Guten Morgen

Morgenkaffee

Ja, super: Die Fick­par­ty der Hamburg-Mannheimer wur­de auch noch steu­er­lich gel­tend gemacht. Da wer­den doch mal Steu­er­gel­der sinn­voll ange­legt.

Micha­el Spreng beob­ach­tet die Macht­lo­sig­keit der FDP trotz Regie­rungs­be­tei­li­gung.

Die Rich­ter für Rat­ko Mla­dic ste­hen schon fest.

Vro­ni­plag attes­tiert FDP-EU-Politiker Chat­zi­marka­kis inzwi­schen auf 70% der Dok­tor­ar­beit Pla­gia­te.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wie­vie­le der­ar­ti­ge Par­ties gab es denn bei der Hamburg-Mannheimer? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Alles nur eine Fra­ge der Zeit: Ein Cyber-Angriff wird Deutsch­land mit einer vir­tu­el­len Bom­be atta­ckie­ren, meint Bun­des­ham­pel­mi­nis­ter Fried­rich. WIR WERDEN ALLE STERBEN! Bald kommt dann die Behaup­tung, dass der Staat des­we­gen das Inter­net bes­ser kon­trol­lie­ren muss .

Micha­el Spreng erzählt eine Anek­do­te dar­über, wie bei Bild die durch­ge­knall­ten Geschich­te ent­ste­hen: Indem man Durch­ge­knall­te ein­stellt, und deren Gefa­sel nicht kri­tisch hin­ter­fragt.

Die Fick­par­ty der Hamburg-Mannheimer (“Mehr vom Leben!”) in Buda­pest hat 83.000 Ocken gekos­tet.

Der Her­stel­ler von Pril hat eine Wer­be­ak­ti­on auf Face­book ver­geigt.

Der Neu­start der Wochen­show auf SAT1 wird allent­hal­ben abge­lehnt: Für die FAZ ist das Witz­ge­wür­ge das Abmel­ken einer toten Kuh. Viel­leicht hät­te man Men­schen mit Humor auf die Büh­ne holen sol­len.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Kann sich eigent­lich SAT 1 wegen die­ser geist­lo­sen Humor­sen­dungs­ko­pie sel­ber ver­kla­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

FDP-Europa-Parlamentarier Alva­ro for­dert, dass die Macher von Vro­ni­plag, die eine Politiker-Doktorarbeit nach der ande­ren hopps gehen las­sen, ihre Iden­ti­tät preis geben. Micha­el Spreng pflich­tet dem bei, auch wenn er poli­ti­sches Kal­kül hin­ter die­ser For­de­rung sieht.

Die ers­te Kern­schmel­ze von Fuku­shi­ma begann nach dem Erd­be­ben, nicht durch den Tsu­na­mi. Und noch nicht mal bemerkt wur­de das zeit­nah.

Da kriegt aber jemand Muf­fen­sausen: Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Ram­sua­er droht Rot-Grün im Länd­le, dass sie Scha­dens­er­satz­kos­ten berap­pen sol­len, wenn Stutt­gart 21 nicht zustan­de kommt.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: So lan­ge so vie­le Dok­tor­ar­bei­ten so albern sind, ist es da nicht uner­heb­lich, wer das auf­deckt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Die Buch­bran­che glaubt in Deutsch­land an einen Durch­bruch des E-Books in die­sem Jahr, auch wenn die Deut­schen bis­lang lie­ber zum Gedruck­ten grei­fen.

Mer­kel stam­melt sich gera­de einen zusam­men, wie sicher die AKWs in Deutsch­land doch sei­en. So sicher eben, wie AKWs auf seis­misch akti­vem Gebiet sein kön­nen.

