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Guten Morgen

morgenkaffee

Meine Güte, es melden sich aber auch immer die Richti­gen: Rain­er Wendt von der Deutschen Polizeigew­erkschaft hat sich gemeldet und gemeint, dass die Sendung Tatort Inter­net abso­lut richtig sei. Das ist der­selbe Rain­er Wendt, der gemeint hat, was dieser Polizist erzählt, sei absoluter Unsinn.

Den Stuttgart-21-Geg­n­ern wird gerne vorge­wor­fen, sie hät­ten sich früher in den poli­tis­chen Prozess ein­brin­gen sollen, nicht erst jet­zt. Das aber ist hin­terlistig unter­bun­den wor­den, sagt Andreas Ziel­cke bei der Süd­deutschen.

Nessys Kol­le­gin hat raus, wie Män­ner funk­tion­ieren.

Ste­fan Nigge­meier hängt die nicht neue Kri­tik an Gun­nar Schu­pelius an dessen Ver­wen­dung des Begriffs Migrant auf, das von keinem Fach­wis­sen getrübt ist.

Und während ich mir die Frage stelle: Ste­hen Polizeigew­erkschaften eigentlich in dem­sel­ben Ruf wie alle Gew­erkschaften? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Thomas Har­lan ist gestor­ben. Am besten schaut man sich dieses Video über ihn irgend­wann nochmal an.

Polizis­ten, die bei den Polizeiauss­chre­itun­gen zu Stuttgart 21 dabei gewe­sen sind, erheben schwere Vor­würfe gegen die Poli­tik: Sie seien ver­heizt wor­den und Poli­tik habe auf das Geschehen unab­hängig von der Gefahren­lage Ein­fluss genom­men. Zudem sei es auch der Fall, dass Polizis­ten selb­st Steine auf Polizis­ten schmis­sen, um Räu­mungen einzuleit­en.

Bei Ste­fan Nigge­meier haben Mitar­beit­er von Kon­stan­tin Neven DuMont mit sein­er E-Mail-Adresse diverse Kom­mentare unter diversen Pseudon­a­men veröf­fentlicht. Oder war es doch der Ver­legersproß selb­st?

Nach mir macht sich auch Thomas Knüw­er Sorge um die Qual­ität der FAZ: Abschreiben mit der Frank­furter All­ge­meinen Son­ntagszeitung.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum kom­men­tiert man denn mit anonymem Nick und nich­tanonymer Mailadresse? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Ste­fan Nigge­meier wird anlässlich der Jubiläums­feier der Akademie für Pub­lizis­tik von Bernd Neu­mann und Hans Wern­er Kilz gehuldigt und knirscht stark mit den Zäh­nen, dass diese die Gele­gen­heit nutzen über Blogs und Blog­ger herzuziehen. Dabei unter­laufen ihnen aber argu­men­ta­tive Fehler.

Jür­gen Trit­tin ist bei ein­er Diskus­sionsver­anstal­tung mit einem Joghurt attack­iert wor­den und nun sucht man den unbekan­nten Aktion­is­ten.

Die neuesten Umfrageergeb­nisse beflügeln wohl die SPD, so dass man jet­zt schon ankündigt die Pläne des Gesund­heitsmin­is­ters Rösler auf jeden Fall kip­pen zu wollen.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann enden denn mal diese Eit­elkeit­en der Qual­ität­sjour­nal­is­ten bezüglich neuer Medi­en? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Sterns Pöbeljournalismus oder: Blogger, bleib bei deinen Gadgets

sternloerrach

Irgend­wie hat man beim STERN einen Nar­ren an Amok­läufen gefressen. Schon zu Zeit­en von Win­nen­den meinte man dort, man sollte zeit­nah zum Amok­laufgeschehen den Blick auf Twit­ter wer­fen, um den moralis­chen Zeigefin­ger zu erheben und über das böse Web zu schimpfen. Pöbeljour­nal­is­mus nan­nte Ste­fan Nigge­meier das damals. Selb­stkri­tik hat man damals beim STERN wohl nicht betrieben, die Masche bleibt dieselbe.

Dieses Mal darf Felix Dis­sel­dorf Dis­sel­hoff dran. Anhand von 4 — in Worten: VIER — Tweets brand­markt er in Das Web spot­tet, was “das Web” in Sachen Amok­läufen von sich gibt:

User “Schlen­za­lot” scheint, mit sarkastis­chem Unter­ton, eine Erk­lärung für die Tat gefun­den zu haben und zieht gle­ich Par­al­le­len zum angeklagten TV-Mod­er­a­tor Jörg Kachel­mann: “In Lör­rach wur­den auch Jörg Kachel­mann und Sebas­t­ian Deisler geboren, dort weiß man, wie man mit “leicht­en Störun­gen” in die Presse kommt.”

