Lesezeichen vom 04.10.2011

Die Nachtgeschichten von heute

  • Zusatzstoffe und Tiefkühl­pro­duk­te: Mythos deutsches Brot | tagesschau.de — Wie gut ist unser Brot? Bäck­erver­band und Ver­brauch­er­schutzmin­is­terin Aign­er loben die Vielfalt und wollen es zum Weltkul­turerbe erk­lären lassen. Über Back­mis­chun­gen, Zusatzstoffe und Dis­coun­ter­brot dage­gen spricht die Branche nicht so gern.
  • Ital­iens unzu­ver­läs­sige Jus­tiz | NZZ Online — Die Freis­prüche im Mord­prozess in Peru­gia schüren Zweifel an Ital­iens Jus­tiz. Die Staat­san­waltschaft will den Fall ans Kas­sa­tion­s­gericht weit­erziehen.
  • heise online — Verpflich­tung zur Bre­it­band-Ver­sorgung “ist vom Tisch” — <p>Die Pläne der CDU/C­SU-Bun­destags­frak­tion, mit der anste­hen­den Nov­el­lierung des Telekom­mu­nika­tion­s­ge­set­zes (TKG) eine Uni­ver­sal­dien­stverpflich­tung für Bre­it­bandzugänge einzuführen, sind offen­bar Maku­latur. Zwar sind die Gespräche der Frak­tion­sex­perten noch nicht abgeschlossen, doch ist der Fall für die zuständi­ge FDP-Bun­destagsab­ge­ord­nete Clau­dia Bögel erledigt. “Das The­ma ist vom Tisch”, sagte die Lib­erale am Dien­stag gegenüber heise online.</p>
  • D’oh! Could ‘The Simp­sons’ Be Com­ing To an End? — TIME News­Feed — <p>“Fox is tak­ing the posi­tion that unless they can cut the pro­duc­tion costs real­ly dras­ti­cal­ly, they’ll pull the plug on new shows,” said a Simp­sons insid­er with knowl­edge of the nego­ti­a­tions to The Dai­ly Beast. “The show has made bil­lions in prof­its over the years and will con­tin­ue to do so as far as the eye can see down the road. The actors are will­ing to take a pay cut of rough­ly a third, but that’s not good enough for Fox.”</p>
  • Perlentaucher.de — Deutsche Zeitun­gen ste­hen kaum noch online — <p>Könnte es sein, dass die Zeitun­gen sys­tem­a­tisch ver­suchen, die Leser aus dem Netz zu holen? Die Frage klingt zunächst absurd, aber sie wird plau­si­bel vor dem Hin­ter­grund der neuesten Net­zrev­o­lu­tion, die das Netz wom­öglich mehr gefährdet als bere­ichert: der Tablet-Com­put­er, und hier natür­lich vor allem des Ipad und später vielle­icht noch des Kin­dle Fire von Ama­zon. Die Zeitun­gen träu­men davon, sich dort wieder als schicke und geschlossene Ober­flächen anzubieten.</p>
  • EU-Gericht kippt Fußball-Exk­lu­sivver­mark­tung — sueddeutsche.de — <p>Die Exk­lu­siv-Ver­mark­tung von Fernsehrecht­en im Profi­fußball ver­stößt gegen EU-Recht. Der Europäis­che Gericht­shof entsch­ied, dass zum Emp­fang von Über­tra­gun­gen im Bezahlfernse­hen aus­ländis­che Decoderkarten nicht ver­boten wer­den dür­fen. </p>
  • Deutsch­er Fernseh­preis 2011 — Wenig­stens spot­tet der Pocher — sueddeutsche.de — In diesem Jahr blieb es ruhig bei der Gala in Köln, dabei hätte es dur­chaus Grund zur Aufre­gung gegeben, denn die Art der kom­plett in die Belan­glosigkeit streben­den RTL-Insze­nierung, die Ludowigisierung von Inhal­ten sozusagen, entwertete manch­es auf ganz beson­dere Art.
