Ausgetanzt

Man ist etwas dünn­heu­tig beim Klei­nen Fern­seh­bal­lett, dass man bei Podi­mo nach drei Mona­ten hin­ter einer Bezahl­schran­ke vor die Tür gesetzt wird. Schon der Gang hin­ter die Bezahl­schran­ke fan­den vie­le Hörer nicht gut und gin­gen ihn nicht mit. Wenn man da mal nicht den einen oder ande­ren Zuhö­rer zu viel ver­grault hat.

Es waren dann auch nur so 5400 Abon­nen­ten, die hin­ter der Schran­ke zusam­men kamen. Die P*chers haben 144000 und krie­gen dafür im Jahr ne Mill­jon pro Nase. Ich will die trotz­dem nicht hören, aber so ist das Leben. Die Wagen­felds.

P.S.: Ganz nett an Podi­mo fin­de ich ja, dass man nach einer Test­pha­se ein­fach sich neu für eine Test­pha­se anmel­den kann. So akzep­tie­re ich eine zusätz­li­che App.

Ste­fan Nig­ge­mei­er lässt kein gutes Jahr an Mathi­as Döpf­ner, indem er ein­fach nur die jüngs­te Geschich­te des Axel-Sprin­ger-Vor­stands Revue pas­sie­ren lässt. Es sieht auch kei­nen ande­ren Kan­di­da­ten für den Lea­k­er von Döpf­ners Mit­tei­lun­gen als Juli­an Rei­chelt.

Ich habe ja in mei­ner Hei­mat nie ver­stan­den, wie der dor­ti­ge Zei­tungs­chef so begeis­tert von Döpf­ner sein konn­te. Viel­leicht setzt da ja bei Zei­tun­gen mal eine kri­ti­sche Selbst­re­fle­xi­on ein.

Gute Nacht

Hubert Wet­zl hat aus der gestri­gen Trump-Biden-Kon­­­fron­ta­­ti­on sowas wie Pro­jek­tion seit­ens Trump her­aus­ge­le­sen.

Und nun zu etwas wirk­lich Wichti­gen: Ein Pro­gram­mier­er aus den USA hat ein Script geschrie­ben, dass alle hal­be Stun­de bei allen McDon­alds-Fil­ia­len der USA Eis­krem bestellt. 10% der Auto­mat­en schei­nen defekt zu sein. [via]

Die­se Sei­te ist ange­blich sauber­er für die Umwelt als 80% der rest­li­chen getes­te­ten Inter­net­seit­en und stößt mit 35.28kg an CO2 aus, was zwei Bäu­me im Jahr absor­bie­ren. Sie­ben Bäu­me habe ich die­ses Jahr gepflanzt, aber ins­ge­samt bin ich samt den ande­ren Seit­en dann wohl im Minus.

Ste­fan Nigge­meier berich­tet dar­über, wie SPIEGEL-TV einen Infor­man­ten in der Luft hat hän­gen las­sen.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Müss­te man nicht auch Eiskre­meau­to­mat­en mit Bäu­men ver­rech­nen? fah­re ich den Rech­n­er run­ter.

Guten Morgen

Ste­fan Nigge­meier inter­viewt Gode­hard Wol­pers zu Her­bert Feuer­stein. Feuer­steins Nach­ruf auf sich selb­st, wer­de ich wohl auch noch anhö­ren.

Das neue Wahlge­setz der Koali­tion wird vor Ver­ab­schiedung ver­ris­sen. Trans­par­enter wird es auch nicht.

Von der gestri­gen Debat­te zwis­chen Kama­la Har­ris und Mike Pence wird wohl die Flie­ge, die sich in Pence’ Haa­re geset­zt hat, in die Geschich­te einge­hen.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: War das eine rus­sis­che Flie­ge? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Moin

morgenkaffee

Wolf­gang Ger­hardt erklärt im Tages­spie­gel, dass die FDP schon aus Gerech­tig­keits­grün­den wei­ter an einer Steu­er­sen­kung fest­hal­ten will. Dazu for­dert er eine bes­se­re Mar­ken­pfle­ge der Par­tei, die in einer aktu­el­len Umfra­ge nur noch auf 3% Zustim­mung trifft.

Dani­el Fie­ne hat sich mit der taz dar­über unter­hal­ten, dass die­se auf ihrem Online-Auf­tritt mitt­ler­wei­le auch das Mikro­be­zahl­sys­tem flattr ein­setzt.

Ste­fan Nig­ge­mei­er und Lukas Hein­ser haben sich nach Oslo auf­ge­macht, um das größ­te Pop­kul­tur­tra­s­he­vent unse­rer Zeit haut­nah ver­fol­gen zu kön­nen. Dazu lie­fern sie täg­lich einen Videobe­richt.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wenn alle Welt den Euro­pean Song Con­test schaut, ist das nicht schon Grund genug, was ande­res zu tun? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

