Guten Morgen

Morgenkaffee

Der NDR hat gestern ein neues Inter­view mit Edward Snow­den gebracht, und die Sache gehörig versem­melt. Immer­hin: Die NSA betreibt Indus­tries­pi­onage, bspw. bei Siemens.

Kon­stan­tin Klein kom­men­tiert.

Felix Schwentzel kon­tert auf die Mei­n­ung Chris­t­ian Schergs, Lanz würde online nur doof gefun­den, weil er so per­fekt sei:

das einzige prob­lem an ihm (Lanz) ist, dass er nicht mod­erieren kann.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann hat es sich endlich aus­ge­lanzt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Grünes Rück­grat: Josch­ka Fis­ch­er macht Wer­bung für BMW.

Zeit für Satire: Bei der FAZ antworten weit­ere Poli­tik­er auf Mari­et­ta Slom­ka.

Ulrich Horn schreibt darüber, wie die Wäh­ler bei der Bun­destagswahl das Parteige­füge gesprengt haben.

Auch schön: Der NSA-Adventskalen­der.

Und während ich mir die Frage stelle: Kann man die Slom­ka nicht zu ‘Aspek­te’ abschieben? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Gestern ging es wohl im heute-jour­nal heiß her. So dass der Dis­put zwis­chen Sig­mar Gabriel und Mari­et­ta Slom­ka es in die FAZ schafft. Oder die haben ein­fach nichts anderes zu bericht­en.

Was soll nun dabei rumkom­men, wenn Poli­tik­er und öffentlich-rechltiche Jour­nal­is­ten aneinan­der ger­at­en? Es dürfte dur­chaus inter­es­sant sein, wie Gabriel, der immer wieder Ner­ven zeigt, ger­ade Macht­pok­er spielt. Was die Öff­is daraus machen, bleibt abzuwarten. Für das Alt­pa­pi­er war Slom­ka jeden­falls nur die Stich­wort­ge­berin im Gewande ein­er kri­tis­chen Jour­nal­istin. Alles nur Show.

Und während ich mir die Frage stelle: Welchen Min­is­ter­posten will denn der Gabriel bek­lei­den? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

MorgenkaffeeDon Dahlmann macht einen Abgsang auf die deutsche Huff­po. Aber gut, wer die Huff­po nicht liest, braucht das auch irgend­wie nicht zu lesen.

Volk­er Pis­pers fragt sich, wieso gar nicht mehr über Syrien berichtet wird — weil Assad kein Gift­gas mehr ein­set­zt, dafür andere Waf­fen.

Die Deutsche Bank recht­fer­tigt ihr mis­s­ratenes Inter­viewge­habe gegenüber Mar­tin Son­neborn, gegenüber dem man vorge­fer­tigte Fra­gen und Antworten sprechen wollte. Aber selb­st diese Erk­lärung wirkt nicht überzeu­gend.

Und wäh­rend ich mir die Frage stel­le: Ist Son­neborn nicht rel­e­vant genug, dass die FAZ für die Deutsche Bank in die Bresche springt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee Woch­enende in Zürich ver­bracht, ich komme erst langsam wieder auf Betrieb­stem­per­atur.

Felix Schwen­zel hat sich Gedanken gemacht, dass Blog­ger doch ihre Wer­be­links in Artikeln deut­lich ken­ntlich machen sollen. Ich meinte in diesem Zusam­men­hang:

