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Artikel-Schlagworte: „Ursula von der Leyen“

Guten Morgen

Morgenkaffee

Ach wie schön: Die Kanz­le­rin wirft der FDP ein Lecker­li hin und stellt Steu­er­sen­kun­gen in Aus­sicht. So irgend­wann vor 2013.

Had­mut Danisch befasst sich umfas­send mit der Geschich­te der geschei­ter­ten Kinderporno-Zugangserschwerungsgesetzesinitiative von Ursu­la von der Ley­en. Von der Ley­en und ihre Mit­ar­bei­ter gin­gen damals

irr­tüm­lich davon aus, daß das gesam­te Inter­net – und das wur­de auch expli­zit so gesagt – auf URLs beruht, weil das eben das ist, was man beim Benut­zen eines Brow­sers oben als Aus­wahl­kri­te­ri­um wahr­nimmt. Sie nah­men an, daß allem, was man im Inter­net angu­cken kann, ein-eindeutig ein URL zuge­ord­net ist, über den man den Inhalt ein­deu­tig sper­ren kann. Sieht man auf einer Web­sei­te Kin­der­por­nos, dann ist der URL, den der Brow­ser dazu oben anzeigt, genau das ein­deu­ti­ge und pro­blem­lo­se Sperr­kri­te­ri­um, nah­men sie an. Und wenn man den Host­na­men sperrt, dann damit eben ein­fch alle URLs, in denen er vorkommt. 

Eva Her­man hat vor dem Bun­des­ge­richts­hof ihre Kla­ge wegen fal­scher Wider­ga­be ver­lo­ren. Der BGH sag­te, sie sei rich­tig zitiert wor­den. Da war Frau Her­man wohl vom Inhalt des­sen, was sie gesagt hat, etwas überrascht.

Das Wort der Woche für Fried­rich Küp­pers­busch ist Ver­trau­ens­fra­ge:

[audio:http://httpmedia.radiobremen.de/mediabase/050398/050398_173593.mp3]

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Merkt man schon, dass es heu­te kür­zer hell ist als ges­tern? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

