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  • Michael Spreng » Die parteilose Kan­z­lerin — Das ohne­hin dünne emo­tionale Band zwis­chen der CDU und der außer­halb der Partei sozial­isierten Kan­z­lerin ist zer­ris­sen. Die CDU ist heute weniger als ein Kan­zler­wahlvere­in, sie ist eine zutief­st verun­sicherte, führungslose Partei, geprägt von der Angst vor Bedeu­tungs- und Machtver­lust. Ver­stärkt wird diese Verun­sicherung durch den Ein­druck, mit der neuen SPD-Troi­ka, ins­beson­dere durch die zen­trale Fig­ur Peer Stein­brück, ste­he der Kan­z­lerin eine starke Alter­na­tive gegenüber. Die CDU von heute bekäme nicht ein­mal mehr eine Troi­ka zus­tande.
  • Why I’d nev­er work for Google, Twit­ter, or Face­book — naildrivin5.com — Google+ isn’t about shar­ing cat pic­tures, it’s about serv­ing ads. Twitter’s mas­sive net­work of 140-char­ac­ter bits of infor­ma­tion isn’t about con­nect­ing peo­ple across the globe or to view cur­rent trends in world­wide think­ing, it’s about serv­ing ads. Face­book isn’t about enter­tain­ing your­self with games or shar­ing inter­est­ing links, it’s about serv­ing ads.
  • 500 Inter­nal Serv­er Error — 500 Inter­nal Serv­er Error
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Guten Morgen

Morgenkaffee

Ja, super: Die Fick­par­ty der Ham­burg-Mannheimer wurde auch noch steuer­lich gel­tend gemacht. Da wer­den doch mal Steuergelder sin­nvoll angelegt.

Michael Spreng beobachtet die Macht­losigkeit der FDP trotz Regierungs­beteili­gung.

Die Richter für Ratko Mladic ste­hen schon fest.

Vroni­plag attestiert FDP-EU-Poli­tik­er Chatz­i­markakis inzwis­chen auf 70% der Dok­torar­beit Pla­giate.

Und während ich mir die Frage stelle: Wieviele der­ar­tige Par­ties gab es denn bei der Ham­burg-Mannheimer? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Alles nur eine Frage der Zeit: Ein Cyber-Angriff wird Deutsch­land mit ein­er virtuellen Bombe attack­ieren, meint Bun­de­sham­pelmin­is­ter Friedrich. WIR WERDEN ALLE STERBEN! Bald kommt dann die Behaup­tung, dass der Staat deswe­gen das Inter­net bess­er kon­trol­lieren muss .

Michael Spreng erzählt eine Anek­dote darüber, wie bei Bild die durchgek­nall­ten Geschichte entste­hen: Indem man Durchgek­nallte ein­stellt, und deren Gefasel nicht kri­tisch hin­ter­fragt.

Die Fick­par­ty der Ham­burg-Mannheimer (“Mehr vom Leben!”) in Budapest hat 83.000 Ock­en gekostet.

Der Her­steller von Pril hat eine Wer­beak­tion auf Face­book vergeigt.

Der Neustart der Wochen­show auf SAT1 wird allen­thal­ben abgelehnt: Für die FAZ ist das Witzgewürge das Abmelken ein­er toten Kuh. Vielle­icht hätte man Men­schen mit Humor auf die Bühne holen sollen.

Und während ich mir die Frage stelle: Kann sich eigentlich SAT 1 wegen dieser geist­losen Humors­endungskopie sel­ber verk­la­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

FDP-Europa-Par­la­men­tari­er Alvaro fordert, dass die Mach­er von Vroni­plag, die eine Poli­tik­er-Dok­torar­beit nach der anderen hopps gehen lassen, ihre Iden­tität preis geben. Michael Spreng pflichtet dem bei, auch wenn er poli­tis­ches Kalkül hin­ter dieser Forderung sieht.

Die erste Kern­schmelze von Fukushi­ma begann nach dem Erd­beben, nicht durch den Tsuna­mi. Und noch nicht mal bemerkt wurde das zeit­nah.

Da kriegt aber jemand Muf­fen­sausen: Bun­desverkehrsmin­is­ter Ram­suaer dro­ht Rot-Grün im Län­dle, dass sie Schadenser­satzkosten berap­pen sollen, wenn Stuttgart 21 nicht zus­tande kommt.

