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  • Lebens­mit­tel­skan­dale: Aign­er will Namen von Fir­men veröf­fentlichen | ZEIT ONLINE — Die Min­is­terin möchte der Verun­sicherung der Ver­brauch­er ent­ge­gen­wirken. Bei Lebens­mit­tel­skan­dalen will sie kün­ftig bekan­nt­geben, welche Her­steller rechtswidrig gehan­delt haben.
  • SPRENGSATZ » Die Leben­skrise der starken Män­ner — [CDU-Min­is­ter­präsi­dent Peter Müller] ist kein Opfer der ange­blich män­ner­mor­den­den Angela Merkel, er hat schlicht und ein­fach keine Lust mehr, sich bis zur näch­sten Land­tagswahl dahinzu­lang­weilen und auf seine Abwahl zu warten. Inter­es­sant aber ist, dass Müller das let­zte promi­nente Mit­glied des Kar­riere-Net­zw­erks Anden-Pakt ist, eines Vere­ins, der es nicht geschafft hat, eines sein­er Mit­glieder bis ins Kan­zler­amt zu befördern. Die Män­ner­bünde in der CDU haben aus­ge­spielt. Nach­fol­gerin im Saar­land ist eine Frau.
  • Das Kraft­fut­ter­mis­chw­erk » Radio Fritz nimmt den offe­nen Brief von Su Hold­en an die schwan­gere Fam­i­lien­min­is­terin offline — Liebe Kristi­na Schröder, ich freu mich eigentlich immer über Schwanger­schafts­botschaften, aber alle Zitate von Ihnen, die man heute lesen muss, rufen Ekel und Würg­ere­flexe in mir her­vor. Zum Beispiel: “Wir wer­den vor den gle­ichen Her­aus­forderun­gen ste­hen wie viele andere Paare in Deutsch­land, bei denen bei­de beru­flich sehr gefordert sind.” Wie anmaßend, scham­los, unmoralisch, blind und bescheuert sind Sie eigentlich? Mit 16.529,50 Euro im Monat und einem garantierten, ver­gold­e­ten Betreu­ungsplatz in der 5 Sterne-Bun­destags-Kita ste­hen Sie NICHT vor den gle­ichen Her­aus­forderun­gen wie viele andere Paare in Deutsch­land.
  • Why did Google’s Eric Schmidt step down? — CNN.com
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  • Unwort des Jahres: Der schlimm­ste Aus­druck ist „alter­na­tiv­los“ — FOCUS Online — Den zunächst von Bun­deskan­z­lerin Angela Merkel für die Griechen­land­hil­fe, später aber auch von anderen Poli­tik­ern etwa beim Pro­jekt Stuttgart 21 ver­wen­de­ten Begriff wählte eine unab­hängige Jury aus 1123 ein­gere­icht­en Vorschlä­gen aus. Der emer­i­tierte Ger­man­is­tik-Pro­fes­sor Horst-Dieter Schloss­er kri­tisierte den Aus­druck am Dien­stag in Frank­furt am Main als sach­lich unangemessen. Er sug­geriere, dass es bei einem Entschei­dung­sprozess von vorn­here­in keine Alter­na­tiv­en und damit auch keine Notwendigkeit der Diskus­sion und Argu­men­ta­tion gebe
  • Jet­zt mit mod­ern­ster Tech­nolo­gie gezielt an mir vor­bei wer­ben! | Spree­blick — Wer­bung im Netz, das behaupten die Anbi­eter von Werbe-Tech­nolo­gien, ist so effek­tiv, weil der Kunde so trans­par­ent ist. Wir wis­sen, was die Kun­den wollen, ver­sprechen sie, denn das Pro­fil eines Inter­net-Nutzers (auf welchen Seit­en er sich bewegt, welche Pro­duk­te er sich ansieht) lässt ein­deutige Rückschlüsse auf seine Inter­essen und Bedürfnisse zu – auf welche die Wer­bein­dus­trie dann gezielt einge­hen kann. Das klingt plau­si­bel. Und ist in der Prax­is nichts als Blödsinn.
  • Wortis­tik – Gesichts­buch — tazblogs
  •  Zu Beginn sein­er Amt­szeit als Wirtschaftsmin­is­ter… — BinaryMentalist.com — Zu Beginn sein­er Amt­szeit als Wirtschaftsmin­is­ter zeigte er sich mit aus­ge­bre­it­eten Armen auf dem New York­er Times Square. „Mir gehört die Welt“, sig­nal­isierte das Bild. Auf einem anderen Foto posiert er auf ein­er Dinosauri­er-Nach­bil­dung, seine Frau Stephanie liegt zu seinen Füßen. Das Foto hat Gut­ten­berg inzwis­chen ver­bi­eten lassen.
  • Spex — Mag­a­zin für Pop­kul­tur » »Oh how I miss you«
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Guten Morgen

