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Artikel-Schlagworte: „Ibbtown“

Dieter Jasper muss wieder raus aus dem Bundestag”

meint das lang­jäh­ri­ge CDU-Mitglied Dr. Hel­mut Cas­per aus Gre­ven und klagt mit­hil­fe eines Ibben­bü­re­ner Anwalts beim Bundesverfassungsgericht.

Ich habe mich sehr geär­gert. Und jetzt will ich tun, was mir als nor­ma­lem Bür­ger zu tun mög­lich ist. 61.444 Men­schen haben Dr. Die­ter Jas­per gewählt. Wenn die gewusst hät­ten, dass der sich sei­nen Doktor-Titel nur ange­maßt hat, hät­te ihn kein Mensch gewählt. Ich habe Herrn Jas­per wegen sei­ner Kom­pe­tenz gewählt. Und als Zei­chen der Kom­pe­tenz habe ich sei­nen Doktor-Titel und auch sei­ne Tätig­keit bei der renom­mier­ten Fir­ma Kien­baum gewertet

sagt der 67-Jährige Dr. Cas­per der Gre­ve­ner Zei­tung.

Mein Ziel ist, dass die Wahl für ungül­tig erklärt wird. Die­ter Jas­per muss wie­der raus aus dem Bundestag.

Für die Gre­ve­ner Zei­tung ist der Gang vor das Ver­fas­sungs­ge­richt eine neue Dimen­si­on für einen Pro­vinz­skan­dal. Dort muss die Kla­ge aller­dings auch erst ein­mal ange­nom­men werden.

Die­ter Jas­per wird Titel­miss­brauch vor­ge­wor­fen. Noch wäh­rend des Bun­des­tags­wahl­kamp­fes hat­te er einen ungül­ti­gen Dok­tor­grad geführt. Auch die Anstel­lung bei der Ham­bur­ger Unter­neh­mens­be­ra­tung Kien­baum in Ham­burg erwies sich ledig­lich als 3-monatiges Prak­ti­kum. Mög­li­cher­wei­se wird dem Abge­ord­ne­ten sei­tens der Staats­an­walt­schaft ange­bo­ten, gegen eine Geld­bu­ße das seit März geführ­te Ver­fah­ren ein­zu­stel­len. [ Arti­kel­über­sicht ]

Was ich noch sagen wollte zu… PR von Universitäten

Die Neue Osna­brü­cker Zei­tung titelt heu­te kna­ckig: Uni Bie­le­feld wil­dert in Osna­brück. Was ist denn da los? Die Uni Bie­le­feld hat zwar eine wesent­lich höhe­re Stu­den­ten­zahl als die, für die sie aus­ge­rich­tet wor­den ist, aber sie muss offen­sicht­lich wei­ter expan­die­ren: Für eini­ge Abtei­lun­gen reicht der Stu­den­ten­an­drang aus OWL offen­sicht­lich nicht. Für eine Expan­si­on hat man eine PR-Kampagne vom Sta­pel gelas­sen: Raum zum Quer­den­ken. Die­se ist lei­der nicht viel wei­ter als das Raus­po­sau­nen von Beson­der­hei­ten, die oft­mals so gar nicht stimmen.

So wird pla­ka­tiert: “Eine ande­re Welt des Stu­die­rens … kei­ne Stun­de ent­fernt.” Schon die­se Aus­sa­ge ist ziem­lich wag­hal­sig. Pla­ka­tiert wird hier­mit in Osna­brück, Han­no­ver, Ibben­bü­ren und Mel­le. Mit dem Auto aus Mel­le nach Bie­le­feld, das wäre die ein­zi­ge Tour, die in unter einer Stun­de mach­bar wäre. Alles ande­re dau­ert län­ger. Vom Errei­chen der Uni, von Zug­fahr­ten, vom Hin- und Weg­kom­men zum und vom Bahn­hof mal ganz zu schwei­gen. War­um star­tet die­se PR-Kampagne also schon mit einer Aus­sa­ge, die sich für jeden schnell nach kur­zem Nach­den­ken als falsch erweist?

