Wie ist das eigentlich mit… der Moralbarbie und der Blödzeitung?

Die Moral­bar­bie ist entset­zt. Und Till Schweiger ist das auch. Deswe­gen empören sie sich in der Blödzeitung. Die Moral­bar­bie ist entset­zt, dass Kri­tik­er die Rechtsver­let­zun­gen des Senders RTL2 aufzeigen, wodurch rechtlich nicht anklag­bare Per­so­n­en gehet­zt wer­den.

Nochmal: Es geht nicht um Täter­schutz, es geht um die Bewahrung rechtsstaatlich­er Prinzip­i­en wie der Unschuldsver­mu­tung. Damit haben die Blödzeitung, RTL, Schweiger und Gut­ten­berg offen­sichtlich ein Prob­lem.

Über so ein Ver­ständ­nis von Rechtsstaatlichkeit ist derzeit nicht nur die Car­i­tas entset­zt. Fällt es Frau Gut­ten­berg denn gar nicht auf, dass nur die Blödzeitung und RTL ihre Hal­tung teilen? Dass jed­er, der mehr Ver­stand auf die Waage bringt, sich dif­fer­en­tiert­er und RTL-dis­tanziert­er äußert?

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welt.de: Car­i­tas fordert Abset­zung von Tatort Inter­net
sueddeutsche.de: Ste­fanie zu Gut­ten­berg selb­st am Pranger

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Guten Morgen

morgenkaffee

Da hat die Kan­z­lerin aber ein­mal ein religiös­es Macht­wort gesprochen: Es stimme wie Bun­de­spräsi­dent Wulff sagt, dass der Islam zu Deutsch­land gehöre wie Chris­ten­tum und Juden­tum, er gehöre aber eben nicht zum Selb­stver­ständ­nis Deutsch­lands. Das ist dann wohl die CDU-Vari­ante von: Ich bin nicht frem­den­feindlich, aber ich mag keine Aus­län­der.

Malte Weld­ing befasst sich mit dem Buch von Stephanie Gut­ten­berg über sex­uellen Kindesmißbrauch und trifft auf ein Mach­w­erk aus der Kitschk­iste:

Frau zu Gut­ten­berg macht dabei etwas, das sie ver­mut­lich nicht beab­sichtigt. Indem sie einen Zusam­men­hang her­stellt zwis­chen Videos, die Kinder sich anse­hen, und sex­uellem Miss­brauch, wirkt es auf ein­mal, als kön­nten die Kinder etwas an dem an ihnen verübten Ver­brechen ändern, wür­den sie statt MTV den Kinderkanal anschauen. Das erin­nert dann doch arg an die Argu­men­ta­tion früher­er Verge­wal­ti­gung­sprozesse: Wenn die Frau doch einen Minirock trägt, dann ist sie halt sel­ber Schuld.
Natür­lich meint zu Gut­ten­berg das nicht so, sie denkt halt ein­fach nicht beson­ders scharf. Oder lassen Sie es mich fre­undlich­er for­mulieren: Sie ist erstaunlich unsortiert. Tim Ren­ner (unter anderem Pro­fes­sor an der Pop-Akademie Baden-Würt­tem­berg) weist darüber hin­aus darauf hin, wie sich Stephanie zu Gut­ten­berg geschmückt mit Teufelshörnchen auf einem AC/DC-Konz­ert fotografieren lässt und schließt, es sei völ­lig inakzept­abel „sich ein­er­seits des Rock’n’Rolls zu bedi­enen, wenn es darum geht, sich und den Gat­ten in der Öffentlichkeit als lustige CSU-Rebellen zu posi­tion­ieren und ihn dann zu miss­brauchen, um einen pop­ulis­tis­chen Beleg für The­sen rings um ein so schreck­lich­es Phänomen wie Kindesmiss­brauch zu haben“.

Michael Spreng bew­ertet die Infor­ma­tion, dass Wolf­gang Schäu­ble eine Rück­nahme ermäßigter Mehrw­ert­s­teuer­sätze ( z.B. “sieben Prozent Mehrw­ert­s­teuer für Ren­npferde, Schnit­tblu­men, Hun­de­fut­ter – und auch für die Hote­liers” ) zurück­genehmen will als schlechte Nachricht für die Bürg­er Deutsch­lands.

Und während ich mir die Frage stelle: Hat — genau genom­men — nicht Chris­t­ian Wulff durch sein Goethe Zitat Men­schen wie Merkel der zweis­chnei­di­gen Zunge deklar­i­ert? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Arge Ver­ständ­nis­prob­leme gibt es derzeit zwis­chen der franzö­sis­chen und der deutschen Regierung. Das heik­le The­ma der Ausweisung von Roma in Frankre­ich soll laut dem franzö­sis­chem Präsi­den­ten besprochen, laut deutsch­er Regierung umschifft wor­den sein.

Der Tagesspiegel hält Rückschau auf die 137 Opfer von recht­sex­tremer Gewalt in Deutsch­land seit 1990.

Tim Ren­ner poltert gegen die Porno-chic-Kam­pagne von Min­is­ter­frau Gut­ten­berg:

Stephanie befürchtet eine Ver­ro­hung durch den frühen und omnipräsen­ten Sex. Sie lobt die bis zum Hals zugeknöpfte Whit­ney Hous­ton und die junge Nena im Schlab­ber T-Shirt, welche in Ihrer Kind­heit san­gen. Bei mir kam “Voulez vous couch­er avec moi ce soir” aus dem Äther als ich klein war und meine Mut­ter wusste nicht, wie sie mir das über­set­zen sollte. Im Fernse­hen schwan­gen die Tänz­erin­nen des Musik­laden Euro­tops zu aktuellen Hits ihre blanken Brüste und meine Deutschlehrerin auf der Grund­schule kam ohne BH, aber mit halb­trans­par­enter Bluse in den Unter­richt. So hat­te ich vorher schon Uschi Glas auf CDU Wahlplakat­en gese­hen.

Und während ich mir die Frage stelle: Gibt es ern­sthaft Eltern in Deutsch­land, die aus­ge­musterte Stars wie Whit­ney Hous­ton oder Nena als Vor­bilder für ihre Kinder auserko­ren haben? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Die Berlin­er Zeitung doku­men­tiert ein zwar geführtes, aber nicht veröf­fentlicht­es Inter­view zwis­chen Michel Fried­man und Thi­lo Sar­razin. Allein die ange­führten Fra­gen sind das Lesen wert.

Rome erk­lärt, wie das mit Beziehun­gen zu Frauen über 30 so ist:

Ein­fach tief in die Augen guck­en, biss­chen an- und aus­lachen und sie fra­gen, ob sie noch alle Tassen im Schrank hat. Dann muss man ihr nur noch sagen, dass sie mit dem Scheiß aufhören und auf der Stelle zu dir kom­men soll. Dann kom­men die angedack­elt, du nimmst sie in den Arm und fer­tig. Nor­maler­weise reicht das schon.

…Kaf­fee bei mir befasst sich mit dem poli­tis­chen Treiben von Frau zu Gut­ten­berg, das vom Lichte der Partei ihres Mannes beleuchtet von­stat­ten geht.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum glauben einige Men­schen, sie seien bedeu­tend, nur weil sie wen geheiratet haben, der das möglicher­weise ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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