Guten Morgen, liebe Folglinge! ☕

Artikel-Schlagworte: „SPD

Guten Morgen

Morgenkaffee

So, da steht ja schon wie­der Ostern vor der Tür. Dann räu­men wir mal eben die The­men ab:

Thi­lo Sar­ra­zin ist ges­tern nicht aus der SPD ver­bannt wor­den. Veit Medick fragt sich nun, was der gan­ze Tam­tam soll.

Blogger-Urgestein Don Dah­l­mann nimmt Stel­lung zur Lage der deut­schen Blogs in Zei­ten von Twit­ter und Face­book.

Till­mann All­mer fragt sich im Nach­klapp der re:publica, ob die die­je­ni­gen, die im Inter­net Töne ange­ben wol­len, nicht über­se­hen haben, dass der Zug längst ohne sie abge­fah­ren ist.

Robin Meyer-Lucht beob­ach­tet bei der Blöd­zei­tung, dass Anspruch und Rea­li­tät aus­ein­an­der­drif­ten. Aber was will man auch erwar­ten bei einer Publi­ka­ti­on, die kein Jour­na­lis­mus ist.

Sven K. phi­lo­so­phiert über ein­ge­schla­fe­ne Arme.

Nach­dem das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt eine Kla­ge der PARTEI auf Wahl­wie­der­ho­lung aus for­ma­len Grün­den hat, meint die­se, es hand­le sich um einen schwar­zen Tag für die Demo­kra­tie. Soso.

Für alle, denen der Kar­frei­tag zu unspan­nend ist: Eine neue Online-Tatort-Folge ist drau­ßen: Kon­trollTotal­ver­lust

[audio:http://mp3-download.ard.de/radio/radiotatort/2011_podcast_totalverlust.mp3]

