Lesezeichen vom 16. April 2013

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Ingo Arend weist darauf hin, das das Rijksmu­se­um in Ams­ter­dam wieder­eröffnet wird, wenn auch eine kri­tis­che Selb­stre­flex­ion der Muse­ums­mach­er aus­bliebe. Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung ist aber ist ohne­hin keine Stärke der Nieder­län­der.

In Arkansas ist irgend­wie in Wohnge­bi­eten Öl aus­ge­laufen. EXXON ist an ein­er Infor­ma­tionsver­bre­itung hierzu wohl nicht son­der­lich inter­essiert.

Gestern hat­te ich es ja noch über die schwachen Texte des Spiegels, dieser rei­ht sich ein: Der München­hausen-Check, wobei der Autor offen­bar gar nicht ver­ste­ht, worauf Eri­ka Stein­bach mit Wer schützt eigentlich die Ver­fas­sung vor den Ver­fas­sungsrichtern? anspielt. Besser­wis­serisches, unge­bildetes Blabla.

Thier­ry Chervel meint, der SPIEGEL habe größere Baustellen zu bewälti­gen als die Beset­zung der Chefredak­teur­sposten.

Und während ich mir die Frage stelle: Wird es eine SPIEGEL-Wende geben? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Lesezeichen vom 11. April 2013

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Lesezeichen vom 4. März 2013

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Film­regis­seur Diet­rich Brügge­mann poltert gegen die Berlin­er Schule, die aus­führliche Rück­e­nan­sicht­en mit Tief­gang ver­wech­sle.

Nicole Wal­ter hat einen ganz inter­es­san­ten Text über Net­zneu­tral­ität geschrieben.

Kon­stan­tin Klein hat in seinen Blog eine Auss­chlussver­fü­gung gegen Ver­lage als eigenes Leis­tungss­chutzrecht einge­baut.

Ist auch schön, mal Poli­tik­ern Nach­hil­fe in Poli­tik zu geben. “Wer schützt eigentlich unsere Ver­fas­sung vor den Ver­fas­sungsrichtern?” fragte Eri­ka Stein­bach auf Twit­ter. Na, z.B. der Europäis­che Gericht­shof für Men­schen­rechte. Generell zielt die Frage selb­stre­dent auf die Gewal­tenteilung, wobei das Bun­desver­fas­sungs­gericht in dieser Hin­sicht die frag­würdi­ge Son­der­stel­lung hat, in Poli­tik ein­greifen zu kön­nen — was genau genom­men gegen die Gewal­tenteilung geht. Aber vielle­icht sollte man den Entschei­dun­gen des Bun­desver­fas­sungs­gericht, deren generelle Aus­sage ist, dass die ver­han­del­ten Posi­tio­nen der CDU gegen das Grundge­setz ver­stoßen, doch bess­er inhaltlich ange­hen.

Ander­er­seits geht es der CDU ger­age darum, Front gegen die Gle­ich­stel­lung der so genan­nten Homo-Ehe gegenüber der nicht so genan­nten Het­ero-Ehe zu machen. Dort prescht ein Volk­er Kaud­er vor, der meint es sei ziem­lich gewagt, zu behaupten, das Kindeswohl sei in homo­sex­uellen Beziehun­gen nicht neg­a­tiv betrof­fen. Was widerum bedeutet, dass Volk­er Kaud­er meint, dass Kindeswohl sei sehr wohl neg­a­tiv betrof­fen? Ich würde let­zteres ja eher als ziem­lich gewagt beze­ich­nen. Ihr mögt keine Schwulen, sagt’s doch ein­fach.

Beetle­bum nun auch in bunt: Guten-Mor­gen-Ornitholo­gie.

Und während ich mir die Frage stelle: Seit wann ist die CDU so weit, dass man von der Leyen und Schäu­ble als mod­ern beze­ich­nen sollte? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Das Elternrecht

kannitverstan Markus Pieper, EU-Par­la­men­tari­er aus dem Mün­ster­land, hat sich als ein­er der weni­gen mal getraut, auf den Punkt zu brin­gen, wie die kon­ser­v­a­tive Posi­tion der CDU zum Eltern­recht aussieht:

Kinder haben gottgegebenes Recht auf Vater und Mut­ter. Nie­mand ein Recht auf Kinder.

Gut, wenn man Gott in Spiel bringt, hat man keine son­der­lich große Diskus­sions­ba­sis. Ver­suchen wir es mal mit einem etwas zugänglicheren Mann: Immanuel Kant.

