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Die Nachtgeschichten von heute

  • Net­zpoli­tik: Die Enquete ist gescheit­ert, die Demokratie nicht | Dig­i­tal | ZEIT ONLINE | Die Inter­net-Enquete block­iert sich selb­st. Damit ver­tut sie die Chance, Net­zpoli­tik voranzubrin­gen. Und schlim­mer noch: Sie fördert Ver­drossen­heit.
  • Duis­burg: Eine Stadt und ihr Image | Post von Horn | Erstaunlich lange braucht die Stadtver­wal­tung, sich auf die Prob­leme einzustellen, die mit dem Zuzug der Bul­gar­en und Rumä­nen im Stadt­teil Hochfeld ent­standen sind. Die Schwierigkeit­en reichen von man­gel­nder Hygiene über Krankheit­en, Pros­ti­tu­tion und Aus­beu­tung durch ille­gale Arbeit ohne Ver­sicherungss­chutz bis zu den Kindern, die nicht zur Schule gehen. Das Stadtvier­tel dro­ht weg zu brechen. Man hat den Ein­druck, in Duis­burg seien Poli­tik und Ver­wal­tung über­rascht davon, dass die Stadt zum Ziel von Zuwan­der­ern wurde. Dabei hat sich Duis­burg doch längst daran gewöh­nt, Ein­wohn­er zu ver­lieren.
  • » Google-Books | katrin schus­ter | Nun dachte ich tat­säch­lich, es gin­ge hier um Lit­er­atur-Blogs, an denen es hierzu­lande ja einen fürchter­lichen Man­gel hat – zumin­d­est mein­er Mei­n­ung nach, die ich gerne ein solch­es lesen würde, aber ein­fach keines finde (Tipps bitte gerne in den Kom­men­tarthread! Ich will nicht behaupten, dass ich täglich das Netz danach durch­forste…), da ich wed­er an den gereimten Herzensergießun­gen von Frauen inter­essiert bin, die geistig nie über die Pubertät hin­aus­gekom­men sind; noch mir anhören will, dass dieser oder jen­er Vam­pir-His­to­ry-Eso-Sin­gle­frauen-Quatsch super­span­nend, irre­witzig oder total berührend sei, weil das ein­fach nur gel­o­gen ist bzw. eben­falls vom Nichtvorhan­den­sein der intellek­tuellen Leitun­gen im Hirn des jew­eili­gen Ver­fassers zeugt (was an sich nicht schlimm ist, aber mein Denken nun­mal nicht bere­ichert). Von all­dem war jedoch nicht die Rede…
  • Dick­er Fehler: Cal­mund-Buch wird einge­stampft | Buchmesse 2011 | hr-online.de | Ein pein­lich­er Fehler hat sich ins Buch von Ex-Fußball­man­ag­er Rein­er Cal­mund eingeschlichen. Gerne singe er die erste Stro­phe des Deutsch­land­liedes lau­thals mit, heißt es da. Dumm nur, dass dieser Text eigentlich tabu ist. Der Ver­lag stampft die Auflage jet­zt ein.
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Guten Morgen

Morgenkaffee Katrin Schus­ter kri­tisiert die aktuelle Büch­er-Best­seller-Liste anhand der ersten Sätze der Büch­er. Mehr sollte man wohl auch nicht unbe­d­ingt lesen.

Aman­da Knox ist in Ital­ien vom Vor­wurf, ihre Mit­be­wohner­in ermordet zu haben, aus Man­gel an Beweisen freige­sprochen wor­den. Wie Zeitungs­berichte aus­ge­se­hen hätte, wenn sie nicht freige­sprochen wor­den wäre, zeigt ein aus Verse­hen online gegan­gener Bericht der englis­chen Dai­ly Mail.