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Ist Blog­le­sen out? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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  • Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter zu Gut­ten­berg: Geziel­te Infor­ma­ti­ons­pan­nen — FAZ.NET
  • Von der Ley­en: Kei­ne Feh­ler bei Hartz-IV-Reform — heute.de — Der DGB-Chef kri­ti­sier­te, dass es bei der Zeit­ar­beit beim Prin­zip “Glei­cher Lohn für glei­che Arbeit” zu kei­ner Eini­gung gekom­men ist. “Die Bekämp­fung von Lohn­dum­ping und Miss­brauch von Leih­ar­beit müs­sen wei­ter auf der Tages­ord­nung ste­hen. Die Ableh­nung der Regie­rungs­par­tei­en von Equal Pay ist ein gesell­schaft­li­cher Skan­dal.” Som­mer nann­te es unver­ant­wort­lich, dass vor allem die FDP bei der Fra­ge der Leih­ar­beit blo­ckiert und die Posi­ti­on der Arbeit­ge­ber ergrif­fen habe. Er kün­dig­te an, wei­ter Druck zu machen, “bis wir den Grund­satz “Glei­cher Lohn für glei­che Arbeit” durch­ge­setzt haben.” In der “Bild am Sonn­tag” bekräf­tig­te auch SPD-Vorsitzende Sig­mar Gabri­el sei­ne Zwei­fel, dass die Berech­nung der Regel­sät­ze ver­fas­sungs­kon­form ist. Nach sei­ner Ansicht ist Arbeits­mi­nis­te­rin von der Ley­en “gro­ße Risi­ken ein­ge­gan­gen”. Die SPD habe nur kei­nen Sinn mehr dar­in gese­hen, wei­ter dar­über zu strei­ten. “Wir haben lie­ber das Bil­dungs­pa­ket ver­bes­sert und wei­te­re Min­dest­löh­ne durchgesetzt”.
  • Hun­der­te demons­trie­ren in Ber­lin gegen Gut­ten­berg — Tages­spie­gel — Meh­re­re hun­dert Demons­tran­ten pro­tes­tier­ten nach Poli­zei­an­ga­ben in Ber­lin dage­gen, dass Gut­ten­berg Tei­le sei­ner Dok­tor­ar­beit ein­fach kopiert und des­halb nur sei­nen Dok­tor­ti­tel ver­lo­ren hat­te. Als sicht­ba­ren Pro­test häng­ten sie Schu­he an den Zaun des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums. Im Inter­net hat­ten sie zu der Akti­on unter dem Mot­to “Wir zei­gen dem Lügen­ba­ron den Schuh” auf­ge­ru­fen — eine Anspie­lung auf die feh­len­den Fuß­no­ten in der Dok­tor­ar­beit und zugleich im Islam ein Sym­bol der Schmähung.<br />
    <br />
    Auch aus dem Aus­land kommt Kri­tik. Der Mos­kau­er Poli­to­lo­ge Wla­dis­law Below glaubt, dass die Affä­re dem Ruf Deutsch­lands als Wis­sen­schafts­stand­ort einen “rie­si­gen Scha­den” zuge­fügt hat. “Wenn Gut­ten­berg zurück­tre­ten wür­de, könn­te er damit einen ech­ten Bei­trag zur Ret­tung der deut­schen poli­ti­schen Kul­tur leis­ten”, sag­te der Deutschland-Experte der dpa.
  • Die Wahr­heit über die Wahr­heit: Witz der Woche (via Ron­nie Grob)
  • Micha­el Spreng » Wenn Wäh­ler zu sehr lie­ben — Womit wir bei den Fans von Karl Theo­dor zu Gut­ten­berg sind: Kei­ne Kanz­le­rin, kein Par­tei­vor­sit­zen­der kann es sich erlau­ben, der Zorn die­ser Mil­lio­nen Fans auf sich zu zie­hen. Sie oder er wür­den von den Fans hart abge­straft – bei den Wah­len in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Und spä­ter bei der Bun­des­tags­wahl. Sol­che Fans sind natür­lich das Gegen­teil des kri­ti­schen Staats­bür­gers, der sein Urteil immer wie­der hin­ter­fragt. Fans set­zen die Selbst­rei­ni­gung der Demo­kra­tie außer Kraft und sie legen die Kon­troll­funk­ti­on der Medi­en lahm. P.S. Ich möch­te in den nächs­ten Jah­ren von der CDU/CSU kein Wort mehr über Wer­te hören.
  • Pla­gi­ats­af­fä­re um Gut­ten­berg — “Wir sind einem Betrü­ger auf­ge­ses­sen” — sueddeutsche.de — Neben der Äuße­rung von Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel, sie habe einen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter und kei­nen wis­sen­schaft­li­chen Assis­ten­ten beru­fen, empört ihn die Hal­tung von Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Annet­te Scha­van. “Wenn sie sagt, es sei egal, ob und wie jemand pro­mo­vie­re, ver­grö­ßert das den Skan­dal”, sagt Lep­si­us. “Man kann nur ent­setzt sein.” An die­sem Punkt der Guttenberg-Affäre setzt auch der Deut­sche Hoch­schul­ver­band mit Kri­tik an. “Die Mar­gi­na­li­sie­rung schwers­ten wis­sen­schaft­li­chen Fehl­ver­hal­tens durch höchs­te Reprä­sen­tan­ten unse­res Staa­tes ist empörend”
  • Nach­wuchs­wer­bung? Nicht nur bei “Bild” : Augen gera­de­aus — Das klingt schon ein wenig anders. Mich irri­tiert nur eines: ich habe meh­re­re Abge­ord­ne­te dazu befragt, die mir alle sag­ten, im Aus­schuss sei nur von Bild&Co. die Rede gewe­sen, nicht von den ande­ren Pla­nun­gen. Da müs­sen die aber was ganz gründ­lich miss­ver­stan­den haben…

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Was ich noch sagen wollte… zum Lex Guttenberg

Es ist ein ver­dammt hoher Preis, den die CDU für Gut­ten­berg zu zah­len bereit ist. Sie ver­ab­schie­det sich von ihrem Bil­dungs­ide­al und dem Begriff der Inte­gri­tät. Der Ver­stoß gegen einen der ele­men­tars­ten Bil­dungs­grund­sät­ze, das Aus­ge­ben frem­den geis­ti­gen Eigen­tums als das eige­ne, stellt für die CDU kei­nen Grund für poli­ti­sche Kon­se­quen­zen dar, wie­wohl doch das eine wie das ande­re poli­tisch ist.