Eine ande­re Welt des Stu­die­rens soll es also auch noch sein, was sich in Bie­le­feld vor­fin­det, aber auch das ist nichts wei­ter als auf­ge­bla­se­ne PR: Tat­säch­lich wur­de die Uni­ver­si­tät einst gegrün­det als Alter­na­ti­ve zu talar­ver­staub­ten Uni­ver­si­tä­ten wie Müns­ter. Daher stammt der Gedan­ke, man sei eine Refomruni­ver­si­tät. Was damals aber ein Anspruch war ist heu­te bloß noch ein Spruch: In Bie­le­feld geht es genau­so ver­staubt zu wie über­all anders auch. Raum zum Quer­den­ken ist ange­sichts voll­ge­propf­ter Master- und Bachelor-Studiengänge auch kaum noch vor­han­den. Jeden­falls nicht genug, dass es eine PR-Kampagne, die die­se Uni von ande­ren unter­schei­den möch­te, recht­fer­ti­gen könnte.

Nun sind PR-Kampagnen im uni­ver­si­tä­ren Betrieb nichts neu­es. Schon Pla­ton hat das so gehand­habt. Aller­dings sind die Tex­te, die er zu Wer­be­zwe­cken damals ver­wen­de­te, heu­te Klas­si­ker in der Phi­lo­so­phie. Die­se PR-Kampagne der Uni Bie­le­feld, die für 11 Tage Osna­brück schon 12000€ kos­tet, besagt nur, dass man enorm auf PR bau­en muss, um Bie­le­feld zu pro­mo­ten. Offen­bahr feh­len über­zeu­gend gute Grün­de so sehr, dass man auf geschön­te Anfahrts­zei­ten, “Bielefeld”-Suchtreffer bei You­Tube und seit 20 Jah­ren pen­sio­nier­te oder ver­stor­be­ne Wis­sen­schaft­ler ver­weist. Inno­va­tiv ist anders.

Viel­leicht lie­ge ich aber auch kom­plett falsch. Sind etwa die ers­ten Stu­den­ten von mor­gen schon so weit, dass sie YouTube-Trefferzahlen bei der Wahl ihrer künf­ti­gen Uni­ver­si­tät ernst­haft in Erwä­gung zie­hen? Du und ich — wir wissen’s nich’!

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Staatsanwaltschaft Münster will gegen Dieter Jasper ermitteln

Die Staats­an­walt­schaft Müns­ter will offen­bar gegen den Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Die­ter Jas­per (CDU) wegen Titel­miss­brauchs ermit­teln und den Bun­des­tag um Auf­he­bung sei­ner Immu­ni­tät bit­ten. Die Süd­deut­sche Zei­tung schreibt hierzu:

Jas­per ist über den Vor­gang infor­miert wor­den. Nach Wochen des Schwei­gens erklärt Jas­per dazu in einer Pres­se­mit­tei­lung, er habe “volls­tes Ver­trau­en” in die Ermitt­lungs­tä­tig­keit der Staats­an­walt­schaft. Sie sei die “objek­tivs­te Behör­de der Welt”. Jas­per rech­net offen­bar fest damit, unge­scho­ren aus der Sache her­aus­zu­kom­men. Er sichert der Staats­an­walt­schaft zwar zu, mit ihr koope­rie­ren zu wol­len. Aller­dings nur, “um auf eine zügi­ge Ein­stel­lung des Ermitt­lungs­ver­fah­rens hinzuwirken”.

Die Ibben­bü­re­ner Volks­zei­tung schreibt:

Jetzt gel­te es abzu­war­ten, wel­ches Ergeb­nis ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren bringt, mein­te Johan­nes Machill, Geschäfts­füh­rer des CDU-Kreisverbandes Stein­furt. Der CDU-Kreisverband habe mit der Ein­lei­tung eines Ermitt­lungs­ver­fah­rens gerech­net und sei damit auch nicht unzu­frie­den. Denn ein Ergeb­nis habe dann Hand und Fuß und brin­ge juris­tisch Klar­heit. Das gebe für den wei­te­ren Umgang mit der Sache dann schon eine Rich­tung vor. Was der CDU natür­lich nicht schme­cken kön­ne, sei die Tat­sa­che, dass nicht fest­ste­he, wie lan­ge so ein Ver­fah­ren dau­ert. Zwi­schen zwei Wochen und zwei Jah­ren sei alles drin, hät­ten Erkun­di­gun­gen der CDU erge­ben. Und die Land­tags­wahl in Nordrhein-Westfalen rückt näher.

