Artikel-Schlagworte: „Fernsehserie“

Wertung:

Covert Affairs

covertaffairsDies ist eine seifernopernartige erzählte Spionagegeschichte ohne wirkliche Spannung, so dass es dem Zuschauer irgendwann Latte ist, worum es genau geht und wer weswegen gerade bedrohnt wird. Die albernen Hintergrundtapeten bei Autofahrten und das nicht überzeugende Spiel der Hauptdarstellerin tun ihr übriges. Die Serie erinnert etwas zu sehr an bekannte Ideen aus Chuck und Fringe und spielt in derselben Liga wie Agentin mit Herz, wobei Kate Jackson deutlich geerdeter rüberkommt.

Jumping the shark Nach der ersten Fototapete.

Jumping the Shark: Murder in the first

Jumping the shark Die Serie um ein Ermittlerpärchen mit Hau, das seinen fiesen, hinterhältigen Mörder zur Strecke bringen muss, während dem Betrachter die Füße einschlafen, springt spätestens nach der zweiten Folge.
Im Anschluss ist die einzige Spannung der Serie, die ungemein an Veronica Mars erinnert, ob da noch mal überraschende oder spannende Elemente auftauchen: Fehlanzeige. Ein grundlos aufgeblasener 10-Teiler, der in 45 Minuten auch auserzählt hätte werden können. Bitte keine zweite Staffel, danke.

Jumping the shark: Arrow

Jumping the shark Ziemlich kruder Abklatsch aus Batman und Aus dem Dschungel in den Dschungel für’s Fernsehen, der sich selbst viel zu ernst nimmt und schauspielerisch bis auf wenige Nebenfiguren (z.b. der aus Dexter bekannte David Ramsey) einfach nicht überzeugt. Geht einem ab der zweiten Folge auf den Keks, wenn der mimiarme Wilhelm-Tell-Verschnitt von Hauptdarsteller eine Art Rachezug in seiner Heimatstadt, in der aufgeräumt werden soll, vollzieht. Die deutsche Synchronisation verschlimmert mit der unpassenden Stimme des Bogenschützenmanns das Ganze nur noch.

Jumping the shark: Castle

Jumping the shark Irgendwie muss ich die Serie, die Freitagabends auf Kabel 1 gezeigt wird wohl mal als ganz ansehnliche Variante von Mord ist ihr Hobby akzeptiert haben: Erfolgreicher, stinkreicher Schriftsteller geht mit attraktiver Polizistin auf Mörderjagd.

Allerdings ist das Thema in dieser Serie schon nach 2, 3 Staffeln gänzlich ausgelutscht und es wird versucht, das schon anfangs eingeläutete Zarte-Bande-Knüpfen von Ihm und Ihr wiederholt zur Nebengeschichte aufzubauschen. Das nimmt dann in Staffel 5, wo die Serie endlich kippt, seinen gewollten Höhepunkt: Beide kommen zusammen. Und der Zuschauer, der das Anbandeln immer langweiliger fand, merkt plötzlich: Hey, so super passen die beiden ja gar nicht zueinander.

Zu diesem Zeitpunkt ist die Serie schon gar keine Krimireihe mehr. Zwar gibt es noch Tote, aber die Mörder werden auf nicht genau verständliche Weise mit dem Zuschauer nicht bekannten Indizien überführt.

Jumping the shark: Roseanne

Jumping the shark Es ist mal wieder Zeit, sich an einem amerikanischen Idiom abzuarbeiten: Jumping the shark. Dies ist die Bezeichung des Zeitpunkts, an dem durch eine Änderung eine Serie am Leben gehalten werden soll, was allerdings gründlich schief geht. Witziger Weise trifft man oftmals auf genau so einen Punkt oder zumindest findet man eine irritierende Änderung. Dass genau dadurch die Serie kippt muss nicht hiermit einhergehen, tut es gefühlt aber dennoch oft.

Die Bezeichnung leitet sich von dieser Szene der Serie Happy Days ab, durch die erfolglos versucht wurde, verlorene Zuschauer wieder zu gewinnen:

Ziemlich häufig gibt es bei sowas Gegenmeinungen, aber bei Roseanne, mit der heute angefangen wird, scheint der Fall ziemlich klar. Die Serie springt, als das ganze Konzept der Serie rund um eine Unterschichtfamilie mit dem Lotteriegewinn hopps genommen wird:

Ich für meinen Teil habe die Serie schon vorher nicht mehr gesehen, vielleicht liegt demnach der Knackpunkt schon früher. Deutlicher als diese Änderung wird er aber wohl nicht sein, mit der die ganze Bodenständigkeit, das Kernelement der Serie, verloren geht.

Jumping the shark: Homeland

Jumping the sharkJetzt mal zu der Serie, wegen der ich überhaupt zum Idiom Jumping the Shark zurückgreife: Homeland. Gerade auf Sat1 gestartet erreicht die Kriegsgeschichte immerhin halb so viele Zuschauer wie in den USA selbst. In den USA läuft die Serie auf dem Sender Showtime, was die merkwürdig kleine Zahl von durchschnittlich nicht einmal 2 Mio. Zuschauern erklärt.