Ob, wie von “Zyneas­t­he­sie” behauptet, die Täterin ver­heiratet und het­ero­sex­uell war und ob sie katholis­chen Glaubens ist, stand zum Zeit­punkt des ersten Tweets noch gar nicht fest. […]

So funk­tion­iert das Web nur allzu oft. Aus ein­er einzel­nen Mel­dung wird eine Law­ine, die den Wahrheits­ge­halt und das men­schliche Dra­ma oft unter sich begräbt.

[Schreibfehler des Twit­ter­na­mens Zynaes­the­sie im Orig­i­nal.]
So funk­tion­iert dann auch der STERN nur allzu oft. Vielle­icht sollte man beim STERN mal schau­rige Musik den Artikeln unter­legen, damit die mor­lais­che Empörung ihrer weisen Autoren bess­er zur Gel­tung kommt. Wenn ein solch niedriges inhaltlich­es Niveau in ein­er Schülerzeitung vorkom­men würde — nie­mand hätte richtig was dage­gen, es wäre ja nur eine unpro­fes­sionelle Veröf­fentlichungs­form. Aber dies ist immer­hin der STERN, der sich aber­mals grot­tig­sten Jour­nal­is­mus auf die Fahne schreibt. Aber gott­sei­dank nur im Inter­net — da liest das ja kein­er und da sind ja ehr nur Twit­ter-Idioten.

Und für Dis­sel­dorf Dis­sel­hoff darf dann die Mär vom qual­i­ta­tiv über­ra­gen­den Jour­nal­is­ten natür­lich auch nicht fehlen:

Das Prob­lem ist wie so oft nicht die Nachricht, son­dern wie mit ihr umge­gan­gen wird. Während aus­ge­bildete Jour­nal­is­ten darin geschult sind, sen­si­bel mit Dat­en von Per­so­n­en umzuge­hen und Fak­ten zu recher­chieren, ste­ht hinge­gen bei Twit­ter die Mei­n­ung schnell fest.

Keine Rede davon, wie hier mit der STERN-Nachricht umge­gan­gen wird, die auf VIER Tweets basiert. VIER! Das nenne ich mal eine Fak­ten-Recherche. Und solch ein Aus-dem-Fen­ster-Gelehne ger­ade mal ein Jahr nach der nicht min­der pietät­losen STERN-Tweets zu Win­nen­den.

So kann man nur Gerd Blank vom STERN recht geben, dass nicht zu erwarten war, dass Jour­nal­is­ten bedachter mit Vor­fällen wie Amok­läufen umge­hen wer­den — ger­ade beim STERN selb­st, bei denen diese ver­all­ge­mein­erte, moralin­saure Twit­ter­rüge bei Amok­läufen mit­tler­weile wohl ein­fach Stan­dard ist.

Aktu­al­isierung
Till Achinger hat noch mal genauer nachgeschaut und fest­gestellt, dass Dis­sel­hoff teil­weise wortwörtlich von Blank abgeschrieben hat.

Blank 2009:
So funk­tion­iert das Web. Aus ein­er Mel­dung wird eine Law­ine, die den Wahrheits­ge­halt oft unter sich begräbt.

Dis­sel­hoff 2010:
So funk­tion­iert das Web nur allzu oft. Aus ein­er einzel­nen Mel­dung wird eine Law­ine, die den Wahrheits­ge­halt und das men­schliche Dra­ma oft unter sich begräbt.

Nicht mal mehr zu eigen­ständi­gen For­mulierun­gen hat’s gere­icht.

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Guten Morgen

morgenkaffee

Chris­t­ian Wulff fordert eine ISO-Norm für den Jour­nal­is­mus und gibt damit Fra­gen Feuer, was ein Bun­de­spräsi­dent denn eigentlich tun soll: Das poli­tis­che Tages­geschäft bee­in­flussen, so wie an dieser Stelle oder wie in der Sar­razin-Debat­te?

Jeff Jarvis fühlt sich von deutschen Kom­men­ta­toren in seinem Blog über den Mund gefahren, weil er Bezüge zur Naz­izeit in der Diskus­sion um Google angestellt hat: Er solle die Nazi-Karte nicht der­art ausspie­len, so Kom­men­ta­toren. Dür­fen Amerikan­er sowas nicht?

Die Recht­spop­ulis­ten von Pro NRW bet­teln weit­er­hin um die Gun­st des recht­en Blogs Polit­i­cal­ly Incor­rect.

Ste­fan Nigge­meier unter­sucht heute den Umgang des STERNs mit Fra­gen des Anstands.

Pader­borns bekan­ntester Tax­i­fahrer Torsten ärg­ert sich derzeit mit ver­legten Gegen­stän­den rum.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist im Englis­chen das soge­nan­nte Ausspie­len der Nazi-Karte das­selbe wie im Deutschen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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