Guten Morgen

Morgenkaffee

Mit Fefe und Netzpolitik.org rufen zwei der meist­ge­le­sens­ten Blogs Deutsch­land zu einer Schuh-Aktion gegen den Ver­bleib Gut­ten­bergs im Amt auf. Treff­punkt 12.30 Uhr Pots­da­mer Platz, an der his­to­ri­schen Ampel in Ber­lin.

Ulrich Horn fin­det kla­re Wor­te für den aktu­el­len Zustand der CDU: Par­tei­rä­son und eine viel zu dün­ne Per­so­nal­de­cke über­la­gern dort Recht und Anstand.

Apro­pos kla­re Wor­te: Die Band Wir sind Hel­den ist von der Wer­be­agen­tur Jung & Matt Jung von Matt ange­fragt wor­den, ob sie nicht bei der kom­men­den Prominente-werben-für-die-Bildzeitung-Kampagne für einen guten Zweck mit­ma­chen wol­len und die Ant­wort von Sän­ge­rin Judith Holo­fer­nes lässt wohl nichts zu wün­schen übrig:

Lie­be Wer­be­agen­tur Jung von Matt,

bzgl. Eurer An­fra­ge, ob wir bei der ak­tu­el­len Bild -Kam­pa­gne mit­ma­chen wol­len:

Ich glaub, es hackt.

Die Bild­zei­tung ist ein ge­fähr­li­ches po­li­ti­sches In­stru­ment – nicht nur ein stark ver­grö­ßern­des Fern­rohr in den Ab­grund, son­dern ein bös­ar­ti­ges Wesen, das Deutsch­land nicht be­schreibt, son­dern macht. Mit einer Agen­da.

Die Flip­pers hören auf. Grund genug für die Besu­cher von Stef­fis Bis­tro, ein­mal gründ­lich durch­zu­dis­ku­tie­ren, was auf die Jubiläums-CD 42 Jah­re Flip­pers drauf muss:

[audio:http://media.ndr.de/download/podcasts/podcast2956/AU-20110223–1855-1801.mp3]

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Fal­len mir eigent­lich auf Anhieb fünf Titel der Flip­pers ein? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

Weiterlesen

Lesezeichen

Weiterlesen

Was ich noch sagen wollte… zum Lex Guttenberg

Es ist ein ver­dammt hoher Preis, den die CDU für Gut­ten­berg zu zah­len bereit ist. Sie ver­ab­schie­det sich von ihrem Bil­dungs­ide­al und dem Begriff der Inte­gri­tät. Der Ver­stoß gegen einen der ele­men­tars­ten Bil­dungs­grund­sät­ze, das Aus­ge­ben frem­den geis­ti­gen Eigen­tums als das eige­ne, stellt für die CDU kei­nen Grund für poli­ti­sche Kon­se­quen­zen dar, wie­wohl doch das eine wie das ande­re poli­tisch ist.

Um die­sen Preis für den Erhalt Gut­ten­bergs im Amt zah­len zu kön­nen, wirft die CDU gleich einen wei­te­ren Begriff mit über Bord: Den Begriff der Inte­gri­tät. Mit die­sem Begriff hat vor einem Jahr, als der vor­letz­te CDU-Bundestagstagsabgeordnete sei­nen Dok­tor­grad able­gen muss­te, der zustän­di­ge CDU-Kreisverband begrün­det, wes­we­gen man nicht for­de­re, dass der Abge­ord­ne­te sein Man­dat abgibt. Man sei von sei­ner Inte­gri­tät über­zeugt, das heisst, man sei über­zeugt, dass er nicht lüge, dass es eine Ein­heit gibt von Poli­ti­ker und Pro­mo­vent, die sich nicht wider­spricht.

Die CDU hebelt nun die­se Ein­heit aus, indem man unter­schei­det zwi­schen Gut­ten­berg, dem Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter, und Gut­ten­berg, dem Pro­mo­ven­ten: Ver­feh­lun­gen des Pro­mo­ven­ten Gut­ten­berg haben nichts zu tun mit dem Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter.  Die­se neue Unter­schei­dung sagt ja nichts ande­res aus, als: Selbst wenn es einen Wider­spruch gibt zwi­schen dem, wofür Gut­ten­berg als Pro­mo­vent steht, und dem, wofür Gut­ten­berg als Wirt­schafts­mi­nis­ter ste­hen soll, so ist die­ser Wider­spruch für die Arbeit des Wirt­schafts­mi­nis­ters irrele­vant.

