Guten Morgen

Morgenkaffee

Auch das ist NRW: Wie man im Scherz sich online mit einem Dok­tor­grad bezeich­net und die Poli­zei auf die Idee kommt, dar­auf­hin eine Haus­durch­su­chung zu machen.

Ulrich Horn meint, im Fall Hoe­neß müss­ten noch diver­se Fra­gen öffent­lich geklärt wer­den.

Ein Ser­ver mit Daten von sämt­li­chen in Deutsch­land Online-Reise-Buchenden ist geknackt wor­den.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Ist Hoe­neß eigent­lich immer fürs gro­ße Ver­sem­meln zustän­dig? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Das ist natür­lich lus­tig: Unter Beru­fung auf den Blog von Ulrich Horn, möch­te die CDU-Fraktion in NRW von der rot-grünen Lan­des­re­gie­rung wis­sen, wes­we­gen in deren Pres­se­schau vom 10. April zwei Sei­ten kom­plett leer gewe­sen sind.

Der bescheu­erts­te Brat­wurst­jour­na­lis­mus­text des Tages kommt heu­te von den Ruhr­nach­rich­ten:

Eine duf­ten­de Wol­ke von frisch geba­cke­nen Pfann­ku­chen umhüll­te am Mon­tag­abend das Spra­ke­ler Hei­mat­haus.

denn “Erfolg liegt in guten Eier”. Ja, dann mal guter Appe­tit.

Fried­rich Küp­pers­busch unter­sucht, ob das Wir ent­schei­det: [audio:http://httpmedia.radiobremen.de/mediabase/086492/086492_298778.mp3]

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wir bei Lokal­blät­tern eigent­lich noch gegen­ge­le­sen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Letz­tens frag­te mei­ne Freun­din mich, ob ich ihr eine Zei­tung oder ein Maga­zin emp­feh­len wür­de, damit sie tages­ak­tu­ell auf dem Lau­fen­den und somit etwas gebil­de­ter wäre. Da dach­te ich irgend­wie auch an den SPIEGEL, den ich kaum lese, weil er mich immer an die BUNTE erin­nert hat. Aber ich las dann die­se Woche ein­mal rein — und hat­te sel­tenst den Ein­druck, dass da in den Arti­keln jemand tief­grün­di­ges Wis­sen ver­mit­teln konn­te oder woll­te. Der Ein­druck deckt sich mit Ulrich Horns Ana­ly­se: Sturm­ge­schütz für Platz­pa­tro­nen.

Ste­fan Nig­ge­mei­er gibt die Ana­ly­se wie­der, nach der die öffent­li­che Beschrei­bung des Aus­se­hens von Frau­en, die­sen bei ihrer Kar­rie­re im öffent­li­chen Raum hin­der­lich ist.

The Wall Street Jour­nal berich­tet, dass Face­book sein Daten­sam­meln aus­wei­tet.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wie vie­le jour­na­lis­ti­sche Qua­li­täts­blät­ter braucht so ein Land eigent­lich? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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In Ost­hes­sen sind 5 Ton­nen Nutel­la gestoh­len wor­den. Eng­päs­se wer­den nicht erwar­tet.

Ulrich Horn meit, im Zusam­men­hang mit den NSU-Geschehen hät­ten die 3 Gewal­ten und die, die sich für eine hält, ver­sagt.

Der Arsen-Anteil im Bier nimmt zu.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wohin ver­tickt man denn ablau­fen­de, geklau­te Nuss­nou­gat­creme? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Cas­ca­da fährt mit Glo­rious zum Euro­vi­si­on Song Con­test nach Mal­mö. Hat man auch irgend­wie alles schon mal so gehört, was in dem Lied drin ist.

Bei Maisch­ber­ger woll­te Matus­sek dar­auf aus, dass Eltern ihre Kin­der auf der Suche nach Wer­ten in katho­li­sche Kin­der­gär­ten schi­cken, und kriegt von Flie­ge pro­vo­kant ein­ge­schenkt, dass dies eher des­we­gen wäre, weil katho­li­sche Kin­der­kär­ten tür­ken­freiwären.

Ulrich Horn beleuch­tet die Berater- und Bera­tungs­ka­ta­stro­phen bei Peer Stein­brück.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Was wür­de eigent­lich pas­sie­ren, wenn Spit­zen­po­li­ti­ker ohne Bera­ter Wahl­kampf mach­ten? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Ulrich Horn beleuch­tet den Kol­le­te­ral­scha­den des Peer­blogs, ein Blog, das angeb­lich unab­hän­gig den Wahl­kampf Peer Stein­brücks unter­stüt­zen soll­te. Die ver­mu­te­te Nähe zum Blog Wir-in-NRW, wor­über im NRW-Wahlkampf 2010 mas­siv Indis­kre­tio­nen aus dem CDU-Umfeld ver­öf­fent­licht wur­den, sowie die unge­klär­te Finan­zie­rung brin­gen nun die SPD in Zwie­licht. Und dass die CDU gegen die­se Ange­le­gen­heit nicht mit einem Unter­su­chungs­aus­schuss vor­geht, spricht auch Bän­de.