  • DWDL.de — Der Fernseh­preis und die Lach­num­mer mit der Sper­rfrist — So ver­schick­te die dpa am späten Son­ntagabend eine Mel­dung mit den wichtig­sten Gewin­nern des diesjähri­gen Fernseh­preis­es. Mit Sper­rfristhin­weis für den 3. Okto­ber, 23 Uhr. Doch diese Mel­dung wurde bin­nen Minuten von Focus Online offen­bar automa­tisch veröf­fentlicht. Mehrere weit­ere Nachricht­en­por­tale, darunter Sueddeutsche.de und Welt Online sowie zahlre­iche regionale Tageszeitungs-Web­sites, fol­gten. Doch der automa­tisierte Agen­tur-Jour­nal­is­mus wird noch kurios­er.
  • Abmah­nung wegen “Endgeg­n­er” Motiv | 3DSupply Blog
  • Deutsch­er Fernseh­preis: Von Har­monie und Kar­di­nalfehlern — Stuttgarter Zeitung — Dumm nur, dass RTL die ARD-Sause aus­richtete. Die Pri­vat­funker am Rhein schienen bish­er die Kom­pe­tenz in Show allein für sich gepachtet zu haben. Doch an diesem Abend macht­en sie zwei Kar­di­nalfehler: Sie stell­ten erstens mit Mar­co Schreyl und Nazan Eck­es zwei farb- und geist­lose Teleprompter-Ableser als Gast­ge­ber auf die Bühne. Zweit­ens ver­sucht­en sie, der Ver­anstal­tung mit pein­lich­er Pen­e­tranz den RTL-Stem­pel aufzu­drück­en.
  • the net­work, a head­less tail — wirres.net, fach­blog für irrel­e­vanz — das was ich mal über die blo­goshäre gesagt habe, dass sie die erste gruppe ist, der ich mich zuge­hörig füh­le, weil sie so unge­heuer het­ero­gen ist, dass man sie gar nicht als gruppe beze­ich­nen kann, zeigt sich jet­zt auch bei #Occu­py­Wall­Street — keine grund­sätze, keine ide­olo­gie, keine glaubens­beken­nt­nisse. nur der ärg­er und frust und das bedürf­nis das laut und deut­lich zu sagen.
  • Friso Wie­len­ga, Direk­tor des Zen­trums für Nieder­ländis­che Stu­di­en in Mün­ster, informiert über unser Nach­bar­land die Nieder­lande : fluter.de — “Dag Enschede — Hal­lo Mün­ster” ste­ht auf einem Zug am Haupt­bahn­hof. Irgend­wie dreht sich hier alles um deutsch-nieder­ländis­che Beziehun­gen. Das “Zen­trum für Nieder­lande-Stu­di­en” ist das einzige sein­er Art in Deutsch­land – und mit dem Stan­dort Mün­ster dem Nach­barn ganz nah. Die Geschichte vor der Nase haben die Studieren­den dabei jeden Tag. Schließlich ist das Insti­tut im alten Kram­er­amt­shaus unterge­bracht – genau dort, wo schon bei den Ver­hand­lun­gen zum West­fälis­chen Frieden 1648 die nieder­ländis­che Del­e­ga­tion resi­dierte. Pro­fes­sor Friso Wie­len­ga, selb­st Nieder­län­der, ken­nt den Wech­sel zwis­chen den Län­dern. Bei­des ist Zuhause, sagt er. Dass er die Gren­ze passiert, merkt er allerd­ings auch an der Geschwindigkeits­be­gren­zung.
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Lesezeichen vom 01.10.2011