Ich finde die Angele­gen­heit dur­chaus philosophisch, ger­ade nach der Berichter­stat­tung über Ama­zon in der Ver­gan­gen­heit. Man kann aus moralis­chen Grün­den Ama­zon gar nicht ver­linken und auf den kleinen Buch­laden um die Ecke ver­weisen. Man kann eben­so sagen, na zumin­d­est sollen meine Leser, wenn sie schon bei Ama­zon kaufen, über meinen Link dahin kom­men — das wäre dann nicht moralisch, son­dern bloß wirtschaftlich. Scheint mir aber okay zu sein. Sollte man das kennze­ich­nen? Widerum: Schaut man sich an, was gewe­sen ist, ist das wohl bess­er. Ich habe auch Leute aus dem Fee­dRead­er geschmis­sen, weil sie Kaf­feemaschi­nen­wer­bung in Artikeln betrieben haben, um an eine Kaf­feemas­chine zu kom­men. Ich zögere etwas mit Twit­ter­ern, die Fra­gen in Tweets wer­fen, die mit Affil­i­ate-Links verknüpft sind, wobei das schlicht das­selbe ist.

Als Exper­i­ment habe ich die Buchkurzbe­sprechun­gen bei Sofaschmök­er mit der­ar­ti­gen Links aus­ges­tat­tet und gekennze­ich­net.

Scheiß doch auf das Leis­tungss­chutzrecht: Der Axel-Springer-Ver­lag arbeit­et jet­zt mit Google zusam­men. Vielle­icht denken usnere Fre­unde von der CDU mal einen Min­i­mo­ment darüber nach.

Des Flusskieses Grafik­er­alp­träume.

Ulrich Horn schreibt darüber, dass der SPD die Lokalpoli­tik zur Archilles­ferse gewor­den ist.

Und wäh­rend ich mir die Frage stel­le: Ab welch­er Inten­sität machen Affil­i­ate-Links einen Blog­a­r­tikel unglaub­würdig? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Die Vroni­plag­ger find­en auf 15,7% von Frank-Wal­ter Stein­meiers Dis­ser­ta­tion beden­kliche Stellen — fast schon ein KO-Ausweis. Vertei­digt wird er von Poli­tik­wis­senschaftler Stephan Leibfried, der zu bedenken gibt, dass Stein­meier seine Dis­ser­ta­tion dik­tiert habe. Was immer das verbessern soll.

Cas­par Clemens Mier­au stellt Popcornpiraten.de ein, obwohl er die Geschicht­en doch so lustig fand. Die Pirat­en wer­den wohl noch erken­nen, dass das ein Ver­lust ist.

Dem rus­sis­che Oppo­si­tions­führer Nawal­ny wurde eine ver­hängte 5jährige Haft­strafe zur Bewährung aus­ge­set­zt. Kri­tik­er sehen in diesem neuen Urteil die Strate­gie des Kremels, den Kri­tik­er poli­tisch kalt zu stellen. Nawal­ny geht weit­er gegen die Verurteilung juris­tisch vor.

Gestern mit dem namentlichen Abschied der Her­ald Tri­bune erschienen: Der erste Artikel des Ibbtown­er Lokalre­porters Har­ald Tribüne.

Und während ich mir die Frage stelle: Wird sich die jour­nal­is­tis­che Form der satirischen Kri­tik etablieren kön­nen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Ich bin geistig krank

In Deutsch­land hat man das Recht, Tele­di­en­ste anonym zu ver­wen­den. Bei anony­men Pub­lika­tio­nen weiß man allerd­ings nie mit let­zter Sicher­heit, ob jemand, der anonym etwas veröf­fentlicht, diese Veröf­fentlichun­gen erfun­den hat oder nicht. Derzeit gibt es ein Auf­se­hen erre­gen­des Blog eines ange­blich Mitzwanzigers, der seine Jugend als Mit­glied der Reli­gion­s­ge­mein­schaft Zeu­gen Jeho­vas anonym beschreibt:

Das Faz­it ist das gle­iche wie immer. Jeho­va ist super, sagt Jeho­va, und wenn wir das, was in der Bibel ste­ht, tun, kom­men wir ins Paradies. Sagt Jeho­va. Viel mehr ent­nehme ich der Bibel nicht.