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  • Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter zu Gut­ten­berg: Geziel­te Infor­ma­ti­ons­pan­nen — FAZ.NET
  • Von der Ley­en: Kei­ne Feh­ler bei Hartz-IV-Reform — heute.de — Der DGB-Chef kri­ti­sier­te, dass es bei der Zeit­ar­beit beim Prin­zip “Glei­cher Lohn für glei­che Arbeit” zu kei­ner Eini­gung gekom­men ist. “Die Bekämp­fung von Lohn­dum­ping und Miss­brauch von Leih­ar­beit müs­sen wei­ter auf der Tages­ord­nung ste­hen. Die Ableh­nung der Regie­rungs­par­tei­en von Equal Pay ist ein gesell­schaft­li­cher Skan­dal.” Som­mer nann­te es unver­ant­wort­lich, dass vor allem die FDP bei der Fra­ge der Leih­ar­beit blo­ckiert und die Posi­ti­on der Arbeit­ge­ber ergrif­fen habe. Er kün­dig­te an, wei­ter Druck zu machen, “bis wir den Grund­satz “Glei­cher Lohn für glei­che Arbeit” durch­ge­setzt haben.” In der “Bild am Sonn­tag” bekräf­tig­te auch SPD-Vorsitzende Sig­mar Gabri­el sei­ne Zwei­fel, dass die Berech­nung der Regel­sät­ze ver­fas­sungs­kon­form ist. Nach sei­ner Ansicht ist Arbeits­mi­nis­te­rin von der Ley­en “gro­ße Risi­ken ein­ge­gan­gen”. Die SPD habe nur kei­nen Sinn mehr dar­in gese­hen, wei­ter dar­über zu strei­ten. “Wir haben lie­ber das Bil­dungs­pa­ket ver­bes­sert und wei­te­re Min­dest­löh­ne durchgesetzt”.
  • Hun­der­te demons­trie­ren in Ber­lin gegen Gut­ten­berg — Tages­spie­gel — Meh­re­re hun­dert Demons­tran­ten pro­tes­tier­ten nach Poli­zei­an­ga­ben in Ber­lin dage­gen, dass Gut­ten­berg Tei­le sei­ner Dok­tor­ar­beit ein­fach kopiert und des­halb nur sei­nen Dok­tor­ti­tel ver­lo­ren hat­te. Als sicht­ba­ren Pro­test häng­ten sie Schu­he an den Zaun des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums. Im Inter­net hat­ten sie zu der Akti­on unter dem Mot­to “Wir zei­gen dem Lügen­ba­ron den Schuh” auf­ge­ru­fen — eine Anspie­lung auf die feh­len­den Fuß­no­ten in der Dok­tor­ar­beit und zugleich im Islam ein Sym­bol der Schmähung.<br />
    <br />
    Auch aus dem Aus­land kommt Kri­tik. Der Mos­kau­er Poli­to­lo­ge Wla­dis­law Below glaubt, dass die Affä­re dem Ruf Deutsch­lands als Wis­sen­schafts­stand­ort einen “rie­si­gen Scha­den” zuge­fügt hat. “Wenn Gut­ten­berg zurück­tre­ten wür­de, könn­te er damit einen ech­ten Bei­trag zur Ret­tung der deut­schen poli­ti­schen Kul­tur leis­ten”, sag­te der Deutschland-Experte der dpa.
  • Die Wahr­heit über die Wahr­heit: Witz der Woche (via Ron­nie Grob)
  • Micha­el Spreng » Wenn Wäh­ler zu sehr lie­ben — Womit wir bei den Fans von Karl Theo­dor zu Gut­ten­berg sind: Kei­ne Kanz­le­rin, kein Par­tei­vor­sit­zen­der kann es sich erlau­ben, der Zorn die­ser Mil­lio­nen Fans auf sich zu zie­hen. Sie oder er wür­den von den Fans hart abge­straft – bei den Wah­len in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Und spä­ter bei der Bun­des­tags­wahl. Sol­che Fans sind natür­lich das Gegen­teil des kri­ti­schen Staats­bür­gers, der sein Urteil immer wie­der hin­ter­fragt. Fans set­zen die Selbst­rei­ni­gung der Demo­kra­tie außer Kraft und sie legen die Kon­troll­funk­ti­on der Medi­en lahm. P.S. Ich möch­te in den nächs­ten Jah­ren von der CDU/CSU kein Wort mehr über Wer­te hören.
  • Pla­gi­ats­af­fä­re um Gut­ten­berg — “Wir sind einem Betrü­ger auf­ge­ses­sen” — sueddeutsche.de — Neben der Äuße­rung von Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel, sie habe einen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter und kei­nen wis­sen­schaft­li­chen Assis­ten­ten beru­fen, empört ihn die Hal­tung von Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Annet­te Scha­van. “Wenn sie sagt, es sei egal, ob und wie jemand pro­mo­vie­re, ver­grö­ßert das den Skan­dal”, sagt Lep­si­us. “Man kann nur ent­setzt sein.” An die­sem Punkt der Guttenberg-Affäre setzt auch der Deut­sche Hoch­schul­ver­band mit Kri­tik an. “Die Mar­gi­na­li­sie­rung schwers­ten wis­sen­schaft­li­chen Fehl­ver­hal­tens durch höchs­te Reprä­sen­tan­ten unse­res Staa­tes ist empörend”
  • Nach­wuchs­wer­bung? Nicht nur bei “Bild” : Augen gera­de­aus — Das klingt schon ein wenig anders. Mich irri­tiert nur eines: ich habe meh­re­re Abge­ord­ne­te dazu befragt, die mir alle sag­ten, im Aus­schuss sei nur von Bild&Co. die Rede gewe­sen, nicht von den ande­ren Pla­nun­gen. Da müs­sen die aber was ganz gründ­lich miss­ver­stan­den haben…

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Was ich noch sagen wollte… zum zweifachen Guttenberg

Das The­ma Gut­ten­berg & sein Pla­gi­at ist nicht tot zu krie­gen. Das mögen die einen bedau­ern und die ande­ren mag es inter­es­sie­ren. Rheo­trisch betrach­tet ist der Schach­zug, den die CDU da gera­de vor­nimmt, wag­hal­sig: Sie ver­dop­pelt ein­fach Karl-Theodor zu Guttenberg.

