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Guten Morgen

morgenkaffee

Jeff Jar­vis hat in der Huf­fing­ton Post sehr scharf den Film über Face­book ver­ris­sen. Es sei der ver­film­te Wunsch, dass die­je­ni­gen, die im Inter­net Erfolg haben, dar­an zugrun­de gehen. Inzwi­schen ver­wen­den übri­gens in den USA Inter­net­nut­zer täg­lich län­ger Face­book als Goog­le.

Der Jovels­te­fan ist auf eine bemer­kens­wer­te Woh­nungs­ver­kaufs­an­non­ce gesto­ßen.

Im WESTEN was Neu­es: Am Sonn­tag geht der 1. Welt­krieg zuen­de.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Kann das Sucht­ver­hal­ten zu Face­book des­sen feh­len­den Qua­li­täts­in­halt wett­ma­chen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

morgenkaffee

In der FAZ ist gera­de eine Debat­te um den Reli­gi­ons­un­ter­richt an deut­schen Schu­len im Gan­ge, in der zunächst Karl Doehring einen mus­li­mi­schen Reli­gi­ons­un­ter­richt als pro­ble­ma­tisch ansieht, wenn die­ser nicht mis­sio­na­risch sein soll. Nun ver­öf­fent­licht die FAZ aber­mals einen selt­sam wir­ren Pole­miktext dage­gen, die­ses Mal von Patrick Bah­rens gegen Karl Doehring.

Die Zeit befin­det die geplan­ten neu­en Geset­ze von Bun­des­in­nen­mi­nis­ter de Mai­ziè­re für die Pri­vat­sphä­re ein­schnei­den­der als die Vor­ha­ben sei­nes Vor­gän­gers Wolf­gang Schäub­le. Dies droht eine Zer­reiß­pro­be für die FDP zu wer­den.

Beim Spie­gel hat man sich The Soci­al Net­work ange­se­hen und hält die­sen Film für eine gna­den­lo­se Kri­tik an Face­book Grün­der Zucker­berg, aber auch als Wer­bung für Face­book.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Gibt es irgend­ein sozia­les Netz­werk, in dem grund­sätz­lich die Pri­vat­sühä­re geschützt ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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extra3: Willkommen bei Facebook

extra3 hat einen Inter­net­vi­deo­fil­mer ein­ge­kauft und lässt ihn was über Face­book machen:

Und mir fällt dazu ein, dass ich sel­tenst so wenig Spam und Wer­be­haus­post bekom­men habe wie heut­zu­ta­ge. Die Online­wer­be­fuz­zis schei­nen ziem­lich erfolg­los zu sein.

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Der Logostreit auf den Facebookseiten von Radio Bielefeld & Radio Gütersloh

Radio Bie­le­feld und Radio Güters­loh erle­ben gera­de einen soge­nann­ten shit­s­torm auf Face­book. Dani­el Fie­ne hat­te in sei­nem Blog dar­über berich­tet, dass die zu die­sen Radi­os gehö­ren­de Betrei­ber­ge­sell­schaft dem stu­den­ti­schen Radio Q eine auf einen Scha­dens­wert von 25.000 € bezif­fer­te Unter­las­sungs­er­klä­rung geschickt hat­te. Das Logo von Radio Q wäre ein Pla­gi­at des Logos von u.a. Radio Bie­le­feld.

Danach erschien den Radi­os die Situa­ti­on wie folgt:

Na, dann recher­chie­re ich doch mal: Die Aus­sa­ge über die Schrift scheint so nicht zu stim­men. Denn eine sol­che Schrift ist durch­aus auf dem frei­en Markt zu erwer­ben: Sie kos­tet 12,99$. Hier kriegt man sie auch kos­ten­los, es scheint kei­ne der Radio­ge­sell­schaft gehö­ri­ge Schrift zu sein. Inso­fern ist es gar nicht ver­ständ­lich, dass ein Pla­gi­at ein­ge­räumt wird: Die Rech­te an der Schrift lie­gen schlicht nicht bei der Betrei­ber­ge­sell­schaft, sonst wären doch die Ver­käu­fer die­ser Schrift schon längst ver­klagt wor­den. Und wes­we­gen soll­te der Trä­ger­ver­ein von Radio Q ein­räu­men, die­se Schrift sei auf dem frei­en Markt nicht erhält­lich? Abge­se­hen davon unter­schei­det sich die sons­ti­ge Logo­ge­stal­tung doch sehr. Wor­in soll also das Pla­gi­at bestehen? Wor­in die Rechts­ver­let­zung in einer käuf­li­chen Schrift­art bezo­gen auf die Betrei­ber­ge­sell­schaft?

Den­noch behaup­tet der Geschäfts­füh­rer der audio media ser­vice, einer Service-Agentur, die sich im Auf­trag der Betriebs­ge­sell­schaf­ten sie­ben loka­ler Hör­funk­sta­tio­nen in NRW um deren tech­ni­sche und betriebs­wirt­schaft­li­chen Belan­ge küm­mert:

[W]ir [haben] von einer Grafik-Design Agen­tur den Schrift­zug radio exklu­siv für uns ent­wi­ckeln las­sen. Es han­delt sich also um kei­nen Schrift­zug, den es so zu kau­fen gibt.

Der Vor­sit­zen­de des Trä­ger­ver­eins hat nach Ein­gang des Schrei­bens mit mir tele­fo­nisch Kon­takt auf­ge­nom­men, und wir haben uns ver­nünf­tig geei­nigt: Radio Q ändert sein Logo. Und wir ver­zich­ten auf Scha­den­er­satz­for­de­run­gen und Mahn­kos­ten.

Das hät­te ich der audio media ser­vice aber auch gera­ten.

Es ist nicht ver­wun­der­lich, dass man aus der Ecke von Radio Q die Ange­le­gen­heit etwas anders sieht:

Wenn ich das mal rich­tig stel­len darf. So war das ganz und gar nicht. Die­se ver­meint­li­che Eini­gung kam nicht durch das Tele­fo­nat mit dem Radio Q-Vorsitzenden zustan­de, son­dern erst auf Druck durch Prof. Hoe­ren, der sich in die­sem Fall ein­ge­schal­tet hat­te.

Und selbst die­se Eini­gung ist eine erzwun­ge­ne. Von meh­re­ren Sei­ten (Juris­ten und Desi­gnern) wur­den Radio Q gute Chan­cen ein­ge­räumt, im Fal­le des Fal­les vor Gericht Recht zu bekom­men. Argu­men­te: Free Font, kei­ne iden­ti­sche Schrift­art, ande­re Far­ben, ande­re Desi­gnele­men­te, ange­win­kel­ter Schrift­zug, usw. Nur kann sich Radio Q eine sol­che gericht­li­che Aus­ein­an­der­set­zung nicht leis­ten. Des­halb kam es zu die­ser “Eini­gung”.

So bleibt es ein Ding, auf recht­li­chem Wege eine Matt-Situation zu erzeu­gen, und ein ganz ande­res Ding der Sache nach eine Öffent­lich­keit zu über­zeu­gen. Dar­an soll­te man bei der audio media ser­vice wohl noch etwas arbei­ten.

Eben­so­gut kann man mich auf 25.000€ wegen mei­ner ver­wen­de­ten Schrif­ten ver­kla­gen. Ich habe den Nach­weis der Rechts­la­ge, die mir die Ver­wen­dung ein­räumt. Aber 25.000€ über für die Ver­tei­di­gung die­ser Rechts­la­ge, die habe ich nicht.

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QuitFacebookDay

3113 Per­so­nen haben sich schon ent­schlos­sen, am 31. Mai Face­book Lebe­wohl zu sagen. Und alle ande­ren kön­nen sich bis dahin ja mal etwas mit der Fra­ge quä­len, war­um in Herr­gotts Namen sie noch Mit­glied sind, ob ihnen Face­book im All­tag unver­zicht­bar ist, ob sie abhän­gig sind…

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