WordPress mit SQLite installieren

Es ist dann doch stark an mir vor­bei­ge­rauscht, dass es seit mehr als 2 Jah­ren wohl pro­blem­los mög­lich ist, Wor­d­Press ohne eine MySQL-Datenbank, son­dern mit einer SQLite-Datenbank zu instal­lie­ren. Das hat mich dazu gebracht, den Düs­sel­blog mal von sei­ner bis­he­ri­gen Mdbl0g-Installation auf Wor­d­Press umzu­stel­len und sie­he da: Es funk­tio­niert wie am Schnür­chen. Nur mein Firefox-Browser schmeisst mich bei jeder Ände­rung an irgend­was umge­hend aus dem Backend. Aber das kann ich ver­schmer­zen.

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Was Blogs sollen

Han­nah Lüh­mann hat eine klei­ne Schimpf­ti­ra­de auf ein paar Blogs los­ge­las­sen. Mar­tin Gies­ler hat schon dar­auf geant­wor­tet, indem er ein paar Aspek­te des Tex­tes her­aus­ge­zo­gen hat und umschmeisst. Im Kern kri­ti­siert Lüh­mann an den Blogs, die ihrer Mei­nung nach Vice nach­ah­men:

Was fehlt, sind Bei­trä­ge mit Sub­stanz, wie sie „Vice“ doch noch hier und da unter all den Trash mischt. […] Alles wird ein­ge­mein­det in eine fröh­li­che Welt der läs­si­gen Red­un­danz, von Men­schen, die sich selbst dabei wohl ziem­lich läs­sig vor­kom­men.

Sub­stanz hät­te man die­sem Arti­kel jetzt auch mal gewünscht. Es ist nicht ver­bo­ten, ein Blog zu betrei­ben, in dem Trash neben erns­te­ren The­men auf­tritt. Es pas­siert, dass Blog­ar­ti­kel zu erns­ten The­men, ober­fläch­lich zu lesen sind. Es ist nicht ein­mal ver­bo­ten, Blogs zu schrei­ben, die schlecht sind. Blogs erfül­len nicht not­wen­di­ger Wei­se eine gesell­schaft­lich rele­van­te Funk­ti­on.

Lesen Sie ein­fach ande­re Blogs, Frau Lüh­mann, wenn die, die Sie lesen, Ihnen nicht gefal­len.

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Trend. Meiner.

Ich habe gera­de fest­ge­stellt, dass ich seit 25 Jah­ren irgend­wo hin­krit­zel, was gera­de so mei­ne Auf­merk­sam­keit fes­selt. 13 Jah­re davon in ein Tage­buch, 3 Jah­re auf eine Home­page und jetzt schon 10 Jah­re in Blogs.

Mit der Time­li­ne möch­te Face­book sol­che Krit­ze­lei­en ablö­sen. Pus­te­ku­chen. Von mir wer­den sie kei­ne der­ar­ti­gen Infor­ma­tio­nen aus ers­ter Hand bekom­men. Twit­ter hat direk­te Kon­tak­te ermög­licht, ohne dass man jeman­den son­der­lich gut kennt. Zwar war ich mit einem Tweet eher im Spie­gel als mit einem Blog­ar­ti­kel, den­noch kön­nen die­se kom­mer­zi­el­len Netz­wer­ke nicht mit mei­nem Blog mit­hal­ten. Ein Ver­gleich wäre ganz sinn­los und lässt sich auch nicht über die Anzahl von öffent­li­chen Reak­tio­nen auf­fä­deln.

Blogs kön­nen immer noch höhe­re Wel­len schla­gen als kom­mer­zi­el­le Sozia­le Netz­wer­ke. Sie müs­sen das nicht, kön­nen es aber. Und sie kön­nen sich ganz unin­ter­es­siert dar­an zei­gen, wie stark genutzt Sozia­le Netz­wer­ke wer­den oder wie stark ihre Nut­zung an Nut­zer­inter­es­se ver­liert.

