Moin

morgenkaffee

Aus dem Muse­um für moder­ne Kusnt in Paris sind ja Gemäl­de im Wert von 100.000 oder auch 500.000 Ocken gestoh­len wor­den. Wäh­rend Exper­ten noch von Insi­dern spre­chen, die die Schwach­stel­len des Muse­ums an die Räu­ber wei­ter­erzählt haben sol­len, wird in der Zeit gerät­selt, wie man der­ar­ti­ge Kunst­stü­cke über­haupt ver­ti­cken kann.

Man spürt den Fahrt wind, den Horst See­ho­fer der­zeit wahr­nimmt, auch im Inter­view mit der Süd­deut­schen Zei­tung deut­lich: Dar­in macht er wei­ter Druck auf die Bun­des­re­gie­rung, bei der Grie­chen­land­hil­fe inten­si­ver auf die Bun­des­län­der ein­zu­ge­hen.

Micha­el Spreng will bei Han­ne­lo­re Kraft einen Geheim­plan ent­deckt haben, der dar­auf abzielt bei Neu­wah­len gute Kar­ten für Rot-grün zu haben.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Müs­sen wir jetzt schon wie­der was wäh­len, von dem wir nicht wis­sen, was es ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

Moin

morgenkaffee

Schlicht zu früh gefreut hat man sich ges­tern Abend als Anhän­ger von Rot-grün: Was sich gegen Mit­ter­nacht andeu­te­te, bekam nach den letz­ten Wahl­er­geb­nis­sen aus Köln gegen 3 Uhr nachts Gewiss­heit: Rot-grün hat kei­ne eige­ne Mehr­heit in NRW und die SPD ist nicht stärks­te Par­tei. Somit steht die SPD vor der Wahl der Qual: Als Juni­or­part­ner ohne Minis­ter­prä­si­den­ten­pos­ten mit der CDU zu koalie­ren — eine Koali­ti­on, die immer der CDU weni­ger gescha­det hat — oder ein rot-rot-grü­nes Bünd­nis ein­zu­ge­hen, was den Grü­nen und in den eige­nen Rei­hen nicht ein­fach zu ver­mit­teln ist.

Micha­el Spreng sieht im NRW-Wahl­er­geb­nis einen bru­ta­len Pen­del­schlag.

Götz und Rome sit­zen in Num­mer 16 und erzäh­len sich was.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wer hat bei der NRW-Wahl eigent­lich gewon­nen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

Moin

morgenkaffee

Spür­bar ruhi­ger gewor­den ist es auf dem CDU-kri­ti­schen Wir-in-NRW-Blog. Heu­te befasst man sich bou­le­var­desk und somit eher unge­fähr­lich mit den Rauch­ge­nuss­ge­schich­ten des CDU-Bera­ters Micha­el Spreng.

Felix Schwen­zel nimmt aus­führ­lich einen Arti­kel von Frank Pata­long aus­ein­an­der und meint,

wer leser beschul­digt an der mise­re des qua­li­täts­jour­na­lis­mus schuld zu sein, hat unge­fähr gar nichts ver­stan­den (oder mag nicht zuge­ben, dass er selbst auf dem schlauch steht). ich ken­ne auch kei­ne lösung. aber von einem bin ich fest über­zeugt: geld ver­die­nen im inter­net geht nicht gegen die leser, son­dern nur mit ihnen. und ich bin der fes­ten über­zeu­gung, dass leser bereit sind sich finan­zi­ell zu betei­li­gen, wenn man sie ernst­nimmt, offen, ehr­lich und trans­pa­rent erklärt für was man geld braucht — und es ihnen leicht macht geld oder auf­merk­sam­keit zu geben.

Juli­as See­li­ger berich­tet in meh­re­ren Blog­ar­ti­keln über das Polit­bar­camp, wo man sich wohl sehr wich­tig nahm. Herz­er­wär­mend sind dabei aller­dings Sät­ze wie:

Die Über­tra­gung des radi­ka­len Indi­vi­dua­lis­mus bzw. die völ­li­ge Auf­lö­sung von Grup­pen auf Demo­kra­tie berei­tet mir noch mehr Sor­gen.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Sind wir nicht alle ein biss­chen Welt­schmerz? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

