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Die Dolchstoßlegende der CSU zu Guttenberg

Offen­bar will sich die CSU unter Her­rn See­hofer der Dolch­stoßle­gende von Karl-The­o­r­dor Gut­ten­berg nicht anschließen und bastelt sich sel­ber eine, so die Rheinis­che Post:

Auf dem Schlacht­feld unbe­siegt” hat­te sich das deutsche Mil­itär im Ersten Weltkrieg gefühlt – und die Nieder­lage auf den Dolch­stoß in Form rev­o­lu­tionär­er Umstürze in der Heimat zurück­ge­führt. Die CSU sieht Gut­ten­berg eben­falls unbe­siegt. Die Fehler in sein­er Dis­ser­ta­tion habe er eingeräumt, die Dok­tor­würde zurück­gegeben, damit alles getan, heißt es. Wenn da nicht der Dolch­stoß von der eige­nen Schwest­er­partei gewe­sen wäre.

Wie oft kann man einen Adeli­gen eigentlich im Schnitt so dolch­stoßen?

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Knöllchen

Man muss wohl nicht die deutsche Sprache beherrschen, um Innen­min­is­ter Deutsch­lands zu wer­den: Der neue Innen­min­is­ter von der CSU meint, “Dass der Islam zu Deutsch­land gehört, ist eine Tat­sache, die sich auch aus der His­to­rie nir­gends bele­gen lässt.” Dieser Geschichts­forsch­er ist also in ein­er sein­er ersten Amt­shand­lun­gen auf eine unbelegte Tat­sache gestoßen. EINE UNBELEGTE TATSACHE! EIN UNBEWIESENER BEWEIS!

[ Foto: ttcop­leybore­dom | Cre­ative com­mence licence ]

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Guttenberg zeigt selbst beim Rücktritt Arroganz

Die CSU fordert ger­ade zwar, dass man sich zurück­nehmen soll, was die Kri­tik an der Per­son Karl Theodor Gut­ten­berg anbe­langt, aber wie kann man das, wenn der immer wieder nach­legt. Es ist ist schlicht eine inhaltliche Zumu­tung, was Gut­ten­berg heute als Rück­trittserk­lärung von sich gegeben hat. Als Ersatz ein­er Selb­stkri­tik müssen natür­lich tote Sol­dat­en her­hal­ten:

Nach­dem dieser Tage viel über Anstand disku­tiert wurde, war es für mich ger­ade eine Frage des Anstandes, zunächst die drei gefal­l­enen Sol­dat­en mit Würde zu Grabe zu tra­gen und nicht erneut ihr Gedenken durch Debat­ten über meine Per­son über­lagern zu lassen.

Was hat denn das in ein­er Rück­trittsrede wegen Hochstapelei zu suchen? Es dient nur der Beweihräucherung der eige­nen Per­son.

Ich habe wie jed­er andere auch zu meinen Schwächen und Fehlern zu ste­hen. Zu großen und kleinen im poli­tis­chen Han­deln, bis hin zum Schreiben mein­er Dok­torar­beit. Und mir war immer wichtig, diese vor der Öffentlichkeit nicht zu ver­ber­gen.

Das sagt jemand, der in sein­er Dok­torar­beit auf 70% der Seit­en Pla­giate ver­wen­det und so demon­stri­ert, wie man eigene Fehler vor der Öffentlichkeit ver­tuscht: Die Gut­ten­bergsche Dok­torar­beit ist doch der Inbe­griff dessen, was man unter einem Pla­giat ver­ste­ht. In der Reue­un­willigkeit eines Dandies nimmt Gut­ten­berg eine Kri­tik­be­freiung seines Tuns in Anspruch, nur um im Abgang ein Loblied an seine eigene moralis­che Ver­fas­sung zu sin­gen:

Ich war immer bere­it, zu kämpfen, aber ich habe die Gren­zen mein­er Kräfte erre­icht.

Er hat sich hero­isch auf­geopfert für die anderen und jet­zt kann er nicht mehr. Welch ein Held. Die heisse Luft, die er da von sich gibt, nen­nt er Kampf. Das ist der­selbe Kampf, mit dem er let­zte Woche seine Dok­torar­beit vertei­digt hat. Aber inhaltlich kam nichts. GAR NICHTS. Er hat ja noch nicht ein­mal erk­lärt, was er unter einem Fehler in sein­er Dok­torar­beit ver­ste­ht. Er hat ja noch nicht ein­mal selb­st im Blick, über wieviele Texte sich sein Pla­giat erstreckt, wieviele Texte des wis­senschaftlichen Dien­stes des Bun­destags er ver­wurstet hat.

