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Artikel-Schlagworte: „Annette Schavan“

Guten Morgen

Morgenkaffee

Hihi. Der Bulo hat einen Comic zur Rund­show gemacht.

Falls Sie Ulrich Horn heu­te noch nicht gele­sen haben, holen Sie das bit­te nach.

Offen­bar ist die Poli­zei Dort­mund einem Nazi-Hinweis im Fall der NSU-Morde nicht nach­ge­gan­gen.

Bild­zei­tungs­lob­by­ist Chris­toph Kee­se reagiert auf den Text Heri­bert Prantls, der kei­nen guten Grund für ein Leis­tungs­schutz­recht aus­ma­chen kann. Im Inter­net wäre ein Leis­tungs­schutz für Snip­pets, Text­aus­zü­ge, wie sie bei Goog­le News zu fin­den sind, berech­tigt, denn:

Zusam­men­fas­sun­gen wären ohne die Inves­ti­ti­ons­leis­tun­gen der Ver­la­ge nicht entstanden

Als ob Goog­le News aus­schließ­lich voll­stän­di­ge Arti­kel­kurz­fas­sun­gen über­näh­me und nicht auch unvoll­stän­di­ge Sätze.

Apro­pos Sprin­ger: Da möch­te man vor­schnell Anet­te Scha­van bezüg­lich ihrer Dis­ser­ta­ti­ons­pla­gi­ats­vor­wür­fe ent­las­ten und merkt hin­ter­her, dass das, was man vor­legt, nicht das ist, was behaup­tet wird. Abso­lut schüt­zens­wert, die Pro­duk­te die­ses Verlages.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Läuft die Rund­show noch mal rund? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Guten Morgen

Morgenkaffee

Schaue gera­de kurz in 37Grad – Unschul­dig hin­ter Git­tern rein. Anne Roth war zwar nicht so begeis­tert, ich find’s aber gut. Und Unter­ti­tel online – ganz weit vorne!

Ulrich Horn ver­merkt, wie in der SPD unab­hän­gig vom Wäh­lerwol­len die Pöst­chen ver­teilt werden.

Die Pla­gi­ats­vor­wür­fe an Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Scha­van wei­ten sich aus.

Bill Clin­ton hat ein­mal gesagt, dass der Weg zur Tyran­nei mit der Dekon­struk­ti­on der Wahr­heit beginnt. Damit kom­men wir zum Fefe des Tages: Um nicht alle mili­tan­ten Opfer von Kriegs­an­grif­fen nach­zäh­len zu müs­sen, defi­niert Oba­ma schlicht, dass nach Angrif­fen alle Men­schen, die im mili­tär­fä­hi­gen Alter sind, als Mili­zen dekla­riert werden.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Knüpft die NRW-SPd jetzt wie­der an die Filz­zei­ten von frü­her an? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Mir schavant nichts Gutes…

Ja, ups­al­la: Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Annet­te Scha­vans Dis­ser­ta­ti­on steht unter Pla­gi­ats­ver­dacht. Und wenn man zur Maß­stab nimmt, dass eine ein­zi­ge Stel­le zur Aberken­nung des Titels reicht, wür­de ich die­se Bedin­gung hier­durch schon als gege­ben anse­hen. Der anony­me Ver­fas­ser der Plagiatsverdachtsseite:

Die Ver­fas­se­rin über­nimmt von Stadter (1970) […] ohne Stadter in der Arbeit zu erwähnen.

Sie selbst habe nur Ori­gi­nal­quel­len ver­wen­det, äußer­te sich die Minis­te­rin. Und hey, da wird die ers­te Nebel­ker­ze gewor­fen:

Mit anony­men Vor­wür­fen kann man schwer­lich umgehen

sagt Scha­van. Äh, doch, man muss nur lesen. Der Fall ist so gut wie durch.

Aktua­li­sie­rung

14:55 Uhr — Das geht aber schnell heut­zu­ta­ge: Die Uni­ver­si­tät Düs­sel­dorf kün­digt für den Nach­mit­tag eine Erklä­rung an.

Beim Spie­gel hat man die Vor­wür­fe noch nicht ganz verstanden.

Der Tages­spie­gel ver­steht die Cau­sa bes­ser und ver­weist dar­auf, dass die Dis­ser­ta­ti­on von Gewis­sens­bil­dung han­delt. Muha­h­a­h­a­ha.