Der falsche Doktor – Artikelübersicht zum Fall Dieter Jasper

Die­ter Jas­per hat jah­re­lang unbe­rech­tigt einen Dok­tor­grad geführt. Dazu fin­den sich im Inter­net fol­gen­de Artikel:

NDR Info: Neue Wahl dank fal­schem Doktor? 

Die Welt: Dok­tor wer­den ist nicht schwer, Dok­tor sein dage­gen sehr (24.02.2010)

Offen­ba­cher Post: Fal­scher Dok­tor im Bun­des­tag (23.02.2010)

Süd­deut­sche Zeitung:

Der fal­sche Dok­tor von der CDU
Der tie­fe Fall eines Titel­trä­gers
(27.20.2010)
Fal­scher Dok­tor bleibt im Bun­des­tag
(05.03.2010)
Rütt­gers’ neu­es­tes Pro­blem (05.03.2010)

Spie­gel Online:
CDU-Abgeordneter wegen Dok­tor­ti­tel unter Druck

Tages­an­zei­ger (Schweiz):
CDU-Politiker flog auf Schwei­zer “Uni” herein

WDR Müns­ter­land Magazin:
Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter mit frag­wür­di­gem Doktortitel

logbuch.caasn.de:
Jas­pers Titel aus der Titel­müh­le (01.02.2010)
Wei­te­re Unge­reimt­hei­ten bei Die­ter Jas­per (07.02.2010)

Der­Wes­ten:
CDU-Abgeordneter zog mit fal­schem Doktor-Titel in den Bundestag

Nor­wich Rüße: Herr Jas­per, geben Sie Ihr Man­dat zurück!

Müns­ter­sche Zeitung:
Die­ter Jas­per darf Dok­tor­ti­tel nicht führen
SPD, Grü­ne und LINKE for­dern Jas­pers Rücktritt
Staats­an­walt prüft Schrit­te gegen Jaspers

Gre­ve­ner Zeitung:
SPD: “Nicht ver­trau­ens­wür­dig gegen­über Wäh­lern verhalten” 

West­fä­li­sche Nach­rich­ten: Luft für Die­ter Jas­per wird dün­ner (05.03.2010)

Ibben­bü­re­ner Volkszeitung:
Neu­jahrs­emp­fang der CDU Hörs­tel: Fal­scher Dok­tor­ti­tel war offi­zi­ell noch kein Thema

Ibben­bü­re­ner SPD for­dert: Die­ter Jas­per soll sein Man­dat niederlegen

CDU-Kreisverband nimmt Stel­lung zu Jas­per: “Umstän­de rest­los aufklären“

Feh­ler gemacht: Hops­te­ner MdB Die­ter Jas­per führt Dok­tor­ti­tel nicht mehr


„Das ist sei­ne Ange­le­gen­heit“ — Stim­men aus der Hops­te­ner Kom­mu­nal­po­li­tik zu Die­ter Jasper

Staats­an­walt­schaft prüft Fall Jasper

Die­ter Jas­per nicht mehr im Auf­sichts­rat der Volks­bank Teck­len­bur­ger Land

Aus dem Kommentarbereich:

Es ist nicht ver­wun­der­lich, dass er glaubt, der Dok­tor­ti­tel habe für kei­nen sei­ner Wäh­ler den Aus­schlag gege­ben, schließ­lich ist ein Dok­tor­ti­tel für ihn ja ledig­lich ein käuf­li­ches Anhäng­sel an den Namen, viel­leicht, um ihn etwas „auf­zu­pep­pen“. Er soll­te jedoch nicht aus­schlie­ßen, dass für vie­le sei­ner Wäh­ler auch der Dok­tor­ti­tel aus­schlag­ge­bend war. Ein pro­mo­vier­ter Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler hat in den Augen vie­ler Wäh­ler mehr Repu­ta­ti­on, als einer, des­sen Ver­dienst um die Wirt­schaft dar­in besteht, ein Unter­neh­men zu erben und es zu füh­ren. Ein Dok­tor­ti­tel der Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten impli­ziert, mehr von Öko­no­mie zu ver­ste­hen, als es ein Diplom-Kaufmann tut, und auch mehr, als den eige­nen Betrieb zu ken­nen. Es soll Die­ter Jas­per hier nicht abge­spro­chen wer­den, wirt­schaft­lich kom­pe­tent zu sein, auch sol­len sei­ne Leis­tun­gen als Unter­neh­mer nicht in Fra­ge gestellt wer­den, doch kann er sicher­lich nicht behaup­ten, ein Dok­tor­ti­tel sei irrele­vant für eine Wahl­ent­schei­dung. Was den Aus­schlag für die Wäh­ler­ent­schei­dung für oder gegen ihn gege­ben hat, das über­lässt er doch bit­te sehr den Wäh­lern selbst.
Gera­de unter Wäh­lern mit höhe­rem Bil­dungs­ni­veau zählt ein Dok­tor­ti­tel als Prä­di­kat für eine gewis­sen aka­de­mi­sche Qua­li­tät. Das muss Herr Jas­per auch gewusst haben, schließ­lich hat er eini­ge tau­send Euro für sei­nen Titel bezahlt. 

