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Artikel-Schlagworte: „Harald Schmidt“

Guten Morgen

Morgenkaffee

Har­ald Schmidts let­zte Late-Night-Show ist online und damit durch. Aber wozu hat SKY am Ende der Sendung nur die Tick­et-Hot­line einge­blendet?

Ich habe gestern mal ein eige­nes Heimat­stadt-Wiki online gestellt. Macht dur­chaus Spaß, sich eine Welt auf diese Weise zu erk­lären.

Uli Hoeneß ist gestern zu 3 Jahren und 6 Monaten Knast wegen Steuer­hin­terziehung verurteilt wor­den, tritt heute als Präsi­dent und Auf­sicht­sratschef des FC Bay­ern München zurück und kündigt an, keine Revi­sion gegen das Urteil ein­le­gen zu wol­len.

Und während ich mir die Frage stelle: Übern­immt der Kaiser jet­zt wieder das Rud­er oder jemand, der in Deutsch­land Steuern zahlt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Lesezeichen vom 4. Mai 2012

Die Nachtgeschichten von heute

Warum es höchste Zeit war, Harald Schmidt abzusetzen

Weil er scheißen­lang­weilig war.

Das muss jet­zt mal raus: Die Sendung von Har­ald Schmidt ist seit Jahren auf dem bräsi­gen Niveau, dass man gemein­hin 3sat nach­sagt. Erst kommt eine 5-minütige Stand-up-Num­mer, deren Witzart sich seit 15 Jahren nicht verän­dert hat. Immer diese Ödnis­se der Form “Has­se nicht gese­hen ist das-und-das-und-das. Man nen­nt ihn jet­zt schon Rums-di-bums.” Und dann kom­men Gesin­nungslacher. Auch die Inter­views sind zu 90% öde Zeit­totschlagerei, dürftiges Satzping­pong mit Leuten, die Har­ald Schmidt nicht die Bohne inter­essiert, die aber ob ihres aktuel­len Bekan­ntheits­grades oder ange­blichen Zuschauerge­moches auf dem Hart­stuhl platz nehmen dür­fen.

Ein geistre­icher Zuschauer hof­fe also auf die Lücke zwis­chen Stand-up und Gäste­be­grüßung und da war seit Jahren auch nur ein unin­spiri­ertes Weißhaupt zu sehen, das einen ent­fer­nt an einen spitz­züngi­gen Mod­er­a­tor der 90er erin­nert hat. Was ist aus dem eigentlich gewor­den?

Die Har­ald-Schmidt-Show, ob bei ARD oder Sat1, war immer nur ein nicht einge­halte­nes Ver­sprechen.

Es ist schon irri­tierend, wie so eine schlechte Sendung, der immer wieder Geistre­ich­heit unter­stellt wird, nur weil es daran den Haupt­sendern erman­gelt, zum Zeichen des Todes der Ironie hochge­jubelt wird. Ihre Verblendung wird der Autor­in gar nicht mehr bewußt. Da wird jed­er Wortwitz gle­ich zur Ironie umgedeutet. Wie fürchter­lich. Ander­er­seits diskred­i­tiert man dadurch ironiere­iche, aber nicht so maßlos über­trieben hochge­hypte Pro­gram­me wie quer.

Sicher­lich ist das Rest­pro­gramm von Sat1, das Schmidt hin­ter­lässt, noch unterirdis­cher — aber zum großen Teil auch bil­liger. Und wer unbe­d­ingt ein­mal die Woche Ironie im Fernse­hen möchte, der schaue quer. Oder die Mit­ter­nachtsspitzen. Oder die Kabarettpro­gram­me auf 3sat.

So wenig wie Schmidt hin­ter­läßt Gottschalk mit sein­er Vor­abend­sendung eine Lücke. Sie hin­ter­lassen Platz.

