Guten Morgen

Morgenkaffee

Haben Sies es auch gemerkt? Heute ist ein pap­st­freier Tag und es kommt immer noch Strom aus der Steck­dose. Aber bald kommt ja weißer Rauch, dass ist so sich­er wie das… na, Sie wis­sen schon.

Na, das Leis­tungss­chutzrecht. Was dacht­en Sie denn? Da kann es noch so viele Recht­sun­sicher­heit­en geben, die man damit einge­ht, der gemeine Kon­ser­v­a­tive ste­ht stramm zu seinem Frak­tion­szwang, dann braucht er sein Hirn gar nicht erst ein­schal­ten.

Na gut, manche bewe­gen sich doch. Zum Beispiel Clint East­wood, der die Homo-Ehe befür­wortet, weil es

keine legit­ime, auf Tat­sachen beruhende Recht­fer­ti­gung für eine Ander­s­be­hand­lung gle­ichgeschlechtlich­er Paare

gäbe. Geht doch.

Und während ich mir die Frage stelle: Was passiert der Welt eigentlich ohne Papst? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Eigentlich weiß nie­mand mehr so genau, was das Leis­tungss­chutzrecht, das am Fre­itag im Bun­destag durchgewunken wer­den soll, leis­ten soll. Man­gel­haftes Wis­sen bezüglich ein­er Abstim­mung hat allerd­ings in Zeit­en des Frank­tion­szwangs noch nie eine Rolle gespielt. Der Deutsche Jour­nal­is­ten-Ver­band ruft inzwis­chen die Mit­glieder des Bun­destags dazu auf, gegen den Geset­zen­twurf zu stim­men.

MdB Dag­ma Wöhrl nimmt nun Stel­lung dazu, weswe­gen sie gegen nicht für das geplante Gesetz stim­men wird — u.a. um sich gegen den zunehmenden Lob­by­is­mus zu posi­tion­ieren.

Udo Vet­ter meint, das Ziel der Ini­tia­tive für ein Leis­tungss­chutzrecht bei all sein­er Unklarheit sei es, die öffentliche Beschäf­ti­gung mit Nachricht­en riskant zu machen.

Der ehe­ma­lige Chef der Monopolkom­mis­sion Jus­tus Hau­cap erwartet, wenn das Gesetz beschlossen wird, eine gewaltige Abmah­n­welle, die sich vor allem gegen kleine Blog­ger richtet.

Und während ich mir die Frage stelle: Was treibt die Befür­worter des Leis­tungss­chutzrechts in Rei­hen der Poli­tik? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Da plant man im Bun­destag ein Leis­tungss­chutzrecht, mit dem die ange­bliche Ver­w­er­tung von Presseerzeug­nis­sen durch Google hon­ori­ert wer­den soll, Google meint, sie wür­den eh nichts zahlen, und dann fällt der Bun­desregierung ein, die Art, wie Google Presseerzeug­nisse ver­w­ertet, als vol­lkom­men erlaubt zu deklar­i­eren. Muss man nicht ver­ste­hen.

Auch Telekom­mu­nika­tions­fir­men wie die Telekom wür­den am lieb­sten von Google Kohle abgraben, allerd­ings mit ein­er Ver­drehung der Tat­sachen, wie Mar­tin Weigert meint.

Friedrich Küp­prs­buschs Wort der Woche: Bio

[audio:http://httpmedia.radiobremen.de/mediabase/084113/084113_291872.mp3]

Und während ich mir die Frage stelle: Wenn am Fre­itag das Leis­tungss­chutzrecht mehrheitlich beschlossen würde, ohne dass irgend­je­mand genau ver­ste­ht, was macht das aus den Abge­ord­neten? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Was man wohl heute nachguck­en muss, ist die gestrige NDR3-Sendung Über Gebühr über den neuen Rund­funkbeitrag.

Ste­fan Nigge­meier schreibt darüber, auf was für einem Umweg ein Leis­tungss­chutzrecht­geg­n­er es doch noch in einen Bericht des Han­dels­blatts geschafft hat.

Uwe Jus­tus Wen­zel hätte es begrüßt, wenn der Papst nicht bloß sein Ponit­fikat, son­dern das Pon­tif­ikat schlechthin an den Nagel gehängt hätte.

Und während ich mir die Frage stelle: Wofür und bei wem ste­ht die Bun­desregierung eigentlich beim Leis­tungss­chutzrecht im Wort? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee Offen­bar steigt GAZPROM bei Bay­ern München ein.