Das neue Lex Gut­ten­berg lässt sich daher auch so for­mu­lie­ren: Ver­feh­lun­gen eines Abge­ord­ne­ten wer­den dann igno­riert, wenn des­sen Popu­la­ri­tät der Par­tei nützt und ein Ver­zicht auf die­se Popu­la­ri­tät der Par­tei scha­det. Es ist ja vor­ran­gig die­se Popu­la­ri­tät, mit der CDU und CSU Gut­ten­berg ver­tei­di­gen. Es steht nie­mand auf und ver­tei­digt das Vor­ge­hen des Pro­mo­ven­ten Gut­ten­bergs. So wenig, wie es bis­her irgend­ei­nem kon­ser­va­ti­ven Poli­ti­ker ein­ge­fal­len wäre, einem SPD-Politiker eine der­ar­ti­ge Dis­ser­ta­ti­ons­pos­se durch­ge­hen zu las­sen.

Die Abschied der Uni­on vom Bil­dungs­ide­al und dem Begriff der Inte­gri­tät führt dazu, dass sie kei­ne Glaub­wür­dig­keit mehr besitzt, wenn sie Poli­ti­kern ande­rer Par­tei­en man­geln­de Inte­gri­tät oder Titel­be­trug vor­wer­fen wol­len. Außer natür­lich, wenn man Ver­nunft und Logik eben­so über Bord wirft.

Dass Gut­ten­berg selbst die­se Zwei­tei­lung nicht ver­in­ner­licht haben kann, zeigt ja schon, dass er sei­ne Stel­lung­nah­me an die Uni­ver­si­tät Bay­reuth auf dem Brief­pa­pier des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums ver­fasst hat. Aber kei­ne Sor­ge, auch das war sicher­lich nur ein Feh­ler. Und es gibt wich­ti­ge­re The­men, mit denen man sich beschäf­ti­gen soll­te. Wen inter­es­siert schon Inte­gri­tät, das Pfand der Poli­ti­ker?

Weiterlesen

Dieter Jasper über Guttenbergs Plagiat

Von Ex-Doktor zu Ex-Doktor: Der mit sei­nem bei einer Titel­müh­le erkauf­ten erwor­be­nen Dok­tor­grad auf­ge­flo­ge­ne CDU-Bundestagsabgeordnete Die­ter Jas­per äußert sich zum Pla­gi­at von Gut­ten­berg:

Aus per­sön­li­cher Erfah­rung weiß ich, dass eine sol­che Debat­te um einen Dok­tor­ti­tel, ins­be­son­de­re von Kol­le­gen ande­rer poli­ti­scher Par­tei­en, immer ger­ne geführt wird. Das wird auch bei zu Gut­ten­berg so sein. Die poli­ti­sche Büh­ne wird die­ses The­ma erst ein­mal wei­ter aus­schlach­ten. Bedau­er­li­cher­wei­se gehö­ren sol­che immer wie­der­keh­ren­den Bos­haf­tig­kei­ten zum poli­ti­schen Geschäft. Dabei weiß jeder: Kein Poli­ti­ker wird als Wis­sen­schaft­ler gewählt.

Die Bos­haf­tig­keit besteht dar­in, die­je­ni­gen, die mit frag­wür­di­gem Dok­tor­ti­tel auf­ge­flo­gen sind, zu fra­gen, ob ihre Titel­käu­fe oder Pla­gia­te vor­sätz­lich so erwor­ben wur­den. Die­ter Jas­per, der gemeint hat, auf recht­lich ein­wand­frei­em Wege bei der Uni­ver­si­tät Treu­fen einen Dok­tor­grad gegen eine hohe Sum­me erwor­ben hat, hat sich nie dazu geäu­ßert, ob ihm nicht auf­ge­fal­len ist, dass bei der Titel­müh­le kei­ne Dozen­ten ange­stellt sind, dass es kei­ne Lehr­ver­an­stal­tun­gen gibt, kei­ne Räum­lich­kei­ten, ja nicht ein­mal, dass sein eige­ner Dok­tor­va­ter kei­nen uni­ver­si­tä­ren Abschluss besitzt.

Nein, natür­lich wird kein Poli­ti­ker gewählt, weil er Wis­sen­schaf­ter ist. Er wird gewählt, weil er ver­trau­ens­wür­dig ist. Und das sind eben die­je­ni­gen nicht, die Betrug an der Wis­sen­schaft betrei­ben mit den höchs­ten Wür­den, die man dort erwer­ben kann.

Die­ter Jas­per hat die Fra­ge nach sei­ner Inte­gri­tät schlicht aus­ge­ses­sen. Die öffent­li­chen Fra­gen, die sei­ne Wäh­ler, nicht die Oppo­si­ti­on stell­ten, hat er nie beant­wor­tet.

Um ein­mal die Süd­deut­sche Zei­tung zu zitie­ren:

Der wenig bekann­te Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Die­ter Jas­per ist wohl der dreis­tes­te unter den Titel­trä­gern gewe­sen, die im Bun­des­tag einen Platz haben.