Bei Kant ist eine Sorgepflicht der Eltern für ihre Kinder dadurch gegeben, dass sie es gewe­sen sind, die ihre Kinder ohne deren Ein­willi­gung in die Welt geset­zt haben. Damit haben Eltern ein ethis­ches, wie juridis­ches Recht zur Erziehung ihrer Kinder, wie die ethis­che Pflicht (aber nicht eine juridis­che) hierzu. Kinder sind bei Kant keine Rechtsper­so­n­en, daher kommt bei ihm nicht vor, dass diese bes­timmte Rechte hät­ten. Wie sollte ein Kind auch das ange­bliche Recht auf einen Vater in Anspruch nehmen, wenn dieser gestor­ben oder unaufind­bar ist?

Sicher­lich hat Kant bei Eltern an Vater und Mut­ter gedacht. Aber die Begrün­dung der Rechte und Pflicht­en von Eltern liegt nicht in ihren biol­o­gis­chen Attribut­en:

da das Erzeugte eine Per­son ist, und es unmöglich ist, sich von der Erzeu­gung eines mit Frei­heit begabten Wesens durch eine physis­che Oper­a­tion einen Begriff zu machen*): so ist es eine in prak­tis­ch­er Hin­sicht ganz richtige und auch noth­wendi­ge Idee, den Act der Zeu­gung als einen solchen anzuse­hen, wodurch wir eine Per­son ohne ihre Ein­willi­gung auf die Welt geset­zt und eigen­mächtig in sie herüber gebracht haben; für welche That auf den Eltern nun auch eine Verbindlichkeit haftet, sie, so viel in ihren Kräften ist, mit diesem ihrem Zus­tande zufrieden zu machen.

Wäre es dem­nach denkbar, dass der Beschluss, ein Kind in die Welt zu set­zen, von zwei gle­ichgeschlechtlichen Men­schen aus geht, so wie er von leib­lichem Vater und leib­lich­er Mut­ter aus­ge­ht?

Ja. Das ist der­selbe Fall wie bei der kün­stlichen Befruch­tung. Auf die Idee, den geset­zlichen Eltern eines so gezeugten Kindes, ehe­liche Rechte zu entziehen, ist auch noch nie­mand gekom­men.

Bei Kant ist das Eltern­recht ethisch begrün­det, nicht juridisch, nicht biol­o­gisch und nicht religiös. Juridis­che, biol­o­gis­che und religiöse Umstände mag es geben, sie rüt­teln aber nicht an der ehtis­chen Begrün­dung des Eltern­rechts, weil man es hier mit ver­ant­wortlichen Erwach­se­nen zu tun hat.

Kant wen­det sich impliz­it gegen Piepers Rede vom Gott gegebe­nen Eltern­recht, weil Kinder Wesen sind, denen es möglich sein wird, freie Entschei­dun­gen zu tre­f­fen, wobei es für den Men­schen unmöglich zu denken ist, dass die Möglichkeit zu freien Entschei­dung auf eine physis­che Ursache zurück­führbar wäre,

*) Selb­st nicht, wie es möglich ist, daß Gott freie Wesen erschaffe; denn da wären, wie es scheint, alle kün­ftige Hand­lun­gen der­sel­ben, durch jenen ersten Act vorherbes­timmt, in der Kette der Naturnoth­wendigkeit enthal­ten, mithin nicht frei. Da sie aber (wir Men­schen) doch frei sind, beweiset der kat­e­gorische Imper­a­tiv in moralisch prak­tis­ch­er Absicht, wie durch einen Macht­spruch der Ver­nun­ft, ohne daß diese doch die Möglichkeit dieses Ver­hält­niss­es ein­er Ursache zur Wirkung in the­o­retis­ch­er begrei­flich machen kann, weil bei­de übersinnlich sind.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Han­nah Wil­heilm haut in die Gerechtigkeitskerbe, was das ach so vornehm wirk­ende Großspenden von Mil­liardären ange­ht.

Bess­er spät als… Die CDU ver­langt von der nor­drhein-west­fälis­chen Lan­desregierung Aufk­lärung über den “Peerblog”.

Hil­fsver­bände kri­tisieren den Vorschlag, wegen des Pfer­de­fleis­chskan­dals aus dem Han­del genommene Lebens­mit­tel an Bedürftige abzugeben.