Der Ausverkauf der FDP

Als im letz­ten Jahr ein paar Leu­te mit Blogs, die die CDU bis­her nicht son­der­lich wahr­ge­nom­men hat­te, den Auf­stand prob­ten gegen die Inter­net­zen­sur, da mein­te Ursu­la von der Ley­en noch, dass das ja nur 134.000 Ein­zel­mei­nun­gen gewe­sen sei­en, die da gegen ihr Vor­ha­ben votiert hat­ten. Die Mehr­heit der Deut­schen sei schließ­lich nicht auf die Stra­ße gegan­gen.
Ganz so läs­sig sah man das anders­wo in der CDU offen­sicht­lich nicht, da ist die Rede davon, man habe viel Lehr­geld bezah­len müs­sen. Stimmt schon irgend­wie: Wenn der­ar­ti­ge Aktio­nen, die sich gegen Vor­ha­ben der CDU wen­den, zum Trend wer­den, ver­liert man sicher­lich Wäh­ler. Aber lus­ti­ger­wei­se klingt die Äuße­rung so, als sei das mit dem Lehr­geld­zah­len vor­bei.
Aber immer­hin hat sich die­ser kri­ti­sche Trend der­zeit ein wenig auf FDP ver­scho­ben. Und dort weiss man sich eben­so wenig zu ori­en­tie­ren und zu weh­ren, wie die CDU zei­tens der für sie fast über­flüs­si­gen Zen­sur­su­la-Debat­te.

Die FDP weist bei der Kri­tik an der Lob­by-Spen­den­ga­la dar­auf hin, dass an jenem Abend kei­ne Spen­de über die anzei­gen­ver­pflich­ten­de Sum­me von 50.000€ gegan­gen ist. Man muss eben nur wis­sen, wie man dem Gesetz ein Schnipp­chen schlägt.
Wer zuvor auf sei­ner Inter­net­sei­te damit prahlt, dass es sich bei den dama­li­gen Spen­den um ein Rekord­ergeb­nis gehan­delt hat, dem könn­te es ja auch in den Sinn gekom­men sein, dar­auf zu ach­ten, dass kei­ne Ein­zel­spen­de zu hoch ist, solan­ge die Gesamts­pen­de die­ser Lob­by die Par­tei freu­de­tau­meln lässt.
Freu­de­trun­kend ver­fasst man bei der FDP dann auch sol­che gol­di­gen Sät­ze:

Ganz im Sti­le des Barack-Oba­ma-Wahl­kamp­fes wur­den die Spen­der vom FDP-Bun­des­ge­schäfts­füh­rer Hans-Jür­gen Beer­feltz mit einer Logen-Ein­la­dung bei der „Schla­ger­nacht des Jah­res“ in der O2-World belohnt.

Das stimmt natür­lich: Zum Sti­le des Oba­ma-Wahl­kamp­fes gehör­te es sicher­lich nicht, die Wäh­ler von den Idea­len der sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Par­tei und von einem Poli­tik­wech­sel zu über­zeu­gen — die woll­ten über­teu­er­te Logen­kar­ten für abge­half­ter­te Par­tye­vents unters Volk brin­gen!
An der Ret­tung der libe­ra­len Repu­ta­ti­on ver­su­chen sich der­zeit nur unbe­hol­fen wir­ken­de Neu­ein­stei­ger in der Bun­des­po­li­tik und Jour­na­lis­ten, denen eine kri­ti­sche Selbst­re­fle­xi­on nie in den Sinn kom­men wür­de:
Der beken­nen­de FDP-Fan Ulf Pos­ch­ardt hat in der Welt einen kom­plett par­tei­neh­men­den Kom­men­tar ver­öf­fent­licht, der die Kri­ti­ker der FDP als nai­ve Demo­kra­tie-Phan­tas­ten dar­stellt. Man müs­se der Wirt­schaft so hel­fen, wie es die FDP tue, dann wäre schliess­lich allen gehol­fen.
Groß­ar­tig unna­iv, nicht wahr? Dass gera­de die klein- und mit­tel­stän­di­schen Hote­liers sagen, die Mehr­wert­steu­er­ent­las­tung käme nur den gro­ßen Ket­ten zugu­te, weil für die Klei­nen der höhe­re Büro­kra­tie­auf­wand die ver­min­der­te Mehr­wert­steu­er ega­li­sier­te, über­geht Pos­ch­ardt dabei völ­lig, wie auch jede ande­re inhalt­li­che Ana­ly­se.
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Süd­deut­sche Zei­tung: Die Rabatt-Köni­ge der FDP
Micha­el Spreng: FDP — Die Stern­schnup­pen-Par­tei