Auf eine Tiefkühlpizza mit … Provinzkind

Das Pro­vinz­kind inter­viewt sich selbst, aber sehr hübsch das Gan­ze:

Was war denn gut in der ver­gan­ge­nen Woche?

Pro­vinz­kind: Die net­ten Men­schen im Rhein­land. Und zwar in Düs­sel­dorf und Köln. Sehr sym­pa­tisch, wenn natür­lich auch über­aus pro­vin­zi­ell…

Pro­vin­zi­ell? Düs­sel­dorf ist die Lan­des­haupt­stadt Nordrhein-Westfalens — des bevöl­ke­rungs­reichs­ten Bun­des­lan­des! Da woh­nen fast 600 000 Men­schen, in Köln sogar eine knap­pe Mil­li­on. Fin­dest Du das nicht ein biss­chen arro­gant?

Pro­vinz­kind: Ja stimmt, von der Grö­ße her brau­chen sich die bei­den nicht ver­ste­cken. Aber seit wann ist denn die Grö­ße das Ent­schei­den­de? Kuck mal, hier in Ber­lin ist es dre­ckig, ver­wahr­lost, mie­fig und die Men­schen sind abso­lut beschis­sen drauf. So muss eine Groß­stadt sein!

wei­ter­le­sen

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Die Luft wird dünner für Dieter Jasper

… schrei­ben die West­fä­li­schen Nach­rich­ten.

Als die Links­par­tei vor Wochen die Fra­ge auf­warf, wes­we­gen im Lebens­lauf von Die­ter Jas­per im Kürsch­ner die Berufs­be­zeich­nung Dipl.-Kaufmann in Kauf­mann geän­dert wur­de, ant­wor­te­te Jas­per, dass jetzt ein­fach alles ange­zwei­felt wer­de. Das soll­te wohl den Kri­ti­kern eine Halt­lo­sig­keit ihres kri­ti­schen Vor­ge­hens unter­stel­len. Wer Jas­per hier­zu Glau­ben schenk­te, darf sich getäuscht füh­len:

Auch die West­fä­li­schen Nach­rich­ten haben, nach­dem der NDR das schon getan hat­te, die Unter­neh­mens­be­ra­tung Kien­baum in Ham­burg kon­tak­tiert und berich­ten von einer viel­leicht etwas kla­re­ren Aus­sa­ge, als der NDR sie beschrieb:

Nach unse­ren Erkennt­nis­sen war Herr Jas­per ledig­lich vom 13. März bis zum 16. Juni 1989 als Prak­ti­kant bei uns tätig. 1990 war er nicht bei uns“, sag­te Erik Beth­ken­ha­gen, Geschäfts­füh­rer der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ab­tei­lung bei Kien­baum in Düs­sel­dorf. Jas­per selbst sag­te unse­rer Zei­tung: „Ich äuße­re mich grund­sätz­lich nicht mehr zu sol­chen Fra­gen.“

So, wie bis­her gemau­ert wur­de, soll also wei­ter gemau­ert wer­den. Auf öffent­li­che Fra­gen gibt es kei­ne Ant­wor­ten. Dabei hat­te die CDU Stein­furt noch ges­tern gehofft, dass Jas­per nun wie­der an Glaub­wür­dig­keit bei den Wäh­lern gewön­ne, nach­dem Bun­des­tags­prä­si­dent Lam­mert den fal­schen Dok­tor­grad nicht als Wahl­be­ein­träch­ti­gung bean­stan­det hat­te. Pus­te­ku­chen. Auch die Staats­an­walt­schaft Müns­ter lässt nicht, wie anders­wo noch ges­tern berich­tet wur­de, ihre Fin­ger vom Fall Jas­per, weil Jas­per Immu­ni­tät genießt.

Das The­ma bleibt wei­ter­hin aktu­ell, was der von eige­nen Skan­da­len generv­ten NRW-CDU in Anbe­tracht der Land­tags­wahl alles ande­re als schme­cken wird.

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CDU-Bashing mit dem Arbeitsgericht Düsseldorf

Jetzt sind schon die Gerich­te in Deutsch­land soweit, der CDU ihre feh­len­de Kom­pe­tenz, was das Com­pu­ter­zeit­al­ter betrifft, deut­lich unter die Nase zu rei­ben:

Die CDU in NRW hat­te letz­tes Jahr eine Ange­stell­te nach 22 Jah­ren gekün­digt, weil sie angeb­lich Advents­ka­len­der an fal­sche Adres­sen ver­schickt habe. Das Arbeits­ge­richt Düs­sel­dorf hat die­se Kün­di­gung heu­te ein­kas­siert mit der Begrün­dung, dass die­ser Grund vor­ne und hin­ten für eine frist­lo­se Kün­di­gung nicht aus­rei­chend sei.

Lus­tig ist, dass der Spre­cher des Arbeits­ge­rich­tes neben die­ser völ­lig aus­rei­chen­den Begrün­dung noch­mal her­aus­hebt, es kön­ne nicht ein­mal geklärt wer­den,

ob nicht auch ein Soft­ware­feh­ler in der Daten­bank die fal­sche Adres­sie­rung ver­ur­sacht hat­te.

Da hat also — in der offi­zi­el­len Sicht der CDU — die Sekre­tä­rin ihr Com­pu­ter­pro­gramm gestar­tet, eine irgend­wie­ho­he Anzahl von Eti­ket­ten aus­dru­cken las­sen, von denen vie­le rich­tig und ein paar irgend­wie falsch waren, wobei nie­mand genau weiss, was an denen falsch war. Und dann hat sie ohne die Eti­ket­ten auf Rich­tig­keit zu prü­fen mit die­sen Eti­ket­ten Advents­ka­len­der ver­schickt, was sie offen­sicht­lich ja auch irgend­wie soll­te.

Ich hät­te ja noch ver­stan­den, wenn die die feu­ern woll­ten, weil sie stän­dig die Adres­sen aus Daten­ban­ken gegen­liest, ob die auch stim­men, und so immense Arbeits­zeit ver­plemp­lert, aber so?

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