Der Name des Blogs, Geistig krank, resul­tiert aus der ange­blichen Unter­stel­lung der Reli­gion­s­ge­mein­schaft, dass Abtrün­nige von den Zeu­gen Jeho­vas als geistig krank beze­ich­net wer­den. Beim Lesen des Blogs fällt die sprach­liche Bril­lianz des Autors auf, die Texte lesen sich wie ein span­nen­der Roman.

In manchen Ver­samm­lun­gen traf man auf eine Auswahl der kleinen Propheten samt aller Apos­tel. Und natür­lich min­destens eine Sarah. Grob geschätzt hieß jedes dritte Mäd­chen Sarah. Auf großen Kon­gressen musste man glatt durch­num­merieren. Einen Vorteil hat­te diese Namen­sprax­is. Anhand der Vor­na­men kon­nte man ganz gut erken­nen, wer “in der Wahrheit” aufgewach­sen war und wer (oder wessen Eltern) Konvertit(en) war(en). Das mag zunächst unwichtig erscheinen. Aber als ZJ-Jugendlich­er wurde man regelmäßig dazu ermuntert, bei einem poten­tiellen Ehep­art­ner auf seinen Eifer zu acht­en. Ein bib­lis­ch­er Vor­name war da schon mal gar nicht so schlecht – zumin­d­est, wenn man die Ange­betete den Eltern vorstellte.

Ob wahrheits­ge­treu oder nicht, in jedem Fall eine Leseempfehlung: geistigkrank.wordpress.com.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Ein schwarz-grünes Bünd­nis auf Bun­de­sebene kön­nte schon an Horst See­hofer scheit­ern. Der führte auch als Gründe “die Ver­gan­gen­heit von Jür­gen Trit­tin und Volk­er Beck” an und spielt damit auf Pädophilie-Vor­würfe an. Nur mal, um anzuzeigen, auf was für einem Niveau Horst See­hofer da unter­wegs ist: Horst See­hofer gehörte zu den­jeni­gen, die gegen die Straf­barkeit der Verge­wal­ti­gung in der Ehe ges­timmt haben.

Das ist lustig: Tomor­row-Focus-CEO Toon Bouten kanzelt die Kri­tik an der Huff­in­g­ton-Post-Strate­gie, oft­mals auf unbezahlte Schreiber­linge zurück zu greifen, damit ab, dass dies eine deutsche Debat­te sei. So war das damals auch in Eng­land, als man auf Pro­duk­te “Made in Ger­many” drauf­schrieb und damit unge­wollt einen Qual­itätsstem­pel erfand. Am 10. Oktor­ber soll die Huffin­gotn Post samt Auf­se­hen erre­gen­der Her­aus­ge­ber­per­son­alie starten, ganz neu, ganz anders, ganz bere­ich­ernd, bla, bla, bla.

Eine inter­es­sante Zusam­men­fas­sung gibt es beim Deutsch­land Radio.

Und während ich mir die Frage stelle: Was macht eigentlich Uli Wick­ert ger­ade? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Frank Rieger plädiert in der FAZ dafür, die Geheim­di­en­ste aufzulösen, wenn sie sich nicht kon­trol­lieren lassen.

Beim Spiegel wun­dert man sich, dass die Bun­desregierung 972 Mio. Euro für Berater aus­gegeben hat.

Auch das wirbt nicht unbe­d­ingt für’s Wählen-gehen: NDR kassiert Bericht über SPD-Poli­tik­er auf Geheiß von CDU-Poli­tik­er.

Und wäh­rend ich mir die Frage stel­le: Fordert der gemeine Amerikan­er eigentlich Ähn­lich­es von der Poli­tik? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Was der Kernkritikpunkt an Norbert Lammerts Dissertation ist

Es war abzuse­hen, dass auch bei den Pla­giatsvor­wür­fen gegen die Dok­torar­beit von Bun­destagspräsi­dent Nor­bert Lam­mert irgend­wann Nebelk­erzen gewor­den wer­den. Es ist beze­ich­nend, dass sich der sich selb­st Qual­ität­sjour­nal­is­mus dafür hergibt.

