Wie der kritikbefreite Kontraste-Bericht zu Indect beim Focus weiterphantasiert wird

Es ist ja schon schlimm, wie unmo­de­riert die INDECT-Geschichte bei Netzpolitik.org ein­wand­frei zu einer Ver­schwö­rungs­theo­rie ver­kommt. Aber das weiß Clau­dia Fri­ckel beim FOCUS pro­blem­los zu stei­gern. Unter Ver­weis auf die Kontraste-Sendung winkt sie sich fol­gen­de Weis­hei­ten her­bei:

Die EU will Indect 2012 erst­mals testen- bei der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukrai­ne. Auf die Kri­tik reagier­te die EU vor weni­gen Mona­ten, indem sie einen Ethik­rat ein­setz­te.

Dass die EU INDECT 2012 erst­mals bei der Fußball-WM 2012 tes­ten will, ist von Fri­ckel frei erfun­den. Die­se Erfin­dung basiert auf der Aus­sa­ge eines ehe­ma­li­gen Pro­jekt­mit­ar­bei­ters. Inzwi­schen hat die INDECT-Projektleitung gemeint, dass man INDECT kei­nes­wegs bei der Fußball-WM tes­ten wol­le. Das kann man in Zwei­fel zie­hen, zumal Geneh­mi­gun­gen für Tests in den Sta­di­en bestehen, aber das Gegen­teil ohne Nach­weis zu behaup­ten, ist schlicht Irre­füh­rung des Lesers in Form einer Tat­sa­chen­be­haup­tung, die nichts wei­ter als Wei­ter­trat­schen eines Gerüchts ist.

Es ist eben­sol­cher Unsinn, dass die EU einen Ethik­rat ein­ge­setzt hat. Der Ethik­rat des Pro­jekts wur­de durch die Pro­jekt­leit­zung selbst ein­ge­führt.

Und auch die Zahl von 15 Mio. €, mit der angeb­lich die EU das Pro­jekt för­de­re, ist falsch. Wie im Kontraste-Bericht wird auch in die­sem FOCUS-Bericht vor­ge­gau­kelt, aktu­el­le, kri­ti­sche Recher­chen sei­en die Grund­la­ge die­ser Bericht­erstat­tung. Dabei ist es nichts als unkri­ti­scher, unre­flek­tier­ter Tratsch.

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Das Entschiedenste

Wir waren ja vor kur­zem für ein paar Tage auf der Krim, falls ich das noch nicht erzählt haben soll­te. Jeden­falls ist mir bei war­men Wet­ter in Deutsch­land auf­ge­fal­len, dass T-Shirts in der Hit­ze so gar nicht mehr gehen. Mir wird unheim­lich schnell warm da drun­ter und sie kle­ben dann fix am Kör­per. Ich habe es fast schon mei­nem gene­ti­sches Natu­rell ange­las­tet. Kur­ze Hem­den tra­gen war viel ange­neh­mer. Auf der Krim, sprich in der Ukrai­ne, war das aber inter­es­san­ter Wei­se anders: Ob man T-Shirts trug oder Hem­den, das mach­te kei­nen gro­ßen Unter­schied. Bei­des war gleich warm und es kleb­te nichts auf der Haut. Und fix braun wur­de man auch da unten. Als wir dann zurück in Deutsch­land waren, war das Wet­ter zunächst beschei­den, inzwi­schen ist die Wär­me wie­der zurück — und es klebt wie­der.

Irgend­wie sowas muss hier auch pas­siert sein:

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