Der Start der Serie ist zugegebenermaßen fulminant, es wird das amerikanische Kriegsgebaren als zweischneidig dargestellt, viele der involvierten Personen leiden an einer durch diese Kriegsumstände beeinträchtigten Psyche. Was in der ersten Staffel noch nicht so auffällt: Der Serie fehlt eine vom Ausgangsgedanken weitergeführte Grundgedanke. Was soll die Serie eigentlich erzählen? Einen Politthriller oder ein Kriegsdrama? Irgendwann zerfasern Erzählstränge und die Geschichte kollabiert in der 10ten Folge der zweiten Staffel:

Eigenes Fenster

Erzähltechnisch ist die Protagonistin wieder ihrer krankheitsbedingten Überspanntheit ausgesetzt, die Tochter des Überläufers laboriert an einem Autounfall, dessen Folgen offen bleiben, der Hauptterrorist wird in einer düsteren Lagerhalle aufgespürt und zur Strecke gebracht und der Präsidentschaftskandidat stirbt, indem sein Herzchrittmacher fengesteuert übertaktet wird. Zu viele Handlungsstränge, die offen gelassen werden, um sie irgendwann vielleicht einmal wieder aufzunehmen. Dabei geht verloren, irgendeinen davon spannend zu verfolgen.

Vielleicht kratzt man in der kommenden dritten Staffel noch einmal die Kurve. Die ohne Cliffhänger zu Ende gegangene zweite Runde der Serie ist schlicht die Puste ausgegangen – oder die guten, einfallsreichen Schreiber.

Wertung:

Sherlock 2 (BBC)

Die BBC-Reihe Sherlock ist anderthalb Jahre nach der ersten wieder mit der zweiten Staffel à drei Folgen angelaufen. Die Zusammenfassungen kann ich mir ersparen, denn die gibt es schon auf Wikipedia nachzulesen: A Scandal in Belgravia, The Hounds of Baskerville und The Reichenbach Fall basieren auf den Geschichten Arthur Conan Doyles, weichen aber davon letzten Endes deutlich ab. Die Versetzung der alten Figur in die heutige Zeit funktioniert abermals wunderprächtig, die erste Folge halte ich für die beste, während die anderen zwei zumindest gute Fernsehunterhaltung bieten.

Rizzoli & Isles

Hierbei handelt es sich um eine für das Fernsehsommerprogramm gedrehte Krimiserie, die kommendes Jahr auf Vox ausgestrahlt werden soll. Die Geschichte basiert auf einer Krimireihe über eine gefühlskalte Polizistin und ihre Pathologie-Freundin von Tess Gerritsen, einer amerikanischen Autorin, die am Band Krimis veröffentlicht. Der erste Teil der Serie erinnert noch etwas an Das Schweigen der Lämmer, beinhaltet aber schon das, was sich durch die ganze Serie zieht: Das Gefühl, all das schon mal und schon mal besser gesehen zu haben. Schauspieler, Dialoge, Musik, Kameraführung, Spannungsbögen, Spannungselemente – alles nur ein Best of vergangener Serien. Nur für Leute, die Ein Fall für Zwei noch spannend finden.

Fernsehherbst 2011

Der Fernsehherbst hat in den USA seine erste Welle hinter sich, was gleichbedeutend damit ist, dass einige Serien schon wieder ihrem Ende entgehen sehen.

White Collar Ich habe hier nur den Anfang der ersten Staffel gesehen. Wie sich also Staffel zwei und drei so machen – keine Ahnung. Die Serie dreht sich um einen Kriminellen, der für Polizeiarbeit eingespannt wird und nach seiner Freundin sucht. Ich bin bei der ersten Staffel nach ein paar Folgen ausgestiegen, die Serie hat einfach keine charismatische Figur,  keine fesselnde Geschichte und ist insgesamt einfach zu handzahm für meinen Geschmack.

Homeland Irak-Veteranen-Geschichte, die nicht an die skandinavischen Krimis heranreicht, die man aus dem ZDF kennt. Claire Danes legt eine passable Rolle hin, aber Damian Lewis als Irak-Veteran ist viel zu glatt. Nicht überzeugend. Zum Schluss der ersten Staffel nimmt die Serie wieder etwas Fahrt auf und endet in einem fast schon makaberen Cliffhanger.

Dexter Tom Hanks‘ Sohn gibt den Bösewicht in der 6. Dexter-Staffel, die außer dem von Staffel zu Staffel sich ändernden roten Faden, nichts wirklich neues bietet. Wie in der anderen Showtime-Sendung Homeland kommt auch diese Staffel erst gen Ende richtig in Fahrt mit interessantem Cliffhanger in die kommende Staffel.

Chuck Fünfte und letzte Staffel der sympathischen Spionserie. Zunächst überraschen die ersten Folgen mit neueen Wendungen, dann plätschert es würdig dem Ende entgegen.

Fringe Vierte Staffel der Science-Fiction-Serie, die mit einer Wendung, die es aufzulösen gilt, den Zuschauer durchaus zu fesseln vermag, wenn auch ansonsten die Elemente der Sendung bekannt sind.

Wertung:

Sherlock 1 (BBC)

Ja, in der Tat, die erfolgreiche BBC-Serie ist sehr unterhaltsam, sogar in der gestern erstmals gezeigten deutscher Synchronisation:

Psych Sherlock trifft House Watson, macht ihn zu seinem Assistenten und löst eine Selbstmordserie. Dieser wird zwar eine unaufregende Auflösung zuteil, aber bis dahin gibt es eine humorvoll detailverliebte und schnelle Geschichte. Immerhin wesentlich besser als der alltägliche Fernseheinheitsbrei.

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