Bleibt mein Blog? Zumin­dest mein Gekrit­zel bleibt. Egal wie vie­le Hun­de dage­gen anbel­len.

[via]
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Blogkommentare

Irgend­wann beim Bib­lo­sta­ti war mal wie so oft die Rede von Blogs und Denis mein­te, Blogs sei­en für ihn alles, was unter Tex­ten eine Kom­men­tar­funk­ti­on zur Ver­fü­gung stell­te. Das ist zwar eine sehr kur­ze Beschrei­bung, sie ent­hält aber wohl ein durch­aus bekann­tes Merk­mal. Heu­te nun schließt Lars Rei­ne­ke mit Ver­weis auf qua­li­ta­ti­ve Armut von Kom­men­ta­ren die Kom­men­tar­funk­ti­on sei­nes Blogs. Das ändert wohl nichts dar­an, dass er ein Blog betreibt, wirft aber die Fra­ge auf: Wie ver­zicht­bar sind Kom­men­ta­re für ein Blog?

Ich mag die Mög­lich­keit, Kom­men­ta­re an Blog­bei­trä­ge anhän­gen zu dür­fen, inso­fern habe ich sel­ber wenig Inter­es­se dar­an, die Kom­men­tar­funk­ti­on in die­sem Blog abzu­stel­len. Es wer­den sowie­so nicht son­der­lich oft Kom­men­ta­re hier abge­ge­ben und das hat mich nie gestört. Eine Mas­se an Kom­men­ta­ren wer­ten ein Blog nur schein­bar auf, es kommt eben doch auf die Qua­li­tät der Bei­trä­ge an und die ist bei kei­nem mir bekann­ten deut­schen Blog umwer­fend hoch.

In der letz­ten Woche ist die­ser Bei­trag von mir stark fre­quen­tiert wor­den. Das Lag vor allem an einem Link, der sich auf Spie­gel Online befand, was mit sich zog, dass auf einen Schlag tau­sen­de Spie­gel Online-Leser den Weg auf mein Blog fan­den. Die wer­den nun kei­ne Stamm­le­ser die­ses Blogs, was mich aber auch beru­higt: Denn, zumin­dest was die Kom­men­ta­to­ren betrifft, waren die vpn Spie­gel Online kom­men­den Leser nicht son­der­lich gut im Stan­de, eine kri­ti­sche, eige­ne Mei­nung zu ent­wi­ckeln, son­dern bezo­gen sich nur auf die Flö­he, die ihnen auf der Sei­te von Spie­gel Online ins Ohr gesetzt wur­den. Und das waren eini­ge, denn der Bericht war eher rei­ße­risch und mach­te nicht den Ein­druck, dass der Ver­fas­ser die recht­li­che Pro­ble­ma­tik son­der­lich gut ver­stan­den hät­te.
Nach 200 Kom­men­ta­ren habe ich dort die Kom­men­tar­funk­ti­on geschlos­sen. Nach dem ers­ten gro­ßen Schwung an Kom­men­ta­ren waren die tat­säch­lich inter­es­san­ten Aspek­te zu Ende bespro­chen, die Spie­gel Online-Floh­hü­ter zogen wei­ter und übrig blieb eine dort in Rede ste­hen­de Per­son, die rum­troll­te. In ande­ren Foren ist die durch die­sen Arti­kel ange­ris­se­ne Pro­ble­ma­tik weit­aus sach­li­cher bespro­chen wor­den, das fin­de ich so erfreu­lich wie für mein Blog scha­de.

Mir ist aber nicht die Lau­ne ver­dor­ben wor­den durch die pole­mi­schen Kom­men­ta­re, so wenig ich in die Luft gesprun­gen bin bei mir freund­lich geson­ne­nen Lesern. Die Kom­men­tar­funk­ti­on dient mei­nes Erach­tens dazu, sich einer Kri­tik zu stel­len; sie soll mir selbst klar machen, ob mei­ne vor­ge­tra­ge­ne Posi­ti­on argu­men­ta­tiv in Ord­nung geht oder leicht umge­wor­fen wer­den kann. Ich bin nicht dar­auf aus, Gesin­nungs­ap­plaus zu bekom­men. Die Funk­ti­on stellt mei­ne eige­ne Anspan­nung sicher, nicht in Geschwätz zu ver­fal­len, das kei­ne Kri­tik mehr ver­dient.

