Guten Morgen

Morgenkaffee Woch­enende in Zürich ver­bracht, ich komme erst langsam wieder auf Betrieb­stem­per­atur.

Felix Schwen­zel hat sich Gedanken gemacht, dass Blog­ger doch ihre Wer­be­links in Artikeln deut­lich ken­ntlich machen sollen. Ich meinte in diesem Zusam­men­hang:

Ich finde die Angele­gen­heit dur­chaus philosophisch, ger­ade nach der Berichter­stat­tung über Ama­zon in der Ver­gan­gen­heit. Man kann aus moralis­chen Grün­den Ama­zon gar nicht ver­linken und auf den kleinen Buch­laden um die Ecke ver­weisen. Man kann eben­so sagen, na zumin­d­est sollen meine Leser, wenn sie schon bei Ama­zon kaufen, über meinen Link dahin kom­men — das wäre dann nicht moralisch, son­dern bloß wirtschaftlich. Scheint mir aber okay zu sein. Sollte man das kennze­ich­nen? Widerum: Schaut man sich an, was gewe­sen ist, ist das wohl bess­er. Ich habe auch Leute aus dem Fee­dRead­er geschmis­sen, weil sie Kaf­feemaschi­nen­wer­bung in Artikeln betrieben haben, um an eine Kaf­feemas­chine zu kom­men. Ich zögere etwas mit Twit­ter­ern, die Fra­gen in Tweets wer­fen, die mit Affil­i­ate-Links verknüpft sind, wobei das schlicht das­selbe ist.

Als Exper­i­ment habe ich die Buchkurzbe­sprechun­gen bei Sofaschmök­er mit der­ar­ti­gen Links aus­ges­tat­tet und gekennze­ich­net.

Scheiß doch auf das Leis­tungss­chutzrecht: Der Axel-Springer-Ver­lag arbeit­et jet­zt mit Google zusam­men. Vielle­icht denken usnere Fre­unde von der CDU mal einen Min­i­mo­ment darüber nach.

Des Flusskieses Grafik­er­alp­träume.

Ulrich Horn schreibt darüber, dass der SPD die Lokalpoli­tik zur Archilles­ferse gewor­den ist.

Und wäh­rend ich mir die Frage stel­le: Ab welch­er Inten­sität machen Affil­i­ate-Links einen Blog­a­r­tikel unglaub­würdig? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Die Bun­desregierung oder genauer das CDU geführte Bun­desin­nen­min­is­teri­um hat den Bun­destag bel­o­gen — und ver­sucht, das nachträglich in der eigentlichen Stel­lung­nahme rauszup­fuschen. Es geht um eine Sicher­heit­slücke bei Reglung­stech­niken von Heizkraftwerken, Brauereien und Gefäng­nis­duschen, die mit­nicht­en zur Zeit der Stel­lung­nahme behoben war.

Eben­so nicht ganz stimmte die Antwort des CDU geführten, nieder­säch­sis­chen Lan­desin­nen­min­is­teri­ums auf die Anfrage der Jour­nal­istin Andrea Röp­ke, ob sie vom Ver­fas­sungss­chutz überwacht werde. Das Innen­min­is­teri­um unter Leitung von Uwe Schüne­mann hat­te geant­wortet, es gäbe keine Akte über sie. Da hat dann die neue Präsi­dentin des nieder­säch­sis­chen Ver­fas­sungss­chutzes die Jour­nal­istin noch mal angerufen, man habe da doch was. Und was meint Schüne­mann?

Ich finde es aber bemerkenswert, dass die jet­zige Ver­fas­sungss­chutzspitze von den möglichen Ver­stößen offen­sichtlich schon län­gere Zeit wusste und es aus­gerech­net in dieser Woche der Öffentlichkeit präsen­tiert.

Ver­let­zun­gen der Presse­frei­heit als Wahlkampfge­plänkel. Nee, is klar.

Für Ulrich Horn gibt es schon einen Wahlver­lier­er: Den gemiede­nen Sig­mar Gabriel.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum fahren die immer das Bun­desin­nen­min­is­teri­um so groteskt gegen die Wand? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Ein Drohne­nan­griff auf Angela Merkel und Thomas de Maiz­ière ist gescheit­ert.

Beim Alt­pa­pi­er stellt man mal die Unparteilichkeit des ARD-“Journalisten” Sig­mund Got­tlieb her­aus:

In der “Tagess­chau” – das ist diese Sendung, in der keine Mei­n­ung­sum­frageergeb­nisse gezeigt wer­den, damit man sie nicht fälschlicher­weise für eine Nachricht hält – stellte er dem Wahlsieger, CSU-Chef Horst See­hofer, und den Spitzenkan­di­dat­en der anderen im Land­tag vertrete­nen Parteien einige Fra­gen, die mit Got­tliebs erstem Satz ganz gut zusam­menge­fasst sind:

“Herr Min­is­ter­präsi­dent, Glück­wun­sch!”

Ulrich Horn sieht in der jüng­sten Stein­brück-Aktion einen Hin­weis, dass der SPD-Slo­gan “Das WIR entschei­det” wohl so ernst gar nicht genom­men wird .