Als Die­ter Jas­per im letz­ten Jahr mit sei­nem erkauf­ten Dok­tor­wür­de auf­flog, da scher­te sich nie­mand aus der CDU um sei­ne Per­son. Das lag teils dar­an, dass kaum jeman­dem außer­halb sei­nes Orts­ver­eins ihn son­der­lich gut kann­te. Daher hieß damals die Devi­se der CDU: Aus­sit­zen und den Scha­den für die Par­tei mög­lichst gering hal­ten. Man schweigt über den fal­schen Dok­tor und läßt ihn selbst knapp ein Jahr nicht mehr ans Rednerpult.

So ein­fach geht das bei Herrn Gut­ten­berg nicht. Und das hat auch mit ande­ren Kon­no­ta­tio­nen zu tun: Gut­ten­bergs Par­tei, die CSU, befin­det sich in einem ste­ti­gen Abwärts­trend, der durch Gut­ten­berg abge­mil­dert, wenn nicht gestoppt wer­den könn­te. Das ergä­be für die CSU, als auch für die CDU auf Bun­des­ebe­ne, Auf­trieb. Im poli­ti­schen Bereich ist das gleich­be­deu­tend mit poli­ti­schem Ein­fluß und Man­da­ten, sprich: Arbeitsplätzen.

Und so lässt sich die CDU erst­mals etwas gegen die bedrü­ckend ein­deu­ti­gen Pla­gi­ats­vor­wür­fe ein­fal­len, gegen die kein sach­li­ches Argu­ment mehr wirkt: Der zwei­fa­che Gut­ten­berg. Der ers­te ist der böse Gut­ten­berg: Der ver­hin­der­te Jurist ohne zwei­tes Staats­ex­amen, aber mit einer der bemer­kens­wer­tes­ten Dok­tor­ar­bei­ten der Wis­sen­schafts­ge­schich­te: Einem Summa-cum-laude-Plagiat. Der zwei­te ist der gute Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter, der für die Bun­des­wehr­sol­da­ten in Afgha­ni­stan Jesus-Status erreicht hat, und als kom­men­der Bun­des­kanz­ler gehan­delt wird.

Für die Mer­kel ist allein sei­ne Minis­ter­ar­beit ent­schei­dend, für Bouf­fier und von der Ley­en ist es das Wich­tigs­te, dass er ein guter Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter ist.

Wich­ti­ger als die Fra­ge der Ehr­lich­keit. Unge­ach­tet der Tat­sa­che, dass Gut­ten­berg als Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter in sei­nem Minis­te­ri­um die bis­lang ein­zi­ge Pres­se­kon­fe­renz zu sei­nem Dok­tor­wür­de gab. Mit dem zwei­ten regiert man bes­ser. Man soll­te nur vor­her sein Hirn ausschalten.

