Guten Morgen

Morgenkaffee

Auch Diek­mann wulfft.

Christo­pher Lauer hat für die Piraten­partei auf die Regierungserk­lärung Klaus Wow­ere­its geant­wortet. Mehr als Blabla ist aber nicht her­aus­gekom­men.

Ste­fan Nigge­meier packt sich bei einem n-tv-Inter­view mit Über­leben­den des Schiff­sunglücks in Ital­ien an den Kopf.

Blog­ger wegen Bilder abmah­nen ist ger­ade in.

Und während ich mir noch die Frage stelle, Wie lange bleibt denn der Diek­mann noch im Amt?, hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Lesezeichen vom 9. Januar 2012

Die Nachtgeschichten von heute

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Das vergeigte Fernsehpreis bei RTL

Vor Jahren habe ich Sat1 mal aus mein­er Liste im Fernse­hen ein­pro­gram­miert­er Sender genom­men. Das ewige Hartz-IV-Fernse­hen ging mir auf den Zeiger: Fernse­hen über Hartz-IV-er für Hartz-IV-er von geisti­gen Hartz-IV-ern ist für denk­ende Men­schen ein­fach nicht erträglich und deprim­ierend. RTL habe ich nicht geschaut, aber auch nicht gelöscht. Trotz­dem ver­schwand es müh­e­los und ohne, dass man irgen­det­was ver­mis­ste, von der Bild­fläche.

Sowas entwöh­nt einen als Fernse­hzuschauer etwas von der Boden­losigkeit des Niveaus, dass sich im Pri­vat­fernse­hen hier und da bre­it gemacht hat. Das habe ich erst let­ztens gemerkt, als ich beim Zap­pen zufäl­lig bei n-tv stoppte, weil Peter Klöp­pel da war. Und was die Mod­er­a­tionsat­trappe, die Klöp­pel da zu inter­viewen ver­suchte, Klöp­pel fragte, das sagt so unheim­lich viel:

Wie feiern Sie eigentlich dieses Jahr den 11. Sep­tem­ber?

Da braucht man keine Scherze mehr machen: Das ist die Dis­qual­i­fika­tion ser­iösen Jour­nal­is­muss­es. Gut, ok, wir sprechen über n-tv, nicht über ser­iösen Jour­nal­is­mus. N-tv sind schließlich auch die, die ihren Prak­tikan­ten nicht unbe­d­ingt Kohle zahlen, und sich über bezahlte Prak­ti­ka aufre­gen, oder so. Wie soll da das Pro­gramm auch groß ausse­hen?

N-tv-Mut­tersender RTL hat nun bei der Sendung zum Fernseh­preis 2011 etwas geschafft, das irgend­wie neu ist: Die Fernsehkri­tik­er haben bei dieser Sendung der­art keinen Bock mehr auf die niveaulose Machart der Sendung, dass sie ihre ern­sthafte Kri­tik inhaltlich abbrechen. Ste­fan Nigge­meier belässt es bei der Betra­ch­tung des pietät­slosen Totenge­denkens in der Sendung, Hans Hoff hängt die Sendung an der Klatschtante von RTL auf und klam­mert sich an Oliv­er Pocher. Die Sendung war so schlecht, dass Pocher als Qual­itäts­fernse­hen durchge­ht.

Vor einiger Zeit hat die RTL-Chefin Kri­tik am Pro­gramm­niveau ihres Senders damit abge­tan, dass die Zuschauer es ange­blich so wollen. Das scheint Kri­tik den Boden unter den Füßen wegziehen zu lassen. Inzwis­chen ist man wohl so kri­tik­be­fre­it, dass man gar nichts mehr an sich her­an kom­men lässt. Baller­man­n­fernse­hen ohne Alko­hol.

Aber gut: Ich schaue RTL schon lange nicht mehr.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Heute schauen wir doch mal was unsere Lokalblog­ger aus Biele­feld so von sich geben:

Miss James, Neu-Dort­munderin, hat­te wieder was auf der Gabel, was sie nicht kan­nte.

Denis hat seine Tante besucht.

