Guten Morgen

morgenkaffee

In Köln ist ein 21jähriger Betrüger von ein­er Rent­ner­in aus­get­rickst wor­den, der er sich als ihr Enkel Frank in finanziellen Schwierigkeit­en vorstellte, ohne dass sie einen Enkel hat. Manche 69erinnen sind eben noch nicht so verkalkt wie manche 21jährige.

Oswald Met­zger mag ein bun­desweit fundiert­er Sach­poli­tik­er sein, schafft es aber offen­sichtlich nicht die Vor­be­halte ander­er gegen seine Per­son so abzu­min­dern, dass er in ein bezahltes Amt kom­men kann. Oder er hat die Fes­tigkeit der inter­nen Net­zw­erke der CDU ein­fach unter­schätzt.

Die Recht­en von Pro NRW und NPD schaf­fen es zwar Massen zu mobil­isieren, aber eben nur gegen sich selb­st und nicht für die ange­blichen Missstände, die sie anprangern möcht­en. Die Recht­en müssen sich eingeste­hen, dass sie bei 150 zu 5000 Demon­stran­ten nur als eine recht­slastige Min­der­heitsmei­n­ungsvertreter anzuse­hen sind.

Und während ich mir die Frage stelle: Kriegt man eigentlich je wieder die Realtiät angemessen auf den Schirm, wenn man ein­mal ange­fan­gen hat, für solch aus­sicht­slose Angele­gen­heit­en zu kämpfen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Für einige ist der Fre­itag ja so mit der wichtig­ste Tag in der Woche, um sich eine Süd­deutsche Zeitung zu kaufen, denn Fre­itags ist das Mag­a­zin der Süd­deutschen Zeitung mit dabei. Und dort küm­mert man sich heute über das Auf­tauchen des Meer­schweinchens in der mod­er­nen Kun­st. Cathrin Kahlweit moniert, dass man die Inter­essen der Kinder ein weit­eres mal nicht genü­gend ver­fol­gt hat. Auch schön ist, wie der Green­peace-Chef Kumi Naidoo sich den Fra­gen im Gestik-Inter­view stellt.

Ste­fan Lau­rin befasst sich bei den Ruhrbaro­nen nochmal mit Wer­bung auf Inter­net­seit­en, die durch Wer­be­block­er die Finanzierung der betr­e­f­fend­en Seit­en in Frage stellen und kon­sta­tiert, dass Jour­nal­is­mus im Netz dann nur noch als paid con­tent oder nahezu gar nicht vorkom­men werde.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum ist noch nie­mand auf die Idee gekom­men, Wer­beanzeigen direkt an das Anzeigen der Inter­net­seite zu kop­peln? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

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Julia Troess­er unter­sucht beim Spiegel die Inter­ne­tak­tiv­itäten der nor­drhein- west­fälis­chen Parteien in Zeit­en des dor­ti­gen Land­tagswahlkampfes und kommt zu einem eher neg­a­tiv­en Faz­it:

Ob aus Überzeu­gung oder Pflicht­ge­fühl — um einen effek­tiv­en Online-Wahlkampf zu betreiben, reicht es nicht aus, die eigene Partei auf allen erden­klichen Kanälen anzumelden. Die Regeln des Inter­nets müssen verin­ner­licht wer­den. Und das bedeutet, ein­mal erstellte Accounts ständig zu pfle­gen und mit neuem Inhalt zu füllen — son­st geht die PR-Aktion schnell nach hin­ten los.
Ein Beispiel dafür ist ein Twit­ter-Account der Linkspartei, der im Novem­ber 2009 ein­gerichtet wurde und laut Ankündi­gung über den aktuellen Wahlkampf der NRW-Linken informieren soll.
Genau diese Beschrei­bung ist dort zu lesen — son­st nichts.
67 Abon­nen­ten warten nun seit vier Monat­en auf Neuigkeit­en aus der Partei. Bis­lang verge­blich.

In der Zeitung erfahre ich, dass Tom Gaebel bei seinem Konz­ert vor dem ort­san­säs­si­gen Lions-Club in mein­er Heimat­stadt von seinem eige­nen Man­ag­er den Jazz Award ver­liehen bekom­men hat.
Und während ich mir die Frage stelle: Wann hat Musik so an Anse­hen ver­loren, dass man sich inzwis­chen selb­st die Preise ver­lei­hen muss? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.
[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

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Spür­bar ruhiger gewor­den ist es auf dem CDU-kri­tis­chen Wir-in-NRW-Blog. Heute befasst man sich boule­vardesk und somit eher unge­fährlich mit den Rauch­genuss­geschicht­en des CDU-Beraters Michael Spreng.