IVZ-Forum: Soll Jas­per sein Bun­des­tags­man­dat niederlegen?

Aus: Hen­ry Habeg­ger — Das Geschäft mit fal­schem Dok­tor­ti­tel [pdf]

Bereits 1990 kos­te­te ein Dok­tor­ti­tel bei der F(reien)U(niversität)T(eufen) 18 600 Fran­ken, einen «Mas­ter» gabs für 12 800 Fran­ken. 2002 zahl­te ein pen­sio­nier­ter deut­scher Arzt 200 000 Fran­ken als Schen­kung an die FUT. Dafür wur­de er Pro­fes­sor und Ehren-Senator. Als er merk­te, dass die Titel nichts wert waren, woll­te er das Geld zurück, blitz­te aber vor Gericht ab.
Schlag­zei­len mach­te 2006 der Ber­li­ner CDU-Abgeordnete Mario Cza­ja, weil er sich in sei­nem Lebens­lauf mit dem wert­lo­sen FUT-Titel «Diplom-Ökonom» schmück­te. Das war kein Ein­zel­fall. Erfri­schend offen sagt Ester­mann: «Eini­ge haben sich sogar bei staat­li­chen deut­schen Uni­ver­si­tä­ten für Pro­fes­su­ren bewor­ben. Mit einem Titel von uns! Stel­len Sie sich das mal vor! Da ging das Thea­ter natür­lich los.»

Bei Archive.org gibt es eine Sei­te der FUT aus dem Jah­re 2003, dem “Imma­tri­ku­la­ti­ons­jahr” Jas­pers’ und der dazu­ge­hö­ri­gen Sei­te der “Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten­fa­kul­tät”.

Die LINKE for­dert den Rück­tritt Jas­pers. Die Grü­nen im Teck­len­bur­ger Land auch.

Der SPD Unter­be­zirk Stein­furt for­dert Jas­pers Rück­tritt (06.02.2010).

Die Kreis-CDU weist Rück­tritts­for­de­rung zurück.

Neue Osna­brü­cker Zeitung:
Rot-grün einig: Jas­per muss zurück­tre­ten.

Rick Kavanian über Twitter

Rick Kava­ni­an [@ rick­ka­va­ni­an] quatscht zum Abschluss sei­nes Auf­tritts in Ibben­bü­ren noch­mal kurz über sei­ne Twitter-Erfahrung:

Klaus J. Behrendt über Ibbenbüren

Die Eröff­nung der Ruhr.2010 hat Klaus J. Beh­rendt genutzt, ein­mal mehr Ibben­bü­ren zu erwäh­nen, was uns natür­lich freut, auch wenn Ibben­bü­ren nicht ganz zum Ruhr­ge­biet gehört. Im Inter­view mit Der­Wes­ten sagt er:

Klaus J. Beh­rendt: Ich bin auf dem Land auf­ge­wach­sen, und das Motor­rad stand für Fle­xi­bi­li­tät. Wir sind abends von Ibben­bü­ren aus nach Osna­brück gefahren…

Diet­mar Bär: …nicht nach Müns­ter in die Studentenstadt?

Klaus J. Beh­rendt: Nee, Osna­brück war näher. Wir haben uns ver­ab­re­det, zu viert oder fünft, einer muss­te fah­ren, die ande­ren haben getrun­ken oder gekifft.