Die Nachtgeschichten von heute

  • Deutsche Bis­chöfe: Materieller Verzicht geht nicht — SPIEGEL ONLINE — Papst Benedikt XVI. hat­te bei seinem Deutsch­land-Besuch ver­langt, die Kirche müsse sich “entweltlichen”. Es sei bess­er, sie wäre “von ihrer materiellen und poli­tis­chen Last befre­it”. Die “Enteig­nung von Kirchengütern” vor 200 Jahren habe in der Kirche zur “Läuterung” wesentlich beige­tra­gen. Der Vor­sitzende der Deutschen Bischof­skon­ferenz, Robert Zol­litsch, hat­te daraufhin erk­lärt, dies habe “nichts mit der Abschaf­fung von konkreten finanziellen Ansprüchen zu tun”.
  • Net­zpoli­tik: Wirtschaftsvertreter fordern Kehrtwende bei Inter­net­poli­tik — WirtschaftsWoche — “Poli­tik­er sehen im Netz vor allem die Risiken – nicht aber die Chan­cen”, sagt der Gen­er­alsekretär des Wirtschaft­srats der CDU, Wolf­gang Steiger der WirtschaftsWoche. Dabei sei die Infor­ma­tion­stech­nolo­gie “der Maschi­nen­bau des 21. Jahrhun­derts”. Die Branche wachse in Deutsch­land jedes Jahr um acht Prozent, beschäftige 360 000 Mitar­beit­er und set­zte 110 Mil­liar­den Euro um.
  • Druck auf Abwe­ich­ler: Euro-Ret­tung vergiftet Kli­ma in der Union — SPIEGEL ONLINE — An der Tür ranzte Pofal­la Bos­bach an. Dabei fie­len, so rekon­stru­iert es ein Union­s­ab­ge­ord­neter, unter anderem fol­gende Sätze: “Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen. Ich kann deine Scheiße nicht mehr hören.” Ein ander­er Abge­ord­neter erin­nert sich nicht an den genauen Wort­lauf, bestätigt aber die Auseinan­der­set­zung und sagt, diese Zitate seien “eher unter­trieben”.
  • Warum Euro-Rebell Bos­bach an Rück­tritt denkt — Der­West­en — „Wenn gesagt wird, der stimmt ja nur mit Nein, weil seine Kar­riere-Erwartun­gen nicht erfüllt wor­den sind – also Bock­igkeit und nicht Fes­tigkeit in der Sache. Dann ist das üble Nachrede.“ Leute aus der CDU hät­ten ihn als frus­tri­erten Anti-Europäer dargestellt, der der Bun­deskan­z­lerin eins auswis­chen wollte.
  • Barschel-Witwe stellt Strafanzeige | NDR.de — Region­al — Schleswig-Hol­stein — Nach dem Ver­schwinden eines Beweis­stück­es im Fall des 1987 ver­stor­be­nen CDU-Poli­tik­ers Uwe Barschel hat die Witwe Strafanzeige gegen unbekan­nt bei der Staat­san­waltschaft Lübeck gestellt. Am Mittwochvor­mit­tag ging die Anzeige von Freya Barschels Anwalt Jus­tus War­burg bei der Staat­san­waltschaft Lübeck ein. Der Vor­wurf lautet: Strafvere­it­elung im Amt.
  • Kau­fange­bot für WAZ-Konz­ern: Was hin­ter Springers Coup steckt — SPIEGEL ONLINE — Springer-Boss Math­ias Döpfn­er will nach man­ag­er-mag­a­zin-Infor­ma­tio­nen die WAZ-Gruppe kaufen. Doch die Eigen­tumsver­hält­nisse in dem Essen­er Konz­ern und sog­ar Springers eigene Strate­gie sprechen gegen den Deal. Die Offerte ver­fol­gt daher ver­mut­lich nur ein Ziel: den Konkur­renten zu behin­dern.
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Lesezeichen vom 30.09.2011

