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Artikel-Schlagworte: „Guttenberg“

BR Kontrovers zu Stephanie Guttenbergs Zusammenarbeit mit RTL2

Das The­ma Tat­ort Inter­net ist noch nicht ganz abge­grast: Das Maga­zin Kon­tro­vers hat vor Kur­zem einen inter­es­san­ten Bericht gesen­det. Über­haupt macht der Bay­ri­sche Rund­funk in letz­ter Zeit lobens­wert kri­ti­sche Formate.

In die­sem Bericht kom­men so Per­len vor wie der Hin­weis von RTL2 auf sei­ne Gebo­te an Eltern und Kin­der — Moses lässt grü­ßen. Macht doch gleich ne Kir­che auf! Zudem hat Ste­fa­nie Gut­ten­berg die CDU-Maxime geschnallt, dass man eine Vor­ge­hens­wei­se dadurch super begrün­den kann, dass man sagt, sie sei alter­na­tiv­los — ohne Alter­na­ti­ven auch nur irgend­wie ange­dacht zu haben:

Put­zig ist ja auch die Fra­ge, wie sie dazu ste­he, dass die von ihr mit­prä­sen­tier­te Sen­dung auf dem Tit­ten­sen­der RTL2 läuft. Dies sei neben­säch­lich. Wenn das kei­ne Spit­zen­rhe­to­rik ist, dann weiss ich es auch nicht. Dekla­rie­ren sie alles für neben­säch­lich, was sie nicht beant­wor­ten kön­nen oder wol­len und die Sache, für die sie strei­ten ist bom­ben­fest. Dazu soll­te man auch Gesprä­che mit kri­ti­schen Men­di­en ableh­nen, wie Frau Gut­ten­berg es tut, indem man Urlaub, Ter­mi­ne oder gar nichts vor­schiebt, wäh­rend man für die Sprin­ger­pres­se erreich­bar ist.

Wie ist das eigentlich mit… der Moralbarbie und der Blödzeitung?

Die Moral­bar­bie ist ent­setzt. Und Till Schwei­ger ist das auch. Des­we­gen empö­ren sie sich in der Blöd­zei­tung. Die Moral­bar­bie ist ent­setzt, dass Kri­ti­ker die Rechts­ver­let­zun­gen des Sen­ders RTL2 auf­zei­gen, wodurch recht­lich nicht anklag­ba­re Per­so­nen gehetzt werden.

Noch­mal: Es geht nicht um Täter­schutz, es geht um die Bewah­rung rechts­staat­li­cher Prin­zi­pi­en wie der Unschulds­ver­mu­tung. Damit haben die Blöd­zei­tung, RTL, Schwei­ger und Gut­ten­berg offen­sicht­lich ein Problem.

Über so ein Ver­ständ­nis von Rechts­staat­lich­keit ist der­zeit nicht nur die Cari­tas ent­setzt. Fällt es Frau Gut­ten­berg denn gar nicht auf, dass nur die Blöd­zei­tung und RTL ihre Hal­tung tei­len? Dass jeder, der mehr Ver­stand auf die Waa­ge bringt, sich dif­fe­ren­tier­ter und RTL-distanzierter äußert?

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welt.de: Cari­tas for­dert Abset­zung von Tat­ort Internet
sueddeutsche.de: Ste­fa­nie zu Gut­ten­berg selbst am Pranger

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Da hat die Kanz­le­rin aber ein­mal ein reli­giö­ses Macht­wort gespro­chen: Es stim­me wie Bun­des­prä­si­dent Wulff sagt, dass der Islam zu Deutsch­land gehö­re wie Chris­ten­tum und Juden­tum, er gehö­re aber eben nicht zum Selbst­ver­ständ­nis Deutsch­lands. Das ist dann wohl die CDU-Variante von: Ich bin nicht frem­den­feind­lich, aber ich mag kei­ne Ausländer.

Mal­te Wel­ding befasst sich mit dem Buch von Ste­pha­nie Gut­ten­berg über sexu­el­len Kin­des­miß­brauch und trifft auf ein Mach­werk aus der Kitsch­kis­te:

Frau zu Gut­ten­berg macht dabei etwas, das sie ver­mut­lich nicht beab­sich­tigt. Indem sie einen Zusam­men­hang her­stellt zwi­schen Vide­os, die Kin­der sich anse­hen, und sexu­el­lem Miss­brauch, wirkt es auf ein­mal, als könn­ten die Kin­der etwas an dem an ihnen ver­üb­ten Ver­bre­chen ändern, wür­den sie statt MTV den Kin­der­ka­nal anschau­en. Das erin­nert dann doch arg an die Argu­men­ta­ti­on frü­he­rer Ver­ge­wal­ti­gungs­pro­zes­se: Wenn die Frau doch einen Mini­rock trägt, dann ist sie halt sel­ber Schuld.
Natür­lich meint zu Gut­ten­berg das nicht so, sie denkt halt ein­fach nicht beson­ders scharf. Oder las­sen Sie es mich freund­li­cher for­mu­lie­ren: Sie ist erstaun­lich unsor­tiert. Tim Ren­ner (unter ande­rem Pro­fes­sor an der Pop-Akademie Baden-Württemberg) weist dar­über hin­aus dar­auf hin, wie sich Ste­pha­nie zu Gut­ten­berg geschmückt mit Teu­fels­hörn­chen auf einem AC/DC-Konzert foto­gra­fie­ren lässt und schließt, es sei völ­lig inak­zep­ta­bel „sich einer­seits des Rock’n’Rolls zu bedie­nen, wenn es dar­um geht, sich und den Gat­ten in der Öffent­lich­keit als lus­ti­ge CSU-Rebellen zu posi­tio­nie­ren und ihn dann zu miss­brau­chen, um einen popu­lis­ti­schen Beleg für The­sen rings um ein so schreck­li­ches Phä­no­men wie Kin­des­miss­brauch zu haben“.

Micha­el Spreng bewer­tet die Infor­ma­ti­on, dass Wolf­gang Schäub­le eine Rück­nah­me ermä­ßig­ter Mehr­wert­steu­er­sät­ze ( z.B. “sie­ben Pro­zent Mehr­wert­steu­er für Renn­pfer­de, Schnitt­blu­men, Hun­de­fut­ter – und auch für die Hote­liers” ) zurück­ge­neh­men will als schlech­te Nach­richt für die Bür­ger Deutsch­lands.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Hat — genau genom­men — nicht Chris­ti­an Wulff durch sein Goe­the Zitat Men­schen wie Mer­kel der zwei­schnei­di­gen Zun­ge dekla­riert? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

Guten Morgen

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Arge Ver­ständ­nis­pro­ble­me gibt es der­zeit zwi­schen der fran­zö­si­schen und der deut­schen Regie­rung. Das heik­le The­ma der Aus­wei­sung von Roma in Frank­reich soll laut dem fran­zö­si­schem Prä­si­den­ten bespro­chen, laut deut­scher Regie­rung umschifft wor­den sein.

Der Tages­spie­gel hält Rück­schau auf die 137 Opfer von rechts­ex­tre­mer Gewalt in Deutsch­land seit 1990.

Tim Ren­ner pol­tert gegen die Porno-chic-Kampagne von Minis­ter­frau Guttenberg:

Ste­pha­nie befürch­tet eine Ver­ro­hung durch den frü­hen und omni­prä­sen­ten Sex. Sie lobt die bis zum Hals zuge­knöpf­te Whit­ney Hous­ton und die jun­ge Nena im Schlab­ber T-Shirt, wel­che in Ihrer Kind­heit san­gen. Bei mir kam “Vou­lez vous cou­cher avec moi ce soir” aus dem Äther als ich klein war und mei­ne Mut­ter wuss­te nicht, wie sie mir das über­set­zen soll­te. Im Fern­se­hen schwan­gen die Tän­ze­rin­nen des Musik­la­den Euro­tops zu aktu­el­len Hits ihre blan­ken Brüs­te und mei­ne Deutsch­leh­re­rin auf der Grund­schu­le kam ohne BH, aber mit halb­trans­pa­ren­ter Blu­se in den Unter­richt. So hat­te ich vor­her schon Uschi Glas auf CDU Wahl­pla­ka­ten gesehen.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Gibt es ernst­haft Eltern in Deutsch­land, die aus­ge­mus­ter­te Stars wie Whit­ney Hous­ton oder Nena als Vor­bil­der für ihre Kin­der aus­er­ko­ren haben? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

Guten Morgen

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Die Ber­li­ner Zei­tung doku­men­tiert ein zwar geführ­tes, aber nicht ver­öf­fent­lich­tes Inter­view zwi­schen Michel Fried­man und Thi­lo Sar­ra­zin. Allein die ange­führ­ten Fra­gen sind das Lesen wert.

Rome erklärt, wie das mit Bezie­hun­gen zu Frau­en über 30 so ist:

Ein­fach tief in die Augen gucken, biss­chen an- und aus­la­chen und sie fra­gen, ob sie noch alle Tas­sen im Schrank hat. Dann muss man ihr nur noch sagen, dass sie mit dem Scheiß auf­hö­ren und auf der Stel­le zu dir kom­men soll. Dann kom­men die ange­da­ckelt, du nimmst sie in den Arm und fer­tig. Nor­ma­ler­wei­se reicht das schon.

…Kaf­fee bei mir befasst sich mit dem poli­ti­schen Trei­ben von Frau zu Gut­ten­berg, das vom Lich­te der Par­tei ihres Man­nes beleuch­tet von­stat­ten geht.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: War­um glau­ben eini­ge Men­schen, sie sei­en bedeu­tend, nur weil sie wen gehei­ra­tet haben, der das mög­li­cher­wei­se ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

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