Guten Morgen

Morgenkaffee

Ulrich Horn wun­dert sich über die eingestell­ten Neuwahlforderun­gen der NRW-CDU. Man kön­nte auch sagen, er lässt kein gutes Haar an der CDU-Frak­tion.

Dass die USA umfan­gre­ich per­sön­liche Dat­en sam­melt, ist ja schon bekan­nt. Jet­zt hat Fefe gele­sen, wie lange die dort Dat­en von Gästen auf­be­wahren wollen: 15 Jahre.

Inter­ne­tak­tivist Jérémie Zim­mer­mann befürchtet, dass das Inter­net von Seit­en der Poli­tik immer mehr kon­trol­liert wer­den wird.

Friedrich Küp­pers­buschs Wort der Woche ist Großs­tadtkom­pe­tenz:

[audio:http://httpmedia.radiobremen.de/mediabase/048894/048894_168573.mp3]

Und während ich mir die Frage stelle: Soll man denn die NRW-CDU noch ernst nehmen, wenn die eh nicht regieren wollen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Man darf es schon ver­wun­der­lich nen­nen, wie schnell die FDP gestern Gui­do West­er­welle abgesägt hat, auch wenn sie es selb­st als bei der näch­sten Wahl zum Vor­sitzen­den nicht wieder antreten inter­pretiert haben möchte — als ob man eine durch­dachte Strate­gie ohne West­er­welle in der Schublade hätte. Ulrich Horn meint hierzu, dass ein abge­segter Parte­ichef als Außen­min­is­ter nicht trag­bar ist. Heute un mor­gen berät man in der FDP-Führung, welche Stüh­le wie hin und her gerückt wer­den und ob West­er­welle Vize-Kan­zler bleiben darf.

In NRW suchen sie ger­ade 2285 strahlende Bren­nele­mente, die in Jülich ver­schütt gegan­gen sind. Über­sieht man aber auch leicht, so Atom­müll.

Jeff Jarvis wun­dert sich, dass sich die New York Times ger­ade auf Ari­an­na Huff­in­g­ton einzuschießen scheint. Huff­in­g­ton hat­te den Blog Huff­in­g­ton Post gegrün­det, der vor kurzem für 315 Mio. $ von AOL über­nom­men wurde.

Und während ich mir die Frage stelle: Ver­wech­selt die FDP bei ihrer Neuge­burt nicht mal wieder Inhalte mit Per­so­n­en? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Das Bis­tum Regens­burg der Katholis­che Kirche hat einen Gerichtsstre­it gegen einen Blog­ger wegen der Beze­ich­nung ein­er Schweigev­ere­in­bahrung als Zahlung von Schweigegeld gewon­nen. In Ham­burg klagt man tra­di­tionell , wenn man gegen die Mei­n­ungs­frei­heit im Inter­net ange­hen möchte.

Miss James erläutert, was ihr Erwach­sen­sein bedeutet.

Ulrich Horn sieht in der derzeit­i­gen poli­tis­chen Darstel­lung des Lan­des seit­ens der Lan­desregierung und Oppo­si­tion schon so etwas wie Ruf­schädi­gung gegeben.

Und während ich mir die Frage stelle: Gibt es eigentlich katholis­che Leitregeln für Schweigev­ere­in­bahrun­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Gestern wurde gesucht, heute ist Ascher­mittwoch, da wird aufgeräumt, und das nicht zu knapp:

Ulrich Horn nimmt sich ener­gisch den Skan­dal um Gut­ten­berg sowie CDU und CSU im beson­deren zur Brust:

Der Gut­ten­berg-Skan­dal ver­langt nach Kon­se­quen­zen. Er hat dem Anse­hen der Poli­tik geschadet. Das Show-Geschäft ver­suchte, sich der Poli­tik zu bemächti­gen. Ob sich die repräsen­ta­tive Demokratie gegen diesen Angriff dauer­haft behaupten kann, ist noch nicht aus­gemacht. Gestützt auf seine Pop­u­lar­ität wollte Gut­ten­berg Maßstäbe ver­schieben und Regeln außer Kraft set­zen, um seine Ver­fehlun­gen zu kaschieren. Solche Attack­en dür­fen nicht gelin­gen. Damit sie scheit­ern, sind Poli­tik­er mit Rück­grat nötig. Der Fall Gut­ten­berg zeigt: Die Parteien müssen die Auswahl ihrer Man­dat­sträger verbessern, wenn sie Glaub­würdigkeit zurück­gewin­nen und ihren Gestal­tungsanspruch aufrechter­hal­ten wollen.

Rou­ven räumt mit dem Vorurteil auf, er könne gut mit Kindern umge­hen in Frühkindliche Autorerotik.

Denis räumt mit wichtigem Zeugs aus sein­er Schulzeit auf.