Ich stim­me Lars in sei­ner nega­ti­ven Ana­ly­se von Blog­kom­men­ta­ren, sofern sie wie in mei­nem ange­spro­che­nen Arti­kel geballt auf­tre­ten, durch­aus zu. Es ist durch­aus ner­vig, den x-ten blöd­sin­ni­gen Kom­men­tar zu lesen. Aber es geht bei der Mög­lich­keit einer Kom­men­tar­funk­ti­on auch immer um den ein­zel­nen Geist, der einen Arti­kel kri­ti­siert, den noch nie­mand kom­men­tiert hat, der einen Punkt auf­greift, den ich plump über­gan­gen habe, der mich zwar falsch ver­steht, aber zwingt, mich genau­er aus­zu­drü­cken. Blog­gen ist so der Ver­such, eine sub­jek­ti­ve Hal­tung objek­tiv in Fra­ge stel­len zu las­sen. Das ver­ste­hen zwar eini­ge Kom­men­ta­to­ren nicht und miss­brau­chen die Funk­ti­on nahe­zu, aber durch deren Ver­hal­ten las­se ich mir mei­ne Idee nicht kaputt machen.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Sowohl Ben­ja­min Bir­ken­ha­ke als auch Kon­stan­tin Klein füh­len sich nur in ihrem Blog rich­tig daheim und ver­fol­gen Goog­le+ und Co. halb­her­zig, da dort Infor­ma­tio­nen quan­ti­ta­tiv und kaum qua­li­ta­tiv zusam­men­lau­fen.

Wie gewich­tet man denn über­haupt bei all den Infor­ma­tio­nen, die online unge­wich­tet raus­po­saunt wer­den? Oder wie Mar­kus bei Netz­po­li­tik fragt: Gibt es eine Filter-Blase?, die Wich­ti­ges außen vor lässt?

Fried­rich Küp­pers­busch schlägt die­se Woche mal Rating-Agentur nach:

[audio:http://httpmedia.radiobremen.de/mediabase/051697/051697_178067.mp3]

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Was ist eigent­lich aus die­sem Blog­ger­ver­bund gewor­den? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Das Som­mer­mär­chen ist vor­bei.

Wenn das Som­mer­mär­chen vor­bei ist, kann ja das Genie­ßen des Som­mers begin­nen, wie beim Pro­vinz­kind.

Der Chat­zi ist ja auch drol­lig: Nicht nur, dass der FDP-Politiker die an sei­ne Dok­tor­ar­beit gerich­te­ten Pla­gi­ats­vor­wür­fe nicht ent­kräf­ten kann, er meint auch, dass, weil Pla­gia­te auf­ge­deckt wer­den, Aka­de­mi­ker nicht mehr Poli­ti­ker wer­den wol­len. Die Argu­men­ta­ti­on besagt in etwa, dass man nicht mehr ein­kau­fen geht, weil Die­be geschnappt wor­den sind .

Wann ist ein Blog ein Blog? fragt Rou­ven, ein wenig wohl, um sich über das ver­al­te­te Redak­ti­ons­sys­tem der Neu­en West­fä­li­schen zu wun­dern, ein wenig der Schreiblust wegen.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: War­um ist die­ser zusam­men­ge­schus­ter­te Kopier­blöd­sinn eigent­lich so en vogue? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

So, mel­de mich wie­der vom drit­ten re:publica-Tag in Ber­lin. Ber­lin hat ja kei­nen Humor, kei­ne eige­ne Küche und kein gutes Wet­ter. Dafür kann ich aus eige­ner Erfah­rung berich­ten, dass man nachts um drei noch Essen gehen oder am Obst­stand Bana­nen kau­fen kann. Und immer­hin sind die Ber­li­ner nicht scheiss­freund­lich mit ihrer Kod­der­schnaut­ze, aber der All­tag hät­te schon mehr Charme ver­dient.