Und während ich mir die Frage stelle: So lange so viele Dok­torar­beit­en so albern sind, ist es da nicht uner­he­blich, wer das aufdeckt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Die Buch­branche glaubt in Deutsch­land an einen Durch­bruch des E-Books in diesem Jahr, auch wenn die Deutschen bis­lang lieber zum Gedruck­ten greifen.

Merkel stam­melt sich ger­ade einen zusam­men, wie sich­er die AKWs in Deutsch­land doch seien. So sich­er eben, wie AKWs auf seis­misch aktivem Gebi­et sein kön­nen.

Auch Michael Spreng kann dem derzeit­i­gen Poli­tikge­baren der CDU nichts abgewin­nen:

Dies alles sind innen­poli­tis­che Panikreak­tio­nen aus Angst vor der Angst der Wäh­ler. Überzeu­gend ist dies nicht. Glaub­würdig schon gar nicht. Glaub­würdig kön­nte die energiepoli­tis­che Kehrtwende nur wer­den, wenn

1. die älteren Atom­meil­er nicht nur vorüberge­hend, also für die Zeit des drei­monati­gen Mora­to­ri­ums, son­dern für immer still­gelegt wer­den,

2. die Stil­l­le­gung von einem mas­siv­en Pro­gramm zum Aus­bau erneuer­bar­er Energie begleit­et wird, und wenn

3. auch die Rest­laufzeit der neueren Kernkraftwerke wieder verkürzt wird.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie weit wird die CDU ihre bish­erige macht­poli­tisch aus­gerichtete Energiepoli­tik wohl zusam­men­klöp­peln müssen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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  • Vertei­di­gungsmin­is­ter zu Gut­ten­berg: Gezielte Infor­ma­tion­span­nen — FAZ.NET
  • Von der Leyen: Keine Fehler bei Hartz-IV-Reform — heute.de — Der DGB-Chef kri­tisierte, dass es bei der Zeitar­beit beim Prinzip “Gle­ich­er Lohn für gle­iche Arbeit” zu kein­er Eini­gung gekom­men ist. “Die Bekämp­fung von Lohn­dump­ing und Miss­brauch von Lei­har­beit müssen weit­er auf der Tage­sor­d­nung ste­hen. Die Ablehnung der Regierungsparteien von Equal Pay ist ein gesellschaftlich­er Skan­dal.” Som­mer nan­nte es unver­ant­wortlich, dass vor allem die FDP bei der Frage der Lei­har­beit block­iert und die Posi­tion der Arbeit­ge­ber ergrif­f­en habe. Er kündigte an, weit­er Druck zu machen, “bis wir den Grund­satz “Gle­ich­er Lohn für gle­iche Arbeit” durchge­set­zt haben.” In der “Bild am Son­ntag” bekräftigte auch SPD-Vor­sitzende Sig­mar Gabriel seine Zweifel, dass die Berech­nung der Regel­sätze ver­fas­sungskon­form ist. Nach sein­er Ansicht ist Arbeitsmin­is­terin von der Leyen “große Risiken einge­gan­gen”. Die SPD habe nur keinen Sinn mehr darin gese­hen, weit­er darüber zu stre­it­en. “Wir haben lieber das Bil­dungspaket verbessert und weit­ere Min­destlöhne durchge­set­zt”.
  • Hun­derte demon­stri­eren in Berlin gegen Gut­ten­berg — Tagesspiegel — Mehrere hun­dert Demon­stran­ten protestierten nach Polizeiangaben in Berlin dage­gen, dass Gut­ten­berg Teile sein­er Dok­torar­beit ein­fach kopiert und deshalb nur seinen Dok­tor­ti­tel ver­loren hat­te. Als sicht­baren Protest hängten sie Schuhe an den Zaun des Vertei­di­gungsmin­is­teri­ums. Im Inter­net hat­ten sie zu der Aktion unter dem Mot­to “Wir zeigen dem Lügen­baron den Schuh” aufgerufen — eine Anspielung auf die fehlen­den Fußnoten in der Dok­torar­beit und zugle­ich im Islam ein Sym­bol der Schmähung.<br />
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    Auch aus dem Aus­land kommt Kri­tik. Der Moskauer Poli­tologe Wladis­law Below glaubt, dass die Affäre dem Ruf Deutsch­lands als Wis­senschafts­stan­dort einen “riesi­gen Schaden” zuge­fügt hat. “Wenn Gut­ten­berg zurück­treten würde, kön­nte er damit einen echt­en Beitrag zur Ret­tung der deutschen poli­tis­chen Kul­tur leis­ten”, sagte der Deutsch­land-Experte der dpa.
  • Die Wahrheit über die Wahrheit: Witz der Woche (via Ron­nie Grob)
  • Michael Spreng » Wenn Wäh­ler zu sehr lieben — Wom­it wir bei den Fans von Karl Theodor zu Gut­ten­berg sind: Keine Kan­z­lerin, kein Parteivor­sitzen­der kann es sich erlauben, der Zorn dieser Mil­lio­nen Fans auf sich zu ziehen. Sie oder er wür­den von den Fans hart abges­traft – bei den Wahlen in Rhein­land-Pfalz und Baden-Würt­tem­berg. Und später bei der Bun­destagswahl. Solche Fans sind natür­lich das Gegen­teil des kri­tis­chen Staats­bürg­ers, der sein Urteil immer wieder hin­ter­fragt. Fans set­zen die Selb­streini­gung der Demokratie außer Kraft und sie leg­en die Kon­troll­funk­tion der Medi­en lahm. P.S. Ich möchte in den näch­sten Jahren von der CDU/CSU kein Wort mehr über Werte hören.
  • Pla­giat­saf­färe um Gut­ten­berg — “Wir sind einem Betrüger aufge­sessen” — sueddeutsche.de — Neben der Äußerung von Bun­deskan­z­lerin Angela Merkel, sie habe einen Vertei­di­gungsmin­is­ter und keinen wis­senschaftlichen Assis­ten­ten berufen, empört ihn die Hal­tung von Bun­des­bil­dungsmin­is­terin Annette Scha­van. “Wenn sie sagt, es sei egal, ob und wie jemand pro­moviere, ver­größert das den Skan­dal”, sagt Lep­sius. “Man kann nur entset­zt sein.” An diesem Punkt der Gut­ten­berg-Affäre set­zt auch der Deutsche Hochschul­ver­band mit Kri­tik an. “Die Mar­gin­al­isierung schw­er­sten wis­senschaftlichen Fehlver­hal­tens durch höch­ste Repräsen­tan­ten unseres Staates ist empörend”
  • Nach­wuch­swer­bung? Nicht nur bei “Bild” : Augen ger­adeaus — Das klingt schon ein wenig anders. Mich irri­tiert nur eines: ich habe mehrere Abge­ord­nete dazu befragt, die mir alle sagten, im Auss­chuss sei nur von Bild&Co. die Rede gewe­sen, nicht von den anderen Pla­nun­gen. Da müssen die aber was ganz gründlich missver­standen haben…
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Wie ist das eigentlich mit… negativen Handicaps?