Um die­sen Preis für den Erhalt Gut­ten­bergs im Amt zah­len zu kön­nen, wirft die CDU gleich einen wei­te­ren Begriff mit über Bord: Den Begriff der Inte­gri­tät. Mit die­sem Begriff hat vor einem Jahr, als der vor­letz­te CDU-Bundestagstagsabgeordnete sei­nen Dok­tor­grad able­gen muss­te, der zustän­di­ge CDU-Kreisverband begrün­det, wes­we­gen man nicht for­de­re, dass der Abge­ord­ne­te sein Man­dat abgibt. Man sei von sei­ner Inte­gri­tät über­zeugt, das heisst, man sei über­zeugt, dass er nicht lüge, dass es eine Ein­heit gibt von Poli­ti­ker und Pro­mo­vent, die sich nicht widerspricht.

Die CDU hebelt nun die­se Ein­heit aus, indem man unter­schei­det zwi­schen Gut­ten­berg, dem Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter, und Gut­ten­berg, dem Pro­mo­ven­ten: Ver­feh­lun­gen des Pro­mo­ven­ten Gut­ten­berg haben nichts zu tun mit dem Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter.  Die­se neue Unter­schei­dung sagt ja nichts ande­res aus, als: Selbst wenn es einen Wider­spruch gibt zwi­schen dem, wofür Gut­ten­berg als Pro­mo­vent steht, und dem, wofür Gut­ten­berg als Wirt­schafts­mi­nis­ter ste­hen soll, so ist die­ser Wider­spruch für die Arbeit des Wirt­schafts­mi­nis­ters irrelevant.

Das neue Lex Gut­ten­berg lässt sich daher auch so for­mu­lie­ren: Ver­feh­lun­gen eines Abge­ord­ne­ten wer­den dann igno­riert, wenn des­sen Popu­la­ri­tät der Par­tei nützt und ein Ver­zicht auf die­se Popu­la­ri­tät der Par­tei scha­det. Es ist ja vor­ran­gig die­se Popu­la­ri­tät, mit der CDU und CSU Gut­ten­berg ver­tei­di­gen. Es steht nie­mand auf und ver­tei­digt das Vor­ge­hen des Pro­mo­ven­ten Gut­ten­bergs. So wenig, wie es bis­her irgend­ei­nem kon­ser­va­ti­ven Poli­ti­ker ein­ge­fal­len wäre, einem SPD-Politiker eine der­ar­ti­ge Dis­ser­ta­ti­ons­pos­se durch­ge­hen zu lassen.

Die Abschied der Uni­on vom Bil­dungs­ide­al und dem Begriff der Inte­gri­tät führt dazu, dass sie kei­ne Glaub­wür­dig­keit mehr besitzt, wenn sie Poli­ti­kern ande­rer Par­tei­en man­geln­de Inte­gri­tät oder Titel­be­trug vor­wer­fen wol­len. Außer natür­lich, wenn man Ver­nunft und Logik eben­so über Bord wirft.

Dass Gut­ten­berg selbst die­se Zwei­tei­lung nicht ver­in­ner­licht haben kann, zeigt ja schon, dass er sei­ne Stel­lung­nah­me an die Uni­ver­si­tät Bay­reuth auf dem Brief­pa­pier des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums ver­fasst hat. Aber kei­ne Sor­ge, auch das war sicher­lich nur ein Feh­ler. Und es gibt wich­ti­ge­re The­men, mit denen man sich beschäf­ti­gen soll­te. Wen inter­es­siert schon Inte­gri­tät, das Pfand der Politiker?

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