Witzis­chkeit ken­nt keine Gren­zen? Satire darf alles? Ste­fan Nigge­meier — gut, das ist kein Biele­felder, aber immer­hin GM-Hüt­tler — kri­tisiert, dass schwu­len­feindliche Witze okay, und schwu­le­nanzügliche ein Tabu seien. Und auf Ser­dar Somuncu kommt er dann gar nicht mehr klar.

Und unser Prov­inzkind kommt nun wirk­lich nicht aus Biele­feld. Aber dann kip­pen wir den Ansatz dieses Textes ein­fach mal on the fly, wie der Latein­er sagt. Das Prov­inzkind beschäftigt sich mit Träu­men und der Real­ität.

Und während ich mir die Frage stelle: Darf man auf der Bühne noch Voll­pro­voka­teur sein, der inhaltlich die trifft, die es gar nicht merken? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Wie ist das eigentlich mit… negativen Handicaps?

Michael Spreng hat gestern starke Kri­tik an Cem Özdemir geübt. Dieser hat­te dem baden-würt­tem­ber­gis­chen Min­is­ter­präsi­den­ten Map­pus aus­län­der­feindliche Ressen­ti­ments unter­stellt, weil Map­pus meint, dass Özdemir die Poli­tik der baden-würtem­ber­gis­chen Grün­den mitlenkt. Spreng meint:

Es ist nicht zuläs­sig, dass ein deutsch­er Poli­tik­er seinen Migra­tionsh­in­ter­grund instru­men­tal­isiert, um den poli­tis­chen Geg­n­er ins Abseits zu stellen.

Ist es nicht? Was heisst über­haupt Es ist nicht zuläs­sig? Vielle­icht ist Özdemir zu plump im Auftreten, vielle­icht hat er bewusst ver­sucht, einen falschen Ein­druck zu erzeu­gen, vielle­icht spielt er aber auch nur eine Karte mit einem neg­a­tiv­en Handy­cap aus. Nein, ein Emi­gra­tionsh­in­ter­grund ist nicht per se neg­a­tiv. Aber in der Hin­sicht, in der Özdemir sich darauf bezo­gen hat, ist schon von einem Nachteil die Rede. Darf er diesen Nachteil für sich genom­men nicht nutzen?

Ste­fan Nigge­meier hat einen kri­tis­chen Artikel über die Ver­gabe des Ehren­preis­es der Gold­e­nen Kam­era an Mon­i­ca Liehrhaus geschrieben. Lier­haus lieferte mit ihrem ersten Auftritt nach schw­er­er Krankheit der Springer­presse Stoff für ihre Klatsch­seit­en. Wenn dieser Stoff der eigentliche Grund des Preisver­lei­hens wäre, wäre es dann okay diesen großen Bahn­hof zu akzep­tieren, wenn man per­sön­lich davon prof­i­tiert?

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Guten Morgen

morgenkaffee

Katrin Schus­ter ist in Ste­fan Nigge­meiers Kom­men­tar­feld mit ihren Anmerkun­gen zum Dschun­gel­camp angeeckt. Lesenswert.

Der Herr Rhodes und der Herr Rid­der haben mal die schöne Volk­sweise Geh west­lich anges­timmt.

Bet­ti­na Tiet­jen hat gestern mal mit Heinz Strunk geschnackt:
[audio:http://media.ndr.de/download/podcasts/podcast2970/AU-20110129–0858-2901.mp3]

Und während ich mir die Frage stelle: Was macht man eigentlich, wenn man west­l­lich genug gegan­gen ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Manch­mal ist ja wenig los in der Online-Welt. Ger­ade, wenn man hier mor­gens mal guckt, was so anliegt, merkt man irgend­wann, dass manche Tage nur auf nochmals Aufgekautem beste­ht. Aber ger­ade rumpelt es in der Online-Welt.