Weiterlesen

Guten Morgen

Morgenkaffee

Sibyl­le Berg inter­es­siert sich für den sach­ge­rech­ten Umgang mit Kri­tik.

Die Statt­kat­ze merkt: Die Frem­den sind wie­der da.

Das The­ma Gut­ten­berg und sein Pla­gi­at reißt nicht ab und seit einer gan­zen Woche Bestand­teil der Haupt­nach­rich­ten: Zwar hat das Pro­jekt Gut­ten­plag am Mon­tag sei­nen Abschluss gefun­den und 70% der Dis­ser­ta­ti­on als Pla­gi­at gebrand­markt, und Gut­ten­berg selbst woll­te das The­ma durch Able­gen sei­ner Dok­tor­wür­de been­den, es tau­chen aber wei­ter­hin pla­gi­ier­te Stel­len auf:

Die Ber­li­ner Zei­tung schreibt von ins­ge­samt vier Tex­ten des wis­sen­schaft­li­chen Diens­tes des Bun­des­tags. Kri­tik an Gut­ten­berg kommt inzwi­schen auch von der Bun­des­wehr und Bun­des­tags­prä­si­dent Lam­mert (CDU). Die bis­he­ri­gen Auf­trit­te Gut­ten­bergs reich­ten nicht, die Pro­ble­ma­tik zu erklä­ren, so Lam­mert. Zudem soll Gut­ten­berg die Dok­tor­wür­de ver­wen­det haben, bevor sie ihm ver­lie­hen wur­de. Gut­ten­berg wird sich heu­te Nach­mit­tag um 15.40 Uhr den Fra­gen der Oppo­si­ti­on im Bun­des­tag stel­len.

Beim WDR sieht man in Gut­ten­bergs Ver­hal­ten einen offe­nen Schlag ins Gesicht der Wis­sen­schaft:
[audio:http://medien.wdr.de/m/1298441369/radio/klartext/wdr2_klartext_20110223_0708.mp3]

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le (nu aber ernst­haft): War­um ist die­ser zusam­men­ge­schus­ter­te Kopier­blöd­sinn eigent­lich so en vogue? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

