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  • Zwei aktuelle TV-Inter­views mit Julian Assange » alright, okee! — Es gibt ein aktuelles TV-Inter­view von Julian Assange für Al-Jazeera sowie ein weit­eres für MSNBC (siehe unten). Ein tran­skri­biertes, sehr lesenswertes Inter­view mit der BBC find­et man hier. Assange sagt, vor allem im ersten Video, einige wichtige Dinge, die in der kür­zlich heißge­laufe­nen Diskus­sion oft vergessen oder schlichtweg falsch dargestellt wer­den:
  • Deutsches Ärzteblatt: Nachricht­en “HIV: Wirk­stoff ver­hin­dert Ein­tritt von HIV in die Zellen” — Ein deutsches Forscherteam hat ein neuar­tiges Viro­sta­tikum ent­deckt. In ein­er ersten klin­is­chen Studie in Sci­ence Trans­la­tion­al Med­i­cine (2010; 2: 63re3) block­ierte das Pep­tid VIR-576 die Rep­lika­tion von HI-Viren. Der Wirk­stoff muss allerd­ings als Dauer­in­fu­sion appliziert wer­den, was einen bre­it­eren Ein­satz vor­erst unwahrschein­lich macht.
  • Zu Besuch im Entwick­lungs­büro des Inter­netriesen: Die Googler — Wirtschaft — Tagesspiegel — In Deutsch­land hat Google um die 300 Mitar­beit­er, verteilt auf den Fir­men­sitz in Ham­burg, Büros in Düs­sel­dorf, Frank­furt am Main und Berlin sowie das Entwick­lungs­büro in München. Hier arbeit­en etwa 60 Soft­wa­reen­twick­ler und rund 35 Leute in den Ver­trieb­steams. Ger­ade ist unter dem Dach eine neue Etage hinzugekom­men.
  • Finanzskan­dal in Rhein­land-Pfalz: CDU muss 1,2 Mil­lio­nen Euro Strafe zahlen | Poli­tik — Frank­furter Rund­schau — Die Sozis kön­nen mit Geld nicht umge­hen – in diese Kerbe hieb vorige Woche noch die Rhein­land-Pfalz-CDU. Sie baute „Becks Schulden­meile“ vor dem Land­tag auf, um die SPD-Abge­ord­neten im Land von „König Kurt“ vor der Haushaltsab­stim­mung zu ermah­nen. Doch die Union hätte die Instal­la­tion auch bei sich selb­st auf­bauen kön­nen. Sie muss 1,2 Mil­lio­nen Euro zusam­menkratzen, um die Fol­gen ihres Finanzskan­dals zu beheben.
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Guten Morgen

morgenkaffee

Die Rain­er­sche Post wartet mit ein­er angenehm lan­gen Eloge auf Düs­sel­dorf auf. Nun ist zwar bekan­nt, dass Ein­heimis­che sel­ten zu den Attrak­tio­nen gehen, für die ihre Stadt so bekan­nt ist, aber was es ist, dass Düs­sel­dorfs so lang­weiliges Image verur­sacht, das scheint mit der Text nicht herzugeben. Aber immer­hin hadert er damit eben­so.

Heute ist der Welt­tag der Philoso­phie. Denken Sie heute mal.

Spür­bar ernüchtert ist Mar­cel Weiß vom Parteitag der Grü­nen: Die pro­gras­sivste Partei in Sachen Inter­net sei noch weit davon ent­fer­nt, den Inter­net-The­matiken nach sin­nvolle Anstöße zu geben.

Und während ich mir noch die Frage stelle: Wer ruft eigentlich Welt­tage aus? hole ich mir erst nochmal einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Guten Morgen

morgenkaffee

… vom Düs­seld­ofer Haupt­bahn­hof heute mal. Man sollte ja öfters mal die Lokalitäten wech­seln, für die Seele und so. Der Blick in die Blogs und die Nachricht­en ist heute mor­gen wenig umhauend. Was soll es auch immer neues geben?

Düs­sel­dorf ist spür­bar zugek­leis­tert mit Plakat­en für die heutige Erstausstrahlung von Ken Fol­letts Die Säulen der Erde. Wenn alle Großstädte so ausse­hen, dürfte das in etwa das Ban­gen des Heurschreck­ensender um den eige­nen Erfolg aus­drück­en. Als Ein­stim­mung auf den Film bietet Lovely­books am Vor­abend eine Live-Lesung des Autors.

Wer sich für Poli­tik im all­ge­meinen inter­essiert, sollte heute und generell mal in Cher­no Jobateys Blog schauen. Falls noch unbekan­nt: Das Alt­pa­pi­er ist heute mor­gen auch schon raus.