Und während ich mir die Frage stelle: Wann nimmt die Poli­tik denn sich selb­st wieder ernst? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Ulrich Horn zeich­net die Bun­deswahldystopie von Angela Merkel.

Malte Weld­ing deckt auf, dass eine PR-Agen­tur via Twit­ter und Inter­net­seite Antifem­i­nis­mus mit merk­würdi­gem jüdis­chen Unter­ton betrieben hat. So in der Art: Scheiße bauen und dann auf sein fehlen­des Rück­grat ver­weisen.

Kleine Inter­netwelle: Kol­ja Mensing inter­viewt den Betreiber ein­er ille­galen Bücher­tauschbörse und ern­tet für das Erwäh­nen der betr­e­f­fend­en Inter­net­seite Kri­tik. JEHOVA! JEHOVA!

Und während ich mir die Frage stelle: Ist das Inter­net was Gutes? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Anlässlich des Todes von Berthold Beitz appel­liert Ulrich Horn dafür, das Wirken von Patri­archen zu beschränken, wenn sie an Gestal­tungskraft ein­büßen.

McDonald’s kooperiert wohl in den USA mit VISA und wollte zeigen, wie man von einem MinimalMcDonald’s-Lohn leben kann — und belegt das Gegen­teil.

Fefe wun­dert sich nicht, dass der Polizist, der eine wehrlose, gefes­selte Frau kranken­haus­reif geschla­gen hat, nur 10 Monate auf Bewährung bekommt — son­st wäre er ja seinen Job los.

Und wäh­rend ich mir die Frage stel­le: Kann man von Unternehmen gesellschaftliche Ver­ant­wor­tung ein­fordern? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Das ganze Inter­net wird überwacht. So neu kommt einem das aber nicht vor. Neu ab heute: Neben dem Recht­sanspruch auf einen Kita-Platz tritt das Leis­tungss­chutzrecht für Pres­sev­er­leger in Kraft und jed­er sollte auf­passen, wie er, wenn er, Pres­sev­er­lagspro­duk­te zitiert und ver­linkt. Don Dahlmann erk­lärt es aus sein­er Sicht:

Ich glaube den Ver­la­gen nichts mehr. Wed­er, dass sie auf Abmah­nun­gen verzicht­en, noch, dass die Autoren, von deren Tex­ten die Ver­lage ja leben, am Ende beteiligt wer­den. Die Kon­se­quenz ist, dass ich wed­er hier, noch in meinen anderen Blogs und Mag­a­zi­nen Links zu deutschen Ver­lags­seit­en set­zen werde. Um rechtssich­er ver­linken zu kön­nen, müsste ich von jedem Ver­lag eine Freiga­be erbeten, das mache ich sich­er nicht. […] Die Ver­lage haben sich mit dem LSR ein Mon­ster erschaf­fen, das nicht zu kon­trol­lieren ist.

Die FAZ hat Blog­ger Fefe zur Hack­er-Kon­ferenz “Black­hat” in Las Vegas geflo­gen, um die dort stat­tfind­ende Stel­lung­nahme des NSA-Geheim­di­en­stchefs Kei­th Alexan­der zu ver­fol­gen. Im eige­nen Blog schreibt er:

Es gab das übliche Pro­gramm, was ich mal als die US-Ver­sion der Zier­cke-Tournee beze­ich­nen will. Inter­net­zen­sur begrün­det man mit Kinder­pornogra­phie, Abschnorcheln begrün­det man mit den Ter­ror­is­ten. Und so was jedes zweite Wort “Ter­ror­ist” in der Keynote. Die seien halt unter uns und da müsse ja jemand was tun. Ob er sich als Befehlsempfänger sieht oder als Akteur kam nicht wirk­lich rüber, weil er jedes Indiz auszuräu­men ver­suchte, dass das in irgen­dein­er Art und Weise moralisch ver­w­er­flich sei, was die NSA da tut. Alles total harm­los! Wir haben da nur ein paar Tele­fon­num­mern und verknüpfen die, und damit geben wir dann wertvolle Hin­weise an das FBI, und die laufen dann mit Nation­al Secu­ri­ty Let­ters los, find­en die Namen der Verdächti­gen, haben dank unser­er Dat­en “prob­a­ble cause” und schick­en dann einen Richter los. Man kön­nte es fast zusam­men­fassen als: Wenn hier ein­er zu viel Macht hat, dann das FBI!1!!

Das fiel ihm wohl auch sel­ber auf, daher schloss sich eine Hol­ly­wood-mäßige Lobeshymne an. Das FBI sei eine großar­tige Behörde, und ihr Leit­er Robert Mueller, das ist ja der toll­ste Mann, den er je ken­nen­gel­ernt hat. Das war echt wie eines dieser schmieri­gen Mak­ing-Of-Trail­er aus Hol­ly­wood. Es sei ein Priv­i­leg und eine Ehre, mit allen diesen tollen Men­schen zusam­men­zuar­beit­en. Alle Mitar­beit­er seien selb­st­lose, ehren­werte Men­schen, die Ameri­ka zu einem besseren Ort machen wollen!