Weiterlesen

Lesezeichen

  • Karl-Theodor zu Gut­ten­berg: Der Lügen­ba­ron | ZEIT ONLINE
  • Gut­ten­berg und Mer­kel: Popu­la­ri­tät und Täu­schung — Mei­nung — Tages­spie­gel — Der gemein­sa­me Nen­ner die­ses unap­pe­tit­li­chen Feld­ver­suchs heißt Popu­la­ri­tät, die Mer­kel nützt und Gut­ten­berg schützt. Doch wer meint, mit ihrer Hil­fe die Macht des Geset­zes über die Mäch­ti­gen aus­he­beln zu kön­nen, gibt Wahr­heit und Anstand preis und ver­ur­teilt sich selbst zu popu­lis­ti­scher Dem­ago­gie.
  • Guttenberg-Affäre: Als sei es ein Kava­liers­de­likt … — Der Frei­tag — 70 Dozen­ten grei­fen die Baga­tel­li­sie­rung des Ver­ge­hens in einem offe­nen Brief scharf an
  • Twit­pic -Fin­de den Feh­ler
  • Pla­gi­ats­af­fä­re: Gut­ten­bergs Rück­halt in der Uni­on brö­ckelt | ZEIT ONLINE — Bun­des­tags­prä­si­dent Nor­bert Lam­mert (CDU) kri­ti­sier­te im WDR das Kri­sen­ma­nage­ment Gut­ten­bergs. “Die Pres­se­er­klä­rung, die Karl-Theodor zu Gut­ten­berg am ver­gan­ge­nen Frei­tag gege­ben hat, war jeden­falls kein über­zeu­gen­der Bei­trag zur Pro­blem­be­wäl­ti­gung.” Er kön­ne sich dies nur so erklä­ren, dass dem Minis­ter zu dem Zeit­punkt “das Aus­maß der Schlam­pig­keit nicht klar war, mit der die Arbeit ver­fasst und ein­ge­reicht wor­den ist”. *Schnöff tät­ä­ä­ä­ää*
  • Ein Ade­li­ger mit Dis­ser­ta­ti­ons­hin­ter­grund | blog2.de — Ver­such einer Ent­schul­di­gung.
  • Kom­men­tar zu Gut­ten­berg: Schwä­che zu Cha­rak­ter­stär­ke umge­deu­tet | tagesschau.de — Für eine Dok­tor­ar­beit frem­de Ide­en abzu­kup­fern ist dumm. Alles trot­zig abzu­strei­ten, obwohl sich die Bewei­se sta­peln, ist noch düm­mer. Sich dann aber hin­zu­stel­len, wenn einem das Was­ser bis zum Hals steht, und nach der bewähr­ten Masche den Anti-Politiker zu geben, der anders als die ande­ren sei­ne Feh­ler öffent­lich ein­ge­steht, um sich damit ans Wahl­volk ran­zu­wan­zen — das, mit Ver­laub, ist popu­lis­tisch und dreist.
  • Inter­view Prof. Elkar: “Dem Grund­satz der Wahr­heit ver­pflich­tet” — Han­dels­blatt — „Offi­zie­re han­deln in Füh­rungs­po­si­tio­nen. Sie müs­sen dem Grund­satz der Wahr­heit ver­pflich­tet sein und vor­bild­lich han­deln. Dies gilt natür­lich auch für den Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter.
  • Inter­view mit Bezie­hungs­for­scher: “Lei­den­schaft ist auf Dau­er unge­sund” | Pan­ora­ma — Frank­fur­ter Rund­schau — Män­ner sind die wah­ren Roman­ti­ker. Frau­en wis­sen gar nicht, wel­cher Typ ihnen wirk­lich gut tut. Und eines Tages steht plötz­lich der Umzugs­wa­gen vor der Haus­tür.
  • Gut­ten­berg ver­zich­tet auf Dok­tor­ti­tel: Dr. Münch­hau­sen geht in Klau­sur | STERN.DE — es ist alles Unsinn. Gut­ten­berg ist ein Blen­der. Er hat die Uni getäuscht, die Öffent­lich­keit getäuscht, sei­ne Par­tei­freun­de getäuscht. Er hat sich einen Dok­tor­ti­tel erschwin­delt und sei­nen Lebens­lauf geschönt. Prak­ti­ka als “beruf­li­che Sta­tio­nen” aus­ge­ge­ben, eine Mit­glied­schaft in einem Auf­sichts­rat, die offen­bar nur auf dem Papier bestand, als Aus­weis sei­ner Wirt­schafts­kom­pe­tenz aus­ge­ge­ben. Wer soll ihm noch ein Wort glau­ben?
  • Ver­fas­sungs­blog » Blog Archi­ve » Gut­ten­berg und das anti-elitäre Ticket — Gut­ten­berg hat sich einen Summa-Doktor umhän­gen las­sen (von Häber­le, no less, da komm ich echt schwer drü­ber weg) dafür, dass er 400 Sei­ten Text­bau­stei­ne zusam­men­ge­leimt hat. Er hat allem Anschein nach gelo­gen und betro­gen und sei­ne Pri­vi­le­gi­en als Abge­ord­ne­ter miss­braucht und das ehr­wür­di­ge Ver­fah­ren, in dem die Wis­sen­schaft ihren For­scher­nach­wuchs her­an­zieht, der Lächer­lich­keit preis­ge­ge­ben.
  • die wahr­heit: Schma­rot­zer cum lau­de — taz.de — Vor hun­dert Jah­ren war es das Pri­vi­leg des Adels, die Dienst­mäd­chen und Bau­ern­töch­ter zu schwän­gern, und kei­ner stell­te Fra­gen, wenn der Sohn aus gutem Hau­se nur schön schnei­dig war und heim­lich Ali­men­te zahl­te.
  • Karl-Theodor zu Gut­ten­berg: “Hier steht das Ori­gi­nal und kein Pla­gi­at!” — Nach­rich­ten Poli­tik — Deutsch­land — WELT ONLINE — Es scheint, als wol­le Gut­ten­berg das Maß der poli­ti­schen Unkor­rekt­heit, für die er im kon­ser­va­ti­ven Lager indes zumin­dest heim­li­che Sym­pa­thie ver­mu­ten darf, voll­ma­chen. Blend­gra­na­ten, um vom eigent­li­chen Kriegs­schau­platz – der ver­ma­le­dei­ten Dis­ser­ta­ti­on – abzu­len­ken?
  • Plagiats-Vorwürfe: Gut­ten­berg ver­zich­tet auf sei­nen Titel | Poli­tik — Frank­fur­ter Rund­schau — Die­ser Rück­halt in der nicht­po­li­ti­schen Öffent­lich­keit ist der bes­te Schutz für Gut­ten­berg.