Guten Morgen

MorgenkaffeeSahra Wagenknecht hat einen ganz inter­es­san­ten Artikel zur europäis­chen Finan­zlage geschrieben. Die Quin­tes­senz ist, dass die Europäis­che Zen­tral­bank ein­fach allen Staaten benötigte Kred­ite gewähren soll. Das klingt so wie die Forderung der Linken in NRW nach einem 10€-Stundenlohn-für alle: Wie das finanziert wer­den soll, prüfen wir später. In philosophis­cher Hin­sicht ist ihre Hegel-Affinität auf­fal­l­end: Ich habe mal mit einem Philosophen gesprochen, der mein­te, man kön­ne nur Hegelian­er oder Kan­tian­er sein. Man kriegt wohl nicht bei­des auf den Schirm, was ich bezweifeln würde. Aber gut, von Hegel ist meines Eracht­ens auch nur geblieben, dass CDU und CSU so am tra­di­tionel­len Fam­i­lien­bild fes­thal­ten: Hegel meint, die Fam­i­lie sei Quelle allen moralis­chen Ver­hal­tens. Das behauptet nicht mal der Pap­st. Bei Wagenknecht nun merkt man, dass sie Kant nicht genau ken­nt: Hegels Völk­er­recht ist nur ein lauer Abklatsch des Kan­tis­chen und in let­zterem wird argu­men­tiert, dass Staaten ihre rechtliche Autonomie nicht abgeben dür­fen. Auch nicht finanzpoli­tis­ch, was Wagenknecht für wün­schenswert erachtet. Kants eigen­er Schluss zur Finanzpoli­tik ist so sin­nvoll wie es heute ver­rückt klingt: Das Ver­bot von Staatss­chulden.

Auch außer halb von Deutsch­land wird man inzwis­chen mit falschen Aus­bil­dungszuschrei­bun­gen sen­si­bel: Yahoo fürchtet Kon­se­quen­zen daraus, dass sein Chef im Lebenslauf angab, aus­ge­bilde­ter Com­put­er­wis­senschaftler zu sein anstatt lediglich Buch­hal­ter.

Bei n24 (und der dpa) erzählt man gelang­weilt die let­zte Sendung Har­ald Schmidts auf Sat1 nach. Aber erzäh­len muss man es wohl. Ich ver­ste­he eh ger­ade nicht, wieso Schmidt als let­ztes Zeichen von Geist im Fernse­hen gehan­delt wird.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist der All­t­ag von Leuten, die Schmidt nach­trauern, so witzarm oder wieso trauern sie? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Guten Morgen

Morgenkaffee

Ach, wie schön: Weil der Wahlkampf ja so lang­weilig ist, hat der WDR die Wahlplakate mal aus ästhetis­chen Gesicht­spunk­ten her­aus analysiert. (Laut­sprecher an!)

Springer-Chef Math­i­as Döpfn­er ver­sucht im Inter­view Mar­t­in Walser zur Kom­men­tierung von Grass’ Gedicht zu ver­leit­en.

Har­ald Schmidt wech­selt zu SKY.

Denis emp­fiehlt ein Pod­Cast-Radio: Radio like you want.

Und während ich mir die Frage stelle: Wieso lässt sich jet­zt Walser von Springer partei­is­ch inter­viewen, wenn er unpoli­tis­cher Schrift­steller ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Lesezeichen vom 29. April 2012

Die Nachtgeschichten von heute

Guten Morgen

Morgenkaffee

Ruth Schnee­berg­er meint, Har­ald Schmidt werde kün­ftig im Fernse­hen schmer­zlich ver­mis­st wer­den. Na, von mir nicht. Längst hat das Kabarett Schmidt abger­an­nt, ist Schmidt die Verkör­pe­rung von Langeweile in lang­weili­gen Sendern und nicht die intellek­tuelle Boje, die nicht unterzuge­hen ver­mag.

Nach Bild ist auch das Alt­pa­pier nochmal auf Rob Veg­as’ Fake-Har­ald-Schmidt-Account reinge­fal­l­en.

Avan­ti dilet­tan­ti: Wenn Online-Redak­tio­nen densel­ben Mist zweimal ver­wursten, passieren Fehler.

51 Tatort-Drehbuchau­toren kri­tisieren die Urhe­ber­rechts­de­bat­te in Deutsch­land und 51 Hack­er spie­len den Ball zurück.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie nen­nt man eigentlich das Sta­di­um, in dem Zynis­mus nur noch lang­weilt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Lesezeichen vom 28. März 2012

Die Nachtgeschichten von heute

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