Guten Morgen

Morgenkaffee Wird immer pein­lich­er: Der ital­ienis­che Staatss­chutz hat den deutschen Ver­fas­sungss­chutz 2004 über ein möglich­es mil­i­tantes, recht­es Net­zw­erk und auf die Rede von exem­plar­ischen, frem­den­feindlichen Aktio­nen hingewiesen. Es sei nochmal darauf hingewiesen, dass noch nie­mand in dieser Sache zurück­ge­treten ist und* Bun­desin­nen­min­is­ter Friedrich sich nicht ent­blödet zu behaupten, wenn man die Vor­rats­daten­spe­icherung hätte, wären die Ermit­tlun­gen gegen die soge­nan­nte NSU bess­er ver­laufen (Die hil­ft nach Friedrich aber auch, wenn jemand belei­digt wird. Eigentlich ist Friedrich wohl jede Begrün­dung sin­nvoll, mit der man eine Vor­rats­daten­spe­icherung fordern kann).

Ulrich Horn kri­tisiert, dass bei der NRW-CDU von ein­er Aufar­beitung des Wahlde­bakels, geschweige denn von einem Neuan­fang, nicht die Rede sein kann.

Nach­dem die UEFA bei der ger­ade zuende gegan­genen Fußball-EM durch live wirk­end sol­lende, jedoch nicht live seiende Bilder in den Über­tra­gun­gen Zweifel an ihrer Seriosität genährt hat, wird es bei der kom­menden Olympiade nicht viel bess­er ausse­hen: Die Richtlin­ien für soziale Net­zw­erke sollen Teil­nehmern ver­bi­eten, über bes­timmte The­men öffentlich zu reden. [via]

Und während ich mir die Frage stelle: Seit wann ist Unter-den-Tep­pich-kehren-statt-ehrlich-zu-sein so ein grund­sät­zlich­er poli­tis­ch­er Vor­satz? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

______

* So schnell kann’s gehen: 2 Stun­den nach diesem Ein­trag ist der Präsi­dent des Ver­fas­sungss­chutzes zurück­ge­treten.

Weiterlesen

Guten Morgen

MorgenkaffeeNa, küm­mern sich CDU/CSU und FDP heute mal wieder um ihre Klien­telpflege? Gib­st du mir Zus­tim­mung für das Pflegegeld, geb ich sie dir für das Betreu­ungs­geld?

Mal in eigen­er Sache: Gestern habe ich das inte­gra­tive Sport­pro­jekt in Ibben­büren besucht und darüber geschrieben: Was bedeutet denn Inte­gra­tion?

Mein Unwort des Tages: Porno-Killer. Der Typ hat keine Pornos gekillt.

Und während ich mir die Frage stelle: Haben die Jour­nal­is­ten aus “den Dön­er-Mor­den” denn so gar nichts gel­ernt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Weiterlesen

Guten Morgen

Morgenkaffee Das Bun­desver­fas­sungs­gericht ver­han­delt ab heute das deutsche Wahlrecht, genauer gesagt die Über­hang­man­date auf Bun­de­sebene. Die hat­ten bei der let­zten Bun­destagswahl der CDU 24 zusät­zliche Man­date beschert, soviel wie 1,6 Mio. Wäh­ler­stim­men. Nach dem neuen Vorschlag von CDU und FDP gibt es allerd­ings weit­er­hin Über­hang­man­date und neg­a­tives Stim­mgewicht. Da kann man ja mal rat­en, wie die Entschei­dung aus­fall­en wird.

Putin ist gegen die Abset­zung von Syriens Staatschef Assad, weil es im Irak und in Lybi­en nach der Abset­zung von Sad­dam Hus­sein bzw. Muam­mar al Gaddafi nicht sicher­er gewor­den sei.

RWE-Lob­by­ist Josch­ka Fis­ch­er warnt vor einem Zer­fall Europas, wenn der Euro und damit das Europäis­che Wirtschaftssys­tem scheit­ert. Klein­er ging’s ger­ade nicht.

Kol­lege Beck­er verköstigt heute ein Wel­tenburg­er Kloster Barock Hell.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum wun­dert es mich nicht, dass Men­schen­rechtsver­let­zun­gen von Staatschefs bei Putin nicht ins Gewicht fall­en? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Weiterlesen

Guten Morgen

Morgenkaffee

Wohl nur eine Rand­mel­dung der großen Presse: Ein pak­istanis­ch­er Arzt, der half, Osama bin-Laden zu iden­ti­fizieren, ist hier für wegen Hochver­rats zu 33 Jahren Gefäng­nis verurteilt wor­den.