Auch Micha­el Spreng kann dem der­zei­ti­gen Poli­tik­ge­ba­ren der CDU nichts abge­win­nen:

Dies alles sind innen­po­li­ti­sche Panik­re­ak­tio­nen aus Angst vor der Angst der Wäh­ler. Über­zeu­gend ist dies nicht. Glaub­wür­dig schon gar nicht. Glaub­wür­dig könn­te die ener­gie­po­li­ti­sche Kehrt­wen­de nur wer­den, wenn

1. die älte­ren Atom­mei­ler nicht nur vor­über­ge­hend, also für die Zeit des drei­mo­na­ti­gen Mora­to­ri­ums, son­dern für immer still­ge­legt wer­den,

2. die Still­le­gung von einem mas­si­ven Pro­gramm zum Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gie beglei­tet wird, und wenn

3. auch die Rest­lauf­zeit der neue­ren Kern­kraft­wer­ke wie­der ver­kürzt wird.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wie weit wird die CDU ihre bis­he­ri­ge macht­po­li­tisch aus­ge­rich­te­te Ener­gie­po­li­tik wohl zusam­men­klöp­peln müs­sen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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  • Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter zu Gut­ten­berg: Geziel­te Infor­ma­ti­ons­pan­nen — FAZ.NET
  • Von der Ley­en: Kei­ne Feh­ler bei Hartz-IV-Reform — heute.de — Der DGB-Chef kri­ti­sier­te, dass es bei der Zeit­ar­beit beim Prin­zip “Glei­cher Lohn für glei­che Arbeit” zu kei­ner Eini­gung gekom­men ist. “Die Bekämp­fung von Lohn­dum­ping und Miss­brauch von Leih­ar­beit müs­sen wei­ter auf der Tages­ord­nung ste­hen. Die Ableh­nung der Regie­rungs­par­tei­en von Equal Pay ist ein gesell­schaft­li­cher Skan­dal.” Som­mer nann­te es unver­ant­wort­lich, dass vor allem die FDP bei der Fra­ge der Leih­ar­beit blo­ckiert und die Posi­ti­on der Arbeit­ge­ber ergrif­fen habe. Er kün­dig­te an, wei­ter Druck zu machen, “bis wir den Grund­satz “Glei­cher Lohn für glei­che Arbeit” durch­ge­setzt haben.” In der “Bild am Sonn­tag” bekräf­tig­te auch SPD-Vorsitzende Sig­mar Gabri­el sei­ne Zwei­fel, dass die Berech­nung der Regel­sät­ze ver­fas­sungs­kon­form ist. Nach sei­ner Ansicht ist Arbeits­mi­nis­te­rin von der Ley­en “gro­ße Risi­ken ein­ge­gan­gen”. Die SPD habe nur kei­nen Sinn mehr dar­in gese­hen, wei­ter dar­über zu strei­ten. “Wir haben lie­ber das Bil­dungs­pa­ket ver­bes­sert und wei­te­re Min­dest­löh­ne durch­ge­setzt”.
  • Hun­der­te demons­trie­ren in Ber­lin gegen Gut­ten­berg — Tages­spie­gel — Meh­re­re hun­dert Demons­tran­ten pro­tes­tier­ten nach Poli­zei­an­ga­ben in Ber­lin dage­gen, dass Gut­ten­berg Tei­le sei­ner Dok­tor­ar­beit ein­fach kopiert und des­halb nur sei­nen Dok­tor­ti­tel ver­lo­ren hat­te. Als sicht­ba­ren Pro­test häng­ten sie Schu­he an den Zaun des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums. Im Inter­net hat­ten sie zu der Akti­on unter dem Mot­to “Wir zei­gen dem Lügen­ba­ron den Schuh” auf­ge­ru­fen — eine Anspie­lung auf die feh­len­den Fuß­no­ten in der Dok­tor­ar­beit und zugleich im Islam ein Sym­bol der Schmähung.<br />
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    Auch aus dem Aus­land kommt Kri­tik. Der Mos­kau­er Poli­to­lo­ge Wla­dis­law Below glaubt, dass die Affä­re dem Ruf Deutsch­lands als Wis­sen­schafts­stand­ort einen “rie­si­gen Scha­den” zuge­fügt hat. “Wenn Gut­ten­berg zurück­tre­ten wür­de, könn­te er damit einen ech­ten Bei­trag zur Ret­tung der deut­schen poli­ti­schen Kul­tur leis­ten”, sag­te der Deutschland-Experte der dpa.
  • Die Wahr­heit über die Wahr­heit: Witz der Woche (via Ron­nie Grob)
  • Micha­el Spreng » Wenn Wäh­ler zu sehr lie­ben — Womit wir bei den Fans von Karl Theo­dor zu Gut­ten­berg sind: Kei­ne Kanz­le­rin, kein Par­tei­vor­sit­zen­der kann es sich erlau­ben, der Zorn die­ser Mil­lio­nen Fans auf sich zu zie­hen. Sie oder er wür­den von den Fans hart abge­straft – bei den Wah­len in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Und spä­ter bei der Bun­des­tags­wahl. Sol­che Fans sind natür­lich das Gegen­teil des kri­ti­schen Staats­bür­gers, der sein Urteil immer wie­der hin­ter­fragt. Fans set­zen die Selbst­rei­ni­gung der Demo­kra­tie außer Kraft und sie legen die Kon­troll­funk­ti­on der Medi­en lahm. P.S. Ich möch­te in den nächs­ten Jah­ren von der CDU/CSU kein Wort mehr über Wer­te hören.