Der Rech­nung­shof kri­tisiert, dass Ein-Euro-Jobs wed­er Wirtschaft noch Ein-Euro-Job­bern nach­haltig helfen.

Und während ich mir die Frage stelle: Gibt es wirk­lich einen Anreiz, nach dem Lesen eines so dick­en Schinkens wie ‘Die Säulen der Erde’ eine wer­be­un­ter­broch­ene Abspeck­ver­sion zu schauen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Die gute Züchner-Dose

Wer­bung hat sich verän­dert in den let­zten Jahrzehn­ten, keine Frage. Und eigentlich sieht man die Unter­schiede kaum noch, denn alte Wer­bung ist meis­tens schlicht ver­schwun­den. Wer erin­nert sich noch an das Schaufen­ster am Don­ner­stag? Das war ein­er Werbe­sendung im ZDF, in der Cor­danzugträger Wer­bung von gel­ben Zetteln ablasen. Und die Leute haben das sog­ar geguckt, es lief ja nichts anderes.

Es gibt nur sel­ten Wer­bung, die erhal­ten geblieben ist. Ich weiß nicht, ob man das schon Kun­st nen­nen soll, aber alte Wer­bung ist schon ein inter­es­santes Relikt.

In Düs­sel­dorf find­et sich an ein­er Hauswand noch Wer­bung der Ver­pack­ungs­fir­ma Züch­n­er. Vor dem Haus ste­hend weiß man zunächst gar nicht, wofür diese Wer­bung sein soll. Kon­ser­ven kaufen kann man in diesem Haus nicht. Die Wer­bung ste­ht für die Kon­serve als damals neue Ver­pack­ungs­form. Und der dazuge­höri­gen Grafik zufolge sind diese Kon­ser­ven so gut, dass Schweine frei­willig in diese Kon­ser­ven rein­sprin­gen wür­den.

So eine Aus­sage sollte heutige Wer­be­wirtschaft sich mal trauen ;-).

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Guten Morgen

morgenkaffee

Stephanie Gut­ten­berg quatscht beim Tit­tensender über Tit­ten­seit­en im Inter­net. Alles ganz wichtig, super recher­chiert und so. Haupt­sache im Fernse­hen und von den Qual­ität­spub­lika­tio­nen STERN & BILD begleit­et! Bei solchen Pub­lika­tio­nen sollte man die Kotztüten gle­ich mitliefern.

Die in Düs­sel­dorf gern einge­set­zten Bier­bikes sind kün­ftig ver­boten und kön­nen nur unter Aufla­gen einge­set­zt wer­den.

Schrift­steller Nick Horn­by und Musik­er Ben Folds haben zusam­men ein Album gemacht. Das geht Arno Frank allerd­ings nicht ins Ohr.

Und während ich mir die Frage stelle: Sollte man nicht ein­schre­it­en, wenn Eltern zur Für­sorge ihrer Kinder RTL2 & BILD zu Rate ziehen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Ein­er Düs­sel­dor­fer Twit­terin und Blog­gerin ist ihre ganze Fam­i­lien­woh­nung abge­bran­nt. Wer hier finanziell helfen mag, der kann sich hier informieren.

Wer sich ger­ade über das über­heiße Wet­ter in Deutsch­land ärg­ert, der kann ja mal einen Blick nach Korea wer­fen: Dort überzieht eine Regen­front das Land.

Im Som­mer näh­ern sich Poli­tik und Fernse­hen unge­mein an: Sowohl Fidel Cas­tro als auch Nico­las Sarkozy sucht­en gestern die Flim­merk­iste auf. Let­zter­er, um Kri­tik an sein­er ange­blichen Bestech­lichkeit ent­ge­gen zu treten.

Und in Deutsch­land? Da wech­selt der CDU-Regierungssprech­er zur ARD und wird durch einen ZDF-Mann erset­zt. Und Oliv­er Piecha zeigt sich äußerst irri­tiert darüber, dass der ARD-Vor­sitzende Peter Boud­goust und ZDF-Inten­dant Markus Schächter, eine Del­e­ga­tion des Staat­srund­funks der Islamis­chen Repub­lik Iran, ange­führt von dessen Chef Ezza­tol­lah Zargha­mi sowie dem iranis­chen Botschafter in Berlin, Ali Reiza Sheik Attar, zum net­ten Geplaud­er auf dem Lerchen­berg emp­fan­gen haben.