Und während ich mir die Frage stelle: Was oder wom­it kön­nte ich denn heute mal aufräu­men? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Mit Fefe und Netzpolitik.org rufen zwei der meist­ge­le­sen­sten Blogs Deutsch­land zu ein­er Schuh-Aktion gegen den Verbleib Gut­ten­bergs im Amt auf. Tre­ff­punkt 12.30 Uhr Pots­damer Platz, an der his­torischen Ampel in Berlin.

Ulrich Horn find­et klare Worte für den aktuellen Zus­tand der CDU: Parteirä­son und eine viel zu dünne Per­son­aldecke über­lagern dort Recht und Anstand.

Apro­pos klare Worte: Die Band Wir sind Helden ist von der Wer­beagen­tur Jung & Matt Jung von Matt ange­fragt wor­den, ob sie nicht bei der kom­menden Promi­nente-wer­ben-für-die-Bildzeitung-Kam­pagne für einen guten Zweck mit­machen wollen und die Antwort von Sän­gerin Judith Holofernes lässt wohl nichts zu wün­schen übrig:

Liebe Wer­be­agen­tur Jung von Matt,

bzgl. Eur­er An­fra­ge, ob wir bei der ak­tu­el­len Bild -Kam­pa­gne mit­ma­chen wol­len:

Ich glaub, es hackt.

Die Bild­zei­tung ist ein ge­fähr­li­ches po­li­ti­sches In­stru­ment – nicht nur ein stark ver­grö­ßern­des Fern­rohr in den Ab­grund, son­dern ein bös­ar­ti­ges Wesen, das Deutsch­land nicht be­schreibt, son­dern macht. Mit ein­er Agen­da.

Die Flip­pers hören auf. Grund genug für die Besuch­er von Steff­is Bistro, ein­mal gründlich durchzud­isku­tieren, was auf die Jubiläums-CD 42 Jahre Flip­pers drauf muss:

[audio:http://media.ndr.de/download/podcasts/podcast2956/AU-20110223–1855-1801.mp3]

Und während ich mir die Frage stelle: Fall­en mir eigentlich auf Anhieb fünf Titel der Flip­pers ein? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Warum ist Leak­en nicht Wort des Jahres 2010 gewor­den? Und was ist es eigentlich gewor­den? Die Tätigkeit, die dieses Wort beschreibt, ist jeden­falls groß im Trend: Al Jazeera macht das nun auch und in Rus­s­land wer­den ger­ade ange­bliche Fotos von Putins Palast geleakt.

Reichtümer ver­heim­licht man bess­er auch in Deutsch­land: SPD-Wirtschaft­sex­perte Karl Lauter­bach ist sich wohl im Klaren, dass es in der Öffentlichkeit nicht sooo gut ankommt, was er wofür so alles bekommt.

Ulrich Horn wirft schon wieder einen inter­es­san­ten Blick auf die NRW-Poli­tik, dieses Mal auf die Uneinigkeit in der CDU.

Offen­sichtlich wei­den sich die deutschen Qual­itätsme­di­en immer noch an der Ekel- und Folter Show von RTL. Beim Stern übern­immt das heute Ingo Scheel. Da ist der Name schon Pro­gramm.

Und während ich mir die Frage stelle: Wodurch hält sich eigentlich der Glaube, dass uner­ar­beit­eter Reich­tum eine Schande ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Ulrich Horn blog­gte passend zum Land­tagswahlkampf 2010 inter­es­sante Analy­sen und Anek­doten aus der Sicht eines Politjour­nal­is­ten. Dann wurde es still in seinem Blog, was wohl krankheits­be­d­ingt war. Das hat sich gott­sei­dank geän­dert und er wartet nun mit einem erfrischen­den Blick auf die Neuwahl-Spielchen der Grü­nen in NRW auf.

Stephan-Andreas Cas­torff find­et es skan­dalös, dass mehr auf Ver­brauch­er­schutzmin­is­terin Aign­er rumge­hackt wird als auf den Ver­ant­wortlichen in Nieder­sach­sen.

Der türkische Min­is­ter­präsi­dent Erdo­gan hat sich in Newsweek zu Wort gemeldet, und gemeint, dass Europa mit der Türkei wirtschaftlich stärk­er, gemein­schaftlich fes­ter und sicher­er sei. Warum sagt er nicht.

Und während ich mir noch die Frage stelle: Wie soll ich mir das jet­zt vorstellen, dass die Türkei nicht aus wirtschaftlichen Grün­den in die EU will? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Ulrich Horn kann kein Ver­ständ­nis dafür auf­brin­gen, dass ein­er Partei wie der CDU, die an Spenden­skan­dalen nun wirk­lich nicht uner­fahren ist, erneut passieren kann, dass man selb­stver­schuldet ins Kiel­wass­er ein­er Spende­naf­färe gerät.

Johannes Boie hat Infor­ma­tio­nen der Polizei zu dem Video, auf dem zu sehen ist, wie ein Polizist in vollem Lauf einem Demon­stran­ten am 1. Mai gegen den Kopf tritt.

