ge­le­se­ner Klas­si­ker, der mich gewollt irri­tiert, aber halt auch nicht irgend­wie befrie­digt hin­ter­lässt.
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Wer­ner Heu­kamp — Ein biss­chen mehr Kle­mens Katho­li­sche Lokal­lek­tü­re zu einem frü­he­ren Geist­li­chen mei­ner Hei­mat­stadt. Inter­es­sant.
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Vorsommerlese

In letz­ter Zeit habe ich wenig gele­sen, zu zeit­rau­bend war das All­tags­ge­schäft.

Mar­kus Pfei­ferSpring­weg brennt
Eine sehr schö­ne, klei­ne Geschich­te, die sicher­lich bio­gra­fisch ange­haucht ist, über Haus­be­set­zun­gen in den Nie­der­lan­den. Man erfährt eini­ges über eine auf­re­gen­de Zeit und die Zeit­ge­nos­sen des Erzäh­lers, wenn auch die Cha­rak­te­ri­sie­run­gen nicht son­der­lich aus­führ­lich sind.
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Kai Magnus StingTod unter Gur­ken
Nach­dem ich in eines der Hör­bü­cher mit Jochen Malms­hei­mer rein­ge­hört hat­te, las ich die­ses Buch mit diver­sen Kurz­ge­schich­ten um einen Rent­ner­de­tek­tiv und sei­ne zwei Kum­pel mit Malms­hei­mers Stim­me im Hin­ter­kopf. Ide­al für zwi­schen­durch, bei mir auf dem Han­dy in Kas­sen­schlan­gen oder beim War­ten im Auto, wenn auch kei­ne ernst­haf­te Span­nung auf­kommt.
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Clai­re Kee­gan — Das drit­te Licht
Clai­re Kee­gan — Reich­lich spät

Sehr kurz gehal­te­ne Roma­ne, die Satz für Satz begeis­tern.
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Tho­mas Har­ding — Hanns und Rudolf
Gegen­über­stel­len­de Geschichts­dar­stel­lung des Lei­ters des Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers Ausch­witz und dem Mann, der ihn auf­spür­te. Weckt grö­ße­re Hoff­nun­gen an die Geschich­te, die dann über­zo­gen sind, ist aber immer noch sehr inter­es­sant.
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Nor­bert Ort­gies — Päd­ago­ge mit Prin­zi­pi­en — Rek­tor Ströh­mer und die Nazis
Nor­bert Ort­gies — Zwi­schen Bol­sche­wis­mus und Berg­pre­digt: Lud­wig Bit­ter
Gele­sen zur Auf­ar­bei­tung der Orts­ge­schich­te, ein paar Unge­nau­ig­kei­ten, aber toll, dass es sol­che Bücher gibt.
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Bernd Ham­mer­schmidt — Erich Gut­mann
Eben­falls ein Bei­trag zur Lokal­ge­schich­te, der sicher wert­voll, aber auch etwas dünn ist.
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Winterlese

Michel Elt­cha­nin­off — In Putins Kopf  Der  fran­zö­si­sche Phi­lo­soph demas­kiert die geis­ti­gen Grund­la­gen Putins als plat­te Sehrn­sucht nach alter Grö­ße und Bedeu­tung Russ­lands.
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Olaf Kühl — Z: Kur­ze Geschich­te Russ­lands, von sei­nem Ende her gese­hen Kla­re Ana­ly­se der Ent­wick­lung Russ­lands zu sei­nem heu­ti­gen, run­ter­ge­kom­me­nen Sta­tus.
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Klaus Offen­berg — Der Stom­ab­neh­mer Für’s Lokal­b­log gele­sen.
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Fried­rich Schön­hoff — Tod in der Lehm­kuh­le Lokal­k­ri­mi aus dem Teck­len­bur­ger Land, rela­tiv gut, aber wohl nur für Locals inter­es­sant.
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Mar­tin Amis — Inter­es­sen­ge­biet Wenn man von Lite­ra­tur über KZ etwas Ver­stö­ren­des erwar­tet, ist man bei die­sem Buch auch irgend­wie rich­tig. Die Lie­bes­ge­schich­te unter Tätern ohne pos­ti­ve Iden­ti­fi­ka­ti­ons­mög­lich­kei­ten wirkt irgend­wie nur gestört.
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Nata­sha Lan­ce Rog­off — Mup­pets in Mos­kau Inter­es­san­te Geschich­te, wie die Mup­pets nach Mos­kau expor­tiert wur­den und akkli­ma­ti­siert wer­den muss­ten — und wie der plötz­li­che, unna­tür­li­che Tod von Men­schen zum rus­si­schen All­tag gehört.
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Winterlese

Jür­gen Becker — Die Zukunft war auch schon mal bes­ser In düs­te­ren Zei­ten liest man Becker ger­ne, auch wenn der Hau­drauf­hu­mor einen nicht immer über­rascht.
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Jakob Mar­tin Strid — Die unglaub­li­che Geschich­te von der Rie­sen­bir­ne Unter­halt­sa­me und schön bebil­der­te Kata­stro­phen­ge­schich­te, der lei­der etwas Witz fehlt, um sie zu einem Klas­si­ker zu machen.
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Otfried Preuß­ler — Der Räu­ber Hot­zen­plotz und die Mond­ra­ke­te Neu als Buch zusam­men­ge­setz­te Geschich­te, die zeit­lich nicht so ganz ins Hot­zen­plotz-Uni­ver­sum pas­sen will, denn zwei wochen nach der ers­ten Ver­haf­tung spielt ja schon die zwei­te Geschich­te. Es gibt aller­dings schö­ne, neue Gra­fi­ken, wenn aller­dings auch kein Witz sich ein­stel­len will. Aber unse­re Jüngs­te war auch schon vom zwei­ten und drit­ten Teil nicht so ange­tan.
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Jür­gen Keh­rer — Wils­berg. Sein ers­ter und sein letz­ter Fall kommt ohne Span­nung und Lokal­ko­lo­rit aus.
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