Das hat er dann, bestimmt ohne die Anek­do­te, was die ande­ren in Osna so gemacht haben, im ZDF wiederholt:

behrendtzdf

Klaus J. Beh­rendt: Ich bin in Hamm gebo­ren, aber die Stadt habe ich kaum ken­nen­ge­lernt. Mein Vater war Kin­der­arzt und hat­te, als ich noch klein war, die Chan­ce, die Kin­der­sta­ti­on im Kran­ken­haus in Ibben­bü­ren zu lei­ten. Klar, die Land­schaft mit ihren Hügeln und Bau­ern­schaf­ten ist schon ver­traut. Aber mein Lebens­mit­tel­punkt ist Ber­lin, und ich lebe da gern.

Durch­aus ver­ständ­lich. Ber­lin ist ja auch bekannt als zweit­schöns­te Stadt Deutsch­lands nach Ibbenbüren.

Die Top10-Tweets 2009

Das Favo­ri­sie­ren ein­zel­ner Tweets hat sich mitt­ler­wei­le ver­selb­stän­digt. Frü­her waren es eini­ge Weni­ge, die sich bei textism.com anmel­de­ten, um dort nach­schau­en zu kön­nen, wer die eige­nen Sachen so favo­ri­siert hat­te und wel­che die ande­ren toll fin­den. Inzwi­schen ist das von einer gut betrach­te­ten Ein­zel­be­trach­tung, die man her­vor­he­bens­wert fin­den, über­ge­gan­gen zu Mas­sen­ankli­cken. Wir haben vie­le Twitter-Accounts aus­ge­macht, deren Tweets unheim­lich oft favo­ri­siert wer­den, auch wenn in ihnen nur leicht durch­schau­ba­re Apho­ris­men zusam­men­ge­klatscht wer­den. Und die­ses Zusam­men­ge­klat­sche ist ohne Bezug zu etwas gera­de gesche­he­nem und dient nur dazu, favo­ri­siert zu wer­den. Die­ser Drang zur Selbst­be­stä­ti­gung durch Zustim­mung vie­ler hat was von der Freunde-Sammelei auf Facebook.

Das war offen­sicht­lich einer der Grün­de, wes­we­gen textism.com sei­ne Favo­ri­sie­rungs­sei­te abge­schal­tet hat. Mit die­ser Lis­te erhe­ben wir nicht den Anspruch, alle Tweets bewer­tet zu haben, nur die­je­ni­gen, die wir gele­sen haben. Und auch bei den weni­gen, die wir in die Top10 auf­neh­men, sind wir gar nicht so sicher, ob die Rei­hen­fol­ge so stimmt. Manch­mal fin­det man etwas spon­tan wit­zig, aber der Witz ver­fliegt schnell. Bei eini­gen Tweets ist der Witz so stark situa­ti­ons­ab­hän­gig, dass man Nicht­ein­ge­weih­ten den Witz nicht ver­kli­ckern kann.

Daher besteht die­se Lis­te aus Tweets, über die wir bei­de min­des­tens zwei­mal gelacht oder geschmun­zelt haben. Wir hof­fen, der Witz kommt über.

10. Platz: Der Ibben­bü­re­ner Humor

Zu Anfang las­sen wir mal ein biss­chen Lokal­ko­lo­rit wal­ten und hul­di­gen den Ibben­bü­re­ner Humor, dies­mal vor­ge­tra­gen von Tom Gäbel und Ingo Knoll­mann, Front­man der Donots. 10. Plät­ze sind ja eh nicht so wich­tig und schnell ver­ges­sen, daher sei er mal auf die­se Wei­se genutzt:

9. Platz: Was besonderes

Kur­ze Unter­bre­chung, da kommt gera­de was über den Ticker…

8. Platz: Auch irgend­wie Ohrwurm

Es gibt man­che Ein­trä­ge auf Twit­ter, die haben einen gewis­sen Clou, ohne der gro­ße Brül­ler zu sein. Wenn man aber selbst dann mal in einer der­ar­ti­gen Situa­ti­on ist, begeg­net man der Schwie­rig­keit, die­se Tweets im Hin­ter­kopf zu haben und ihren wei­te­ren Ver­lauf zumin­dest im Kopf selbst mal noch­mal durch­zu­spie­len. Stell­ver­tre­tend hier­für wird der 8. Platz auch noch­mal zweigeteilt:


Wie gesagt, etwas muss gar nicht der gro­ße Brül­ler sein, um im Hin­ter­kopf zu blei­ben. Etwas aus­ge­fal­le­ner wird da aber schon OlramX:

7. Die gute alte Zeit

Das geht ja fix soweit, zur Zer­streu­ung kurz ein Chuck-Norris-Witz…

6. Die nächs­te Runde

5. Die Tücken der Technik

Das Blö­de an der heu­ti­gen Tech­nik ist ja oft­mals, dass man sozia­le Bezie­hun­gen zu Din­gen auf­baut, die damit gar nicht umge­hen können.

