Lesezeichen vom 14.08.2017 https://t.co/4CoOb8OFCL #tmi

Artikel-Schlagworte: „CSU“

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Was ich noch sagen wollte zu… Horst Seehofers Hobbykeller

Vielleicht ist das ja die süße Rache des CSU-Chefs: Da wird ihm von den Medien sein Nachfolger von der Politikbühne wegrecherchiert und ist sein Hobbykeller mit ausschlaggebend dafür, dass einem SPIEGEL-Mitarbeiter ein Journalismuspreis aberkannt wird, weil dieser seinen als Reportage eingereichten Text etwas verschönert hat.

Beim Spiegel ist man brüskiert:

René Pfister hat in den ersten vier Absätzen seiner vier Seiten umfassenden Geschichte über Horst Seehofer das Hobby des CSU-Vorsitzenden geschildert, der in seinem Keller eine Märklin-Eisenbahn stehen hat. Die Informationen für den Einstieg beruhten auf Gesprächen mit Seehofer, dessen Mitarbeitern sowie SPIEGEL-Kollegen, die den Hobbykeller selbst in Augenschein genommen haben. An keiner Stelle hat der Autor behauptet, selbst in dem Keller gewesen zu sein.

Das ist ja auch nicht unbedingt Kern des Anstoßes. Kern des Anstoßes ist die Interpretation des Begriffes Reportage. Und wenn man das darunter versteht, was man in der Wikipedia festhält, nämlich

Als Reportage (von lat. reportare = berichten, melden) bezeichnet man im Journalismus unterschiedliche Darstellungsformen, bei denen der Autor nicht vom Schreibtisch aus, sondern aus unmittelbarer Anschauung berichtet.

dann ist Pfisters Text eher ein Mix aus Kolpor- und Reportage, als eine lupenreine Reportage. Aber es finden sich weitere Textstellen, die fraglich machen, wieso die Jury diesen Text überhaupt als Reportage angesehen hat.

Dabei ist Pfisters Text, wenn man von der Hobbykeller-Geschichte mal absieht, wirklich gut, und die Hobbykeller-Geschichte wird es nicht gewesen sein, die die Jury des Egon-Erwin-Kisch-Preises zu ihrer Entscheidung veranlasst hat. Darin liegt eben die Tragik der Geschichte: Dass Pfister gedacht hat, man müsse die an sich gute Geschichte mit der Hobbykeller-Geschichte anheizen.

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  • Politischer Aschermittwoch: Die CSU leidet unter Phantomschmerzen | ZEIT ONLINE – Erneut schlägt der Parteichef unverkennbar den Pfad des Populismus ein, der Ressentiments gegenüber Muslimen und Ausländern schürt. "Wir verraten die CSU nicht", ruft er. Und greift sich den türkischen Regierungschef Erdoğan für Breitseiten heraus. Die Türkei "missachtet die Menschenrechte", sagt Seehofer. "Von einem solchen Ministerpräsidenten lassen wir uns nicht sagen, wie man mit religiösen Minderheiten umgeht." Das Publikum im Saal stimmt mit lauten Buh- und Pfui-Rufen zu.
  • Politischer Aschermittwoch der CSU – Seehofer, der Unberechenbare – sueddeutsche.de – An diesen Seehofer – den Unberechenbaren – werden sie sich jetzt wieder in der CSU gewöhnen müssen. Es ist heute kein leichter Auftritt für den 61-jährigen Parteichef. Es gibt nicht wenige im Publikum, die innerlich mit ihm abgeschlossen hatten, weil sie sich die Zukunft schon mit dem schneidigen Freiherrn aus Franken ausgemalt hatten. Seehofer war zeitweise nur noch ein geduldeter Parteichef. Da hieß es, wenn Guttenberg nur mit dem Finger schnippe, dann sei Seehofer Geschichte.
  • Plagiatsaffäre um Guttenberg – Beim eigenen Doktorvater abgeschrieben- sueddeutsche.de – Für seine Dissertation soll Ex-Verteidigungsminister Guttenberg nicht nur bei Journalisten, Politikern und Wissenschaftlern abgekupfert haben – sondern auch bei seinem Doktorvater.
  • Benjamin Stuckrad-Barre: Schach – Die Guttenbergs spielen nur mit weißen Figuren – WELT ONLINE – Für den alltäglichen Spielgebrauch allerdings, so der Experte, seien solch wertvolle Stücke gar nicht gedacht, es handele sich um ein sogenanntes Präsentationsspiel, allein zum Sammeln und Angucken geeignet – oder auch als Requisit für stimmungsvolle Familienfotografien. Möglicherweise also handele es sich hier um eine gestellte Spielsituation. Ein anderer Experte fügt noch an, ausschließlich weiße Figuren seien beileibe nicht der höchste Schwierigkeitsgrad, die wahren Großmeister könnten Dutzende Partien gleichzeitig ganz ohne Figuren spielen, die merkten sich jeden Spielzug. Auch das, denkt man, würden die Guttenbergs gewiss schaffen, doch mit einem Präsentationsspiel wird natürlich das Foto hübscher.

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Die Dolchstoßlegende der CSU zu Guttenberg

Offenbar will sich die CSU unter Herrn Seehofer der Dolchstoßlegende von Karl-Theordor Guttenberg nicht anschließen und bastelt sich selber eine, so die Rheinische Post:

„Auf dem Schlachtfeld unbesiegt“ hatte sich das deutsche Militär im Ersten Weltkrieg gefühlt – und die Niederlage auf den Dolchstoß in Form revolutionärer Umstürze in der Heimat zurückgeführt. Die CSU sieht Guttenberg ebenfalls unbesiegt. Die Fehler in seiner Dissertation habe er eingeräumt, die Doktorwürde zurückgegeben, damit alles getan, heißt es. Wenn da nicht der Dolchstoß von der eigenen Schwesterpartei gewesen wäre.

Wie oft kann man einen Adeligen eigentlich im Schnitt so dolchstoßen?

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