Das Unternehmen Euroweb hat dem Blog­ger René Wal­ter dessen Domain nerdcore.de gepfän­det. Wal­ter wurde wegen übler Nachrede oder ähn­lichem, er hat­te Euroweb wegen dessen Geschäfts­ge­baren Arschgeigen genan­nt und tut das weit­er­hin, zu 2000€ verk­lagt, die er nicht rechtzeit­ig zahlte. Rein rechtlich ist alles klar. Nur führt die ganze Angele­gen­heit dazu, dass man sich auch ein­mal mit dem Geschäfts­ge­baren dieses Unternehmens befasst, und das ist alles andere als rühm­lich. Insofern fol­gt Wal­ter vielle­icht nur Ulrich Wick­erts Buchti­tel: Gauner muss man Gauner nen­nen.

Robert Basic [hier stand vorher was von Irrel­e­vanz, was selb­st irrel­e­vant war, habe es daher gelöscht.] wirft Ste­fan Nigge­meier vor, auf dem Niveau der Bildzeitung angekom­men zu sein. Nigge­meier hat­te die Bitte eines ehe­ma­li­gen Bild­jour­nal­is­ten abgelehnt, einen wahrheits­ge­treuen Artikel über ihn zu löschen, da dieser ihn bei der Job­suche behin­derte. Basic ver­wech­selt schlicht Ursache und Wirkung. Das Prob­lem ist ja nicht, dass der Artikel im Blog von Ste­fan Nigge­meier ste­ht, son­dern dass er bei Google unter den ersten Suchtr­e­f­fern zu Namen des ehe­ma­li­gen Bild­jour­nal­is­ten ste­ht. Und für Philoso­phie-Inter­essierte: Dies ist eine Abwand­lung von Kants Mörder-an-der-Tür-Beispiel.

Und während ich mir die Frage stelle: Hätte Kant geblog­gt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Mehrere Per­so­n­en haben Klage gegen den Polizeiein­satz am 30. Sep­tem­ber in Stuttgart ein­gere­icht — und fühlen sich nun durch die Polizei bedro­ht. Der­weil dro­hen die Schlich­tungs­ge­spräche zu scheit­ern, da neue Beton­teile geliefert wer­den. CDU und FDP haben sich zudem gegen einen Volk­sentscheid entsch­ieden. Die wis­sen wohl, dass sie keine Mehrheit für ihre Poli­tik mehr bekom­men.

Lesenswert: Das gestrige Alt­pa­pi­er von Ste­fan Nigge­meier.

Män­ner sind häu­figer depres­siv als Frauen.

Rome kon­sta­tiert mal kurz, dass die Leute in seinem Umfeld ein Leben führen: In den Hof gekackt.

Und während ich mir die Frage stelle: Und nu? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Niggemeier vs. DuMont: Sind Blogkommentardaten heilig?

Auf Inter­net­seit­en herrscht eine rege Diskus­sion, ob Blogbe­sitzer über­mit­telte Dat­en ihrer Kom­men­ta­toren ver­wen­den dür­fen, wenn Miss­brauch durch anonyme Äußerun­gen geschieht. Da gibt es diejeni­gen, die dies generell verneinen, auch wenn der­ar­tiger Miss­brauch geschieht. Sie ver­weisen auf ein ange­blich­es Recht auf Anonymität. Kri­tik­er hal­ten dies für einen Rück­fall in vor­mod­erne Zeit­en, dabei gab es damals gar kein Inter­net. Mir ist ganz unklar, wo dieses Recht herkom­men soll.  Insofern ver­ste­he ich jeden, der keine klare Mei­n­ung zu dieser Diskus­sion hat.

Ste­fan Nigge­meier muss sich allerd­ings den Vor­wurf gefall­en lassen, seine Leser zu täuschen, denn in seinem Blog ste­ht bei Hin­weise zum Daten­schutz:

Die in den Kom­mentaren enthal­te­nen Dat­en wer­den zum Zwecke der Veröf­fentlichung des Kom­men­tars gespe­ichert. Eben­so gespe­ichert wer­den die ggf. mit der Über­mit­tlung des Kom­men­tars zusam­men­hän­gen­den Infor­ma­tio­nen (Nutzer­name, E-Mail-Adresse Betr­e­ff, Zeit des Post­ings, IP-Adresse, Pro­fil­in­for­ma­tio­nen, sofern frei­willig hin­ter­legt o.ä.), wobei dabei aber selb­stver­ständlich die E-Mail-Adresse und die IP-Adresse nicht veröf­fentlicht wer­den. Eine ander­weit­ige Ver­wen­dung der Dat­en find­et nicht statt.