Ben Beck­er spricht darüber, dass man in Deutsch­land als Schaus­piel­er nur dann gut im Geschäft ist, wenn man mit dem Strom schwimmt.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist die deutsche Lit­er­aturbest­sellerliste bald genau­so unbe­deu­tend wie deutsche Musikcharts? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Lesezeichen vom 17.09.2011

Die Nachtgeschichten für heute

  • Das kalte Herz des Inter­net — Tagesspiegel — Wo schreck­lich­es Schick­sal zum Onli­negeschäft wird. Eine Polemik von “Cicero”-Chefredakteur Michael Nau­mann. Anlass: die inter­ak­tive Grafik zu 9/11 auf der Spiegel-Web­site.
  • Sane RSS usage – Marco.orgRSS is a great tool that’s very easy to mis­use. And if you’re sub­scrib­ing to any feeds that post more than about 10 items per day, you’re prob­a­bly mis­us­ing it. I don’t mean that you’re using it in a way it wasn’t intend­ed — rather, you’re using it in a way that’s not good for you.
  • Fefes Blog — Im Golf von Mexiko leckt übri­gens fröh­lich weit­er Öl ins Meer. Soviel zu BP und ihren “wir ver­siegeln das schon irgend­wie” Geschicht­en. Die haben das ein­fach aus­ge­sessen, bis kein­er mehr Bock hat­te, ihnen beim Ver­lieren zuzuguck­en.
  • Katrin Schus­ter » Am Orig­i­nalschau­platz — Fer­di­nand von Schirachs Roman „Der Fall Colli­ni“ wird [in der ZDF-Sendung “Das blaue Sofa”] ver­ris­sen und zwar mit keineswegs lit­er­aturkri­tis­chen Kat­e­gorien. Zunächst heißt es, von Schirach habe sich „Best­sellerehren erwor­ben, und umso größer sind nun die Erwartun­gen“ – was ein Mar­ket­ing-, aber kein lit­er­aturkri­tis­ches Argu­ment ist. Dann erk­lärt Her­les, es habe ihn am „meis­ten geärg­ert“ (seit wann ist Ärg­er ein Argu­ment?), dass von Schirachs Groß­vater in diesem Roman „viel zu gut wegkommt“. Dass der NS-Reich­sju­gend­führer von Schirach in diesem Buch gar nicht vorkommt, ist Her­les offen­bar egal, die Fig­ur des alten Mannes wird ein­fach mit Bal­dur von Schirach gle­ichge­set­zt[…]. Dass von Schirach seinen Groß­vater nicht gekan­nt hat, „kann“, so Her­les „keine Entschuldigung sein für einen Schrift­steller, der sich mit dieser Zeit beschäftigt“. Soll heißen: Ab sofort beste­ht für Schrift­steller die Pflicht zum Auto­bi­ografis­chen, weil „Das blaue Sofa“ Lit­er­atur anders nicht begreifen kann.
  • Tre­f­fen in Bres­lau — Europa liest Ameri­ka die Leviten — Berlin­er Mor­gen­post — US-Finanzmin­is­ter Tim­o­thy Gei­th­n­er mah­nte in Bres­lau auf dem Tre­f­fen mit seinen Amt­skol­le­gen aus der EU mehr Einigkeit an – und ern­tet heftige Kri­tik.
  • Talk­show-Marathon der ARD: Nach ein­er Woche wird uns matt vor Augen — FAZ.NET — Die ARD hat ein neues Spätabend­pro­gramm. Das ken­nt nur ein Genre — die Talk­show. Und die Talk­shows ken­nen nur eine Far­bkom­bi­na­tion, sie reicht von san­ftem Rot bis zu dezen­tem Blau.
  • Fol­gen­re­ich­er Polizeiein­satz in Rosen­heim — Achtung, Über­fall! — sueddeutsche.de — Noch immer haben sie sich nicht von dem Schock erholt: Im Novem­ber drangen zwei Zivilpolizis­ten bei der unbescholte­nen Fam­i­lie ein und rangen sie nieder. Jet­zt hat die Staat­san­waltschaft Anklage erhoben — gegen die Fam­i­lie.
  • naklar.at | Hat mein rosa Ein­horn Flügel? — Wenn es ein Phänomen gar nicht gibt, dann ist es auch sinn­los, sich den Kopf darüber zu zer­brechen, auf welche Weise es funk­tion­ieren soll. Wenn es keine geheimnisvoll strahlen­den Wasser­adern gibt, dann muss man nicht erforschen, wie sie auf uns wirken.
  • Gele­sen: Anke Grön­er “Nudeldicke Deern” : Nutri­Culi­nary — Anke Grön­er hat ein Buch geschrieben über ihren Weg zurück zum Genuss, über ihren Weg zurück zu Selb­stach­tung und Wohlge­fühl. Gewohnt pointiert, niemals in Selb­st­mitleid zerge­hend, zeigt Anke den LeserIn­nen auf ihrem Weg auch die Irrtümer und unhalt­baren Vorurteile die mit dem The­ma ein­herge­hen. Diese Buch reißt Mauern in Köpfen ein und das mit ergreifend­er Logik und großem Fak­ten­re­ich­tum, dazu eine Prise Grön­er­sch­er Humor- mich hat die Lek­türe bere­ichert, es ist ein wichtiges Buch auf dem Weg in eine mod­erne, denk­ende Ess- und Genuss­ge­sellschaft.
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Guten Morgen