Dorin Popa, der auch hier irgen­wo ist, fühlt sich als Blog­ger unver­stan­den. Mich wür­de ja eher das Gegen­teil irri­tie­ren.

Felix Schwen­zel hat ges­tern fast kom­plett ande­re Sachen gese­hen als ich und da sieht man sehr schön, wie unter­schied­li­che Ein­drü­cke qua­si der­sel­ben Ver­an­stal­tung ent­ste­hen.

Ich weiß gera­de nicht, ob ich das schon ver­linkt habe, aber da ich’s auch zwei­mal gele­sen habe, kann ich’s auch zwei­mal ver­lin­ken: Kon­stan­tin Kleins Unbe­ha­gen mit dem vor­ge­stell­ten Ver­ein Digi­ta­le Gesell­schaft. Julia See­li­ger hat eine Art Vor-Ort-Bericht dazu geschrie­ben, hebt aber treff­si­cher Schwach­stel­len des Vor­ha­bens her­aus.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Will man nicht eigent­lich bes­se­re inhalt­li­che Par­tei­po­li­tik und weni­ger — statt mehr — Lob­by­is­mus? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Knöllchen

Heu­te war ich wie­der mal auf einem Blog­ger­stamm­tisch und da kam ich mit einem Blog­ger so über Jour­na­lis­mus in der Pro­vinz ins Gespräch. Und er mein­te, dass man bei die­ser Form von Jour­na­lis­mus nicht ansatz­wei­se von einer 4. Gewalt reden kön­ne, gefragt sei nur ein bun­tes Blätt­chen mit Unfäl­len, Sport und Todes­an­zei­gen.

Und da warf ich ein, dass doch Ant­je Voll­mer just im ver­gan­ge­nen Jahr die kri­ti­sche Hal­tung der Pro­vinz­zei­tung Neue West­fä­li­sche gegen­über dem Bertelsmann-Konzern so gelobt hat­te. Wobei ich ein­räum­te, dass das etwas selt­sam daher kam, weil gleich einen Tag nach Ver­öf­fent­li­chung des Inter­views mit Ant­je Voll­mer auf der Inter­net­sei­te der Neu­en West­fä­li­schen ein gänz­lich kri­tik­be­frei­ter Bertelsmann-Bericht ver­öf­fent­licht wur­de.

Und da sag­te mein Gegen­über:

Ja, rate doch mal, für wen der Sohn der Voll­mer arbei­tet.

[ Foto: ttcop­leybore­dom | Crea­ti­ve com­mence licence ]

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Der Puff ist zu — Wolf Schneiders Vorliebe kurzer Wörter

wolfschneider

Wolf Schnei­der hat einen schö­nen, klei­nen Video­pod­cast über klei­ne Wör­ter gemacht. Er ruft dazu auf, dass Blog­ger und Jour­na­lis­ten ver­ständ­li­che Tex­te machen sol­len und meint, dies gelän­ge durch die Ver­wen­dung kur­zer Wör­ter. Wis­sen­schaft­ler und Metreo­lo­gen ver­wen­de­ten oft kom­ple­xe Wör­ter, die durch kur­ze aus­ge­tauscht das, wor­über gespro­chen wer­den soll, viel leich­ter ver­ständ­lich machen wür­den.

Dies ist zunächst ein­mal ganz rich­tig. Es gibt vie­le Berufs­grup­pen, die kei­nen leicht ins Ohr gehen­den Slang ver­wen­den. Wis­sen­schaft­ler und Medi­en­ma­cher gehö­ren oft­mals dazu. Ich für mei­nen Teil aber arbei­te gera­de an der tran­szen­den­ta­len Deduk­ti­on des Prin­zips der Zweck­mä­ßig­keit in Kants Kri­tik der Urteils­kraft. Das Dum­me ist, kür­zer kann ich die­sen Gegen­stand nicht benen­nen, ohne wich­ti­ge Din­ge unaus­ge­spro­chen zu las­sen. Manch­mal braucht man eben ver­trackt sich anhö­ren­de Spra­che, um prä­zi­se zu sein.

