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Artikel-Schlagworte: „Markus Lanz“

Guten Morgen

Morgenkaffee

Sehr lustig, was Stefan Niggemeier da aufgefallen ist: Die Süddeutsche Zeitung schreibt über eine Rüge des ZDF-Publikumsrates bezüglich Markus Lanz. Nur: Es gibt gar keinen ZDF-Publikumsrat. Das erinnert ein wenig an den Preis der beleidigten Zuschauer.

Der SPD-Politiker und ehemalige Vorsitzende des NSU-Untersuchungsauschusses Edathy steht unter dem Verdacht des Besitzes von Kinderpornographie.

Felix Magath weiß, worum es beim HSV jetzt geht: Den Kassenerhalt.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist diese bodenlose Fernsehbesabbelung mal der Tod der etablierten Presse? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

Lesezeichen vom 1. Februar 2014

Lesezeichen von heute

Lanz und die Kohle

TV-Müll

Ich hab ja gestern noch mal bei Lanz reingezappt, das kann ja schon mal passieren, so lange man das ZDF noch einprogrammiert hat. Es ging da noch einmal ums Dschungelcamp, da hätte die Redaktion auch einfach mal einen freien Tag machen können, und einfach irgendwen einladen können. Aber gut, wieder einmal eine Versammlung von Leuten, die das Format verdammen, und von Teilnehmern, die irgendwas retten wollen, die akzeptiert haben wollen, dass ihr Dschungelaufenthalt eine respektierbare Herausforderung war.

Jedenfalls bin ich hängen geblieben, weil da so eine Dampfplaudertasche saß, die ich optisch nicht wieder erkannt habe, dann erläuterte mir eine Bauchbinde, dass da Fiona Erdmann saß. Kenne ich jetzt auch nicht ausreichend, um zu sagen, aus welcher Ecke die mal gekrochen kam.

Nur sabbelte sie halt konsequent drauf los, als könne man sich Relevanz auch herbeisabbeln. Dazu fällt mir immer eine Analyse meines Philosophie-Professors ein, der nach einer Rede des Oberbürgermeistes von Bielefeld, dass Bielefeld keine Provinz sei, meinte:

Wenn man 15 Minuten braucht, um zu erzählen, dass Bielefeld keine Provinz ist, dann belegt man eigentlich nur, dass es Provinz ist.

Und so kommt einem das bei Giorgina oder Fiona oder wie sie gerade heißen auch vor.

In die Ecke gedrängt wurde sie dann von Markus Lanz, als der fragte, ob sie denn kein Geld verdiene, wenn sie keine Aufträge bekäme. Diese Frage ist ungefähr so klug, als wenn man fragen würde, ob jemand einen Unfall gebaut hätte, der gerade mit seinem Wagen vor einen Baum gebrettert ist.

Nur gibt es in Deutschland aus früheren Zeiten eigentlich die gute Sitte, über Geld nicht zu reden. Denn meist schürt man nur Eifersüchteleien oder Lästervorlagen. Was glauben Sie, wozu dienen Sendungen wie Markus Lanz? Lanz interessieren solche Stilfragen nicht, wenn er damit Effekthascherei auf unterstem Niveau betreiben kann.

Und wir lernen: Jüngeren Shownasen sollte man die Gefahren des Dschungelcamps genauso wie die von Sendungen wie Markus Lanz erklären.

Guten Morgen

Morgenkaffee

Es ist jetzt drei Jahre her, seitdem ich inhaltlich mich mit Markus Lanz auseinandergesetzt habe und eine Erweiterung tut nicht Not. Gestern war Oliver Kalkofe abermals vor Ort, kündigte dies via Facebook an und ich schaltete mal rein: Inzwischen verzichtet man bei der Sendung auf übermäßig viele, kaum aussagekräftige Bauchbinden, aber der Rest ist gleich geblieben. Klappern gehört wohl auch für jemanden wie Kalkofe zum Handwerk, das mag man verzeihen.

Ich lasse es einfach auf mich zukommen, war ja auch schon öfter da und bin immer gut behandelt worden. Habe aber weder vor, dort eine rituelle Lanzschlachtung vorzunehmen noch mich nicht ausreden zu lassen. Dies nur zur Info. Hoffe einfach erst einmal auf eine interessante und nicht langweilige Sendung!