morgenkaffee

Da gibt es großar­tig Wer­bung für den neuen, ach so tollen E-Mail-Dienst von Face­book, einige schreiben schon drüber, aber die wenig­sten haben ihn. Warum eigentlich auch. Die Zahl der­er, die unbe­d­ingt alle Com­put­ergeschicht­en auf ihrem Hosen­taschen-iPhone haben möcht­en, sind schlicht begren­zt. Aber die Erwartung­shal­tung einiger forciert man durch so ein Social-Media-Warte­häuschen-Feel­ing. Wie schon beim Rohrkrepier­er Rock­Melt.

Angesichts der­ar­tiger Umbaut­en freut sich Anton Lauer, dass die DDR pleite gegan­gen ist. Dabei hätte man die DDR damals vielle­icht gerettet, wenn da schon die Finanzkrise da gewe­sen wäre.

Beim Wir-in-NRW-Blog gibt es den heuti­gen Brief von Angela Merkel an Deutsch­land.

Die Irri­ta­tio­nen bei DuMonts zuhause sind noch nicht aus­geräumt. Wat­tn Wun­der, wenn die nicht miteinan­der reden.

Friedrich Küp­pers­busch inter­essiert sich nun auch mal für Kristi­na Schröders Begriffe Deutschen­feindlichkeit und Deutsche Kartof­fel:

[audio:http://httpmedia.radiobremen.de/mediabase/038175/038175_132990.mp3]

Und während ich mir die Frage stelle: Hat jemand mal nen Job für Kon­stan­tin? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Guten Morgen

morgenkaffee

… aus Bocholt heute mal. Bocholt ist ja genau­so, wie man es sich vorstellt. Ich habe allerd­ings bis heute nicht ver­standen, wieso es Bo-cholt heißt, aber Bo-chum. Nun ja. Mal, lesen was die Welt so zu sagen hat:

Auch in der taz bemerkt man, dass Kristi­na Schröder einen neuen Typ der mod­er­nen Poli­tik­erin verkör­pert:

Kristi­na Schröder jeden­falls hat es nicht nötig, maskulin aufzutreten, noch weniger als die neu­trale Angela Merkel. Aber darin erschöpft sich die Agen­da der Min­is­terin zum Glück nicht. Ihre Grün­dung eines eige­nen Refer­ats für Jungs ist ein küh­n­er Schritt — und ein Par­a­dig­men­wech­sel, für den viele Jahrzehnte lang gekämpft wurde.

Im WDR Klar­text hält Ralph Sina Barack Oba­ma für entza­ubert:

[audio:http://medien.wdr.de/m/1289636949/radio/klartext/wdr2_klartext_20101113_0928.mp3]

Anne Roth ver­weist auf den Bericht über einen schw­erver­let­zten Klet­ter­er beim Cas­tor-Trans­port.