Michael Spreng hat gestern starke Kri­tik an Cem Özdemir geübt. Dieser hat­te dem baden-würt­tem­ber­gis­chen Min­is­ter­präsi­den­ten Map­pus aus­län­der­feindliche Ressen­ti­ments unter­stellt, weil Map­pus meint, dass Özdemir die Poli­tik der baden-würtem­ber­gis­chen Grün­den mitlenkt. Spreng meint:

Es ist nicht zuläs­sig, dass ein deutsch­er Poli­tik­er seinen Migra­tionsh­in­ter­grund instru­men­tal­isiert, um den poli­tis­chen Geg­n­er ins Abseits zu stellen.

Ist es nicht? Was heisst über­haupt Es ist nicht zuläs­sig? Vielle­icht ist Özdemir zu plump im Auftreten, vielle­icht hat er bewusst ver­sucht, einen falschen Ein­druck zu erzeu­gen, vielle­icht spielt er aber auch nur eine Karte mit einem neg­a­tiv­en Handy­cap aus. Nein, ein Emi­gra­tionsh­in­ter­grund ist nicht per se neg­a­tiv. Aber in der Hin­sicht, in der Özdemir sich darauf bezo­gen hat, ist schon von einem Nachteil die Rede. Darf er diesen Nachteil für sich genom­men nicht nutzen?