(Oliver Kalkofe)

Die Sendung konnte die Kalkofe-Einbindung nicht retten, dazu redet Lanz immer noch konsequent am Wesentlichen vorbei, einfach nur auf irgendeine plumpes, genehmes Reizthema hin. Und das ist eben auch schlechtes Fernsehen. Nur resigniert die Qualität eben irgendwann vor der Quantität, wenn sie keine Rezeption findet. Wenn ein ZDF-Verantwortlicher meint, das Sahra-Wagenknecht-Interview sei ein einmaliger Ausreißer Lanz' gewesen, dann disqualifiziert er sich für eine Diskussion über die Qualität der Sendung: Lanz hat das Handwerk des kritischen Nachfragens einfach nicht drauf. Die Gäste labern halt von selber, dagegen kann selbst Lanz wenig unternehmen. Ganz lustig war immerhin noch, dass Kalkofe Dschungelkönig und Promi Shopping King Peer Kusmagk nicht durchgehen ließ, das Dschungelcamp als individuelle Erfahrungsherausforderung gelten zu lassen - das könne man auch ohne Kameras haben.

Podcast-Klassiker: Flusskiesel und der 24-Stunden-Blutdruckmesser.

30 Jahre RTL und bei Thomas Gottschalks neuer Sendung zeigt man einmal mehr, dass man schon lange kein Fernsehen für Zuschauer mehr macht.

Und während ich mir die Frage stelle: Spricht es für das Dschungelcamp, dass der Rest des RTL- und Fernsehprogramms schlechter ist? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

Lesezeichen vom 28. Januar 2014

Lesezeichen von heute

Lauers Lüftchen

Ich habe diese aus Piraten­parteirich­tung kom­mende Lanz-Peti­tion nicht so recht ver­standen. Die Peti­tion, soweit ich ver­standen habe, richtet sich gegen die mas­sive Öffentlichkeit, die die Con­tra-Lanz-Peti­tion hat, ver­weist auf ange­blich wichtigere Dinge und meint, da das For­mat eine Show sei, sei nichts anderes zu erwarten als Show, d.h. als so-tun-als-ob man es ern­st meint.

Das glaube ich nicht. In den Talk-Shows find­en Gespräche statt, auch mit Poli­tik­ern, und hier gibt es eine berechtigte Erwartung­shal­tung, dass man nicht rund­herum bel­o­gen wird. 

Zudem schien mir auf den ersten Blick nahe­liegen­der, dass man selb­st Öffentlichkeit haben woll­te:

Nun ja, bun­desweit ist die Piraten­partei und auch Herr Lauer kaum noch in medi­aler Behand­lung, sehr wohl noch in der Berlin­er Presse, aber da sitzen sie ja auch im Abge­ord­neten­haus. Eine andere Sichtweise präsen­tieren da Matthi­as Dell:

Der Berlin­er Piraten­poli­tik­er Christo­pher Lauer startete am Sam­stag im Netz eine Gegen-Peti­tion mit dem Titel: ‘Markus Lanz soll mal bit­te seine Show so machen, wie er will, immer­hin ist er ja erwach­sen’, die bis Mon­tag­mit­tag ein paar hun­dert Per­so­n­en unterze­ich­neten. ‘Die Lanz-Debat­te der ver­gan­genen Tage ist doch etwas grotesk’, begrün­de­te Lauer seine Ini­tia­tive.’”
Dass ein Piraten­poli­tik­er so pseudolock­er medi­enkon­ser­v­a­tiv argu­men­tiert, kön­nte man beina­he für eine Nachricht hal­ten.

In der Tat — wenn die Piraten­partei bun­desweit ger­ade noch in aller Munde wäre. Wobei ich es noch schlim­mer finde, medi­enkon­ser­v­a­tiv beze­ich­net zu wer­den als ten­den­tiell pop­ulis­tis­ch.

Guten Morgen

Morgenkaffee

Der NDR hat gestern ein neues Interview mit Edward Snowden gebracht, und die Sache gehörig versemmelt. Immerhin: Die NSA betreibt Industriespionage, bspw. bei Siemens.

Konstantin Klein kommentiert.

Felix Schwentzel kontert auf die Meinung Christian Schergs, Lanz würde online nur doof gefunden, weil er so perfekt sei:

das einzige problem an ihm (Lanz) ist, dass er nicht moderieren kann.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann hat es sich endlich ausgelanzt? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

Wozu der Lanz noch taugt…

… um sich als Englän­der zu freuen, dass das eigene Fernseh­pro­gramm besser ist:

Ich hab’ wohl nichts ver­passt.

Lesezeichen vom 24. Januar 2014

Lesezeichen vom 22. Januar 2014

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