Katrin Schus­ter wird nicht müde, Cast­ing Shows an den Pranger zu stellen:

Bei Pop­stars wer­den keine Musik­er gecastet, son­dern W****vorlagen. Doch dazu tau­gen erwach­sene Frauen nun­mal schlecht, min­der­jährige Mäd­chen dage­gen umso bess­er.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie kommt es eigentlich, dass sich in Poli­tik und Unter­hal­tung jew­eils unter­schiedliche, ger­adezu gegen­sät­zliche Frauen­rollen durch­set­zen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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  • Klimaretter.info — Deutsch­land block­iert Kli­maziele für Klein­laster
  • Wir haben Geschichte geschrieben… — Die Polizei war von Anfang an mit Beamten in der Block­ade, hat­te Kon­tak­t­beamte die hin und her gin­gen und mit den Demon­stran­ten sprachen, zum Glück wurde auf den Ein­satz dieser alber­nen “Anti-Konflikt-Team”-Beamten verzichtet, son­dern der ern­sthafte Ver­such unter­nom­men mit den Men­schen zu sprechen. Die Beamten hat­ten anscheinend die entsprechen­den Befehle bekom­men und waren rel­a­tiv ungezwun­gen, sie kamen zu den Musik­wa­gen und fragten nach “Cas­tor wegbassen”-Buttons und tru­gen diese an ihren Uni­for­men, wir wur­den ständig informiert über dei näch­sten Schritte der Polizei und dabei wurde nicht der Ver­such unter­nom­men uns zu täuschen.
  • Cas­tor-Protest: Lasst die Folk­lore sein! | Poli­tik | ZEIT ONLINE — Der Wider­stand im Wend­land ist aller Ehren wert. Doch so schön die Bilder sind, die er pro­duziert: Er spielt auf dem falschen Feld. Das wahre Prob­lem sitzt im Kan­zler­amt. Es sind Angela Merkel und ihre Regierung, die kein belast­bares Konzept für die Zukun­ft der Energiev­er­sorgung in Deutsch­land vorgelegt haben.
  • BMFSFJ — Gle­ich­stel­lung — Kristi­na Schröder im Inter­view mit dem “SPIEGEL
  • Rhi­zome | This paint­ing is not avail­able in your coun­try (2010) — Paul Mutant
  • Face­book geht Schlafen — Mir kommt dieser Dienst mehr und mehr wie die “grauen Her­ren” aus Momo vor, die ja auch nur die Zeit der Men­schen stehlen wollen. Bei Momo pack­en die “grauen Her­ren” die Men­schen bei ihrer Gier nach Geld – Face­book geht da geschick­ter vor und macht das über die men­schlichen Beziehun­gen.
  • Der Rudi. « Fußgänger­zone — Bocholt ist ja auch so’n Schick­sal. Wenne einen Mün­ster­län­der nach Bocholt fragst, dann ist das für den wie das Wanne-Eick­el vom Mün­ster­land. Aber der Bocholter an und für sich sieht sich ja eher als Rhein­län­der. Auch wenn er im Mün­ster­land lebt. Da kann der Rudi ja auch nichts für.
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Guten Morgen

morgenkaffee

Die NRW-CDU hat sich für Nor­bert Röttgen und gegen Armin Laschet als LAn­desvor­sitzen­den aus­ge­sprochen. Michael Spreng sieht hierin die Emanzi­pa­tion des größten Lan­desver­ban­des von Angela Merkel.

Die taz beschäftigt sich noch ein­mal mit der Nigge­meier-gegen-DuMont — The­matik und wirft dabei einen inten­siv­eren Blick auf den unter großen Erwartun­gen ste­hen­den Ver­legerssohn.

Der­West­en hat RTL geschaut und empfind­et die Sendung Medi­um als Dauer­frech­heit.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist denn irgen­det­was im RTL-Pro­gramm keine Frech­heit? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Was ich noch sagen wollte… zu Merkels Multikulti-Beerdigung

Sowohl Angela Merkel als auch Horst See­hofer haben sich dadurch zu pro­fil­ieren ver­sucht, Mul­ti­kul­ti für gescheit­ert bzw. tot zu erk­lären. Es hat schon etwas von Hil­f­s­losigkeit, dass die vorder­sten Kräfte von CDU und CSU zu solchen plat­ten Aussprüchen greifen müssen, wo es doch mit der Eigeniden­ti­fika­tion dieser Partei mehr als hapert.