  • Ham­burg, Gut­ten­berg, Hartz IV — Mer­kel gibt sich auf — sueddeutsche.de — Wie groß ist eigent­lich die Not der Kanz­le­rin? Ange­la Mer­kel erlebt nicht ihre ers­te Kri­se im Regie­rungs­amt. Aber es ist wohl das ers­te Mal, dass sie sich auf offe­ner Büh­ne und in weni­gen Minu­ten selbst noch so viel tie­fer hin­ein­ge­re­det hat. Mer­kels Tren­nung des Poli­ti­kers Karl-Theodor zu Gut­ten­berg vom Wis­sen­schaft­ler Karl-Theodor zu Gut­ten­berg ist ihrer Klug­heit unwür­dig. Die Ver­bin­dung zwi­schen der Dok­tor­ar­beit und der Minis­ter­ar­beit ist die Inte­gri­tät Gut­ten­bergs.
  • Die Guttenberg-Affäre: Kul­tur­kampf um einen Ange­be­te­ten | STERN.DE — Was näm­lich die Argu­men­te der Guttenberg-Anwälte gemein haben, ist eine Abkehr von jed­we­dem Ratio­na­lis­mus. Es sind die Anti-Aufklärer, die hier am Wer­ke sind. Sie for­dern ein, dass für Gut­ten­berg nicht die nor­ma­len Regeln des aka­de­mi­schen Betriebs gel­ten, nicht ein­mal die der Demo­kra­tie, in der es durch­aus zuläs­sig ist, die Eig­nung eines Poli­ti­kers immer wie­der in Fra­ge zu stel­len. Gleich­zei­tig stel­len sie alles und jeden unter den Pau­schal­ver­dacht des Betrugs und der Dop­pel­zün­gig­keit. Aka­de­mi­ker, Poli­ti­ker, Jour­na­lis­ten. Bei­des, die Pau­schal­kri­tik und die For­de­rung nach einer “Lex Gut­ten­berg” haben ihrer­seits das Zeug, das Ver­trau­en in wich­ti­ge Insti­tu­ti­on zu zer­set­zen, den Kitt, der die Gesell­schaft zusam­men­hält: Wie soll man denn jemals, und das hat der Pro­fes­sor und SPD-Politiker Karl Lau­ter­bach bei Anne Will, tref­fend for­mu­liert, Stu­den­ten fürs Abschrei­ben bestra­fen kön­nen, wenn der Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter mit einem Pla­gi­at davon­kommt? Das gan­ze Sys­tem wür­de zusam­men­bre­chen.
  • Pla­gi­ats­af­fä­re des Minis­ters: Gut­ten­berg, das Anti-Vorbild | FTD.de — Dabei wäre die Fäl­schung sei­ner Dis­ser­ta­ti­on sogar noch zu ver­zei­hen gewe­sen — hät­te er sich kon­se­quent ent­schul­digt und reu­mü­tig gezeigt. Die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gie, mit der sich Gut­ten­berg aus der größ­ten Kri­se sei­ner Poli­ti­ker­kar­rie­re zu befrei­en ver­sucht, macht genau das unmög­lich. Sie macht die­sen Mann nach­ge­ra­de gefähr­lich. Dabei geht es nicht nur dar­um, dass er als Vor­bild für Ehr­lich­keit ver­sagt. Noch bedenk­li­cher: Gut­ten­berg ver­höhnt die Wäh­ler. Scham­los setzt er auf deren löch­ri­ges Gedächt­nis und Emp­fäng­lich­keit für popu­lis­ti­sche Hube­rei. Sei­ne Ein­ge­ständ­nis­se im Zwei­ta­ge­stakt ver­sucht er mit einem simp­len Trick zu kaschie­ren, sei­nem ein­zi­gen. Es ist der Trick eines Ange­bers: Kraft­strot­zen­des Auf­tre­ten, gerad­li­ni­ge Rhe­to­rik.
  • Ers­ter Auf­tritt nach Plagiats-Vorwürfen: Gut­ten­berg will den Dr. abschüt­teln | STERN.DE — Dass zu Gut­ten­berg nicht wirk­lich erklärt hat, war­um er abschrieb, wie­so er den Über­blick ver­lo­ren hat, fällt nur weni­gen an die­sem Abend auf. “Er hat das halt so hübsch ver­packt, da waren die meis­ten wohl geblen­det”, fin­det ein Mann in den Fünf­zi­gern und steckt die Hän­de in die Jacken­ta­schen. “Ich habe auch pro­mo­viert und weiß genau, wel­che Quel­len ich genutzt habe — heu­te noch.”
  • Wie Gut­ten­berg zur Witz­fi­gur mutiert | ZEIT ONLINE — es ist eine Far­ce. Die nun “gra­vie­ren­den Feh­ler” hat­te zu Gut­ten­berg zuerst als “abstru­se Vor­wür­fe” sei­ner Geg­ner bezeich­net, dann als ver­se­hent­li­che Zitier­feh­ler dar­ge­stellt. Erst nach­dem sei­ne Arbeit im Inter­net minu­ti­ös zer­legt und ihm dabei sys­te­ma­ti­sches Kopie­ren nach­ge­wie­sen wur­de, gab er nun zumin­dest zu, dass er “an der einen oder ande­ren Stel­le den Über­blick über die Quel­len ver­lo­ren” habe. An der einen oder ande­ren Stel­le? Den Über­blick ver­lo­ren? Laut der zuge­ge­ben mit Vor­sicht zu bewer­ten­den Sta­tis­tik der Pla­gi­ats­jä­ger im Inter­net ent­hal­ten der­zeit fast 73 Pro­zent der Arbeit Pla­gia­te, die nicht von Gut­ten­berg selbst sind. Inter­es­sant auch, dass ihm das erst beim “erneu­ten Lesen der Dis­ser­ta­ti­on über das Wochen­en­de” auf­ge­fal­len sein soll.
  • Pla­gi­ats­vor­wür­fe: Gut­ten­berg tauscht Dok­tor gegen Kar­rie­re — SPIEGEL ONLINE - — Der nimmt sich in Kelk­heim nicht den poli­ti­schen Geg­ner, son­dern die Medi­en vor. Er äuße­re sich hier im Hes­si­schen, und nicht vor der Haupt­stadt­pres­se in Ber­lin: “Sie sol­len es aus ers­tem Mun­de erfah­ren und nicht durch die Kom­men­tie­rung.” Es ist der Unter­schied zwi­schen öffent­li­cher und ver­öf­fent­lich­ter Mei­nung, den Gut­ten­berg da macht und zu dem zuletzt Gui­do Wes­ter­wel­le griff, als er wegen sei­ner Äuße­run­gen zu “spät­rö­mi­scher Deka­denz” unter Hartz-IV-Empfängern unter Druck gera­ten war. Es ist ein Mit­tel bedräng­ter Poli­ti­ker.
  • Gut­ten­berg: Wei­te­res Bundestags-Gutachten ver­wen­det — Deutsch­land — FOCUS Online
  • Mee­dia: Uschi-Streit: ffn geht gegen Mario Barth vor
Weiterlesen

