Guten Morgen

Morgenkaffee Das Mor­gen­magazin hat die Debat­te um die Rechte von Wiederver­heirateten in der Katholis­chen Kirche aufge­grif­f­en (was anderes ist wohl der Aufruf zum Unge­hor­sam) und dazu etwas unver­ständlich Georg Dietlein von der kon­ser­v­a­tiv­en Vere­ini­gung Gen­er­a­tion Benedikt ein­ge­laden:
http://twitter.com/#!/BurningStereo/status/215333850505678849

In dem Zusam­men­hang bin ich nur auf den Artikel Es gibt keine Gen­er­a­tion Benedikt, dessen über­schrift­gebende Aus­sage von Dirk Tän­zler stammt. Und dem würde ich ja mal zumin­d­est, was Deutsch­land bet­rifft, zus­tim­men: Kaum ein Jugendlich­er ori­en­tiert sich an den Nor­men der Katholis­chen Kirche.

In der Grube Mes­sel hat man ca. 47 Mil­lio­nen Jahre alte Schild­kröten ent­deckt, die beim Sex gestor­ben sind.

Miss James erzählt von ihrer Rolle als Fußballmäd­chen.

Und während ich mir die Frage stelle: Was führt manche junge Men­schen in die Kon­ser­v­a­tiv­ität? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Auf zum neuen Antiislamismus!

Chris­t­ian Wulffs Rede davon, dass der Islam zu Deutsch­land gehöre, hat­te vor allem ein Ziel: Die Ent­geg­nung eines Anti­is­lamis­mus, wie er durch die Gewalt­tat­en, die Men­schen im Namen des Islam, aber ohne wirk­lich im Koran ver­i­fizier­baren Hin­ter­grund, getätigt haben, befördert wurde. Grund­sät­zlich gehört der Islam zu Deutsch­land wie das Chris­ten­tum oder das Juden­tum. Ich sehe nichts, was eine der Glauben­srich­tun­gen an sich her­vorheben würde. Wulffs Äußerung war eine Ein­ladung an diejeni­gen, die sich in Deutsch­land heimisch fühlen, und eine Absage an die, die Gewalt säen wollen.

Genau dage­gen schießt sein Nach­fol­ger Gauck, wenn er sagt

Jed­er, der hier­hergekom­men ist und nicht nur Steuern bezahlt, son­dern auch hier gerne ist, auch weil er hier Rechte und Frei­heit­en hat, die er dort, wo er herkommt, nicht hat, der gehört zu uns, solange er diese Grund­lage nicht negiert. Deshalb sind Ein-Satz-For­mulierun­gen über Zuge­hörigkeit immer prob­lema­tisch, erst recht, wenn es um so heik­le Dinge geht wie Reli­gion. Da kann ich diejeni­gen eben auch ver­ste­hen, die fra­gen: Wo hat denn der Islam dieses Europa geprägt, hat er die Aufk­lärung erlebt, gar eine Ref­or­ma­tion? Dafür habe ich Ver­ständ­nis, solange das keinen ras­sis­tis­chen Unter­ton hat.

Wie ich das liebe, wenn Leute in drit­ter Per­son sprechen, um selb­st nicht angreif­bar zu sein.

Der Moslem Gaucks ist der Hier­hergekommene, der Fremde, nicht der Hier­schonge­borene. Ob der Islam die Aufk­lärung erlebt hat? Zumin­d­est hat die Aufk­lärung den Islam behan­delt. Und wenn ich mir die Katholis­che Kirche als eine der Repräsen­tan­ten des Chris­ten­tums anschaue: Grun­dan­nah­men wie die Nicht­gle­ich­stel­lung der Frau, die Charak­ter­isierung von Homo­sex­u­al­ität als “Zer­störung des Werk Gottes”, diverse Aber­glauben wie Wand­lung oder Wieder­aufer­ste­hung – das Alles hält der Aufk­lärung doch gar nicht stand.

Ob der Islam eine Ref­or­ma­tion erlebt hat? Als was wür­den Gauck denn das beze­ich­nen, was sich ger­ade in diversen autokratis­chen Staat­en verän­dert?

Die Vor­lage Gaucks nimmt dann Ulrich Reitz in der WAZ auf:

Natür­lich gehören die vie­len Mus­lime, die hier leben, zu Deutsch­land. Ob man das aber von der islamis­chen Reli­gion sagen kann, die, anders als das Chris­ten­tum, einen schmer­zlichen Prozess der Aufk­lärung erst noch vor sich hat, ist dur­chaus zweifel­haft.

Aja. Das Chris­ten­tum ist also durch die Waschan­lage der Aufk­lärung gefahren und gere­inigt hat es diese über­standen. Wann soll denn das passiert sein?

Das Rück­grat der Bun­desre­pub­lik, das was Rechtssicher­heit und Frei­heit­en bewahrt, ist der Rechtsstaat. Und dieser ist ein Erfolg der Aufk­lärung – nicht des Chris­ten­tums. Der Islam wird in Gaucks und Reitz’ Worten herun­terg­ere­det, so als bestünde das Chris­ten­tum nur aus den fun­da­men­tal­is­tis­chen Ansicht­en des Pap­stes. Es dient der Ver­sicherung des eige­nen Stand­punk­tes und sein­er Abgren­zung zum Islam und ist ein­er Inte­gra­tion ver­schieden­er Reli­gio­nen inner­halb eines Rechtsstaats ent­ge­gen geset­zt.

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Guten Morgen

Morgenkaffee Bun­de­spräsi­dent Gauck besucht ger­ade Israel und hat sich dort für eine Zwei-Staat­en-Lösung für die Region aus­ge­sprochen.

Wenn dieser Guten-Mor­gen-Artikel so spät daherkommt, dann deswe­gen, weil ich für ibbpunkt.de kurz die fluter-Artikel zum The­ma Recht­sex­trem­is­mus erk­lärend vorgestellt habe.

Meine Güte, was ist nur mit der FAZ los? Da wird es so dargestellt, als sei das Gün­ter-Grass-Gedicht in der Süd­deutschen Zeitung von der titan­ic fin­giert und dann wird run­tergeschwurbelt, dass es doch gefühlt egal sei, von wem es käme.

Und während ich mir die Frage stelle: Haben die jet­zt bei der FAZ ihre jour­nal­is­tis­chen Stan­dards an den Nagel gehängt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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