Die Nachtgeschichten von heute

  • CDU-Abwe­ich­ler bei Euro-Abstim­mung: Bra­vo, Bos­bach! | STERN.DE — Es ist nicht nur ver­wun­der­lich, wie die Partei mit dem großen “C” im Parteina­men mit ihrem Abge­ord­neten Wolf­gang Bos­bach umspringt. Man muss das unmissver­ständlich benen­nen: Es ist eine poli­tis­che und men­schliche Sauerei. Die CDU-Vor­sitzende Angela Merkel müsste eigentlich all jenen öffentlich wider­sprechen, die Bos­bach in den stillen Winkeln des Bun­destages als treu- und charak­ter­losen Kar­ri­eris­ten schmähen. Und er hätte auch ein schützen­des Wort der Führung der Unions­frak­tion ver­di­ent.
  • 24.09.2011: Smarte Stre­ber mit Sko­r­but (Tageszeitung Neues Deutsch­land) — Das Wichtig­ste sind den Pirat­en Trans­parenz und direk­te Demokratie, gern auch tech­nisch auf dem neuesten Stand, mit Inter­net. Sie wollen nichts Bes­timmtes, Haupt­sache, »der Bürg­er« (Andreas Baum) stimmt darüber ab. In diesem Punkt erweisen sich Pirat­en als echte Lib­erale: Sie brauchen in Sach­fra­gen wed­er Ahnung noch Mei­n­ung zu haben. Der Markt, ach nee, »der Bürg­er« wird’s schon richt­en. In der Welt der Tech­nokrat­en gibt es keine unter­schiedlichen, gar wider­sprechen­den Inter­essen, son­dern nur objek­tive, also logisch und tech­nisch richtige Lösun­gen. Wovon man nicht pro­gram­mieren kann, darüber soll man schweigen. Die Pirat­en sind eine Partei von Sys­tem-Admin­is­tra­toren.
  • Jacob Aug­stein: Wie schön die Kan­z­lerin säuseln kann! — SPIEGEL ONLINE — Die Deutschen sind der Mei­n­ung, es sei ein Europa der großen Konz­erne. Da liegen sie nicht so falsch. Ein Europa des sozialen Aus­gle­ichs wird es kün­ftig noch weniger sein: Aus­ter­ität heißt das Stich­wort — Sparsamkeit. Das klingt nach Autorität. Und das passt. Um den Euro zu ret­ten, wer­den sich die Staat­en noch schlanker sparen müssen — oder sie erhöhen die Steuern.
    Der Verteilungskampf wird härter. In der Ver­gan­gen­heit ist er nicht zugun­sten der Bürg­er entsch­ieden wor­den. Son­dern zugun­sten der Konz­erne.
    Das hätte Jauch alles fra­gen kön­nen. Es liegt allerd­ings die Ver­mu­tung nahe, dass er der beliebteste Mod­er­a­tor des Lan­des ist, weil er solche Fra­gen nicht stellt.
  • The Adven­tures of Huck­le­ber­ry Finn’ — Remov­ing the N Word from Huck Finn: Top 10 Cen­sored Books — TIME — As pub­lish­ers print a new ver­sion of Mark Twain’s clas­sic ‘The Adven­tures of Huck­le­ber­ry Finn’ with­out racial slurs, TIME takes a look at oth­er books that have been bowd­ler­ized
  • Nokia-Werkss­chließung in Rumänien: “Das klingt wie 2008 in Bochum” — SPIEGEL ONLINE — So sehr sich die Par­al­le­len zur Werkss­chließung in Bochum vor drei Jahren auch auf­drän­gen: Dem Konz­ern geht es heute wesentlich schlechter.
  • Wolf­gang Michal zum Tode Robin Mey­er-Luchts: “…dass uns allen CARTA als Plat­tform fehlt” — CARTA — Ich wün­schte, Robin, Du hättest noch län­gere Zeit innege­hal­ten und über das Erre­ichte nachgedacht. Bei Tat­jana und deinem Kind wärst Du sich­er zur Ruhe gekom­men. Uns allen bleibt nun, sein Pro­jekt in seinem Sinne weit­erzuführen.
  • Euro-Rebellen — Lam­mert muss Redezeit für Abwe­ich­ler erzwin­gen — Berlin­er Mor­gen­post
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Kauderwelsch

