Die Krim und das Völkerrecht

Da ich mich in mei­ner Uni-Abschlussarbeit mit dem Völ­ker­recht nach Kant beschäf­tigt habe, kann ich ja mal kurz die Lage auf der Krim in die­ser Hin­sicht erläu­tern. In phi­lo­so­phi­scher Hin­sicht müss­te grund­sätz­lich noch erklärt wer­den, wel­chen Stel­len­wert Begrün­dun­gen an sich haben, was eine Begrün­dung ist, wo und wie Begrün­dun­gen ver­an­kert wer­den usw. So weit gehe ich nicht zurück.

Das Völ­ker­recht [hier­zu: Wiki­pe­dia] ist in phi­lo­so­phi­scher Hin­sicht — Kant ist mei­nes Erach­tens der ein­zi­ge Phi­lo­soph, der das Völ­ker­recht begrün­det dar­legt — zunächst ein­mal ein aus dem Staats­recht not­wen­dig wer­den­des, aber unver­an­ker­tes Recht. Unver­an­kert, weil es kei­ne Recht­spre­chungs­in­stanz für das Völ­ker­recht gibt. Hier­von geht Kant in Die Meta­phy­sik der Sit­ten aus. Das Völ­ker­recht ist zunächst schlicht das nach außen gewen­de­te Staats­recht, ein Staat hat die Pflicht, die recht­li­che Ord­nung nach innen zu schüt­zen und ent­spre­chend nach außen. Laut Kant erwächst hier­aus das Recht zu krie­ge­ri­schen Hand­lun­gen, falls der eige­ne Staat ange­grif­fen, die eige­ne Rechts­ord­nung somit bedroht ist. Er muss laut Kant die not­wen­di­gen Mit­tel ergrei­fen dür­fen, d.i. Bür­ger als Sol­da­ten ein­set­zen, die er zur Erfül­lung sei­ner Pflicht braucht.

Ein Staat kann sich nach Kant durch eini­ge Ereig­nis­se bedroht füh­len: Mili­tä­ri­sche Auf­rüs­tung, Kriegs­er­klä­run­gen oder Belei­di­gun­gen. Letz­te­res ist sicher­lich ein sehr dis­ku­ta­bler Punkt, aller­dings wird er als Kriegs­grund mei­nes Wis­sens sel­tenst ange­führt.

Soweit die Theo­rie. Im aktu­el­len Kon­flikt um die Krim kann man fest­hal­ten: Russ­land ist nicht belei­digt wor­den, die Ukrai­ne hat nicht mili­tä­risch auf­ge­rüs­tet, sie hat nie­man­dem den Krieg erklärt und ist auch sonst außen­po­li­tisch nicht ande­re Staa­ten ange­gan­gen. Russ­lands Vor­ge­hen ist ein ein­deu­ti­ger Ver­stoß gegen das Völ­ker­recht, indem man mit Sol­da­ten in ein ande­res Land ein­ge­drun­gen ist. So ein Ver­hal­ten kann man als Kriegs­er­klä­rung wer­ten.

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Lesezeichen vom 1. Februar 2014

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Lesezeichen vom 31. Januar 2014

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Lesezeichen vom 30. Januar 2014

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Bei den Pro­tes­ten in Kiew gibt es die ers­ten Toten.

Der flu­ter wie­der mal ganz toll mit einem Bericht zur You­Tube Serie Shore, Stein, Papier, einer Interview-Serie mit $ick und sei­nen

Erzäh­lun­gen aus einem Leben inmit­ten von Früh­stücks­blech und Affen, Koka­rausch und Wahn, Beschaf­fungs­kri­mi­na­li­tät und Dro­gen­de­als, Knast­schlä­ge­rei und Flucht.…

Lars Bes­ter unter­sucht die Fra­ge, ob man selbst gegen die NSA vor­ge­hen darf, wenn es die eige­ne Bun­des­re­gie­rung schon nicht tut.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wür­de Klitsch­ko die Ukrai­ne aus der Umar­mung Russ­lands lösen kön­nen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Wenn man nun des Öfte­ren sei­nen Schwie­ger­va­ter­aspi­ran­ten auf der Krim besucht, inter­es­sie­ren einen natür­lich die Ver­hält­nis­se vor Ort: Der ukrai­ni­sche Schrift­stel­ler Andrej Kur­kov erklärt, was das Beson­de­re an der Pro­test­wel­le in der Ukrai­ne ist:

das Gute liegt dar­in, dass die Gesell­schaft nach der Ent­täu­schung im Zuge der Oran­gen Revo­lu­ti­on gezeigt hat, dass sie imstan­de ist, sich aufs Neue zu erhe­ben.

Fluss­kie­sel trinkt ein Müns­te­ra­ner Alt­bier.

In Stutt­gart prüft man, ob Ex-Ministerpräsident Map­pus eine Falsch­aus­sa­ge gemacht hat.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: War­um steht für Ex-High-Level-Politiker immer ein Auf­sichts­rats­pöst­chen frei? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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