Was ich noch sagen wollte… zu Rücktrittsforderungen

2010 flog der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te der CDU Die­ter Jas­per mit einem erkauf­ten fal­schen Dok­tor­grad auf. Die eige­ne Par­tei hat Jas­per nicht zum Rück­tritt auf­ge­ru­fen, aber sie hät­te auch wohl nichts dage­gen gehabt. Jas­pers Bun­des­tags­man­dat wäre schlicht an den nächs­ten CDU-Politiker gegan­gen. Der zu Jas­per gehö­ri­ge Kreis­ver­band mein­te zunächst, man hal­te Jas­per für inte­ger. Als Jas­per auch noch mit geschön­tem Lebens­lauf auf­flog, zog man sich auf die Posi­ti­on zurück, einen Rück­tritt nur dann ein­zu­for­dern, wenn Jas­per rechts­kräf­tig ver­ur­teilt wer­de. Und das geschah nur des­we­gen nicht, weil die Staats­an­walt­schaft Jas­per ange­bo­ten hat, sich frei zu kau­fen. So konn­te der Hops­te­ner Jas­per sein Man­dat im schö­nen Ber­lin und der Kreis­ver­band sein Büro eines Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten behal­ten. So eine Anlauf­stel­le, für die es für einen klei­nen Kreis­ver­band kei­nen pas­sen­den Ersatz gibt, will ja auch bezahlt wer­den. Zur nächs­ten Bun­des­tags­wahl wird Jas­per dann fal­len gelas­sen, ein Sym­pa­thie­trä­ger wie Copy-Karl ist er schließ­lich nicht und ande­re wol­len auch ger­ne in den Bun­des­tag. Die Rück­tritts­for­de­rung ver­puff­te und der gut­gläu­bi­ge Wäh­ler schau­te in die Röh­re.

Als Mar­got Käß­mann von der Poli­zei alko­ho­li­siert am Steu­er ertappt wur­de und irgend­je­mand die­ses Ver­ge­hen an die Pres­se aus­plau­der­te, trat Käß­mann umge­hend zurück. Soweit ich weiß, muss­te sie hier­zu nicht auf­ge­for­dert wer­den. In der Beur­tei­lung des Stra­ßen­ver­kehrs­ver­ge­hens durch Frau Käß­mann muss es aber so gewe­sen sein, dass eine Bei­be­hal­tung ihres Amtes als nicht inte­ger wahr­ge­nom­men wer­den wür­de. Man hät­te sicher auch damals vie­le Stim­men sam­meln kön­nen, die sich für den Ver­bleib von Frau Käß­mann im Amt aus­ge­spro­chen hät­ten. Aber auf sowas ließ sie sich nicht ein, selbst wenn in ihrer eige­nen Beur­tei­lung die­ser Feh­ler als ein­ma­lig eing­schätzt wor­den ist.

Wäre Käß­mann aller­dings Mit­glied der CDU-geführten Bun­des­re­gie­rung gewe­sen, dann hät­te sich Mer­kel wohl für ihren Ver­bleib aus­ge­spro­chen mit dem Hin­weis dar­auf, dass sie nicht als Auto­fah­re­rin ein­ge­stellt wor­den sei. Man kann heut­zu­ta­ge in der CDU kaum noch über sei­ne nicht­vor­han­de­ne Inte­gri­tät stol­pern, weil ande­re sie immer pas­send weg­schub­sen. So ein­fach ist das mit der Inte­gri­tät und den Rück­tritts­for­de­run­gen.