In jed­er Fam­i­lie gibt es doch so den einen Onkel, der etwas merk­würdig ist. Der bei Kaf­fee und Kuchen stört, wo man doch ger­ade so ein­hel­lig beisam­men sitzt. Der pein­liche Sachen vom Stapel lässt, wo aller immer so ver­schämt ins Off ver­suchen zu guck­en. Dessen The­ma man schle­u­nigst über­labern möchte.

Bei den Nach­barn mein­er Oma war das früher deren alter Opa. Der stand immer im Vor­garten und hat von dort aus das Welt­geschehen kri­tisiert, immer in der Hoff­nung, aber auch etwas wehmütig, auf eine bessere Zeit: “Unter Adolf hätte es sowas nicht gegeben.” Sowas wie junge Mäd­chen in Jeans, laut fußball­tre­tende Knirb­se, nicht­grüßende Spatziergänger, knat­ternde Mofas, schreiende Schulkinder auf dem Weg zum Bus, Män­ner, die voll­bepackt ihren nicht­stra­gen­den Frauen hin­ter­her­laufen, Türken. So ziem­lich alles, was an Men­schlichem die Straße rauf und runter kam.

Dabei war Adolf nur das Syn­onym für Kon­ser­v­a­tiv­ität. Das Sosein der Alten, das Unflex­i­ble, das Sich-nicht-mehr-ändern-wollen, die Vertei­di­gung der eige­nen Entwick­lung, unkri­tisier­bar ein­gelullt in den Gedanken, der Adolf hätte lediglich für all das ges­tanden. Wenn’s reg­nete wurde der Opa reinge­holt, so wie man den Son­nen­schirm rein­holt. Er wurde aber auch reinge­holt, wenn er für zu viel Auf­se­hen unter den Nach­barn sorgte. Man möchte eben nicht zu sehr Dorf­tratschthe­ma sein.

Bei der CDU ist so ein alter Opa der Siegfried Kaud­er. Natür­lich darf ein jed­er auch dort seine eigene Mei­n­ung haben. Inwieweit er sie bre­it­treten darf, wird aber schon noch kon­trol­liert. Kon­trol­liert, nicht gemobbt, das ist der CDU wichtig. So eine Mei­n­ung kann ja dur­chaus nüt­zlich sein, schließlich gibt es diverse Mei­n­un­gen in der CDU. Irgendwen wird man da schon bedi­enen.

Nun muss der Sig­gi wohl im Vor­garten ges­tanden haben und junge Men­schen kamen vor­bei. Die hat­ten sowas gemacht, wie ihre Mofas frisieren. Und, oh, wie ist der Sig­gi da ener­gisch gewor­den. Welch Frefeltat. Welch Unge­zo­gen­heit. Das muss ver­boten wer­den, streng­stens. Da muss man mit Härte range­hen. Damit die das mal ler­nen. Härte und Strenge, nicht die neu­mod­erne Tätschelver­we­ich­lichung. Das war schon früher gut so. Aus uns ist ja schließlich auch was gewor­den. Sowas brüllte der da im Vor­garten.

Da kamen dann ganz fix die Doro raus und der Peter und haben den Opa reinge­holt: Nee, nee, das ist jet­zt nur ne Einzelmei­n­ung, die hat wed­er ne Mehrheit in unserem Haus, noch wird das ern­sthaft mit­ge­tra­gen, was der da im Vor­garten so raus­posaunt hat. Alles wieder gut, wir sind noch zurech­nungs­fähig.

Wo käme man da auch hin, wenn man jeden in der CDU ernst nehmen würde.