  • Pla­gi­ats­af­fä­re um Gut­ten­berg — “Wir sind einem Betrü­ger auf­ge­ses­sen” — sueddeutsche.de — Neben der Äuße­rung von Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel, sie habe einen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter und kei­nen wis­sen­schaft­li­chen Assis­ten­ten beru­fen, empört ihn die Hal­tung von Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Annet­te Scha­van. “Wenn sie sagt, es sei egal, ob und wie jemand pro­mo­vie­re, ver­grö­ßert das den Skan­dal”, sagt Lep­si­us. “Man kann nur ent­setzt sein.” An die­sem Punkt der Guttenberg-Affäre setzt auch der Deut­sche Hoch­schul­ver­band mit Kri­tik an. “Die Mar­gi­na­li­sie­rung schwers­ten wis­sen­schaft­li­chen Fehl­ver­hal­tens durch höchs­te Reprä­sen­tan­ten unse­res Staa­tes ist empö­rend”
  • Nach­wuchs­wer­bung? Nicht nur bei “Bild” : Augen gera­de­aus — Das klingt schon ein wenig anders. Mich irri­tiert nur eines: ich habe meh­re­re Abge­ord­ne­te dazu befragt, die mir alle sag­ten, im Aus­schuss sei nur von Bild&Co. die Rede gewe­sen, nicht von den ande­ren Pla­nun­gen. Da müs­sen die aber was ganz gründ­lich miss­ver­stan­den haben…
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  • Ver­la­ge gegen Com­men­ta­rist: “FAZ” und “SZ” wol­len nicht zitiert wer­den — SPIEGEL ONLINE — Eine Kanz­lei geht im Auf­trag von “FAZ” und “SZ” gegen das Start-up Com­men­ta­rist vor. Das Web­an­ge­bot hat­te Links auf Mei­nungs­ar­ti­kel der Zei­tun­gen gesam­melt — die reagier­ten mit Abmah­nun­gen. Die Commentarist-Gründer wei­sen die Vor­wür­fe zurück.
  • Campact.de | Gen­tech­nik: EU will Null­to­le­ranz abschaf­fen — Die EU-Kommission will Fut­ter­mit­tel erlau­ben, die mit Bestand­tei­len ille­ga­ler Gen­pflan­zen ver­un­rei­nigt sind. Nächs­ten Diens­tag wird ent­schie­den — und Deutsch­lands Stim­me ist aus­schlag­ge­bend. For­dern Sie von Ver­brau­cher­schutz­mi­nis­te­rin Aigner, dass Deutsch­land gegen die Plä­ne der Kom­mis­si­on stimmt!
  • Staats­af­fä­re in Ita­li­en: Ber­lus­co­ni muss vor Gericht — Wegen der Sex­af­fä­re um eine jun­ge Marok­ka­ne­rin muss sich Ita­li­ens Minis­ter­prä­si­dent Sil­vio Ber­lus­co­ni vor Gericht ver­ant­wor­ten. Die Ankla­ge wirft ihm Amts­miss­brauch und Umgang mit min­der­jäh­ri­gen Pro­sti­tu­ier­ten vor. Der Pro­zess soll am 6. April begin­nen.
  • Kon­tra­punkt: Der Schoß ist furcht­bar noch — Tages­spie­gel — Die Pro­tes­te jun­ger Deut­scher in Lon­don zeu­gen von Unbe­fan­gen­heit gegen­über der eige­nen Geschich­te. Mal­te Leh­ming über einen Auf­tritt von Thi­lo Sar­ra­zin.
  • Micha­el Kess­ler: Wol­le mern rein­las­se? — Nichts ist so alt im deut­schen Fern­se­hen wie die “Tages­schau”, “Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht” und Ingrid van Ber­gen. Wäh­rend Frau van Ber­gen mit fast acht­zig aber noch eine sexy blon­de Mäh­ne wächst und die ARD Jan Hofer alle paar Jah­re frisch lackiert, hat sich die Fern­seh­fast­nacht nicht ver­än­dert. Sie ist genau­so lang­wei­lig und bie­der wie anno dun­nemals. Des­we­gen hei­ßen die Shows auch “Sit­zung”.
  • Micha­el Spreng » Die Ent­zau­be­rung der Ursu­la von der Ley­en — So wird das Von-der-Leyen-Prinzip kennt­lich und sicht­bar: Schö­ne Reden, Begrif­fe set­zen und beset­zen und damit die Deu­tungs­hoh­heit bean­spru­chen. Das ist kei­ne Poli­tik, son­dern Poli­ti­ker­satz. Es sind potem­kin­sche Dör­fer, die sie auf­baut. Und je kri­ti­scher man hin­ter die Fas­sa­de schaut, um so mehr wirkt auch ihr Lächeln gar nicht mehr so freund­lich, son­dern rasier­mes­ser­scharf. Sie wird unduld­sa­mer, die Sou­ve­rä­ni­tät schwin­det. Und ein­her damit geht ihr Rea­li­täts­ver­lust. Nach dem Schei­tern ihrer Ver­hand­lun­gen mit der Oppo­si­ti­on behaup­te­te sie in Hin­ter­grund­ge­sprä­chen allen Erns­tes, sie sei die Gewin­ne­rin. Die Poli­ti­ke­rin, die immer alles unter Kon­trol­le haben woll­te, ver­liert die Kon­trol­le und die Deu­tungs­hoh­heit.
  • In sta­tis­tics, having too much infor­ma­ti­on might not be a good thing — Frea­ko­no­me­trics -
  • New infor­ma­ti­on emer­ges on anti-WikiLeaks plot — Glenn Green­wald — Salon.com — Tech firm sus­pends employee invol­ved in plan to attack Wiki­Leaks and Salon’s Glenn Green­wald
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Wie ist das eigentlich mit… negativen Handicaps?