Ich hat­te mich auch schon gewun­dert, wie unrea­lis­tisch im Fern­se­hen Ding­fest­ma­chun­gen von Kri­mi­nel­len geschil­dert wer­den. Meist guckt der zustän­di­ge Ermitt­ler ruhig und grim­mig, wäh­rend man selbst meint, dass die Vor­wür­fe ziem­lich halt­los sind und in der Luft zer­fetzt wer­den kön­nen. Und nun dies: Der 10jährige, der in den USA sei­nen rechts­ra­di­ka­len Vater erschoß, hat sich argu­men­ta­tiv an US-Krimiserien ori­en­tiert.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Soll­te man den Kin­dern in der Schu­le nun auch mal bei­brin­gen, dass das Fern­se­hen lügt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Wie Jörges Kubicki entzauberte

Die gest­ri­ge Fol­ge von Mar­kus Lanz war über­ra­schend gut. Und nein, das hat­te nichts mit dem Mode­ra­tor zu tun, der hat das war­schein­lich gar nicht gemerkt. Wenn die Sen­dung pas­send nach dem Mode­ra­tor ben­nant wor­den wäre, wür­de sie auch Voll dane­ben hei­ßen oder sowas. In der Sen­dung tra­ten der Jour­na­list Hans-Ulrich Jör­ges und der FDP-Politiker Wolf­gang Kubicki auf und Lanz stand immer­hin nicht im Weg – ver­moch­te es aber auch nicht, den Knack­punkt der Sen­dung zu erken­nen und in den Fokus zu stel­len. Für den Zuschau­er ist die Aus­gangs­la­ge einer so besetz­ten Sen­dung schon mal schwie­rig: Das sich immer wie­der­ho­len­de Fern­se­hen war­tet mit wie­der­holt auf­tre­ten­den Gäs­ten auf, Jör­ges und Kubicki sind da Para­de­bei­spie­le. Den­noch war es die­ses Mal anders.

Hans-Ulrich Jör­ges ist nicht grund­sym­path­sisch. Dafür ist er zu hek­tisch, dafür ist er von sich selbst zu begeis­tert, dafür trifft er manch­mal nicht den Punkt genau genug, dafür ist sei­ne Art zu kau­zig.

Der #Jör­ges ist aber auch schwer zu ertra­gen #Lanz

— Sven Hen­nig ✈ (@svhennig) Janu­ar 22, 2013

Das muss aber nicht bedeu­ten, dass er immer unbe­dingt falsch liegt. Manch­mal ist auch er auf der rich­ti­gen Spur. Ges­tern nagel­te er ohne Hil­fe des Mode­ra­tors oder ande­ren Anwe­sen­den Wolf­gang Kubicki fest und wirk­te dabei unsym­pa­thisch wie eh und je. Wer nimmt schon den lus­ti­gen Wolf­gang Kubicki in den Schwitz­kas­ten? Ja, wer eigent­lich – außer Hans-Ulrich Jör­ges?

Die Argu­men­ta­ti­ons­la­ge zwi­schen Jör­ges und Kubicki war gera­de­zu klas­sisch: Drän­gen Sie jeman­den in die Ecke und ver­su­chen Sie ihm das Stand­bein weg­zu­hau­en. Wenn das klappt, haben Sie die Argu­men­ta­ti­on gewon­nen. Wolf­gang Kubicki stell­te sich ges­tern auf sein sym­pt­a­schies, qua humor­vol­les Rhetorik-Standbein, mit dem er sym­pa­ti­scher rüber­kommt als Jör­ges. Aber genau das ent­larvt ihn.

Aber wor­um ging es über­haupt? Die Dis­kus­si­on rank­te um den Zustand der FDP rund um die Neidersachsen-Wahl. Kubicki stell­te es so dar, als gäbe es kei­ne Über­ra­schun­gen, als wäre die Rösler-Brüderle-Charade seit Wochen abge­spro­chen und geplant. Die FDP als über­le­ge­ne Wise-Men-Fraktion. Was für ein schö­nes Bild. Jör­ges hob als ein­zi­ger in die Ker­be, dass die­se Dar­stel­lung nicht über­zeu­gend sei, genau­er: Das die­se Dar­stel­lung nicht wahr­heits­ge­mäß sei.

Wie auch? Bei der Nie­der­sach­sen­wahl ging es medi­al dar­um, ob Phi­lip Rös­ler gestürzt wer­de. Den Ein­druck, dass die­ser wacke­le, erweck­ten Poli­ti­ker wie Rai­ner Brü­der­le und Dirk Nie­bel. Das war kei­ne media­le Erfin­dung. Dass es Que­re­len um die per­so­nel­le Auf­stel­lung gab, bezeu­gen FDP-Politiker. Dass Phil­ipp Rös­ler im Zuge der Auf­stel­lung Brü­der­les zum Spit­zen­kan­di­dat – eine Posi­ti­on, die es für Zip­pert in der FDP gar nicht gibt – sei­nen Par­tei­vor­sitz zur Ver­fü­gung stell­te, bezeu­gen angeb­li­che inne­re Krei­se der FDP. Sol­che unbe­nann­ten Per­so­nen sind natür­lich leich­te Angriffs­zie­le.