Im All­tag, und neh­men wir mal durch­schnitt­li­che Blog- oder Zei­tungs­ar­ti­kel, da braucht man eine ver­ständ­li­che Spra­che. Der Leser will sich mög­lichst nicht anstren­gen beim Lesen. Nach Schnei­der sind es lan­ge Wör­ter, die die­se Auf­merk­sam­keit beein­träch­ti­gen. Ich den­ke, es sind vor allem Frend­wör­ter, die, sofern es pas­sen­de Nicht­fremd­wör­ter gibt, weg­ge­las­sen wer­den soll­ten. Deutsch­spre­cher ver­ste­hen bestimm­te Begrif­fe ein­fach leich­ter, wenn sie nicht über eine Esels­brü­cke, wie es ein Fremd­wort ist, gehen müs­sen: Ich ver­ste­he schnel­ler, was der Begriff Son­nen­en­er­gie meint, als, was der Begriff Solar­ener­gie meint, obwohl bei­de das­sel­be bedeu­ten. Ein­fach, weil ich schon bei Son­ne bild­lich an Son­ne den­ke. Solar erweckt kein direk­tes sol­ches Bild, wenn man nicht gera­de alt­sprach­lich gebil­det ist. Ähn­lich ist die Fra­ge Wie­vie­le Titel hat das Album? ver­ständ­li­cher als Wie­vie­le Tracks hat das Album?, auch wenn Tracks kür­zer ist als Titel.

Es kommt für eine leicht ver­ständ­li­che Spra­che also eben­so auf ver­ständ­lich gewähl­te Wör­ter und anre­gen­de Erzähl­wei­se an. Kur­ze Wör­ter kön­nen Teil davon sein, müs­sen es aber nicht.

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Guten Morgen

morgenkaffee

Mar­cus Jau­er kommt mit sei­nem Arti­kel Deut­sche Blog­ger stark in Bedräng­nis. Zunächst waren nur eini­ge Leser über den kurz zur re:publica 2010 erschei­nen­den Arti­kel etwas ange­säu­ert, aber nun wird die Kri­tik lang­sam ein­schnei­dend. Spür­bar lako­nisch hat­te Jau­er in die­sem Arti­kel geschrie­ben:

Er habe ein wer­ti­ges Umfeld gewollt, sagt Robin Meyer-Lucht. Aber weil er von allen Blog­gern, die man getrof­fen hat, der ein­zi­ge ist, der kon­trol­lie­ren will, womit er zitiert wird, sagt er das jetzt nicht.

War­um Jau­er her­aus­hebt, das Meyer-Lucht der ein­zi­ge sei, der kon­trol­lie­ren möch­te, womit er zitiert wird, mag Inter­pre­ta­ti­ons­sa­che sein. Jeden­falls wer­den das künf­tig wesent­lich mehr Per­so­nen bei Jau­er tun: Sowohl John­ny Häus­ler bei Spree­blick als auch Felix Schwen­zel bei wirres.net sagen, dass Jau­er eini­ge ihrer Zita­te schlicht erfun­den hat. Und wer möch­te schließ­lich schon mit­tels Post­kar­ten zitiert wer­den, die zufäl­lig in der Woh­nung hän­gen?

Die­ter Matz geht in sei­nem Blog Matz ab! fel­sen­fest davon aus, dass der HSV heu­te sei­nen Trai­ner Bru­no Lab­ba­dia raus­wirft. [10:55h: Bru­no Lab­ba­dia ist ent­las­sen.]

Und Fried­rich Küp­pers­busch wirft wie­der ein­mal einen äußerst amü­san­ten Rück­blick auf die Woche, den man ein­fach selbst ganz lesen soll­te.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wer­den eigent­lich nur dann Zei­tungs­ar­ti­kel ver­ris­sen, wenn sie auch kos­ten­los online ste­hen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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