Dabei ist selb­st diese Aktion nur eine Cov­er-Ver­sion: Das Orig­i­nal lief vor weni­gen Jahren in den Nieder­lan­den, als öffentlichkeitswirk­sam davon die Rede war, dass die Inte­gra­tions­be­mühun­gen in den Nieder­lan­den für gescheit­ert erk­lärt wur­den. Nun muss man dazu sagen, dass die Inte­gra­tions­be­mühun­gen der Nieder­län­der weit aus­gereifter gewe­sen sind als die der Deutschen: Es waren ganze Pro­gramme vorge­se­hen, anhand der­er gedacht war, dass sich Immi­granten ori­en­tieren kön­nen: Sprachkurse, Inte­gra­tions­grup­pen, Hin­weise auf Ver­anstal­tun­gen, kurz: Es wurde erk­lärt, wie die nieder­ländis­che Gesellschaft funk­tion­iert. diese Pro­gramme wur­den aber schlecht angenom­men, so dass es vielerorts Stadtvier­tel gab, in denen nicht nieder­ländisch gesprochen wurde, in denen keine Inte­gra­tionsver­suche gemacht wur­den.

Wenn jet­zt die Lan­desvorderen Deutsch­lands aus dem Fen­ster lehnen, um eben­so Mul­ti­kul­ti für gescheit­ert zu erk­lären, muss man anführen: So durch­dachte Pro­gramme wie in den Nieder­lan­den hat es in Deutsch­land nie gegeben. Hier fehlt es ja oft schon an Geldern für Sprachkurse. Bei der­art fehlen­der Hil­fe zur Inte­gra­tion muss man sich nicht wun­dern, dass Inte­gra­tion ein Prob­lem bleibt.

Mul­ti­kul­ti dage­gen gibt es in Deutsch­land weit und bre­it: Man muss sich nur die Spiel­er­na­men der Fußball­na­tionalelf durch­le­sen, nur auf die unter­schiedlich­sten Sprachen in den Zügen der Städte anhören, sich die besten Restau­rants der Orte sagen lassen, das Miteinan­der in Schulk­lassen anschauen: Hier ist über­all Mul­ti­kul­ti.

Es ist eben nicht Mul­ti­kul­ti, was tot ist, son­dern es sind lediglich die alten Denkschema­ta von CDU/CSU über­holt und gescheit­ert: Das Pochen auf eine stan­dar­d­isierte Lebensweise war immer schon ein Denk­fehler.

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Rob Savelberg trifft Wolfgang Schäuble: Waren Regierungsmitglieder käuflich?

In Berlin kam es auf ein­er Pressekon­ferenz zu ein­er inter­es­san­ten Begeg­nung: Wolf­gang Schäu­ble stellte sich ein­er Frage Rob Savel­bergs. Savel­berg sorgte im let­zten Jahr für Auf­se­hen, als er Angela Merkel die Frage stellte, wie sie jeman­den zum Finanzmin­is­ter der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land machen könne, der sich wie Wolf­gang Schäu­ble nicht an eine 100.000 DM-Spende an die CDU durch Waf­fen­lob­by­ist Karl­heinz Schreiber erin­nern kon­nte, die in Schäubles Schreibtisch lan­dete und inzwis­chen ver­schwun­den ist. In einem Inter­view mit Die WELT konkretisierte Savel­berg den kri­tis­chen Gehalt sein­er Frage und nan­nte Schäu­ble “keine saubere Per­son”.

Maybrit Ill­ner kon­fron­tierte kurz darauf Wolf­gang Schäu­ble auf die Frage von Rob Savel­berg. Damals ließ Schäu­ble allerd­ings schul­buch­mäßig Ill­ner gegen die Wand laufen: Er wisse nicht, was an der Frage von Savel­berg “son­der­lich intel­li­gent” sei und würde generell nicht zur Qual­ität von Jour­nal­is­ten­fra­gen Stel­lung beziehen.