Und genau auf die­se Infor­ma­ti­ons­quel­le schoss sich Kubicki ein. Man sol­le doch eher ihm glau­ben als Infor­ma­ti­ons­quel­len, die genau­so­gut erfun­den sein könn­ten und nicht alle Dar­stel­lun­gen von FDP-Politikern sei­en kon­form. Des­we­gen sol­le man ihm, den wahr­haf­tig dort Sit­zen­den, glau­ben. Dass es ihm aller­dings näher ste­hen dürf­te, sei­ne Par­tei in schö­nem Licht dar­zu­stel­len, als kri­tisch zu beleuch­ten, kann sich jeder aus­rech­nen.

Kubi­ckis Dar­stel­lung des inner­nen Krei­ses der FDP als media­le Spin doc­tors ist so rei­zend wie unglaub­wür­dig. Nie­mand Pro­mi­nen­tes außer ihm in der FDP hat der Dar­stel­lung wider­spro­chen, Rös­ler habe nicht sei­nen Füh­rungs­pos­ten zur Ver­fü­gung gestellt. Jör­ges hau­te genau in die­se Ker­be: Wenn die Cha­ra­de aus­ge­macht gewe­sen wäre, hät­te Rös­ler nicht sein Amt zur Ver­fü­gung stel­len müs­sen. Tref­fer, ver­senkt.

Kubicki ver­such­te noch ad audi­to­res, Jör­ges als spe­ku­lie­ren­den Kaf­fee­satz­le­ser dar­zu­stel­len, der ohne dabei gewe­sen zu sein bes­ser Bescheid zu wis­sen glaub­te, als Per­so­nen, die dabei waren. Das mach­te Jör­ges zwar noch hand­kne­tend ner­vös, über­zeug­te aller­dings höchs­tens noch Mar­kus Lanz. Sach­lich hat­te Kubicki da schon längst ver­lo­ren.

Der Auf­tritt der FDP in letz­ter Zeit, der mit sei­nen Que­re­len und Füh­rungs­de­bat­ten unge­schlos­sen wirk­te, zeug­te eher von Unge­schlos­sen­heit als von media­lem Spin­dok­to­ren­tum. Blie­be die Fra­ge, ob es schwe­rer wiegt, wenn die FDP sich selbst täuscht oder das Publi­kum. Über­las­sen wir das doch ein­fach mal den spin­nen­den Dok­to­ren der FDP.

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Chro­nik einer ange­kün­dig­ten Wahl­schlap­pe: Ulrich Horn beschreibt, wie von der Rol­le die SPD gera­de erscheint.

Beim Minis­ter­prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten­du­ell in Nie­der­sach­sen ging’s ges­tern Abend wohl eher lang­wei­lig zu. Welch’ Über­ra­schung.

So hört sich das an, wenn E-Book-Raub­ko­pie­rerTau­scher sich über ihre Zukunft unter­hal­ten.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wür­de es auf­fal­len, wenn Nie­der­sach­sen nur noch eine Ver­wal­tung hät­te und kei­nen MP? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Jede Woche ein guter Text? Wolf­gang Mün­chau schreibt über den Tod der Ver­le­ger als eigent­li­cher Zei­tungs­kri­se. Ulrich Horn bringt das kna­cki­ger auf den Punkt:

Der Wan­del über­for­dert die Ver­le­ger. […] So wenig Digi­tal bis­her lebens­fä­hig ist, so sicher scheint Print dem Unter­gang geweiht.

In Süd­ko­rea hat der Prä­si­dent­schafts­wahl­kampf ange­fan­gen.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wie hoch ist eigent­lich die Ver­le­ger­ar­beits­lo­sig­keit? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Jür­gen Viel­mei­er schreibt über sei­nen Abgang bei basic thin­king und begrün­det die­sen vor allem mit dem psy­chi­schen Druck, den die täg­li­che Arbeit an dem Blog ihm beschert hat. Ein Zaun­pfahl­wink dar­über, auf Warn­schüs­se recht­zei­tig zu reagie­ren:

Blog­gen ist mei­ne Lei­den­schaft. Ich will schö­ne Tex­te schrei­ben, ich will etwas errei­chen, ich will die­se Gesell­schaft ver­bes­sern und kann das, wie jeder ande­re Mensch, am bes­ten, wenn ich Spaß an mei­ner Arbeit habe. Kom­men­ta­to­ren bei Basic Thin­king haben mir die­sen Spaß genom­men.

Ulrich Horn meint im Zuge des Aus’ der ftd, bei Gru­ner + Jahr wer­de nicht rech­zei­tig auf Feh­ler reagiert.

Liest sich alles nicht so auf­bau­end. Dafür war Herr Paul­sen im Scho­ko­la­den­pa­ra­dies.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Ist es nicht wahr­lich ein Glück, eine fein aus­ge­such­te Kom­men­ta­to­ren­schaft zu haben? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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