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  • Ver­la­ge gegen Com­men­ta­rist: “FAZ” und “SZ” wol­len nicht zitiert wer­den — SPIEGEL ONLINE — Eine Kanz­lei geht im Auf­trag von “FAZ” und “SZ” gegen das Start-up Com­men­ta­rist vor. Das Web­an­ge­bot hat­te Links auf Mei­nungs­ar­ti­kel der Zei­tun­gen gesam­melt — die reagier­ten mit Abmah­nun­gen. Die Commentarist-Gründer wei­sen die Vor­wür­fe zurück.
  • Campact.de | Gen­tech­nik: EU will Null­to­le­ranz abschaf­fen — Die EU-Kommission will Fut­ter­mit­tel erlau­ben, die mit Bestand­tei­len ille­ga­ler Gen­pflan­zen ver­un­rei­nigt sind. Nächs­ten Diens­tag wird ent­schie­den — und Deutsch­lands Stim­me ist aus­schlag­ge­bend. For­dern Sie von Ver­brau­cher­schutz­mi­nis­te­rin Aigner, dass Deutsch­land gegen die Plä­ne der Kom­mis­si­on stimmt!
  • Staats­af­fä­re in Ita­li­en: Ber­lus­co­ni muss vor Gericht — Wegen der Sex­af­fä­re um eine jun­ge Marok­ka­ne­rin muss sich Ita­li­ens Minis­ter­prä­si­dent Sil­vio Ber­lus­co­ni vor Gericht ver­ant­wor­ten. Die Ankla­ge wirft ihm Amts­miss­brauch und Umgang mit min­der­jäh­ri­gen Pro­sti­tu­ier­ten vor. Der Pro­zess soll am 6. April beginnen.
  • Kon­tra­punkt: Der Schoß ist furcht­bar noch — Tages­spie­gel — Die Pro­tes­te jun­ger Deut­scher in Lon­don zeu­gen von Unbe­fan­gen­heit gegen­über der eige­nen Geschich­te. Mal­te Leh­ming über einen Auf­tritt von Thi­lo Sarrazin.
  • Micha­el Kess­ler: Wol­le mern rein­las­se? — Nichts ist so alt im deut­schen Fern­se­hen wie die “Tages­schau”, “Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht” und Ingrid van Ber­gen. Wäh­rend Frau van Ber­gen mit fast acht­zig aber noch eine sexy blon­de Mäh­ne wächst und die ARD Jan Hofer alle paar Jah­re frisch lackiert, hat sich die Fern­seh­fast­nacht nicht ver­än­dert. Sie ist genau­so lang­wei­lig und bie­der wie anno dun­nemals. Des­we­gen hei­ßen die Shows auch “Sit­zung”.
  • Micha­el Spreng » Die Ent­zau­be­rung der Ursu­la von der Ley­en — So wird das Von-der-Leyen-Prinzip kennt­lich und sicht­bar: Schö­ne Reden, Begrif­fe set­zen und beset­zen und damit die Deu­tungs­hoh­heit bean­spru­chen. Das ist kei­ne Poli­tik, son­dern Poli­ti­ker­satz. Es sind potem­kin­sche Dör­fer, die sie auf­baut. Und je kri­ti­scher man hin­ter die Fas­sa­de schaut, um so mehr wirkt auch ihr Lächeln gar nicht mehr so freund­lich, son­dern rasier­mes­ser­scharf. Sie wird unduld­sa­mer, die Sou­ve­rä­ni­tät schwin­det. Und ein­her damit geht ihr Rea­li­täts­ver­lust. Nach dem Schei­tern ihrer Ver­hand­lun­gen mit der Oppo­si­ti­on behaup­te­te sie in Hin­ter­grund­ge­sprä­chen allen Erns­tes, sie sei die Gewin­ne­rin. Die Poli­ti­ke­rin, die immer alles unter Kon­trol­le haben woll­te, ver­liert die Kon­trol­le und die Deutungshohheit.
  • In sta­tis­tics, having too much infor­ma­ti­on might not be a good thing — Frea­ko­no­me­trics -
  • New infor­ma­ti­on emer­ges on anti-WikiLeaks plot — Glenn Green­wald — Salon.com — Tech firm sus­pends employee invol­ved in plan to attack Wiki­Leaks and Salon’s Glenn Greenwald

Guten Morgen

morgenkaffee

Hach: Ein bri­ti­sches Paar, das erst seit zwei Jah­ren zusam­men ist, hat her­aus­ge­fun­den, dass es schon vor 30 Jah­ren in Kon­takt stand — via Fla­schen­post.

Kanz­le­rin Mer­kel ist dage­gen, Flücht­lin­ge aus Tune­si­en auf­zu­neh­men.

Chris­toph Süss hat noch etwas zur Kon­fron­ta­ti­on Scheswig/ von der Ley­en zu sagen — Immer Ärger mit Hartz IV:

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Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wie lan­ge braucht das Aus­lauf­mo­dell von der Ley­en denn noch zum Aus­lau­fen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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  • Hartz-IV-Streit: Von der Ley­en bit­tet um Frist­ver­län­ge­rung — SPIEGEL ONLINE — Pein­li­che Schlap­pe oder Hin­hal­te­tak­tik? Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­rin Ursu­la von der Ley­en hat sich mehr Zeit aus­be­dun­gen, um die gefor­der­ten Nach­be­rech­nun­gen für die Hartz-IV-Sätze vor­zu­le­gen. Der Ter­min für die Bun­des­rats­ent­schei­dung am 11. Febru­ar dürf­te so kaum zu hal­ten sein.
  • Auf­re­gung über Homo­pho­bie bei BBC und FAS — Queer.de — So prä­sen­tier­te etwa die “Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Sonn­tags­zei­tung” am 25. Dezem­ber einen Leser­brief, der alles ande­re als weih­nacht­lich ist. Hans-Jochen B. aus Mett­mann rei­chen eigent­lich schon zwei Anfüh­rungs­zei­chen, um alles über sei­ne Sicht zum The­ma Homo­se­xua­li­tät wie­der­zu­ge­ben: Sexu­el­le Über­grif­fe wie an der Oden­wald­schu­le hät­ten nichts mit Pädo­phi­lie zu tun, schreibt er, son­dern wür­den von “‘nor­ma­len’ Homo­se­xu­el­len” began­gen. Doch dann holt er aus zur Schluss­poin­te, die es eines Tages noch als Pra­xis­bei­spiel für tat­säch­li­che Homo­pho­bie ins Lehr­buch schaf­fen wird. Prä­pu­ber­tie­ren­de Jungs böten “homo­se­xu­el­len Tätern zudem den ‘Vor­teil’, dass die zumeist hete­ro­se­xu­ell ver­an­lag­ten Jugen noch kei­nen Ekel vor homo­se­xu­el­len Prak­ti­ken ent­wi­ckelt haben.”

Lesezeichen

  • Rei­se in den Ber­li­ner Links­ex­tre­mis­mus: Jun­ge Uni­on sagt Kaf­fee­fahrt ab — taz.de — Auf Kos­ten des Fami­li­en­mi­nis­te­ri­ums woll­te die Jun­ge Uni­on in die „Haupt­stadt der ange­zün­de­ten Autos“ fah­ren. Jetzt ist der Trip abge­sagt. Doch ande­re wol­len trotz­dem fahren.
  • Notiz­blog » Die ande­re Wikileaks-Verschwörung — Juli­an Ass­an­ges Anwalt lässt sich seit Tagen aus­gie­big über eine angeb­li­che gehei­me Grand Jury in den USA aus, die die Ankla­ge gegen Assan­ge vor­be­rei­ten soll. Eine Befürch­tung, die nicht von der Hand zu wei­sen ist — die den zeit­rau­ben­den Wider­stand gegen eine Rück­kehr nach Schwe­den aber rät­sel­haft macht. Wäre Assan­ge bereits im Novem­ber nach Schwe­den zurück­ge­kehrt um dort sei­ne Aus­sa­ge zu machen, wäre er — sei­ne Unschuld vor­aus­ge­setzt — viel­leicht schon wie­der frei und müss­te nicht befürch­ten von Schwe­den an die USA aus­ge­lie­fert zu werden.
  • Face­book erlaubt Gesichts­er­ken­nung für Fotos — SPIEGEL ONLINE — Der eine oder ande­re Facebook-Nutzer dürf­te die Vor­stel­lung durch­aus beun­ru­hi­gend fin­den: Künf­tig soll eine Soft­ware erken­nen kön­nen, wer auf ins Netz­werk hoch­ge­la­de­nen Fotos abge­bil­det ist und ent­spre­chen­de Vor­schlä­ge zum “tag­gen” der Bil­der machen.
  • Medi­en­zen­sur in den USA: Was Wiki­Leaks mit Inter­netsper­ren zu tun hat — SPIEGEL ONLINE — Nach­rich­ten — Netz­welt — Hät­ten die USA ein Zugangs­er­schwe­rungs­ge­setz, wie es Ursu­la von der Ley­en einst vor­ge­schla­gen hat, hät­ten sie die nöti­ge Infra­struk­tur — wie wür­den sie heu­te ver­fah­ren? Wür­de die­ses Werk­zeug wei­ter­hin nur gegen Kin­der­por­no­gra­fie ein­ge­setzt? Oder wäre ein Land, in dem man Sol­da­ten das Zei­tung­le­sen ver­bie­tet, nicht womög­lich doch bereit, eine sol­che Infra­struk­tur auch zum Schutz der eige­nen Bevöl­ke­rung vor all­zu viel Infor­ma­ti­on zu nut­zen? Wären Wikileaks.ch, Wikileaks.de und all die ande­ren Alter­na­tiv­a­dres­sen (mitt­ler­wei­le sind es weit über 2000), unter denen man die Bot­schafts­de­pe­schen und ande­re Doku­men­te heu­te selbst nach­le­sen kann, von den USA aus noch zu errei­chen? Oder wür­de im Inter­es­se der natio­na­len Sicher­heit nicht viel­leicht doch gefiltert?
  • Im Enten­teich — Leis­tungschutz­rech­te? Wofür denn?? — Es ist bei nähe­rem Hin­se­hen skan­da­lös, wie die Zei­tungs­ver­le­ger die Pol­tiik und die Öffent­lich­keit des­in­for­mie­ren — und das als angeb­lich vier­te Gewalt, die Trans­pa­renz her­stellt! Dabei fah­ren sie eine dop­pel­te Stra­te­gie: Gegen­über der Poli­tik jam­mern und zetern sie, auf ihren eige­nen Medi­en­sei­ten schwei­gen sie zum The­ma. Die Debat­te las­sen sie gar nicht statt­fin­den. Zum Glück gibt’s das Internet.