Es beste­hen Zweifel daran, dass der Papst nur wegen sein­er Gesund­heit zurück­trete, wie man beim Tagesspiegel nach­le­sen kann.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum glauben alte Män­ner, sie kön­nten mit ihrem Geld auch Moral einkaufen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

CDU/CSU und FDP wollen Abmahn­ab­zock­en doch nicht ent­ge­gen­treten .

Joachim Rohloff nimmt anlässlich Frank Schirrma­ch­ers neuem Buch das alte auseinan­der . Dabei ver­wun­dert es schon einiger­maßen, wie viele gram­matikalis­che Fehler sich im Buch unredigiert find­en lassen. Aber auch stilis­tisch ist Rolof etwas ange­fressen:

Es ist ohne­hin stets zu empfehlen, nur Ver­gle­ich­bares zu ver­gle­ichen, auch wenn das Frank­furter Feuil­leton sich zur kün­stlichen Erzeu­gung von Tief­sinn gern des Tricks bedi­ent, ger­ade solche Gegen­stände zu ver­gle­ichen, die nichts miteinan­der zu schaf­fen haben, das Ter­tium Com­pa­ra­tio­nis mit Gewalt her­beizuziehen und das Resul­tat, das aus nichts beste­ht als der Fest­stel­lung, das Ver­glich­ene sei ver­gle­ich­bar, für einen Gedanken auszugeben. Diesen Trick hat Schirrma­ch­er hier lei­der falsch angewen­det, obwohl er eigentlich doch weiß, wie’s geht: Auch die Bibel war einst eine große Such­mas­chine.

Und während ich mir die Frage stelle: Wozu liest man eigentlich Büch­er von Schirrma­ch­er? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee Ulrich Horn beleuchtet den Kol­leter­alschaden des Peerblogs, ein Blog, das ange­blich unab­hängig den Wahlkampf Peer Stein­brücks unter­stützen sollte. Die ver­mutete Nähe zum Blog Wir-in-NRW, worüber im NRW-Wahlkampf 2010 mas­siv Indiskre­tio­nen aus dem CDU-Umfeld veröf­fentlicht wur­den, sowie die ungek­lärte Finanzierung brin­gen nun die SPD in Zwielicht. Und dass die CDU gegen diese Angele­gen­heit nicht mit einem Unter­suchungsauss­chuss vorge­ht, spricht auch Bände.

Ich hat­te mich auch schon gewun­dert, wie unre­al­is­tisch im Fernse­hen Dingfest­machun­gen von Krim­inellen geschildert wer­den. Meist guckt der zuständi­ge Ermit­tler ruhig und grim­mig, während man selb­st meint, dass die Vor­würfe ziem­lich halt­los sind und in der Luft zer­fet­zt wer­den kön­nen. Und nun dies: Der 10jährige, der in den USA seinen recht­sradikalen Vater erschoß, hat sich argu­men­ta­tiv an US-Krim­is­e­rien ori­en­tiert.

Und während ich mir die Frage stelle: Sollte man den Kindern in der Schule nun auch mal beib­rin­gen, dass das Fernse­hen lügt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Die Scher­ben nach der Wahl in Nieder­sach­sen: Die FDP erscheint als kom­pe­ten­zlose Lob­by­partei, die nur der Gnade der CDU wegen in den Land­tag kommt. Chris­t­ian Lind­ner macht den Stoiber. Pirat­en und Linke versinken im Nie­mand­s­land, was aber außer ihnen selb­st nie­man­den stört. CDU-Spitzenkan­di­dat McAl­lis­ter kann auch gegen einen aus­sagelosen Nobody von der SPD keine Wahl gewin­nen, damit wird er zwar nicht unbe­d­ingt zu

aber eben auch nicht zu einem starken Mann neben Merkel.

Frank Lüb­berd­ing haut raus, bei der WAZ habe man den Unter­schied zwis­chen Klopa­pi­er und Zeitung nicht ver­standen.

Tat­jana hat Gogol ans Frieden­splätzchen gebracht.

Beim ZDF muss man ein­se­hen, dass sich zwar ein 8-Mil­lio­nen-Pub­likum nett anhört, dass es aber auch aus lauter Cindy-aus-Marzahn-Tollfind­ern beste­ht.

Und während ich mir die Frage stelle: Wenn die Öff­is ein Prob­lem mit Qual­ität und die Zeitun­gen eins mit Quan­tität haben, kön­nen die sich nicht irgend­wie aus­tauschen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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