Weiterlesen

Guten Morgen

Morgenkaffee

Seit Mitt­woch ver­gan­ge­ner Woche ist Gut­ten­berg und sein Titel aus Buy-reuth all­abend­lich Bestand­teil der Fern­seh­nach­rich­ten. Zudem hat er es, wie wohl nie­mand zuvor in CDU oder CSU, hin­be­kom­men, nahe­zu sämt­li­che Leit­me­di­en gegen sich auf­zu­brin­gen: Süd­deut­sche, FAZ, DIE ZEIT, STERN, Frank­fur­ter Rund­schau, SPIEGEL, taz, ftd. Gut­ten­berg bleibt nur sein Pakt mit der “Bild”-“Zeitung” und sei­ne Fans, oder wie die Frank­fur­ter Rund­schau sich aus­drückt:

Die­ser Rück­halt in der nicht­po­li­ti­schen Öffent­lich­keit ist der bes­te Schutz für Gut­ten­berg.

Live-Tweets aus Liby­en kann man auf die­ser Sei­te nach­le­sen.

Paul Lend­vai sieht in man­gel­haf­ter geschicht­li­cher Auf­klä­rung in Ungarn den Grund der dro­hen­den men­ta­len Ver­wahr­lo­sung.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Hat die CDU eigent­lich mit­be­kom­men, in wel­cher Ecke man sich gera­de ver­schanzt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]
Weiterlesen

Was ich noch sagen wollte… zu konservativer Ehrlichkeit

Gut­ten­berg ist back — mit einer Wun­der­tü­te neu­er Wirk­lich­keits­dar­stel­lun­gen, die Ehr­lich­keit vor­täu­schen wol­len, wie wun­der­bar. Es hilft nichts, man muss sei­ne Bemer­kun­gen rhe­to­risch aus­ein­an­der­neh­men, denn bei Gut­ten­berg bekommt man nur hin­rei­chend wah­re Ein­räu­mun­gen, nicht die gan­ze Wahr­heit.

Nur in sei­ner eige­nen Welt hat er am ver­gan­ge­nen Frei­tag in sei­ner Rede alles rich­tig gemacht: Sich ent­schul­digt, Feh­ler ein­ge­räumt und auf den Dok­tor­grad ver­zich­tet. Der Unter­ton, dass er den abge­leg­ten Dok­tor­grad sofort nach der Prü­fung durch die Uni­ver­si­tät wie­der anneh­men wer­de, nein, dar­an erin­nert er sich am Mon­tag nicht mehr.

Statt­des­sen hat er sich selbst sei­ne eige­ne Arbeit noch ein­mal ange­se­hen — oder bes­ser: ver­folgt, wie weit man sei­ner Patch­work­fi­bel auf die Schli­che kam. Ein­fach soweit, dass man die­se Dok­tor­ar­beit nicht mehr ver­tei­di­gen kann. Nur das ist es, was den heu­ti­gen Auf­tritt erklärt. Ohne Gut­ten­plag hät­te man heu­te ande­re Sät­ze ver­nom­men.

Aber Gut­ten­berg ent­blö­det sich nicht, auch im Ein­ge­ste­hen sei­nes Pla­gi­ats, bei dem ihm durch die gro­ße Anzahl der ein­be­zo­ge­nen Tex­te ent­gang, dass qua­si nichts von ihm selbst stamm­te, den Hel­den zu mar­kie­ren:

Es geht dar­um, den Scha­den für die Uni­ver­si­tät, den Dok­tor­va­ter und den Zweit­kor­rek­tor zu begren­zen. Des­halb war mei­ne Ent­schei­dung rich­tig, den Dok­tor­ti­tel nicht zu füh­ren, auch wenn es schmerz­lich ist.

Gut­ten­berg hät­te sei­nen Dok­tor­va­ter bes­ser dadurch geschützt, dass er nicht Zita­te von hausarbeiten.de für sei­ne Dis­ser­ta­ti­on klaut. Aber solch ein Blen­der fährt auch 20 Km vor Mün­chen ein Auto gegen den Baum und erklärt vol­ler Stolz, dass er auf die­se Wei­se Unfäl­le in Mün­chen ver­hin­dert hat. Als ob der Schutz ande­rer am Frei­tag einer sei­ner Beweg­grün­de gewe­sen wäre! Nein, es geht dar­um, dass sei­ne Dok­tor­ar­beit nach­weis­bar ein Pla­gi­at ist, dass er die­se Dreis­tig­keit am Frei­tag noch für ver­tei­di­gens­wert hielt, und dass er bis heu­te nicht rei­nen Tisch gemacht hat, nur um poli­tisch zu über­le­ben.