Guten Morgen

morgenkaffee

Ker­ner beglei­tet Gut­ten­berg samt Gat­tin beim Trup­pen­be­such in Afgha­ni­stan. Damit ist der Ter­ror end­gül­tig da unten angekommen.

Phi­lip Ban­se hat mit SZ-Chefrechercheur Hans Ley­en­de­cker ein Streit­ge­spräch über Wiki­leaks geführt.

Mathi­as Brö­ckers wirft die Fra­ge auf, wes­we­gen New York Times, Spie­gel und Guar­di­an Wiki­leaks kei­ne Schüt­zen­hil­fe geben, schließ­lich sei Wiki­leaks ja sowas wie ihr Informant.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Was will Ker­ner denn in Afgha­ni­stan anmo­de­rie­ren? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[ Foto: Luc van Gent ]

Die drei Asse im Ärmel von Kristina Schröder

In den Medi­en wird Fami­li­en­mi­nis­te­rin Schrö­der ger­ne als das nai­ve Dumm­chen genom­men. Nach­zu­le­sen gera­de im Inter­view, das der SPIEGEL mit der Minis­te­rin geführt hat. Ein Inter­view mit der­art niveau­lo­sen Fra­gen habe ich schon lan­ge nicht mehr gele­sen. Aber was will man auch von der BUNTEN unter den Medi­en, die sich Qua­li­täts­jour­na­lis­mus nen­nen, erwarten?

Kris­ti­na Schrö­der zeigt in die­sem Inter­view vor allem Schlag­fer­tig­keit. Und die­se zählt auch zu den drei Assen, die sie der­zeit im Ärmel hat. Die drei Asse sind: 1. Ihr poli­ti­sches Geschick 2. Ihre Posi­ti­on als Ver­tre­te­rin einer neu­en Gene­ra­ti­on 3. Die  der­zei­ti­ge Kon­kur­renz­lo­sig­keit ihres Typs

1. Ihr poli­ti­sches Geschick

Wie man im Inter­view sehr schön sehen kann, hat Kris­ti­na Schrö­der durch­aus rhe­to­risch etwas auf dem Kas­ten. Die Retour­kut­sche auf die per­sön­li­che Fra­ge nach Kin­der­wunsch ist mehr als gelun­gen und darf als Watschn für die SPIEGEL-Redakteure betrach­tet wer­den. SPIEGEL-Journalisten über­rascht man wohl am bes­ten damit, dass man zeigt, nicht so zu sein, wie die Medi­en einen darstellt.

2. Ver­tre­te­rin einer neu­en Generation

Schrö­der shat selbst schon dar­auf ver­wie­sen, Ver­tre­te­rin einer ande­ren Gene­ra­ti­on zu sein. Und dies stimmt bezüg­lich ihrer Vor­gän­ge­rin von der Ley­en als auch in bezug auf Ali­ce Schwar­zer, mit der sie eine Feminismus-Diskussion am Lau­fen hat. Hier­bei kommt es auch dar­auf an, zu sehen, dass Schrö­der auch den Draht zu ihrer Gene­ra­ti­on hat, was hier und da in ihren Äuße­run­gen deut­lich wird. Dies ist bei von der Ley­en, Schwar­zer, sowie der CDU ins­ge­samt ein gro­ßes Manko.