Zeca Schall, der vor drei Jahren als CDU-Kan­di­dat wegen sein­er Herkun­ft ange­grif­f­en wurde, erk­lärt, wie man vor Ort gegen Recht­sex­trem­is­mus vorge­ht.

Städte wie Stuttgart und Lud­wigshafen bere­it­en sich darauf vor, bald auf Face­book nicht mehr Stut­gart bzw. Lud­wigshafen heißen zu kön­nen.

Und während ich mir die Frage stelle: Wieso ist für bekan­nte Städte ihr Benutzer­name bei Face­book so wichtig? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Weiterlesen

Guten Morgen

Morgenkaffee Heute geht die Amt­szeit von Nor­bert Röttgen zuende. Dazu fällt Christoph Süß rück­blick­end was ein. Jakob Sch­landt stellt die berechtigte Frage, was Nach­fol­ger Alt­maier inner­halb eines Jahres über­haupt bewirken soll.

Der Fefe des Tages ist heute die Erk­lärung, weswe­gen in Berlin­er Sta­tis­tiken die Krim­i­nal­ität durch Aus­län­der gestiegen ist. Tut echt weh. Kom­men Sie nie drauf:

Die Berlin­er Krim­i­nal­sta­tis­tik hat über viele Jahre Tatverdächtige ohne Angaben zur Nation­al­ität ein­fach als aus­ländis­che Tatverdächtige erfasst. Jet­zt stellt sich her­aus, dass 85 Prozent dieser Täter Deutsche waren.

Au weia . Neben dem Fefe des Tages haben wir heute auch einen Horn des Tages:

So erfol­gre­ich, wie das Wahlergeb­nis glauben macht, waren sie [die SPD, CH] gar nicht, wie der Göt­tinger Parteien­forsch­er Franz Wal­ter dar­legt. Kraft kon­nte nur magere 23 Prozent der Wahlberechtigten bewe­gen, SPD zu wählen. Damit lag sie sog­ar noch 0,1 Prozent unter dem Ergeb­nis, mit dem Peer Stein­brück 2005 die Land­tagswahl ver­lor und die 39jährige SPD-Ära in NRW been­dete.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie bew­ertet man dann erst die 26% der NRW-CDU hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Kom­men­tar schreiben

Weiterlesen

Guten Morgen

Morgenkaffee

Das ist mal ne Ansage: Frankre­ichs Min­is­ter­präsi­dent François Hol­lande hat in ein­er sein­er ersten Amt­shand­lun­gen dafür gesorgt, dass sein Gehalt und die sein­er Min­is­ter gekürzt wer­den. Zusät­zlich ist das Kabi­nett par­itätisch beset­zt.

In der CDU rumort es heftig: Dass die ein­stige Nach­wuchshoff­nung Nor­bert Röttgen bei all seinen Wahlkampf­fehlern so schnell von der poli­tis­chen Bühne abgeschossen wurde, irri­tiert doch den einen oder anderen.

Blowjob mal anders.

Fefe des Tages: JP Mor­gan macht trotz eines Ver­lustes von 3 Mrd. $ immer noch 3 Mrd. $ Gewinn .

Und während ich mir die Frage stelle: Wer will eigentlich wirk­lich auf dem Stuhl des CDU-NRW-Vor­sitzes Platz nehmen, wenn man so schnell ins Aus befördert wer­den kann? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Weiterlesen

Guten Morgen

Morgenkaffee Kater­stim­mung bei CDU und CSU: Es rumort in der Partei um die Zukun­ft von Bun­desumwelt­min­is­ter Röttgen, der gestern das bish­er schlecht­este Ergeb­nis bei ein­er NRW-Land­tagswahl ein­fuhr.

Bei der FAZ analysiert man ganz tre­f­fend, wieso die Piraten­partei in TV-Shows trotz Inhal­te­man­gel so gut wegkommt: Weil die Sendun­gen selb­st nur ober­fläch­lich sind.

Die ARD hat den Tatort von gestern auf YouTube hochge­laden. Man kann jet­zt auf Face­book und Twit­ter weit­er­rät­seln. Das macht die Folge aber auch nicht bess­er.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann stirbt denn dieser Zeit­na­h­es-Mit­machen-Spleen bei den Öff­is endlich aus? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Weiterlesen

Guten Morgen

Morgenkaffee Der STERN berichtet darüber, dass ein anonymer Blog­ger, der im let­zten NRW-Wahlkampf Inter­na der CDU veröf­fentlicht hat, nach der rot-grü­nen Regierungsüber­nahme seit­ens der Lan­desregierung einen sehr lukra­tiv­en Auf­trag bekom­men hat. Weil der STERN schreibt, dass sich das Veröf­fentlichen für den Schreiber daher gelohnt hat, erwirk­te die SPD gestern eine einst­weilige Ver­fü­gung. Um es mal ganz vor­sichtig zu sagen: Eine zumin­d­est merk­würdi­ge Verbindung gibt es da offen­bar.