Offen­sichtlich find­et sehr wohl eine ander­weit­ige Ver­wen­dung statt. Die kann sog­ar bis zur The­ma­tisierung inner­halb des Blogs führen.

Ich gehe mal davon aus, dass der Troll am Com­put­er von Kon­stan­tin Neven DuMont sich durch diesen auch in Nigge­meiers Blog niedergeschriebe­nen Gedanken in sicher­er Anonymität wäh­nte. Aber ist ein Ver­stoß gegen die eige­nen Regeln rechtlich rel­e­vant? Ist jemand rechtssich­er gegen Anklage, wenn er an mein Haus kritzelt, weil ich gesagt habe, dass es mir eigentlich egal ist, wie mein Haus aussieht?

Die Frage dürfte dem DuMont-Ver­lag egal sein, denn das Kind ist ja eh schon in den Brun­nen gefall­en. Die Frage dürfte aber auch Per­so­n­en, denen ihre Anonymität unheim­lich wichtig ist, egal sein, denn für ihre Anonymität kön­nen sie wesentlich weit­er sor­gen als das der Troll am Com­put­er von Kon­stan­tin Neven DuMont getan hat.

Nun hat Nigge­meier die Veröf­fentlichung der Angele­gen­heit nicht mit dem Vorhan­den­sein eines Trolls, son­dern mit dem öffentlichen Inter­esse an dem merk­würdi­gen Gebaren eines der wichtig­sten Medi­en­man­ag­er des Lan­des begrün­det. Als öffentlich­es Inter­esse ist rechtlich allerd­ings das Gesamt­in­ter­esse der staatlichen Gemein­schaft oder eines Teils davon zu ver­ste­hen. Und das sollen wir im Blog von Ste­fan Nigge­meier find­en?

Die Begrün­dung Nigge­meiers zur The­ma­tisierung des Blogtrolls in seinem Blog erscheint mir eben­so wenig überzeu­gend wie die Forderung danach, dass ein Blogkom­men­ta­tor jemand ist, der von der Haf­tung seines Ver­hal­tens im Blog als Anonymität befre­it sein soll. Es ist zwar inter­es­sant, dass der Com­put­er von Kon­stan­tin Neven DuMont nicht nur von Viren, son­dern auch von Trollen ange­grif­f­en wird, aber nicht von rechltichem,öffentlichen Inter­esse.

Zwis­chen den Zeilen ist bei Nigge­meier allerd­ings zu lesen, dass hier ein Ver­legervertreter bei sein­er Konkur­renz, Nigge­meier schreibt immer­hin für die FAZ und ist im Inter­net auch FAZ-Aushängeschild, gegen diese Konkur­renz anonym pöbelt. Sowas kann auch nur juridisch aus­ge­han­delt wer­den, was aber wed­er im Sinne des einen noch des anderen sein dürfte.

Denn eine juridis­che Auseinan­der­set­zung über dieses The­ma wäre im öffentlichen Inter­esse.

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Guten Morgen

morgenkaffee

Der “Prinz Charles der deutschen Ver­leger­dy­nas­tien” will zurück­treten: Nach der Blogtroll-Affäre bei Ste­fan Nigge­meier hat Kon­stan­tin Neven Dumont seinen Rück­zug aus dem Ver­lag in Aus­sicht gestellt.

Wolf­gang Schäu­ble meldet sich zurück und lehnt die aktuelle Kon­ser­vatismus­de­bat­te in der CDU ab.

Poli­tik­er von CDU und FDP haben starke Kri­tik am RTL-2-For­mat Tatort Inter­net gepbt: CDU-Poli­tik­erin Sabine Ver­heyen sagte, die Sendung schüre auss­chließlich Äng­ste ohne den Gefährde­ten zu helfen.

Und während ich mir die Frage stelle: Ber­tels­mann, DuMont… welche großen Medi­enun­ternehmen haben eigentlich fähi­gen Nach­wuchs? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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