Moin

morgenkaffee
Ein Teil­be­reich der katho­li­schen Kir­che gibt einer von einem Fall der sexu­el­len Miss­brauchs betrof­fe­nen Fami­lie Geld, wonach die­se schweigt, wor­über eine gro­ße Zei­tung schreibt, wor­über wider­um ein Blog­ger schreibt, der von die­sem Teil der katho­li­schen Kir­che zum Schwei­gen gebracht auf Unter­las­sung ver­klagt wird, wor­über wider­um ein Blog­ger schreibt, der von die­sem Teil der katho­li­schen Kir­che auf Unter­las­sung ver­klagt wird, … Eine sol­che Geschich­te könn­te in einen schö­nen infi­ni­ten Regress füh­ren und sie hat natür­lich nichts mit der Geschich­te von Ste­fan Nig­ge­mei­er zu tun.
Nes­sy berich­tet vom alten Freund ihres Vaters, der nach 45 Arbeits­jah­ren kur­zer­hand auf die Stra­ße gesetzt wor­den ist. Das ist aller­dings noch nicht das Ende vom Lied.
Micha Brum­lik hält in der taz nach der Kri­tik an Aygül Özkan fest, dass der Gott im Grund­ge­setz nicht zwangs­wei­se ein christ­li­cher Gott ist.
Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wenn in der Bibel doch steht, dass man sich kein Bild von Gott machen sol­le, woher wis­sen die Chris­ten­ver­tre­ter allent­hal­ben, wel­che Kon­fes­si­on er gut fin­det? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.
[Foto: Luc van Gent]

Moin

morgenkaffee
Nor­bert Bolz lässt im Inter­view wie­der sku­ri­le Phan­ta­sien ab, nach denen das Inter­net kein Mas­sen­me­di­um ist und das Web 2.0 die Reli­gi­on ersetzt. War­um nicht gleich auch das Spül­mit­tel, das Spü­len schrän­ken Nerds doch sicher auch ein.
Wolf­gang Thier­se steht wei­ter in der Kri­tik wegen sei­ner Sitz-Blo­cka­de am 1. Mai.
Roman Pol­an­ski wen­det sich über einen Blog an die Öffent­lich­keit bezüg­lich der Mög­lich­keit sei­ner Aus­wei­sung an die USA. Dort äußert er sich aller­dings nur über sein eige­nes Rechts­ver­ständ­nis und das sei­ner Anwäl­te.
Ste­fan Nig­ge­mei­er behan­delt ein Kärt­chen der ARD für ihre Mit­ar­bei­ter, auf dem zehn gute Grün­de für den Erhalt des öffent­lich-recht­li­chen Sen­ders geschrie­ben ste­hen sein sol­len. Nur sucht man die ver­geb­lich.
Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wenn man schon so ein alber­nes Kärt­chen für die Recht­fer­ti­gung sei­nes Jobs braucht, wie­vie­le braucht man dann erst für den Rest sei­ner Per­sön­lich­keit? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.
[Foto: Luc van Gent]

Moin

morgenkaffee
Es gibt doch noch sinn­vol­le Nach­trä­ge zur re:publica: Kiki beschreibt ihren zwei­ten Tag [ hier den drit­ten ] und man ist als Leser schon sehr froh, end­lich mal einen kri­ti­schen Text vor­ge­legt zu bekom­men, der nicht ledig­lich den rei­nen Ablauf eines Tagungs­ta­ges wie­der­gibt. Auch sprach­lich hebt die­ser sich her­aus.
Nes­sy hat etwas gekramt und schö­ne alte Fotos ihrer Island-Rei­se gefun­den.
Ste­fan Nig­ge­mei­er hält fest, wie der Kampf von Sil­va­na Koch-Mehrin gegen die Tages­schau-iPho­ne-Appli­ka­ti­on klä­gich geschei­tert ist und wie die­ser für deut­sche Medi­en auf ein­mal völ­lig unin­ter­es­sant ist.
Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: War­um sind Blog­ger-Tagun­gen eigent­lich nur so lan­ge sie lau­fen inter­es­sant? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.
[Foto: Luc van Gent]

Moin

morgenkaffee

Nicht nur in Deutsch­land wird offen­bar gera­de ein Zei­tungs­ar­ti­kel­erfin­der ent­larvt, auch bei The New Yor­ker stellt Judith Thur­man fest, dass es in Ita­li­en jeman­den gibt, der Pro­mi­nen­ten das Beant­wor­ten von Inter­views unge­mein erleich­tert hat.

Das poli­ti­sche Maga­zin Cice­ro ver­öf­fent­licht einen sehr inter­es­san­ten bio­gra­phi­schen Arti­kel über den aktu­el­len NRW-Minis­ter­prä­si­den­ten Jür­gen Rütt­gers.

Anne Roth berich­tet über die Fest­nah­me von auto­no­men Links­extre­men in Ber­lin, die ver­däch­tigt wer­den, eine Straf­tat bege­hen zu wol­len und sucht im Text ver­geb­lich die auto­no­men Links­extre­men und die Straf­tat.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Zählt es eigent­lich auch zur Auf­ga­be der Pres­se, für prä­sen­te Kli­schees zu sor­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

Moin

morgenkaffee

Heu­te sind eini­ge Leu­te pikiert. Die Chi­ne­sen schäu­men vor Wut über Goog­le, weil die doch nicht kom­plett ihre Such­ma­schi­ne für Chi­na abschal­ten, son­dern nur ihre Zen­sur­fil­ter.

Die Tele­fon­fir­ma Pri­me­call ist so pikiert über Spree­blick, dass sie aus­pro­bie­ren, wie gut der Strei­sand-Effekt bei Unter­neh­men wirkt.

Ste­fan Nig­ge­mei­er ist pikiert unter die Twit­krit­ter gegan­gen und meint, dass man kei­ne Wit­ze über Fern­seh­be­rühmt­hei­ten machen darf, wenn die in Unter­su­chungs­haft sit­zen, vor allem, wenn die­se Wit­ze nicht lus­tig sind.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Darf man nur dann Wit­ze über Per­so­nen machen, wenn sie nicht im Knast sit­zen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]