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Guten Morgen

MorgenkaffeeManch­mal kommt man mit dem Fazial­palmieren kaum noch hin­ter­her: CDU-MdB Siegfried Kaud­er hat ein Two-Strikes-Mod­ell vorgeschla­gen, dass Inter­ne­tan­wen­dern, die bewiesen­er­maßen im Inter­net gegen gel­tendes Recht ver­stoßen haben, den Inter­net­zu­gang sper­ren soll. Nun haben die Pirat­en Kaud­er darauf hin gewiesen, dass seine eigene Inter­net­seite voll von Ver­stößen gegen das Urhe­ber­recht ist und schla­gen vor, er solle doch mal mit gutem Beispiel voran gehen und sich seine Inter­net­zugänge sper­ren lassen.

Kel­ly Schom­burg hat bei den Protesten auf der Wall Street mit­gemacht und berichtet über ihre Kon­fronta­tion mit der Polizei.

Sven K. scheint auf dem Word­camp zu sein. Jeden­falls ver­sorgt er seine Leser mit lusti­gen Com­ic Strips.

Friedrich Küp­pers­buschs Wort der Woche ist Abwe­ich­ler:
[audio:http://httpmedia.radiobremen.de/mediabase/056290/056290_193738.mp3|artists=Friedrich Küp­pers­busch auf Radio Bremen|titles=Abweichler]

Und während ich mir die Frage stelle: Sind das eigentlich geplante Steil­vor­la­gen für die Pirat­en seit­ens der CDU? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee Zum Abschluss sein­er Deutsch­land-Reise meinte der Papst, die Katholis­che Kirche solle sich in ihrer Krise am besten entweltlichen. Und ich dachte die ganze Zeit, genau das sei das größte Prob­lem der Katholis­chen Kirche: Dass sie so entweltlicht ist.

CSU-Hard­lin­er Siegfried Kaud­er möchte ein 2-Strikes-Warn­sys­tem in Deutsch­land instal­lieren, “um die Rechtsver­fol­gung von Urhe­ber­rechtsver­let­zun­gen weit­er zu pri­vatisieren”, wie man bei Netzpolitik.org meint.

Nach ein­er Umfrage des SPIEGEL kommt, wenn näch­sten Son­ntag Bun­destagswahl wäre, die Piraten­partei rein und die FDP nicht.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist die Piraten­partei die einzige Partei, die der CDU ern­sthaft Kon­tra geben kann? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Lesezeichen