3. Die der­zei­ti­ge Kon­kur­renz­lo­sig­keit ihres Typs

Ich ken­ne eini­ge intel­li­gen­te Frau­en, die der Poli­tik gut tun wür­den, denen Poli­tik aber nicht zusagt. Inso­fern ist Schrö­der sicher­lich einen nicht all­täg­li­chen Weg gegan­gen. Dane­ben hat sie sich eine eini­ger­ma­ßen eigen­stän­di­ge, modern wir­ken­de Posi­ti­on erhal­ten, die in einer kon­ser­va­ti­ven Par­tei ihres Glei­chen sucht. Neben ihr sieht sogar die als oppo­si­tio­nel­le Fami­li­en­mi­nis­te­rin gehan­del­te Manue­la Schwe­sig alt­ba­cken aus. Das­sel­be gilt für Ali­ce Schwar­zer, gegen die Schrö­der über­zeu­gend hält, dass Femi­nis­mus nur unter Berück­sich­ti­gung  Män­ner betref­fen­der Pro­blem­fel­der erfolg­reich sein soll­te. So ist sie inzwi­schen inner­halb der CDU her­aus­ge­ho­ben und bedient als Wäh­le­rin­nen­iden­ti­fi­ka­ti­on eine CDU-Lücke.

Die Fra­ge ist, durch wel­che Stra­te­gie man mit die­sen drei Assen das Spiel gewinnt. Ich weiß noch nicht ein­mal genau, wie­viel man als Fami­li­en­mi­nis­te­rin über­haupt gewin­nen kann, schließ­lich hat von der Ley­en ja in der Internetzensur-Debatte nur gezeigt, wie man den Kar­ren laut pol­ternd gegen die Wand fährt. Erschwe­rend kommt hin­zu, dass Schrö­der mit ein paar schwar­zen Petern zurecht kom­men muss: Sie ist nicht intel­lek­tu­ell und noch etwas naiv.

1. Nicht intellektuell

Die­se Ein­schät­zung klingt belei­di­gend. Als wür­de man sagen wol­len, sie sei dumm oder geist­los, was bei­des nicht zutrifft. Aber Schrö­der ist eben nicht so intel­lek­tu­ell, wie sie sich sel­ber gern sähe. Das wur­de deut­lich bei ihrem aber­ma­li­gen Ver­such, das The­ma Deut­schen­feind­lich­keit auf den Tisch zu brin­gen, der wohl als geschei­tert ange­se­hen wer­den darf. Hier­bei hat­te sie ver­sucht, Deut­schen­feind­lich­keit als Ras­sis­mus zu titu­lie­ren. Dies ist ein­fa­cher Unsinn. Es gibt kei­ne um sich grei­fen­de Ströh­mung in Deutsch­land, die bestimm­ten Per­so­nen­grup­pen gene­ti­sche Fehl­ent­wick­lun­gen qua Deutsch­sein unter­stellt. Was Schrö­der meint ist Frem­den­feind­lich­keit. Man muss ja nicht deutsch sein, um frem­den­feind­lich zu sein. Durch ihre unglück­li­che Begriffsir­ri­ta­ti­on hat es Schrö­der nicht geschafft, das The­ma auf brei­ter Ebe­ne dis­ku­tier­bar zu machen.

2. Etwas naiv

Die Medi­en­mei­nung, Schrö­der als klei­nes Dumm­chen abzu­stem­peln, wird von Schrö­der durch miss­lun­ge­ne Ver­su­che der Begriffs­be­stim­mung (“Deutsch­feind­lich­keit”) begüns­tigt, aber auch ungüns­ti­ge Fern­seh­in­ter­views z.B. mit dem ZDF. Es war etwas naiv zu lau­ben, das ZDF wür­de Interview-Outtakes nicht ver­wen­den. Und dass ihr Ehe­mann sich vor lau­fen­der Kame­ra als Souf­fleur betä­tigt, ist schon sehr albern. Das darf ihr in der Rol­le, die sie ger­ne ver­kör­pern möch­te, nicht unterlaufen.

Zum Glück sind die­se schwar­zen Peter nicht aus­schlag­ge­bend über poli­ti­schen Erfolg. Man muss nur das Rich­ti­ge damit anzu­fan­gen wis­sen. Und ich bin mir sicher, wir wer­den schon bald wie­der von Kris­ti­na Schrö­der hören.

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