16:31 Uhr — Auch N24 über­nimmt von der dpa das Miss­ver­ständ­nis: “Anders als bei frü­he­ren Pla­gi­ats­vor­wür­fen gegen Poli­ti­ker — etwa im Fall des zurück­ge­tre­te­nen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ters Karl-Theodor zu Gut­ten­berg (CSU) — geht es bei den anony­men Vor­hal­tun­gen gegen Scha­van nicht um die Über­nah­me kom­plet­ter Text­stel­len aus ande­ren Ver­öf­fent­li­chun­gen.” Doch, dar­um geht es auch. Aber immer­hin haben sie einen O-Ton des Doktorvaters: 

Solan­ge ich nicht durch äuße­re Umstän­de dazu ver­an­lasst wer­de, auf die Arbeit zu schau­en, wer­de ich das nicht tun.

20:23 Uhr — Nebel­ker­ze Nr. 2 bei der Süd­deut­schen Zei­tung:

Man kön­ne nie ganz aus­schlie­ßen, dass ähn­li­che Gedan­ken oder For­mu­lie­run­gen auch in ande­ren Wer­ken stünden.

Naja, wir reden hier immer noch über iden­ti­sche, auf ein­an­der fol­gen­de Sät­ze aus einer nicht­ge­nann­ten Quel­le.

22:13 Uhr — Das heute-journal bringt die Mel­dung. So schnell war ein WordPress.com-Blog wohl noch nie bei den Meinungsmachern.
Auf Vro­ni­plag fin­det sich die ver­mut­lich vor­her­ge­hen­de Stellensammlung.

3. Mai 10:30 Uhr — Die NOZ bringt eine Mel­dung der dpa über die NOZ, die den Vroniplag-Gründer inter­viewt hat. Die­ser hält eini­ge Stel­len in Scha­vans Dis­ser­ta­ti­on für kla­re Pla­gia­te, es sei aber kein zwei­ter Fall Gut­ten­berg. Das geht ja auch schon rein sub­stan­ti­ell nicht: Bei Gut­ten­berg wur­den auf mehr Sei­ten Pla­gia­te gefun­den als Scha­vans Dis­ser­ta­ti­on über­haupt umfasst.

Inter­es­sant ist ein Hin­weis auf die Ver­hand­lung um den Dok­tor­grad von Jor­go Chat­zi­marka­kis: In einer Ver­öf­fent­li­chung des Ver­wal­tungs­ge­richts wird fest­ge­hal­ten, dass der Zweit­gut­ach­ter betont, dass jedes wört­li­che Zitat ein­zeln aus­ge­wie­sen sein muss.

Knöllchen

Scha­van und Lam­mert krie­gen par­tei­in­tern für ihre gesichts­wah­ren­den Äuße­run­gen Stress mit See­ho­fer und Bos­bach. Mit frei­er Mei­nungs­äu­ße­rung hat­te man in der Uni­on ja immer schon so sei­ne Probleme.

[ Foto: ttcop­leybore­dom | Crea­ti­ve com­mence licence ]