Und während ich mir die Frage stelle: Zählt zum öffentlichen Fernse­hin­ter­esse auch das öffentliche Hin­ter­slicht­ge­führe? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Schon wieder ist es nicht gelun­gen, dem soge­nan­nten File­hoster Rapid­share, über den ille­gal Filme, Serien und Musik in ver­schlüs­sel­ten Teil­dateien zur Ver­fü­gung gestellt wer­den, gerichtlich beizukom­men.

Gorgmorg bastelt via Google Wave an ein­er Kurzgeschichte und lädt alle Leser zum Mitschreiben ein. Da es mir ger­ade an Zeit und Melan­cholie man­gelt, gebe ich den Stab auf­fordernd weit­er ;-).

Jens-Olaf Wal­ter lässt uns einen Blick in den Schu­lall­t­ag sein­er Tochter in Korea wer­fen. Einige Erziehungsmeth­o­d­en dort sind noch nicht all zu aktuell.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum erfind­et die Unter­hal­tungsin­dus­trie eigentlich kein Pro­gramm, mit dem Rapid­share unrecht­mäßige Dateien iden­ti­fizieren kann? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Auf eine Tiefkühlpizza mit … Provinzkind

Das Prov­inzkind inter­viewt sich selb­st, aber sehr hüb­sch das Ganze:

Was war denn gut in der ver­gan­genen Woche?

Prov­inzkind: Die net­ten Men­schen im Rhein­land. Und zwar in Düs­sel­dorf und Köln. Sehr sym­pa­tisch, wenn natür­lich auch über­aus prov­inziell…

Prov­inziell? Düs­sel­dorf ist die Lan­deshaupt­stadt Nor­drhein-West­falens — des bevölkerungsre­ich­sten Bun­des­lan­des! Da wohnen fast 600 000 Men­schen, in Köln sog­ar eine knappe Mil­lion. Find­est Du das nicht ein biss­chen arro­gant?

Prov­inzkind: Ja stimmt, von der Größe her brauchen sich die bei­den nicht ver­steck­en. Aber seit wann ist denn die Größe das Entschei­dende? Kuck mal, hier in Berlin ist es dreck­ig, ver­wahrlost, miefig und die Men­schen sind abso­lut beschissen drauf. So muss eine Großs­tadt sein!

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Die Luft wird dünner für Dieter Jasper

… schreiben die West­fälis­chen Nachricht­en.
Als die Linkspartei vor Wochen die Frage aufwarf, weswe­gen im Lebenslauf von Dieter Jasper im Kürschn­er die Berufs­beze­ich­nung Dipl.-Kaufmann in Kauf­mann geän­dert wurde, antwortete Jasper, dass jet­zt ein­fach alles angezweifelt werde. Das sollte wohl den Kri­tik­ern eine Halt­losigkeit ihres kri­tis­chen Vorge­hens unter­stellen. Wer Jasper hierzu Glauben schenk­te, darf sich getäuscht fühlen:
Auch die West­fälis­chen Nachricht­en haben, nach­dem der NDR das schon getan hat­te, die Unternehmens­ber­atung Kien­baum in Ham­burg kon­tak­tiert und bericht­en von ein­er vielle­icht etwas klar­eren Aus­sage, als der NDR sie beschrieb:

Nach unseren Erken­nt­nis­sen war Herr Jasper lediglich vom 13. März bis zum 16. Juni 1989 als Prak­tikant bei uns tätig. 1990 war er nicht bei uns“, sagte Erik Bethken­hagen, Geschäfts­führer der Kom­mu­nika­tion­s­abteilung bei Kien­baum in Düs­sel­dorf. Jasper selb­st sagte unser­er Zeitung: „Ich äußere mich grund­sät­zlich nicht mehr zu solchen Fra­gen.“

So, wie bish­er gemauert wurde, soll also weit­er gemauert wer­den. Auf öffentliche Fra­gen gibt es keine Antworten. Dabei hat­te die CDU Ste­in­furt noch gestern gehofft, dass Jasper nun wieder an Glaub­würdigkeit bei den Wäh­lern gewönne, nach­dem Bun­destagspräsi­dent Lam­mert den falschen Dok­tor­grad nicht als Wahlbeein­träch­ti­gung bean­standet hat­te. Pustekuchen. Auch die Staat­san­waltschaft Mün­ster lässt nicht, wie ander­swo noch gestern berichtet wurde, ihre Fin­ger vom Fall Jasper, weil Jasper Immu­nität genießt.
Das The­ma bleibt weit­er­hin aktuell, was der von eige­nen Skan­dalen gen­ervten NRW-CDU in Anbe­tra­cht der Land­tagswahl alles andere als schmeck­en wird.

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