Morgenkaffee

Fraue­naufreger: Katrin Schus­ter empört sich über einen Artikel von Miri­am Lau in der ZEIT und Anne Roth nervt die Art der Frauen­darstel­lung beim Elek­trischen Reporter.

In Ham­burg haben Kul­turschaf­fende die Sorge, dass das Tor zur Welt ver­sandet.

Der Eich­born Ver­lag ist insol­vent.

RWE fährt das AKW Bib­lis B nicht noch ein­mal hoch.

Friedrich Küp­pers­busch hat sich in dieser Woche mal das Wort Sprosse näher ange­se­hen:

[audio:http://httpmedia.radiobremen.de/mediabase/049939/049939_172062.mp3]

Und während ich mir die Frage stelle: Warum regen sich Män­ner über debile Män­ner­darstel­lun­gen eigentlich ver­gle­ich­sweise wenig auf? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.asd

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  • (Zwangs-)Pause für Com­men­tarist! — Commentarist’s blog — Wir haben einige aben­teuer­liche Wochen hin­ter uns. Com­men­tarist ist eingeschla­gen wie eine Bombe (im pos­i­tiv­en Sinne 🙂 Wenige Tage nach Eröff­nung der geschlosse­nen Beta hat­ten wir mehr als 1000 Anmel­dun­gen. So haben uns beispiel­sweise viele Jour­nal­is­ten darüber informiert, wo ihre Kom­mentare noch zu find­en sind, damit wir diese ein­binden kön­nen. Zu unserem völ­li­gen Unver­ständ­nis haben sich allerd­ings zwei Ver­lagshäuser dazu entschlossen, uns mit mas­siv­en rechtlichen Schrit­ten zu dro­hen. Wir sehen Com­men­tarist als ein sehr inno­v­a­tives Pro­jekt, als einen “Helfer” für etablierte Nachricht­en­seit­en. Wir leit­en einen extrem hohen Prozentsatz unser­er Leser direkt an die entsprechen­den Quellen weit­er und wir machen Leser auf Kom­mentare aufmerk­sam, die sie vorher noch nicht kan­nten. Dieser Ansicht sind die besagten Ver­lagshäuser nicht. Daher bleibt uns momen­tan nichts anderes übrig, als die Pforten vorüberge­hend zu schließen.
  • » Gefällt-mir-Jour­nal­is­mus katrin schus­ter — Ich weiß nicht, ob die Auf­stände in Ägypten auch ohne Twit­ter und Face­book so stattge­fun­den hät­ten und stat­tfän­den, wie sie bis­lang stattge­fun­den haben und weit­er stat­tfind­en. Ich weiß nur, dass es mir Unbe­ha­gen bere­it­et, wenn Rev­o­lu­tio­nen mit Marken­na­men verse­hen, eben: markiert wer­den. Denn das ist das allererst Beson­dere und Neue daran: dass sich west­liche Marken Rev­o­lu­tio­nen unter den rhetorischen Nagel reißen – und die Inter­net­ge­meinde fröh­lich mit­macht. Plöt­zlich ist die kri­tis­che Hal­tung, die man son­st den Din­gen ent­ge­gen­bringt, wie wegge­blasen.
  • Googles Sor­gen mit einem gekränk­ten Autor | law blog — Genau hier fan­gen die Prob­leme an, welche für Google Fol­gen weit über das Sick-Snip­pet haben kön­nen. Die Behaup­tung, ein Suchergeb­nis tre­ffe nicht die “Ker­naus­sage” der ver­link­ten Seite, lässt sich näm­lich schnell auf­stellen und her­vor­ra­gend instru­men­tal­isieren. Entwed­er der Link fliegt raus oder wird “inhaltlich” den Wün­schen des Anspruchsstellers angepasst. Son­st wer­den die Anwälte in Stel­lung gebracht.
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Guten Morgen