Micha­el Spreng hat ges­tern star­ke Kri­tik an Cem Özde­mir geübt. Die­ser hat­te dem baden-württembergischen Minis­ter­prä­si­den­ten Map­pus aus­län­der­feind­li­che Res­sen­ti­ments unter­stellt, weil Map­pus meint, dass Özde­mir die Poli­tik der baden-würtembergischen Grün­den mit­lenkt. Spreng meint:

Es ist nicht zuläs­sig, dass ein deut­scher Poli­ti­ker sei­nen Migra­ti­ons­hin­ter­grund instru­men­ta­li­siert, um den poli­ti­schen Geg­ner ins Abseits zu stel­len.

Ist es nicht? Was heisst über­haupt Es ist nicht zuläs­sig? Viel­leicht ist Özde­mir zu plump im Auf­tre­ten, viel­leicht hat er bewusst ver­sucht, einen fal­schen Ein­druck zu erzeu­gen, viel­leicht spielt er aber auch nur eine Kar­te mit einem nega­ti­ven Han­dy­cap aus. Nein, ein Emi­gra­ti­ons­hin­ter­grund ist nicht per se nega­tiv. Aber in der Hin­sicht, in der Özde­mir sich dar­auf bezo­gen hat, ist schon von einem Nach­teil die Rede. Darf er die­sen Nach­teil für sich genom­men nicht nut­zen?

Ste­fan Nig­ge­mei­er hat einen kri­ti­schen Arti­kel über die Ver­ga­be des Ehren­prei­ses der Gol­de­nen Kame­ra an Moni­ca Lieh­rhaus geschrie­ben. Lier­haus lie­fer­te mit ihrem ers­ten Auf­tritt nach schwe­rer Krank­heit der Sprin­ger­pres­se Stoff für ihre Klatsch­sei­ten. Wenn die­ser Stoff der eigent­li­che Grund des Preis­ver­lei­hens wäre, wäre es dann okay die­sen gro­ßen Bahn­hof zu akzep­tie­ren, wenn man per­sön­lich davon pro­fi­tiert?