Savel­berg stellte Schäu­ble nun die Frage, ob er immer noch, wie er vor zehn Jahren sagte, glaube, dass kein Mit­glied der Regierung Kohl käu­flich gewe­sen sei. In der Zwis­chen­zeit gab es die Verurteilun­gen von Her­rn Kan­ther, von Her­rn Pfahls, und u.a. auch von Her­rn Weyrauch, von Her­rn Leisler Kiep und von Her­rn Schreiber. Hel­mut Kohl ließ gegen Bezahlung von 300.000 DM das Ver­fahren ein­stellen. Das Ver­fahren gegen Her­rn Sayn-Wittgen­stein wurde aus gesund­heitlichen Grün­den eingestellt. Wolf­gang Schäu­ble antwortete auf die Frage Savel­bergs wie fol­gt:

1. 00:00 Käu­fliche Regierungsmit­glieder
2. 00:48 Man­fred Kan­ther
3. 01:14 Die anderen
4. 01:23 Niemals käu­fliche Bun­desregierungsmit­glieder
5. 01:58 Karl­heinz Schreiber
6. 02:53 Deutsche Ein­heit
7. 03:47 Deutsch­land heute & Deutsch­er Fußball
8. 04:16 Allmäh­lige Inte­gra­tion & Deutsche Iden­tität
9. 04:44 Deutsch­lands Ein­heit und Schäubles Beitrag

Die Antwort Wolf­gang Schäubles darf man wohl als rhetorisch geschickt beze­ich­nen. Lose Bemerkun­gen hierzu:

1. Schäu­ble nutzt die Nichtverurteilung von Hel­mut Kohl in der CDU-Spende­naf­färe wegen geringer Schuld gemäß § 153 a StPO, um darauf zu pochen, dass ein jed­er in der Bun­desre­pub­lik unter dem­sel­ben Rechts­ge­setz stünde, sei er nun Bun­deskan­zler oder Hartz-4-Empfänger. Natür­lich ver­schweigt Schäu­ble, dass dem Hartz-4-Empfänger in aller Regel nicht 150.000€ zur Ver­fü­gung ste­hen, um sich vor Gericht frei zu kaufen.

2. Schäu­ble insistiert darauf, es gäbe “nicht den ger­ing­sten Anlass”, Man­fred Kan­ther für käu­flich zu hal­ten. Es gibt zwar keine rechtliche Anklage, aber keinen Anlass? Wikipedia: “Man­fred Kan­ther hat­te den Süßwarenkonz­ern Fer­rero 1999 anwaltlich berat­en. Fer­rero hat­te der CDU seit Anfang der 1980er-Jahre fast eine Mil­lion DM gespendet, die schwarz ein­genom­men und aus­gegeben wur­den.” Kan­ther war von 1991–98 Lan­deschef der Hes­sen-CDU. Es ist nicht falsch, wenn Schäu­ble sagt, Kan­ther sei vorge­wor­fen wor­den, er habe für die Hes­sen-CDU Reglun­gen getrof­fen, die so mit den Geset­zen nicht in Übere­in­stim­mung waren. Es ver­schleiert allerd­ings, dass Kan­ther als Ver­ant­wortlich­er für den Ver­stoß gegen das Parteis­pendenge­setz verurteilt wurde und somit vorbe­straft ist.

3. Schäubles Aus­sage in 3. ist genau genom­men richtig, aber er hat allen Grund, diesen Punkt schnell zu überge­hen: Hol­ger-Lud­wig Pfahls war als ver­beamteter Staatssekretär zwar dem Bun­desmin­is­teri­um in der Regierung Kohl zuge­ord­net und hat­te dessen poli­tis­che Hal­tung zu vertreten, gehörte aber streng genom­men nicht zur Bun­desregierung. Pfahls ist inzwis­chen recht­mäßig vom Landgericht Augs­burg wegen Vorteil­san­nahme und Steuer­hin­terziehung zu ein­er Haft­strafe von zwei Jahren und drei Monat­en verurteilt wor­den.

4. Die Punk­te 6. bis 9., mehr als die Hälfte der ganzen Antwort, dienen nicht der Beant­wor­tung der Frage. Rhetorisch sind sie aber geschickt geeignet, um die Aufmerk­samkeit von ver­gle­ich­sweise wesentlicheren Punk­ten wie 3. oder die Inter­pre­ta­tion der Rolle Man­fred Kan­thers in 2. abzu­lenken.

[Foto Rob Savel­berg: Philipp Ebel­ing]

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