Herr Paulsen ver­weist auf schöne Reg­gae-Musik von Ger­maican und Frank Délle und ver­rät vor allen Din­gen, was man dazu essen sollte.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann habe ich eigentlich das let­zte Mal Aben­dessen und Musik aus­ge­sucht aufeinan­der abges­timmt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Politische Blogs im NRW-Landtagswahlkampf

Es tut sich was im Umgang mit der Poli­tik in Nor­drhein-West­falen und das ist gut so. Im Vor­feld der Land­tagswahlen sind unver­mutet Blogs für das politsche All­t­ags­geschäft so wichtig gewor­den wie nie zuvor. Das hängt auch damit zusam­men, dass über Blogs neue Infor­ma­tio­nen zu find­en waren, die so bish­er nicht in den Zeitun­gen vorka­men. Daneben sind Blogs für Parteien Neu­land, man weiss ger­ade bei der CDU, mit der sich Blogs liebend gern kri­tisch befassen, noch nicht so recht, wie man darauf reagieren oder sich wehren soll.

Heisse” Infor­ma­tio­nen kön­nen sich über Blogs und andere Inter­net­seit­en rasend schnell ver­bre­it­en. Parteien haben dem derzeit nicht viel ent­ge­gen zu set­zen, da sich ihre Infor­ma­tio­nen nicht so leicht als unparteilich ver­bre­it­en lassen. Und partei­is­che Infor­ma­tio­nen, das ist widerum nichts, was über Blogs sich schnell ver­bre­it­en ließe, denn die Ver­bre­itung geht von Nutzer zu Nutzer, unab­hängig von deren Parteipräferenz. Hat ein Nurtzer also die Parteipräferenz A und bekommt eine Info, die erkennbar pro-A ist, ver­bre­it­et er die vielle­icht weit­er, aber wenn er diese an jeman­den ohne diese Parteipräferenz weit­er­leit­et, stoppt ihre Ver­bre­itung schon dort. Dies ist die Schwierigkeit herkömm­lich­er Infor­ma­tionsver­bre­itung von Parteien. Das hat­te lediglich über Zeitun­gen wesentlich ein­fach­er funk­tion­iert. Ein­er wohlgesonnenen Zeitung muss man seine Infor­ma­tio­nen nicht noch erst möglichst unpartei­isch unter­bre­it­en.

Insofern sind poli­tis­che Blogs ein Auf­bruch und eine Bere­icherung für die poli­tis­che Kul­tur. In Nor­drhein-West­falen sind in kurz­er Zeit mehrere Blogs als Polit-Blogs beacht­enswert:

Der Wir-in-NRW-Blog trägt schon einen SPD-Begriff im Titel und so manch­er sagt ihm einen der­ar­tige Hang nach. Das hängt damit zusam­men, dass man der CDU gegenüber bish­er nicht zim­per­lich war und mit der Affäre der Land­tagspräsi­dentin und diversen inter­nen NRW-Doku­menten aufz­u­fall­en wusste. Es beste­ht aber kein Zweifel, dass an diesen Aufdeck­un­gen ein jour­nal­is­tis­ches Inter­esse gegeben ist.

Die Ruhrbarone ist ein von vie­len Jour­nal­is­ten getra­genes Blog-Pro­jekt, das nach eige­nen Angaben an die 12.000 Besuch­er täglich hat, was eine stat­tliche Zahl ist. Man hat sich in ver­gan­gener Zeit nie gescheut, sich mit poli­tis­chen Posi­tio­nen auseinan­der zu set­zen. Aufdeck­un­gen wir der Wir-in-NRW-Blog gab es meines Wis­sens allerd­ings bish­er nicht.

Der Klare-Kante-Blog ist ein rel­a­tiv neuer Blog und wird als eher CDU-nah beschrieben. Schaut man sich den Ver­fass­er an, so liegt die Ver­mu­tung nahe. Aber reine CDU-Pro­pa­gan­da habe ich dort bish­er nicht rausle­sen kön­nen, son­dern dur­chaus lesenswerten jour­nal­is­tis­chen Stil.

Schliesslich blog­gt neuerd­ings Ulrich Horn unter post-von-horn.de. Hier gefällt mir die Schreibe bish­er noch am Besten. Es gibt kluge Analy­sen zu lesen, wenn auch nicht die ganz großen Aufdeck­un­gen.

Unter Pot­tblog schreibt Jens Matheuszik, der der SPD ange­hört, über alles Inter­es­sante aus NRw und vor allem dem Ruhrge­bi­et.

Mit NRW recht­saußen und dem Klar­manns Welt gibt es min­destens zwei engagierte Blogs, die sich mit der recht­en Szene in NRW auseinan­der set­zen. Hin und wieder ist hier ein Blick mehr als lohnend.

So aber ver­sam­meln sich mit­tler­weile schon eine beträchtliche Anzahl lesenswert­er Blogs im Inter­net, die ins­ge­samt aus­geglichen les­bar sind. Und mit jedem qual­i­ta­tiv­en Blog, denn vielle­icht die vorhan­de­nen auch mit anreizen, wird das Bild inter­es­san­ter.

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