It (2017)

Mich hat schon herz­lich wenig gereizt, die­sen Strei­fen über­haupt zu sehen: Was soll ein Remake einer soli­den Ver­fil­mung bes­ser machen? Und so schei­tert die­se Ver­si­on, wo sie nur kann: Es fehlt die Span­nung, es fehlt die loka­le Atmo­sphä­re, es wird ver­sucht, ein wenig zu erschre­cken, das aber mit Kon­ser­ven­ge­schrei. Der Kampf der Kin­der ist bloß auf­ge­setzt, in den Bil­dern kit­schig auf­ge­motzt, statt Trau­ma­ta dar­stel­lend. Man lernt nicht durch Ana­ly­se von Zustän­den, man haut blind drauf. Die sym­pa­thi­sche Dar­stel­lung der Jugend­li­chen erin­nert an Die Out­si­der, ohne sich mit der Dich­te die­ses Films mes­sen zu kön­nen. Dem ame­ri­ka­ni­schen Kino feh­len gera­de die Stof­fe, dies ist ein Aus­druck des­sen.

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Terry Pratchetts Going Postal

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Der Klein­ga­no­ve Feucht von Lip­wig bekommt ange­sichts sei­ner anvi­sier­ten Hin­rich­tung das Ange­bot, der neue Post­mi­nis­ter zu wer­den. Zusam­men mit sei­nem Schwarm Ado­ra schickt er sich an, das her­un­ter­ge­wirt­schaf­te Unter­neh­men wie­der flott zu krie­gen.

Dies ist die drit­te Ver­fil­mung eines Ter­ry Pratchett-Romans und sie hat mit dem aus Cou­pling bekann­ten Richard Coyle einen spiel­freu­di­gen wie sym­pa­thi­schen Haupt­dar­stel­ler erhal­ten, so dass man ger­ne die 185 Minu­ten Gesamt­län­ge in Kauf nimmt.

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Bridge of Spies

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Der neue Steven-Spielberg-Film mit Tom Hanks ist lei­der wegen des ame­ri­ka­ni­schen Weich­zeich­ners nur ein pas­sa­bel gera­te­ner Film über deut­sche Geschich­te.

Erzählt wird die Geschich­te eines ame­ri­ka­ni­schen Anwalts, der den Aus­tausch eines ame­ri­ka­ni­schen Stu­den­tens und eines ame­ri­ka­ni­schen Pilo­ten gegen einen sowje­ti­schen Spi­on vor­an­treibt. Alles geht glimpf­lich ab, wobei eine Beto­nung des Films dar­auf liegt, dass der ame­ri­ka­ni­sche Pilot im Gegen­satz zu sei­nem Aus­tausch­part­ner in der Gefan­gen­schaft gefol­tert wur­de und aus­ge­tausch­te Spi­on in der Sowjet­uni­on der Todes­ge­fahr ent­ge­gen­sieht.

Hier sind die Kar­ten klar gemischt, aber es passt nicht recht ins Bild, dass der ame­ri­ka­ni­sche Pilot über die tat­säch­li­chen Ereig­nis­se redend nichts Nega­ti­ves über die sowje­ti­sche Sei­te berich­tet, auch wenn sein Sohn die­se ansatz­wei­se ein­räumt. Auch fällt unter den Tisch, dass die Ange­hö­ri­gen des Pilo­ten das Enga­ge­ment sei­nes sowje­ti­schen Ver­tei­di­gers lob­ten.

Das min­dert etwas den Gesamt­ein­druck die­ses routiniert-moralisierenden Films, der ansons­ten mit The­ma, Aus­stat­tung und Tom Hanks und Mark Rylan­ce besticht.

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Sharknado 2: The second one

So, jetzt haben wir die Fort­set­zung von Sharkna­do auch mal gese­hen — und sind etwas ent­täuscht. Ja, fil­misch hat man sich viel­leicht etwas mehr Mühe gege­ben, es sind weni­ger Brü­che im Film, weni­ger offen­sicht­li­che Feh­ler, aber genau das mach­te ja auch etwas den Reiz des Ori­gi­nals aus. Dane­ben wur­den diver­se Sze­nen des ers­ten Teils wie­der auf­ge­nom­men, was zumin­dest kei­nen Über­ra­schungs­ef­fekt mit sich brach­te. Den Figu­ren selbst wird sich weni­ger gewid­met, die Nach­rich­ten­sen­der­sze­nen ner­ven irgend­wann und mir fehlt auch etwas der Wort­witz des Erst­lings.

Mit etwas Alko­hol und guten Freun­den kann man den Film als Fort­set­zung abfei­ern, aber ver­bes­sert, so wie das in der dazu­ge­hö­ri­gen Wikipedia-Seite eini­ge Kri­ti­ker mei­nen, hat sich da zur Unter­hal­tung nichts. Scha­de.

Trai­ler

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Tucker & Dale vs Evil

Letz­tens Kalko­fes Film­tipps gese­hen und mir dann Tucker & Dale vs Evil besorgt. Den hat­te ich via Vor­schau auch noch im Hin­ter­kopf. Blöd ist halt, wenn man noch lus­ti­ge Sze­nen aus dem Vor­spann kennt und der Film nicht unheim­lich viel mehr bie­tet. Aber Unter­hal­tung, die bes­ser als das all­täg­li­che Fern­seh­bro­gramm ist, bekommt man alle­mal gelie­fert.

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Ca$h

Vor­ges­tern wur­de Ca$h von TVSpiel­film als Tages­tipp aus­er­ko­ren. Dum­mer Wei­se schaff­te es ZDFneo dann nicht, den Film auch zu sen­den, son­dern sen­de­te irgend­was schon dut­zend­fach Gelau­fe­nes. Nun sen­det man ihn am 31. Janu­ar, ohne dass er in den Fern­seh­zeit­schrif­ten ange­kün­digt wäre, statt dem wenig inter­es­san­ten Cock­tail mit Tom Crui­se.

Ca$h ist ein Heist-Movie, belehrt mich Wiki­pe­dia, d.h. ein Film, in dem die Pla­nung und Durch­füh­rung einer Gau­ne­rei im Zen­trum der Hand­lung steht. Und wie bei Oce­ans Ele­ven und so ist das auch der inter­es­san­te Teil, wäh­rend der Schluss unge­mein abfällt.

Bei Ca$h ist es halt so, SPOILERALARM dass die Gau­ner die zuvor ein­be­zo­ge­ne Poli­zis­tin mit einem lee­ren Kof­fer, in dem sie Dia­man­ten glaubt, ver­folgt von ande­ren Gau­nern, die den Kof­fer haben wol­len, ent­wi­schen las­sen. Blöd ist nur: Wenn die ande­ren Gau­ner die Poli­zis­tin ein­fan­gen, sehen sie ja, dass der Kof­fer leer ist, und gehen auf Jagd nach den Haupt­gau­nern. Das ist ein etwas selt­sa­mer Schluss, gemes­sen an der Rafi­nes­se, die die Haupt­gau­ner zunächst an den Tag legen.

Aber egal, der Film hat sehr gut unter­hal­ten und ist emp­feh­lens­wert.

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