morgenkaffee

Katrin Schus­ter wun­dert sich, dass sich Leute durch Dinge unter­hal­ten lassen, die sie für rein­sten Schwindel hal­ten.

Die Wirtschaftswoche erläutert nochmal Blog­ger­gate. Darin geht es um nicht als solche deklar­i­erte Wer­bung in Blogs zwecks Such­maschi­nenop­ti­mierung der bewor­be­nen Seit­en. Felix Schwen­zel schreibt, dies mache Spiegel Online genau­so. Inzwis­chen ist der von Schwen­zel kri­tisierte SpiegelOn­line-Net­zwelt-Chef Frank Pat­a­long aus­geschert und Nach­fol­ger Chris­t­ian Stöck­er demen­tiert, dass Spiegel Online der­art Links verkaufe.

Konz­ertver­anstal­ter Berthold Seliger äußert sich über die Ver­bre­itung des Kul­tur­prekari­ats, der­weil das große Geld woan­ders ver­di­ent wird.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie traut man dem Spiegel? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Katrin Schus­ter ist in Ste­fan Nigge­meiers Kom­men­tar­feld mit ihren Anmerkun­gen zum Dschun­gel­camp angeeckt. Lesenswert.

Der Herr Rhodes und der Herr Rid­der haben mal die schöne Volk­sweise Geh west­lich anges­timmt.

Bet­ti­na Tiet­jen hat gestern mal mit Heinz Strunk geschnackt:
[audio:http://media.ndr.de/download/podcasts/podcast2970/AU-20110129–0858-2901.mp3]

Und während ich mir die Frage stelle: Was macht man eigentlich, wenn man west­l­lich genug gegan­gen ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Guten Morgen

morgenkaffee

… aus Bocholt heute mal. Bocholt ist ja genau­so, wie man es sich vorstellt. Ich habe allerd­ings bis heute nicht ver­standen, wieso es Bo-cholt heißt, aber Bo-chum. Nun ja. Mal, lesen was die Welt so zu sagen hat:

Auch in der taz bemerkt man, dass Kristi­na Schröder einen neuen Typ der mod­er­nen Poli­tik­erin verkör­pert:

Kristi­na Schröder jeden­falls hat es nicht nötig, maskulin aufzutreten, noch weniger als die neu­trale Angela Merkel. Aber darin erschöpft sich die Agen­da der Min­is­terin zum Glück nicht. Ihre Grün­dung eines eige­nen Refer­ats für Jungs ist ein küh­n­er Schritt — und ein Par­a­dig­men­wech­sel, für den viele Jahrzehnte lang gekämpft wurde.

Im WDR Klar­text hält Ralph Sina Barack Oba­ma für entza­ubert:

[audio:http://medien.wdr.de/m/1289636949/radio/klartext/wdr2_klartext_20101113_0928.mp3]

Anne Roth ver­weist auf den Bericht über einen schw­erver­let­zten Klet­ter­er beim Cas­tor-Trans­port.

Katrin Schus­ter wird nicht müde, Cast­ing Shows an den Pranger zu stellen:

Bei Pop­stars wer­den keine Musik­er gecastet, son­dern W****vorlagen. Doch dazu tau­gen erwach­sene Frauen nun­mal schlecht, min­der­jährige Mäd­chen dage­gen umso bess­er.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie kommt es eigentlich, dass sich in Poli­tik und Unter­hal­tung jew­eils unter­schiedliche, ger­adezu gegen­sät­zliche Frauen­rollen durch­set­zen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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