Felix Schwen­zel schreibt über die aktuelle Rel­e­vanz von Blogs. Und ich gebe meinen Senf dazu.

Jason Kot­tke ver­weist auf ein Foto mit allen MGM-Film­stars aus dem Jahr 1943.

Und während ich mir die Frage stelle: Wieso kam der STERN mit der Geschichte eigentlich nicht eher? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Weiterlesen

Guten Morgen

MorgenkaffeeSahra Wagenknecht hat einen ganz inter­es­san­ten Artikel zur europäis­chen Finan­zlage geschrieben. Die Quin­tes­senz ist, dass die Europäis­che Zen­tral­bank ein­fach allen Staat­en benötigte Kred­ite gewähren soll. Das klingt so wie die Forderung der Linken in NRW nach einem 10€-Stundenlohn-für alle: Wie das finanziert wer­den soll, prüfen wir später. In philosophis­ch­er Hin­sicht ist ihre Hegel-Affinität auf­fal­l­end: Ich habe mal mit einem Philosophen gesprochen, der meinte, man könne nur Hegelian­er oder Kan­tian­er sein. Man kriegt wohl nicht bei­des auf den Schirm, was ich bezweifeln würde. Aber gut, von Hegel ist meines Eracht­ens auch nur geblieben, dass CDU und CSU so am tra­di­tionellen Fam­i­lien­bild fes­thal­ten: Hegel meint, die Fam­i­lie sei Quelle allen moralis­chen Ver­hal­tens. Das behauptet nicht mal der Papst. Bei Wagenknecht nun merkt man, dass sie Kant nicht genau ken­nt: Hegels Völk­er­recht ist nur ein lauer Abklatsch des Kan­tis­chen und in let­zterem wird argu­men­tiert, dass Staat­en ihre rechtliche Autonomie nicht abgeben dür­fen. Auch nicht finanzpoli­tisch, was Wagenknecht für wün­schenswert erachtet. Kants eigen­er Schluss zur Finanzpoli­tik ist so sin­nvoll wie es heute ver­rückt klingt: Das Ver­bot von Staatss­chulden.

Auch außer halb von Deutsch­land wird man inzwis­chen mit falschen Aus­bil­dungszuschrei­bun­gen sen­si­bel: Yahoo fürchtet Kon­se­quen­zen daraus, dass sein Chef im Lebenslauf angab, aus­ge­bilde­ter Com­put­er­wis­senschaftler zu sein anstatt lediglich Buch­hal­ter.

Bei n24 (und der dpa) erzählt man gelang­weilt die let­zte Sendung Har­ald Schmidts auf Sat1 nach. Aber erzählen muss man es wohl. Ich ver­ste­he eh ger­ade nicht, wieso Schmidt als let­ztes Zeichen von Geist im Fernse­hen gehan­delt wird.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist der All­t­ag von Leuten, die Schmidt nach­trauern, so witzarm oder wieso trauern sie? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Weiterlesen

Guten Morgen

Morgenkaffee Alfons Pieper hat die NRW-Wahlsendung im WDR mit allen Spitzenkan­di­dat­en der Parteien, die wahrschein­licher­weise in den Land­tag ziehen, gese­hen. Ich fand es ja ermü­dend, wie dort nach Ran­gord­nung und Gott sei dank ohne Erfolg rumge­hackt wurde: Von CDU auf SPD, von SPD auf Pirat­en und von FDP auf etablierte Parteien.

Boris Fust schreibt einen Abge­sang auf die re-pub­li­ca:

Es sind die Geis­ter, die ihr rieft. Es ist die Prophezei­hung, die wahr gewor­den ist. Es müssen unglaubliche Schmerzen sein für VIP-Twit­ter­er zu sehen, wie das einst freie Twit­ter einen nun in die geschlossene Sys­temwelt der App treiben. Da hil­ft auch der Data-Sniff-Zugang, den Twit­ter nur Eingewei­ht­en zur Ver­fü­gung stellt, nicht. Man ist nicht mehr eingewei­ht, man ist nicht mehr one of the cho­sen. Der Auser­wählte ist von nun an der Mob. Und Mark Zucker­berg.

Unbe­d­ingt mal merken: Torsten erk­lärt, wie man real­is­tisch seine Tax­i­fahrtkosten berech­net.

Und während ich mir die Frage stelle: Sind Wahltrends für Poli­tik­er ein Opti­mis­muskiller? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Weiterlesen