Zeit für einen Scherz wär noch da. Fips Asmus­sen darf auch noch­mal ran

4. Spon­ta­ne Selbstreflexion

Eine neu­mo­der­ne Hand­lung, die sich mitt­ler­wei­le immer öfter an lan­gen Kas­sen­schlan­gen antref­fen lässt, ist das spon­ta­ne Ver­sin­ken in sich selbst und das Reflek­tie­ren dar­über, was so gera­de passiert:


3. Über­dach­te Gepflogenheiten

Man­che Din­ge kom­men einem irgend­wie auf fast schon per­ver­se Art und Wei­se falsch vor. Und irgend­wie weiss man eigent­lich gar nicht so genau, wieso…

(Cars­ten:) Und bevor wir zu den Top­pern kom­men, sei noch mal gesagt, dass man über Twit­ter auch ganz her­vor­glän­zend flu­chen kann:



Ja genau: Also ob ich der Ein­zi­ge wär den das scharf macht! … Egal!

2. Abge­wöh­nung

Kom­men wir jetzt also zu den Anfüh­rern die­ser Lis­te. Auf Rang 2 kommt Hoch21, der kon­ti­nu­ier­lich auf außer­ge­wöhn­lich hohem Niveau twit­tert. Er wäre sicher auch mit meh­re­ren Ein­trä­gen hier ver­tre­ten, hät­ten wir nicht beschlos­sen, dass jeder nur ein­mal rein­kommt. Die Freu­de sei dar­über nicht getrübt, ver­ehr­te Damen und Her­ren, leh­nen sie sich ent­spannt zurück und genie­ßen Sie feins­te Twitterkunst:

1. Der erfah­re­ne Skeptiker

Das war sie auch schon so lang­sam, die Top-10-Tweet-Liste die­ses Jah­res. Sie wird ange­führt durch Ralf Hei­mann aus Müns­ter durch einen Tweet, der sich geist­reich und spon­tan eines aktu­el­len The­mas annimmt und ihm eine wit­zi­ge Wen­dung ein­ver­leibt. Das ist genau das, was Twit­ter eigent­lich so reiz­voll macht. Hier ist Platz 1:



Das war’s von uns für die­ses Jahr! Allen Lesern einen guten Rutsch und viel Spaß!

Kim & Carsten

SKing und Jack One feat. Hygher — Ibbenbüren Gangster Shit

Ich ver­zich­te per­sön­lich eigent­lich ger­ne dar­auf, zu erwäh­nen, wo ich her kom­men, weni­ger weil es mir pein­lich ist, son­dern weil die Erklä­rung so umständ­lich ist und kei­nen vom Hocker haut. Ich kom­me aus Ibben­bü­ren, knapp hin­ter Osna­brück, aber schon wie­der Nordrhein-Westfalen.

Musik­be­geis­ter­ten Men­schen ist der Name noch ansatz­wei­se ein Begriff, weil dort Musik Pro­duk­tiv ist, ande­ren viel­leicht wegen des Koh­le­schachts. Ibben­bü­ren hat 3 Abfahr­ten an der A30, für die Auto­fah­rer unter euch. Tom Gäbel und Klaus J. Beh­rendt sind hier auf­ge­wach­sen. Des Wei­te­ren steht hier eine ziem­lich teue­re Dis­co. Aber ansons­ten ein rela­tiv typi­sches Pro­vinz­nest mit Käse­glo­cke oben drauf, hier denkt man noch, der Nabel der Welt kann gar nicht son­der­lich weit ent­fernt sein.

Das muss auch wohl in die­se Jungs gefah­ren sein. Oder ich täu­sche mich ein­fach fun­da­men­tal und Ibben­bü­ren ist echt übelst viel kras­ser drauf als Ber­lin. Mei­ne Damen und Her­ren, checkt die Kral­len oder wie das die jun­gen Hüp­fer heu­te so sagen, ich prä­sen­tie­re ihnen hier­mit SKing und JackO­ne feat. Hyg­her mit Ibben­bü­ren Gangs­ter Shit:

Also, wenn mich wer sucht, ich bin mal eben ausreisen.

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