Das Schwierige an der Vertei­di­gung der Pro­mo­tion gegen die Vor­würfe sind diese selb­st. Wie laut­en sie? Im Kern: Lam­mert gibt fremde Rezep­tion­sleis­tun­gen, d.h. die Wieder­gaben gele­sen­er Lit­er­atur, als eigene aus. Kann das nachgewiesen wer­den, sehe ich nicht, wie eine der­ar­tige Promi­tion gehal­ten wer­den kann.

Nun hat Nor­bert Lam­mert gemäß den Vor­wür­fen keine wortwörtlichen Pla­giate began­gen [Kor­rek­tur, 14.00 Uhr: Auch das wird ihm vorge­wor­den, s. S. 100 der Dis­ser­ta­tion]. Auch das Auf­tauchen nahezu iden­tis­ch­er Ver­weise allein ist kein Pla­giat. Die Vor­würfe konzen­tri­eren sich aber spezieller darauf, dass an vie­len Stellen mit anderen Arbeit­en inhalts­gle­iche Analy­sen angestellt wer­den, bei denen inhalts­gle­iche und fehler­gle­iche Fußnoten nahele­gen, dass die dor­ti­gen Angaben und Analy­sen ungeprüft und ohne wis­senschaftliche Eigen­leis­tung über­nom­men wur­den.

Es geht nicht um in den 70er Jahren unter­schiedliche Zitiergepflo­gen­heit­en oder unzure­ichende Einzel­fußnotenkennze­ich­nun­gen, wie die ZEIT seinen Lesern weiß­machen will.

Auch bei der FAZ klingt der Nebelk­erzenar­tikel zu Lam­mert merk­würdig:

Wenig spricht dafür, dass es sich bei Lam­merts Dok­torar­beit um Pla­giate han­delt.

Es reicht ja, wenn irgen­det­was stich­haltig dafür spricht. Aber es wird noch skuril­er:

Wenn es nach dem derzeit­i­gen Ken­nt­nis­stand einen kri­tis­chen Ein­wand gegen diese Dis­ser­ta­tion vorzubrin­gen gäbe, dann wäre es die Fall­studie am eige­nen CDU-Kreisver­band, über dessen Entschei­dung­sprozesse der Autor nicht nur mehr wusste als andere, son­dern an dessen Entschei­dun­gen er auch selb­st beteiligt war.

Und was ist mit dem Kern­vor­wurf, den die Autorin des Artikels nicht ein­mal the­ma­tisiert? Ist der über­haupt zur Ken­nt­nis genom­men wor­den?

Den Vogel schießt allerd­ings Dagob­ert Ernst bei der WAZ ab, der den Lam­mert-Kri­tik­er ein­fach mal mit dem NSA-Skan­dal gle­ich­set­zt, und so einen Täter­tausch her­beiza­ubert:

Auch Pla­giate-Jagd kann zu ein­er Form der Bespitzelung wer­den. Nur dass “Big Broth­er” hier in jedem steckt, der dabei mit­mis­cht.

Bedenkenswert, auch wenn der Zusam­men­hang zur Diskus­sion um Nor­bert Lam­merts Dis­ser­ta­tion nicht klar ist, ist, was Joachim Huber schreibt:

irgend­wann hat es der Dok­toren­stand geschafft, den Nicht- Dok­toren einzure­den, dass der Herr Dok­tor und die Frau Dok­torin etwas Besseres sind. Feingeis­ter, Feinzün­gler, feine Men­schen halt. Poli­tik­er und Dok­tor, diese Kom­bi­na­tion galt bald als unschlag­bar. Deswe­gen diese tiefe Sehn­sucht in den Rei­hen der Kon­ser­v­a­tiv­en und der Lib­eralen nach dem „Dr.“ auf dem Wahlplakat.

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