Lesezeichen

  • Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter zu Gut­ten­berg: Geziel­te Infor­ma­ti­ons­pan­nen — FAZ.NET
  • Von der Ley­en: Kei­ne Feh­ler bei Hartz-IV-Reform — heute.de — Der DGB-Chef kri­ti­sier­te, dass es bei der Zeit­ar­beit beim Prin­zip “Glei­cher Lohn für glei­che Arbeit” zu kei­ner Eini­gung gekom­men ist. “Die Bekämp­fung von Lohn­dum­ping und Miss­brauch von Leih­ar­beit müs­sen wei­ter auf der Tages­ord­nung ste­hen. Die Ableh­nung der Regie­rungs­par­tei­en von Equal Pay ist ein gesell­schaft­li­cher Skan­dal.” Som­mer nann­te es unver­ant­wort­lich, dass vor allem die FDP bei der Fra­ge der Leih­ar­beit blo­ckiert und die Posi­ti­on der Arbeit­ge­ber ergrif­fen habe. Er kün­dig­te an, wei­ter Druck zu machen, “bis wir den Grund­satz “Glei­cher Lohn für glei­che Arbeit” durch­ge­setzt haben.” In der “Bild am Sonn­tag” bekräf­tig­te auch SPD-Vorsitzende Sig­mar Gabri­el sei­ne Zwei­fel, dass die Berech­nung der Regel­sät­ze ver­fas­sungs­kon­form ist. Nach sei­ner Ansicht ist Arbeits­mi­nis­te­rin von der Ley­en “gro­ße Risi­ken ein­ge­gan­gen”. Die SPD habe nur kei­nen Sinn mehr dar­in gese­hen, wei­ter dar­über zu strei­ten. “Wir haben lie­ber das Bil­dungs­pa­ket ver­bes­sert und wei­te­re Min­dest­löh­ne durchgesetzt”.
  • Hun­der­te demons­trie­ren in Ber­lin gegen Gut­ten­berg — Tages­spie­gel — Meh­re­re hun­dert Demons­tran­ten pro­tes­tier­ten nach Poli­zei­an­ga­ben in Ber­lin dage­gen, dass Gut­ten­berg Tei­le sei­ner Dok­tor­ar­beit ein­fach kopiert und des­halb nur sei­nen Dok­tor­ti­tel ver­lo­ren hat­te. Als sicht­ba­ren Pro­test häng­ten sie Schu­he an den Zaun des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums. Im Inter­net hat­ten sie zu der Akti­on unter dem Mot­to “Wir zei­gen dem Lügen­ba­ron den Schuh” auf­ge­ru­fen — eine Anspie­lung auf die feh­len­den Fuß­no­ten in der Dok­tor­ar­beit und zugleich im Islam ein Sym­bol der Schmähung.<br />
    <br />
    Auch aus dem Aus­land kommt Kri­tik. Der Mos­kau­er Poli­to­lo­ge Wla­dis­law Below glaubt, dass die Affä­re dem Ruf Deutsch­lands als Wis­sen­schafts­stand­ort einen “rie­si­gen Scha­den” zuge­fügt hat. “Wenn Gut­ten­berg zurück­tre­ten wür­de, könn­te er damit einen ech­ten Bei­trag zur Ret­tung der deut­schen poli­ti­schen Kul­tur leis­ten”, sag­te der Deutschland-Experte der dpa.
  • Die Wahr­heit über die Wahr­heit: Witz der Woche (via Ron­nie Grob)
  • Micha­el Spreng » Wenn Wäh­ler zu sehr lie­ben — Womit wir bei den Fans von Karl Theo­dor zu Gut­ten­berg sind: Kei­ne Kanz­le­rin, kein Par­tei­vor­sit­zen­der kann es sich erlau­ben, der Zorn die­ser Mil­lio­nen Fans auf sich zu zie­hen. Sie oder er wür­den von den Fans hart abge­straft – bei den Wah­len in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Und spä­ter bei der Bun­des­tags­wahl. Sol­che Fans sind natür­lich das Gegen­teil des kri­ti­schen Staats­bür­gers, der sein Urteil immer wie­der hin­ter­fragt. Fans set­zen die Selbst­rei­ni­gung der Demo­kra­tie außer Kraft und sie legen die Kon­troll­funk­ti­on der Medi­en lahm. P.S. Ich möch­te in den nächs­ten Jah­ren von der CDU/CSU kein Wort mehr über Wer­te hören.
  • Pla­gi­ats­af­fä­re um Gut­ten­berg — “Wir sind einem Betrü­ger auf­ge­ses­sen” — sueddeutsche.de — Neben der Äuße­rung von Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel, sie habe einen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter und kei­nen wis­sen­schaft­li­chen Assis­ten­ten beru­fen, empört ihn die Hal­tung von Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Annet­te Scha­van. “Wenn sie sagt, es sei egal, ob und wie jemand pro­mo­vie­re, ver­grö­ßert das den Skan­dal”, sagt Lep­si­us. “Man kann nur ent­setzt sein.” An die­sem Punkt der Guttenberg-Affäre setzt auch der Deut­sche Hoch­schul­ver­band mit Kri­tik an. “Die Mar­gi­na­li­sie­rung schwers­ten wis­sen­schaft­li­chen Fehl­ver­hal­tens durch höchs­te Reprä­sen­tan­ten unse­res Staa­tes ist empörend”
  • Nach­wuchs­wer­bung? Nicht nur bei “Bild” : Augen gera­de­aus — Das klingt schon ein wenig anders. Mich irri­tiert nur eines: ich habe meh­re­re Abge­ord­ne­te dazu befragt, die mir alle sag­ten, im Aus­schuss sei nur von Bild&Co. die Rede gewe­sen, nicht von den ande­ren Pla­nun­gen. Da müs­sen die aber was ganz gründ­lich miss­ver­stan­den haben…

Guten Morgen

morgenkaffee

Noch schlim­mer als ein schwu­ler Außen­mi­nis­ter scheint ein Minis­ter­prä­si­dent zu sein, der sich nicht zu sei­nen sexu­el­len Vor­lie­ben äußert: So in den Nie­der­lan­den, wo sich Mark Rut­te jetzt auch dazu recht­fer­ti­gen muss, dass er Frau­en in Minis­ter­pos­ten nicht für sinn­voll erachtet.

Bil­dungs­mi­nis­te­rin Annet­te Scha­van sieht in einem auf­ge­klär­ten Reli­gi­ons­un­ter­richt einen gott­lo­sen Säkularismus.

Judith von Stern­burg hat einen Rund­gang auf der Frank­fur­ter Buch­mes­se unternommen.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Schützt der Staat sei­ne Bür­ger jetzt vor gott­lo­sem Säku­la­ris­mus? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

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