Die Dok­tor­ar­beit ist eine Lüge, und zum Erhalt die­ser Lüge war er bereit, wei­ter zu lügen. Oder in Guttenberg-Sprech: Wei­ter Blöd­sinn zu trei­ben.

Hier wer­den Wahr­hei­ten so lan­ge ver­dreht, bis ihnen das Genick bricht. Für Dok­tor­ar­bei­ten, für die poli­ti­sche Stel­lung, für den Macht­er­halt der Par­tei, für das eige­ne Anse­hen. Man zer­re­det Sach­kri­tik so lan­ge, bis den meis­ten Zuhö­rern das Inter­es­se an Wahr­hei­ten flö­ten geht. Und wenn man das geschafft hat, dann wirft man den­je­ni­gen, die Ehr­lich­keit ein­for­dern, vor, sie führ­ten Kam­pa­gnen im Schil­de und wür­den wich­ti­ge­re The­ma­ti­ken nicht aner­ken­nen.

2011 ist das Jahr, in dem CDU und CSU das Ein­for­dern von Ehr­lich­keit für eine Schmutz­kam­pa­gne hal­ten. Ich ken­ne kei­ne Stim­me aus die­sen Par­tei­en, die das bis­lang kri­ti­siert hät­te. Da soll­te man sich über 20%-Verluste in Ham­burg nicht wun­dern. Aber das, so meint die CDU, lag eh nur am Kli­ma.

Weiterlesen

Was ich noch sagen wollte… zum zweifachen Guttenberg

Das The­ma Gut­ten­berg & sein Pla­gi­at ist nicht tot zu krie­gen. Das mögen die einen bedau­ern und die ande­ren mag es inter­es­sie­ren. Rheo­trisch betrach­tet ist der Schach­zug, den die CDU da gera­de vor­nimmt, wag­hal­sig: Sie ver­dop­pelt ein­fach Karl-Theodor zu Gut­ten­berg.

Als Die­ter Jas­per im letz­ten Jahr mit sei­nem erkauf­ten Dok­tor­wür­de auf­flog, da scher­te sich nie­mand aus der CDU um sei­ne Per­son. Das lag teils dar­an, dass kaum jeman­dem außer­halb sei­nes Orts­ver­eins ihn son­der­lich gut kann­te. Daher hieß damals die Devi­se der CDU: Aus­sit­zen und den Scha­den für die Par­tei mög­lichst gering hal­ten. Man schweigt über den fal­schen Dok­tor und läßt ihn selbst knapp ein Jahr nicht mehr ans Red­ner­pult.

So ein­fach geht das bei Herrn Gut­ten­berg nicht. Und das hat auch mit ande­ren Kon­no­ta­tio­nen zu tun: Gut­ten­bergs Par­tei, die CSU, befin­det sich in einem ste­ti­gen Abwärts­trend, der durch Gut­ten­berg abge­mil­dert, wenn nicht gestoppt wer­den könn­te. Das ergä­be für die CSU, als auch für die CDU auf Bun­des­ebe­ne, Auf­trieb. Im poli­ti­schen Bereich ist das gleich­be­deu­tend mit poli­ti­schem Ein­fluß und Man­da­ten, sprich: Arbeits­plät­zen.

Und so lässt sich die CDU erst­mals etwas gegen die bedrü­ckend ein­deu­ti­gen Pla­gi­ats­vor­wür­fe ein­fal­len, gegen die kein sach­li­ches Argu­ment mehr wirkt: Der zwei­fa­che Gut­ten­berg. Der ers­te ist der böse Gut­ten­berg: Der ver­hin­der­te Jurist ohne zwei­tes Staats­ex­amen, aber mit einer der bemer­kens­wer­tes­ten Dok­tor­ar­bei­ten der Wis­sen­schafts­ge­schich­te: Einem Summa-cum-laude-Plagiat. Der zwei­te ist der gute Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter, der für die Bun­des­wehr­sol­da­ten in Afgha­ni­stan Jesus-Status erreicht hat, und als kom­men­der Bun­des­kanz­ler gehan­delt wird.

Für die Mer­kel ist allein sei­ne Minis­ter­ar­beit ent­schei­dend, für Bouf­fier und von der Ley­en ist es das Wich­tigs­te, dass er ein guter Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter ist.

Wich­ti­ger als die Fra­ge der Ehr­lich­keit. Unge­ach­tet der Tat­sa­che, dass Gut­ten­berg als Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter in sei­nem Minis­te­ri­um die bis­lang ein­zi­ge Pres­se­kon­fe­renz zu sei­nem Dok­tor­wür­de gab. Mit dem zwei­ten regiert man bes­ser. Man soll­te nur vor­her sein Hirn aus­schal­ten.

Weiterlesen