Felix Schwen­zel nimmt aus­führlich einen Artikel von Frank Pat­a­long auseinan­der und meint,

wer leser beschuldigt an der mis­ere des qual­ität­sjour­nal­is­mus schuld zu sein, hat unge­fähr gar nichts ver­standen (oder mag nicht zugeben, dass er selb­st auf dem schlauch ste­ht). ich kenne auch keine lösung. aber von einem bin ich fest überzeugt: geld ver­di­enen im inter­net geht nicht gegen die leser, son­dern nur mit ihnen. und ich bin der fes­ten überzeu­gung, dass leser bere­it sind sich finanziell zu beteili­gen, wenn man sie ern­st­nimmt, offen, ehrlich und trans­par­ent erk­lärt für was man geld braucht — und es ihnen leicht macht geld oder aufmerk­samkeit zu geben.

Julias Seel­iger berichtet in mehreren Blog­a­r­tikeln über das Polit­bar­camp, wo man sich wohl sehr wichtig nahm. Herz­er­wär­mend sind dabei allerd­ings Sätze wie:

Die Über­tra­gung des radikalen Indi­vid­u­al­is­mus bzw. die völ­lige Auflö­sung von Grup­pen auf Demokratie bere­it­et mir noch mehr Sor­gen.

Und während ich mir die Frage stelle: Sind wir nicht alle ein biss­chen Weltschmerz? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Heute sind einige Leute pikiert. Die Chi­ne­sen schäu­men vor Wut über Google, weil die doch nicht kom­plett ihre Such­mas­chine für Chi­na abschal­ten, son­dern nur ihre Zen­sur­fil­ter.

Die Tele­fon­fir­ma Prime­call ist so pikiert über Spree­blick, dass sie aus­pro­bieren, wie gut der Streisand-Effekt bei Unternehmen wirkt.

Ste­fan Nigge­meier ist pikiert unter die Twitkrit­ter gegan­gen und meint, dass man keine Witze über Fernse­hberühmtheit­en machen darf, wenn die in Unter­suchung­shaft sitzen, vor allem, wenn diese Witze nicht lustig sind.

Und während ich mir die Frage stelle: Darf man nur dann Witze über Per­so­n­en machen, wenn sie nicht im Knast sitzen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

morgenkaffee
So, neben­bei hab ich gestern mal wieder was rumge­spielt. Caschys Beitrag hat mich darauf gebracht, doch noch mal Google Chromi­um etwas auszutüfteln und ich bin schon etwas begeis­tert, dass das Pro­gramm spür­bar schneller ist. Auch das Twit­ter-add-on Chromed Bird bietet mir die Möglichkeit, nur bes­timmte Grup­pen anzeigen zu lassen, genau das, was Echo­fon mich immer ver­mis­sen liess. beim Ober­lehrer gibt es den Hin­weis auf Man­agetwit­ter, worüber man seine Fol­low­er und Nicht­fol­low­er auf Twit­ter gut bear­beit­en kann. Auch nett.
Bei den Zeitun­gen lese ich, dass Wolf­gang Wag­n­er im seel­i­gen alter von 90 ver­stor­ben ist, dass Oba­ma seine Gesund­heit­sre­form durch­bekom­men hat, was seinen Vorgängern doch per­ma­nent miss­glückt ist, und dass Friedrich Küp­pers­busch Aufre­gung über die gefak­ten Neon-Inter­views für Kinderkram hält, weil es im Fernse­hen eh schon script­ed real­i­ty im Dauerbeschuss gibt.
Und während ich mir die Frage stelle: Warum ist dieser zusam­mengeschus­terte Kopierblödsinn eigentlich so en vogue? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.
[Foto: Luc van Gent]

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Fuck my life

Twit­ter startete ja mit der Aus­gangs­frage “Was tust du ger­ade?”, die ziem­lich schnell auch als “Was denkst du ger­ade?” inter­pretiert wurde. Natür­lich ist da noch Platz für andere Frage­seit­en.
“Warum ist dein Leben ger­ade Scheisse?” und “Was geht ger­ade bei dir so alles schief?” sind daher wohl die Fra­gen, denen sich auf Fmylife.com gewid­met wer­den soll.
Wer sich dort die Start­seite mit allen Miss­glück­en der let­zten Minuten durch­li­est und keinen Depri-Anfall kriegt, darf sich wohl glück­lich schätzen. Ich warte dann noch mal mit mein­er Anmel­dung. Solange bekämpfe ich noch weit­er­hin mögliche Miss­geschicke…

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