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Guten Morgen

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Die NRW-CDU hat sich für Nor­bert Rött­gen und gegen Armin Laschet als LAn­des­vor­sit­zen­den aus­ge­spro­chen. Micha­el Spreng sieht hier­in die Eman­zi­pa­ti­on des größ­ten Lan­des­ver­ban­des von Ange­la Mer­kel.

Die taz beschäf­tigt sich noch ein­mal mit der Niggemeier-gegen-DuMont — The­ma­tik und wirft dabei einen inten­si­ve­ren Blick auf den unter gro­ßen Erwar­tun­gen ste­hen­den Ver­le­gers­sohn.

Der­Wes­ten hat RTL geschaut und emp­fin­det die Sen­dung Medi­um als Dau­er­frech­heit.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Ist denn irgend­et­was im RTL-Programm kei­ne Frech­heit? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

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Da hat die Kanz­le­rin aber ein­mal ein reli­giö­ses Macht­wort gespro­chen: Es stim­me wie Bun­des­prä­si­dent Wulff sagt, dass der Islam zu Deutsch­land gehö­re wie Chris­ten­tum und Juden­tum, er gehö­re aber eben nicht zum Selbst­ver­ständ­nis Deutsch­lands. Das ist dann wohl die CDU-Variante von: Ich bin nicht frem­den­feind­lich, aber ich mag kei­ne Aus­län­der.

Mal­te Wel­ding befasst sich mit dem Buch von Ste­pha­nie Gut­ten­berg über sexu­el­len Kin­des­miß­brauch und trifft auf ein Mach­werk aus der Kitsch­kis­te:

Frau zu Gut­ten­berg macht dabei etwas, das sie ver­mut­lich nicht beab­sich­tigt. Indem sie einen Zusam­men­hang her­stellt zwi­schen Vide­os, die Kin­der sich anse­hen, und sexu­el­lem Miss­brauch, wirkt es auf ein­mal, als könn­ten die Kin­der etwas an dem an ihnen ver­üb­ten Ver­bre­chen ändern, wür­den sie statt MTV den Kin­der­ka­nal anschau­en. Das erin­nert dann doch arg an die Argu­men­ta­ti­on frü­he­rer Ver­ge­wal­ti­gungs­pro­zes­se: Wenn die Frau doch einen Mini­rock trägt, dann ist sie halt sel­ber Schuld.
Natür­lich meint zu Gut­ten­berg das nicht so, sie denkt halt ein­fach nicht beson­ders scharf. Oder las­sen Sie es mich freund­li­cher for­mu­lie­ren: Sie ist erstaun­lich unsor­tiert. Tim Ren­ner (unter ande­rem Pro­fes­sor an der Pop-Akademie Baden-Württemberg) weist dar­über hin­aus dar­auf hin, wie sich Ste­pha­nie zu Gut­ten­berg geschmückt mit Teu­fels­hörn­chen auf einem AC/DC-Konzert foto­gra­fie­ren lässt und schließt, es sei völ­lig inak­zep­ta­bel „sich einer­seits des Rock’n’Rolls zu bedie­nen, wenn es dar­um geht, sich und den Gat­ten in der Öffent­lich­keit als lus­ti­ge CSU-Rebellen zu posi­tio­nie­ren und ihn dann zu miss­brau­chen, um einen popu­lis­ti­schen Beleg für The­sen rings um ein so schreck­li­ches Phä­no­men wie Kin­des­miss­brauch zu haben“.

Micha­el Spreng bewer­tet die Infor­ma­ti­on, dass Wolf­gang Schäub­le eine Rück­nah­me ermä­ßig­ter Mehr­wert­steu­er­sät­ze ( z.B. “sie­ben Pro­zent Mehr­wert­steu­er für Renn­pfer­de, Schnitt­blu­men, Hun­de­fut­ter – und auch für die Hote­liers” ) zurück­ge­neh­men will als schlech­te Nach­richt für die Bür­ger Deutsch­lands.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Hat — genau genom­men — nicht Chris­ti­an Wulff durch sein Goe­the Zitat Men­schen wie Mer­kel der zwei­schnei­di­gen Zun­ge dekla­riert? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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