Ste­fan Nigge­meier stellt betrübt fest, dass die meis­ten Zeitun­gen ger­ade beim The­ma Leis­tungss­chutzrecht ihre jour­nal­is­tis­che Kom­pe­tenz verkauft haben.

In München hat die Polizei wegen ange­blich geklauter 5€ einem Schüler den After aus­geleuchtet, ein ander­er durfte sein Geschlecht­steil anheben, Schü­lerin­nen mussten ihren BH öff­nen.

Und während ich mir die Frage stelle: Haben es die Bay­ern nicht so mit Rechtsstaatlichkeit? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee Fan­gen wir doch heute ein­fach mal mit ein­er Frage an: Was kann man sich als Polizeibeamter an kör­per­lichen Über­grif­f­en leis­ten ohne aus dem Job zu fliegen? Nun, offen­sichtlich darf man einen 15jährigen fes­seln, seinen Kopf gegen die Wand schla­gen und so einen Schnei­dezahn aushauen. Kann doch mal passieren.

FDP-Chef Rösler meint, die Grü­nen seien schuld, dass die Jugendlichen von heute meinen, Leis­tung würde sich nicht mehr lohnen – nicht etwa die Erfahrung, dass man in vie­len Jobs heutzu­tage aus­ge­beutet wird. Welt­fremder kann die FDP kaum noch wer­den.

Google hat gestern ein Video veröf­fentlicht, durch das die Benutzer von Google gegen das geplante Leis­tungss­chutzrecht auf­be­gracht wer­den sollen, gegen das ger­ade auch das Max-Plack-Insti­tut für Imma­te­ri­al­güter- und Wet­tbe­werb­srecht auf­begehrt. Das wird von Google dadurch ver­sucht, dass schlicht behauptet wird, dass das LSR die Suche im Inter­net schlechthin unmöglich macht, was natür­lich Unsinn ist. Cam­pagne statt Aufk­lärung – in Deutsch­land meist ein Rohrkrepier­er.

Das BKA find­et wohl schon seit län­gerem nie­man­den, der ihnen einen Staat­stro­jan­er pro­gram­miert und annonciert nun schon auf monster.de.

Und während ich mir die Frage stelle: Kann das BKA nicht mal Google fra­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee Ja, upsal­la, die Qual­ität­sjour­nal­is­muszeitung DIE WELT hat da wohl einen Pla­giats­fall an der Backe. Wir brauchen drin­gendst das Leis­tungss­chutzrecht für solche Zeitun­gen.

Bei Popcornpiraten.de bekommt man einen ganz guten Ein­blick in den ver­gan­genen Piraten­parteiparteitag.

Laut ein­er uni­ver­sitären Studie hat die Schließung von Megau­pload den Kinos nicht gut getan.

Und während ich mir die Frage stelle: Schützt so ein Leis­tungss­chutzrecht eigentlich auch die Ver­lage vor Autoren? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Ste­fan Nigge­meier bringt die Hirn­ris­sigkeit des Leis­tungss­chutzrechts auf den Punkt:

Wenn Ange­bote wie »Welt Online« zu zig Prozent davon leben, dass Google ihnen kosten­los Leser brin­gen (und mit diversen Tricks dafür sor­gen, dass es möglichst noch mehr wer­den), ist das legit­im. Wenn Google zu einem deut­lich kleineren Anteil davon prof­i­tiert, dass Ver­lage Inhalte pro­duzieren, nach denen Leute suchen, ist es nicht legit­im.

Fiete Ste­gers über das Scheit­ern des Face­book-Konkur­renten Dias­po­ra.

Ulrich Horn schreibt über den Ver­such des Chefredak­tuers des Han­dels­blatts, Gabor Stein­gart, den Konkur­renten ftd zu fled­dern.

Und während ich mir die Frage stelle: Kann man jet­zt endlich auch Tele­fon­buch­her­steller verk­la­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Malte Weld­ing schreibt gegen den Schön­heitswahn an.

Ich bin auch erst spät dazu gekom­men, mir mal das Inter­view von fefe und Frank Rieger mit Math­ias Döpfn­er anzuhören, habe aber kurze Bemerkun­gen dazu hier hin­ter­lassen. Nichts Welt­be­we­gen­des.

Friedrich Küp­pers­busch fragt sich, ob bei der Akten­ver­nich­tung im NSU-Fall wirk­lich Akten ver­nichtet wor­den sind.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist mir heute echt keine Frage einge­fall­en? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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