  • Ben­jamin Stuck­rad-Barre über Jür­gen Fliege: “Alles kostet Geld, und auch mein Ser­vice kostet” — WELT ONLINE — Der Mann war TV-Predi­ger, Talk­show-Mod­er­a­tor und die moralis­che Instanz in der ARD. Heute ver­di­ent er sein Geld mit obskuren Pro­duk­ten. Ein Tag mit Jür­gen Fliege.
  • Neil Gaiman’s Jour­nal: Mem­o­ry — These were the blog posts I wrote here exact­ly ten years ago: Tues­day, Sep­tem­ber 11, 2001. The phone lines to New York aren’t doing any­thing, and the cell phone num­bers I’ve been dialling are dead. I’m scared for my friends. Watch­ing CNN, wor­ry­ing.
  • NPD auf Alexan­der­platz: Geheim gehal­ten und versper­rt — taz.de — Hätte die NPD ein eigenes Flugzeug, es hätte direkt auf dem Alexan­der­platz lan­den kön­nen, um ihre Partei­funk­tionäre abzuliefern. Ein solch­es soll von Mon­tag an Wahlwer­bung der Nazi-Partei über Berlin fliegen. Der Alex sah jedoch schon am Son­ntag aus wie eine leer gefegte Lan­de­piste: Weiträu­mig hat­te die Polizei den Platz schon früh­mor­gens wegen ein­er Wahlkampfkundge­bung der NPD abges­per­rt. Der Tramverkehr auf dem Platz war eingestellt, die Lin­ien waren umgeleit­et wor­den. Die U-Bahn-Zugänge wur­den ges­per­rt. So blieben die 120 Nazis, die sich um die Weltzeituhr scharten, weitest­ge­hend unbe­hel­ligt vom Protest der rund 500 Gegen­demon­stran­tInnen.
  • miago­lare. die hafen­ver­sion — Und da dachte ich, ich steh da mit­tler­weile drüber. Es hat gedauert, ein paar Stun­den, bis ich den Fernse­her an hat­te. Und da liefen sie, die Bilder des 9/11, die ver­staubten und ver­störten Men­schen in den Straßen rund um das WTC. Und da sprangen sie, die Men­schen in den oberen Stock­w­erken. Und da riefen sie bei der Feuer­wehr an, und fragten, ob die ster­ben wür­den. Müssen. Und da waren sie wieder. Die klatschnassen Augen, der ver­stopfte Hals, das Mit­ge­fühl für das, was die alle dort grad erleben. Und da starb dieses “ich ste­he da zehn Jahre danach drüber und reite diese anges­taubte Soli-Welle nicht mit”-Gefühl so was von auf der Stelle. Danke für die Backpfeife, pralles Leben. So Sachen ver­jähren nicht!
  • Gefällt mir – jovel­blog — Unlängst spazierte ich ahnungs­los durch Eims­büt­tel, da baumelte vom Balkon im 4. Stock eines Alt­baus eine lange Schnur mit einem Kör­bchen unten dran auf den Bürg­er­steig herunter:
  • Nor­bert Blüm zur Pflegev­er­sicherungsre­form: “Mich stört, dass alle nur auf die Kosten guck­en” — Tagesspiegel — Wir waren beim Start der Pflegev­er­sicherung umgeben von Aas­geiern. Graf Lamb­s­dorff und sein dama­liger Sprech­er Gudio West­er­welle: Die haben alles schon für tot erk­lärt, bevor es geboren war.
  • CDU für Bun­deswehrein­satz im Innern (2) » CDU Watch — Nieder­sach­sens Innen­min­is­ter Uwe Schüne­mann äusserte sich heute gegenüber dem Ham­burg­er Abend­blatt mit der Forderung, Deutsch­land müsse das Grundge­setz dahinge­hend anpassen, daß der Bun­deswehrein­satz im Inneren ges­tat­tet sei. Welch zweifel­hafte Gesin­nung Schüne­mann in sich trägt, wird anhand sein­er ver­gan­genen Äusserun­gen und Forderun­gen deut­lich: Im Novem­ber 2010 forderte Schüne­mann bere­its eine Änderung des Grundge­set­zes, die es (wieder) erlaube, Flugzeuge abzuschiessen.
  • Die vie­len Gesichter von „Har­ald Schmidt“ | Design Tage­buch — Har­ald Schmidt ist also zurück beim „Kuschelsender“ SAT1. Zweimal wöchentlich nimmt der „Alt­meis­ter der deutschen Late-Night-Unter­hal­tung die Ereignisse der Woche in gewohnt bis­siger Natur aufs Korn“, wie es von Seit­en des Senders heißt. Mit jedem Wech­sel, sei es nun der des Senders oder in Bezug auf das Konzept der Sendung, hält auch ein neues On-Air-Design Einzug, das sich mit der Rück­kehr zu SAT1 nun bere­its zum vierten Mal vol­lzieht. Grund genug, sich ein­mal die „Har­ald-Schmidt-Logos“ in Summe und die Evo­lu­tion des Designs anzuschauen.
  • Stre­it um Wer­bung an Schulen — Großer Bauer jagt kleinen “Spiess­er” — sueddeutsche.de — Der mächtige Bauer-Ver­lag ver­sucht die kleine Jugendzeitschrift “Spiess­er” mit juris­tis­chen Winkelzü­gen aus bay­erischen Schulen zu ver­drän­gen. Doch der kleine Konkur­rent hält dage­gen — und die Schuldirek­toren wis­sen schein­bar von nichts.
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Lesezeichen