Ulrich Horn fasst kurz zusam­men, wieso allein die Diskus­sion um seine Dok­torar­beit Nor­bert Lam­merts poli­tis­che Kar­riere been­den kön­nte .

Und während ich mir die Frage stelle: Was passiert wohl, wenn die Bösen sich in die NSA ein­hack­en oder Böse bei der NSA arbeit­en? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee Auch in Brasilien reagiert die Polizei mit stumpfer Gewalt auf grund­sät­zlich friedliche Demon­stran­ten.

Das größte Watze­fack kommt heute aus der FAZ, wo man ein Inter­view mit Syriens Staatschef gemacht hat und fol­gen­den Teil irgend­warum nicht ins Deutsche über­set­zt hat [via]:

Inter­view­er: Mr Pres­i­dent, thank you very much. I have been great­ly influ­enced by your per­son­al­i­ty and your vision; I hope Europe and the West will ben­e­fit from this inter­view and look at you and your coun­try dif­fer­ent­ly.

Pres­i­dent Assad: Thank you very much and wel­come again to Syr­ia.

Ulrich Horn hält kurz fest, was an der Neu­land-Geschichte so son­der­bar ist.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann hören Staat­en endlich auf, ihre Bürg­er für blöd zu verkaufen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee aus Neu­land, wie unsere Kan­z­lerin das Inter­net wohl auch zu nen­nen pflegt. Dazu gab es einen gehöri­gen Twit­ter­sturm, aber auch Vertei­di­gungsre­den. Bei let­zteren wird aber wohl etwas der Kon­text vergessen: Die willkür­liche Abhörak­tio­nen von Bürg­ern durch Staat­en. Und Peter Alt­maier erk­lärt:

Ach so, ich dachte schon, das läg an den Anti-Daten­schutz-Lob­by­is­ten in Ameri­ka, und dass die Poli­tik Net­zpoli­tik erst so spät auf den Schirm bekom­men hat. Das liegt also nur daran, dass alles so neu ist.

Der säch­sis­che Ver­fas­sungss­chutz hat NSU-Akten wieder gefun­den.

Ulrich Horn fragt sich, welchen Sinn dieser SPD-Wahlkampf hat.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist die Bun­desre­pub­lik eigentlich auch Neu­land für Merkel? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee Es ist ja wieder Wahlkampf, und wenn sie noch keine Pack­ung Wahlkampf­sprech abbekom­men haben, habe ich da was dolles. Und zwar vom Wahlkampfteam Jür­gen Coßes:

Schmidt emp­fiehlt Stein­brück als Bun­deskan­zler. Er macht dies nicht aus Fre­und­schaft oder Sol­i­dar­ität zur SPD. Hel­mut Schmidt ist von Stein­brück überzeugt und sagt offen seine Mei­n­ung. Wenn seine Überzeu­gung anders wäre, glauben sie uns, er würde es eben­so offen sagen!

Nee, is klar. Poli­tik­er, die nicht die Wahrheit sagen, sowas gib­bet ja gar nicht. Hol’ mal ein­er den Prak­tikan­ten von der Tas­tatur!

Alles schon mal gese­hen: Ulrich Horn unkt, die SPD hätte vielle­icht bess­er Gertrud Stein­brück auf­stellen sollen.

Michalis Pan­telouris legt aus­drucksstark dar, weswe­gen er kür­zlich aus der SPD aus­trat.

Der neue Radio-Tatort ist raus.

Rome rutscht, ist aber bald fer­tig.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann hat denn Stein­brück zu Ende gerutscht? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Großes Kopf­schüt­teln ist heute Mor­gen mal wieder:

Noch-min­destens-bis-zum-Finale-Bay­ern-Präsi­dent Uli Hoeneß gibt so eine Art Beichte in DIE ZEIT ab. Ulrich Horn zweifelt an der Aufrichtigkeit dieses öffentlichen Bedauerns, denn:

Er sorgte sich, man könne ihm auf die Spur kom­men.

Thomas Walde vom ZDF hat da auch eine inter­es­sante Inter­pre­ta­tion:

Und See­hofer natür­lich auch. Grandios aber auch:

Jür­gen Haber­mas meint auch schon wieder was zur Lage Europas:

What is required is sol­i­dar­i­ty instead, a coop­er­a­tive effort from a shared polit­i­cal per­spec­tive to pro­mote growth and com­pet­i­tive­ness in the euro zone as a whole. Such an effort would require Ger­many and sev­er­al oth­er coun­tries to accept short- and medi­um-term neg­a­tive redis­tri­b­u­tion effects in its own longer-term self-inter­est.

Europa ist also gerettet, wenn ein­fach nur irgendw­er irgend­was mal akzep­tiert.

Der Fefe des Tages: Bänker erk­lären, weswe­gen 1 Mio. £ Jahres­ge­halt unterm Strich wenig Geld sind. Muss man auch nur akzep­tieren, um nicht die Kopf zu schüt­teln.

Und während ich mir die Frage stelle: Wenn man den Hoeneß bish­er schon akzep­tiert hat­te, muss man dann das Akzep­tieren ein­fach erweit­ern? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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