Ste­fan Nigge­meier hat einen kri­tis­chen Artikel über die Ver­gabe des Ehren­preis­es der Gold­e­nen Kam­era an Mon­i­ca Liehrhaus geschrieben. Lier­haus lieferte mit ihrem ersten Auftritt nach schw­er­er Krankheit der Springer­presse Stoff für ihre Klatsch­seit­en. Wenn dieser Stoff der eigentliche Grund des Preisver­lei­hens wäre, wäre es dann okay diesen großen Bahn­hof zu akzep­tieren, wenn man per­sön­lich davon prof­i­tiert?

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Guten Morgen

morgenkaffee

Die NRW-CDU hat sich für Nor­bert Röttgen und gegen Armin Laschet als LAn­desvor­sitzen­den aus­ge­sprochen. Michael Spreng sieht hierin die Emanzi­pa­tion des größten Lan­desver­ban­des von Angela Merkel.

Die taz beschäftigt sich noch ein­mal mit der Nigge­meier-gegen-DuMont — The­matik und wirft dabei einen inten­siv­eren Blick auf den unter großen Erwartun­gen ste­hen­den Ver­legerssohn.

Der­West­en hat RTL geschaut und empfind­et die Sendung Medi­um als Dauer­frech­heit.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist denn irgen­det­was im RTL-Pro­gramm keine Frech­heit? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Da hat die Kan­z­lerin aber ein­mal ein religiös­es Macht­wort gesprochen: Es stimme wie Bun­de­spräsi­dent Wulff sagt, dass der Islam zu Deutsch­land gehöre wie Chris­ten­tum und Juden­tum, er gehöre aber eben nicht zum Selb­stver­ständ­nis Deutsch­lands. Das ist dann wohl die CDU-Vari­ante von: Ich bin nicht frem­den­feindlich, aber ich mag keine Aus­län­der.

Malte Weld­ing befasst sich mit dem Buch von Stephanie Gut­ten­berg über sex­uellen Kindesmißbrauch und trifft auf ein Mach­w­erk aus der Kitschk­iste:

Frau zu Gut­ten­berg macht dabei etwas, das sie ver­mut­lich nicht beab­sichtigt. Indem sie einen Zusam­men­hang her­stellt zwis­chen Videos, die Kinder sich anse­hen, und sex­uellem Miss­brauch, wirkt es auf ein­mal, als kön­nten die Kinder etwas an dem an ihnen verübten Ver­brechen ändern, wür­den sie statt MTV den Kinderkanal anschauen. Das erin­nert dann doch arg an die Argu­men­ta­tion früher­er Verge­wal­ti­gung­sprozesse: Wenn die Frau doch einen Minirock trägt, dann ist sie halt sel­ber Schuld.
Natür­lich meint zu Gut­ten­berg das nicht so, sie denkt halt ein­fach nicht beson­ders scharf. Oder lassen Sie es mich fre­undlich­er for­mulieren: Sie ist erstaunlich unsortiert. Tim Ren­ner (unter anderem Pro­fes­sor an der Pop-Akademie Baden-Würt­tem­berg) weist darüber hin­aus darauf hin, wie sich Stephanie zu Gut­ten­berg geschmückt mit Teufelshörnchen auf einem AC/DC-Konz­ert fotografieren lässt und schließt, es sei völ­lig inakzept­abel „sich ein­er­seits des Rock’n’Rolls zu bedi­enen, wenn es darum geht, sich und den Gat­ten in der Öffentlichkeit als lustige CSU-Rebellen zu posi­tion­ieren und ihn dann zu miss­brauchen, um einen pop­ulis­tis­chen Beleg für The­sen rings um ein so schreck­lich­es Phänomen wie Kindesmiss­brauch zu haben“.

Michael Spreng bew­ertet die Infor­ma­tion, dass Wolf­gang Schäu­ble eine Rück­nahme ermäßigter Mehrw­ert­s­teuer­sätze ( z.B. “sieben Prozent Mehrw­ert­s­teuer für Ren­npferde, Schnit­tblu­men, Hun­de­fut­ter – und auch für die Hote­liers” ) zurück­genehmen will als schlechte Nachricht für die Bürg­er Deutsch­lands.

Und während ich mir die Frage stelle: Hat — genau genom­men — nicht Chris­t­ian Wulff durch sein Goethe Zitat Men­schen wie Merkel der zweis­chnei­di­gen Zunge deklar­i­ert? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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