Aber dass ANDERE in dieser Angele­gen­heit Fehler gemacht haben, das weiß er. Das kann er auch genau ausle­gen und darüber urteilen:

Wenn allerd­ings, wie in den let­zten Wochen geschehen, die öffentliche und medi­ale Betra­ch­tung fast auss­chließlich auf die Per­son Gut­ten­berg und seine Dis­ser­ta­tion statt beispiel­sweise auf den Tod und die Ver­wun­dung von 13 Sol­dat­en abzielt, so find­et eine drama­tis­che Ver­schiebung der Aufmerk­samkeit zulas­ten der mir Anver­traut­en statt.

Man verge­ht sich an toten, deutschen Sol­dat­en, wenn man Gut­ten­berg in sein­er Glaub­würdigkeit und Merkel in ihrem wis­senschafts­feindlichen Fes­thal­ten an Gut­ten­berg angreift. Sachkri­tik ist Instru­ment der­er, die sich men­schen­ver­ach­t­end auf diejeni­gen stürzen, die das Volk liebt. So weit habe ich Gut­ten­berg ver­standen.

Diese Großkotzigkeit ist wirk­lich boden­los.

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  • Zwei Wochen ohne Hitler — Berlin­er Zeitung
  • Ist-Guttenberg-noch-Minister.de
  • Angela Merkel: Raubkopi­en sind kein Kava­liers­de­likt | Linus-Neumann.de
  • Der neue Wertekanon der Union ist skan­dalös: Blenden ist alles — taz.de — Es geht darum, dass ein Poli­tik­er, der eines der ganz hohen Staat­sämter ver­ant­wortet, wieder­holt gel­o­gen und bet­ro­gen hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob er 50 oder 80 Textstellen abgeschrieben hat. Es geht allein darum, dass ein­er, um zu blenden, bere­it ist zu betrü­gen. Sich einen Abschluss durch Copy-Paste zu erschle­ichen, ist kein Kava­liers­de­likt. Deshalb klärt die Staat­san­waltschaft ger­ade, ob eine strafrechtlich rel­e­vante Ver­let­zung des Urhe­ber­rechts vor­liegt. Die Werte der bürg­er­lichen Gesellschaft wur­den in jedem Fall ver­rat­en — keine gute Idee für einen Poli­tik­er, zumal wenn er vorgibt, wertkon­ser­v­a­tiv zu sein.
  • CSU: Karl-Theodor zu Gut­ten­berg — Der größt­mögliche Gewinn — Bay­ern — sueddeutsche.de — All die CSU-Kreisvor­sitzen­den und Lan­dräte und Land­tagsab­ge­ord­neten wollen nicht sehen, was sie schwarz auf weiß vor Augen haben. Dass Gut­ten­berg in großem Umfang abgeschrieben und geschum­melt hat, um sich mit ein­er Würde zu schmück­en, die er nicht ver­di­ent hat: dem Dok­tor­ti­tel. Deshalb tun sie so, als han­dele es sich bei Gut­ten­bergs Unter­schleif um eine Petitesse und nicht um den Beweis dafür, dass es mit der per­sön­lichen Glaub­würdigkeit des Min­is­ters, auf die er selb­st größte Stücke hält, nicht sehr weit her ist.
  • Mir wäre es pein­lich, irgend­wo abzuschreiben“ — Berlin­er Zeitung — Uns wird grund­sät­zlich vorge­wor­fen, dass wir über­all abschreiben und eigentlich nur am Klauen sind“, sagt Ger­rit Aust, Stu­den­ten­vertreter an der Hum­boldt-Uni­ver­sität (HU) Berlin. Auch der Fall Gut­ten­berg nährt den Ver­dacht, Abschreiben und Kopieren gehörten in der Inter­netära an der Hochschule zum guten Ton. „Abgeschrieben hat doch jed­er schon – erwis­chen lassen ist halt däm­lich!“ schreibt jemand auf Face­book. Ein ander­er meint über Gut­ten­bergs Betrug: „Irgend­wie macht ihn das auch men­schlich“.
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