  • Anti pow­er­point par­ty — In zahlre­ichen Län­dern (Deutsch­land, Schweiz, Kroa­t­ien u.a.) wer­den Schüler und Stu­den­ten mit Noten-Punk­tabzug bestraft, wenn Sie ohne Pow­er­Point* präsen­tieren. Vorge­set­zte verpflicht­en Ihre Mitar­beit­er Pow­er­Point* zu benutzen. Tat­sache ist, dass der Durch­schnitt der Pow­er­Point* Präsen­ta­tio­nen Langeweile erzeugt. Die Welt benutzt Pow­er­Point* ohne zu wis­sen, dass die Alter­na­tive “Flipchart” in 95% der Fälle eine dreifache Wirkung hat.
  • Fefes Blog — Siegfried Kaud­er (CDU, natür­lich) fordert die Ein­schränkung der Presse­frei­heit und härtere Strafen für Geheimnisver­rat. Der Mann ist übri­gens der Vor­sitzende des Recht­sauss­chuss­es im Bun­destag. Nein, kein Witz! Wirk­lich!
  • Beamten­sta­tus: Sollen Lehrer Beamte sein? | RP ONLINE — Für das Land Nor­drhein-West­falen sind ver­beamtete Lehrkräfte zunächst bil­liger – doch das dicke Ende kommt erst noch, wenn die Pen­sion­slaw­ine so richtig ins Rollen gerät.
  • Schweiz­er Banken führen Neg­a­tivzin­sen ein | tagesschau.de — Harte Zeit­en für Spar­er, die ihr Geld in der Schweiz angelegt haben: Im Kampf gegen den starken Franken senk­te die Nation­al­bank die Zin­sen prak­tisch auf Null. Etliche Banken führten sog­ar Neg­a­tivzin­sen ein — mit der Folge, dass die Gel­dan­lage nicht nur nichts bringt, son­dern sog­ar kostet.
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Guten Morgen

Morgenkaffee

Was kann es schöneres geben, als wenn einem kurz vorm Urlaub noch mal gepflegt das eigene Design der Inter­net­seite um die Ohren fliegt und man wesentliche SAchen nicht sicher­heit­shal­ber gespe­ichert hat? Gut, das Design ist nun auch nicht soooo kom­plex, deswe­gen ste­ht es mit­tler­weile wieder. Aber schon ein Brüller.

Beim Focus spekuliert man munter drauf los, ob der CDU-Fac­book-Flirter Boet­tich­er durch eine Kam­pagne gestürzt wurde.

Bei Jeff Jarvis tre­f­fen wieder amerikanis­che und deutsche Ideen von Daten­schutz aufeinan­der.

In Düs­sel­dorf sind ein paar Jeck­en auf die Idee gekom­men, den Rhein einzuzäunen. Man wehrt sich.

Und während ich mir die Frage stelle: Flücht­en denn schon die ersten über den Rhein nach Köln? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Es schlägt wieder kräftig auf die CDU ein: Im Nor­den muss der schleswig-hol­steinis­che Spitzenkan­di­dat nach ein­er Beziehung zu ein­er über Face­book ken­nen­gel­ern­ten 16jährigen seinen Hut nehmen, und in der Haus­presse der Deutschen Bank nimmt Frank Schirrma­ch­er eine Obduk­tion der Werte der CDU vor.

Sarkozy will Merkel von Euro-Bonds überzeu­gen.

Peter Schnei­der und Jens Reich unter­hal­ten sich darüber, wieso die Teilung Deutsch­lands in der Lit­er­atur so wenig vorkommt.

Und während ich mir die Frage stelle: Wer hätte gedacht, dass Face­book nach Aign­ers Abzug der CDU mal so weh tun würde? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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