Vollkommen überholt, der Schmöker. https://t.co/9dki7k0NYS

Guten Morgen

morgenkaffee

Bei der Süddeutschen Zeitung wendet man sich einmal mehr der Popkultur zu und verfolgt die weiteren Schicksale der Stars von YouTube-Videos, wie Pandabären, Selbstproträtern, Cola-Fontaine-Erzeugern und Kleinkindern.

Michael Kessler wartet passend zum 1. April mit einer optischen Veränderung auf, was Bastian Pastewka gleich kommentieren muss. Bei Gregor Meyle gibt’s das Video von der OP.

Katharina Miklis vom STERN hat sich einen Gegenfilm von Scientology zum gestern gezeigten ARD-Film Bis nichts mehr bleibt angeschaut und ist nicht sonderlich beeindruckt vom Gebaren der in Deutschland tätigen Scientologen wie dem Schweizer Jürg Stettler. Unter dessen Namen wurde auch gestern bei Twitter nach der Sendung Hart aber fair zum Thema auf etwas einsamen Posten versucht, Scientology im Ansehen der Zuschauer vor einem, laut seiner Macher, „mutigen“ Film zu retten.

Und während ich mir die Frage stelle: Wen muss man eigentlich gerade am dringendstem vor wem retten? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

Guten Morgen

morgenkaffee

Bei der Internet Gesellschaft beschäftigt man sich mit Manifesten und stellt fest, dass Manifeste wohl erst dann richtig ernst zu nehmen sind, wenn sie etwas neues beinhalten oder fordern. Das würde befestigen, was mich da letztes Jahr beim Internet Manifest so gestört hat.

Im Kernforschungszentrum Cern in der Schweiz hat man gestern das erste Mal Protonen in Lichtgeschwindigkeit aufeinandertreffen lassen können und erwartet nun Antworten auf Fragen bezüglich des Urknalls.

Der Jugendforscher Kurt Starke sieht in der Titulierung der heutigen Jugend als Generation Porno eine Diskriminierung und eine Kriminalisierung von Sexualität. Das scheint mir Hand in Hand zu gehen mit der aktuellen Kritik an der Katholischen Kirche, die Verantwortung von internen Missbrauchsfälle auch der sexuellen Revolution der 68er zugeschoben hatte.

Und während ich mir die Frage stelle: Fällt bei der katholischen Kirche neuerdings die Jesus-Geschichte, dass man den Splitter im Auge des anderen, aber nicht den Balken im eigenen sieht, in die Kategorie ‚Sprüche‘ ? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

Guten Morgen

morgenkaffee

Das Mediummagazin bringt eine Faktenübersicht über den Fall des Journalistikstudenten, der einige Artikel mit falschen Quellen in Umlauf gebracht hat, wobei unklar ist, wer der Fälscher ist. In jedem Fall ein Zähneknirscher für das eine und das andere Presseorgan.

Katrin Schuster meldet sich mal wieder, schreibt vom Eingehen des Altpapiers, ihrem neuen Projekt Literaturportal Bayern und fühlt sich unwohl darin bestätigt, dass die Presse zunehmend in staatliche Hand gerät.

Christian Jakubetz befasst sich mit dem von Zeitungen aus rein wirtschaftlichen Gründen vorgetragenen Phantasievorstellung, mit deutlich weniger Personal in den Redaktionen könne dieselbe Qualität erzeugt werden.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie wenig freie Presse verträgt Deutschland wohl? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

Guten Morgen

morgenkaffee

In Köln ist ein 21jähriger Betrüger von einer Rentnerin ausgetrickst worden, der er sich als ihr Enkel Frank in finanziellen Schwierigkeiten vorstellte, ohne dass sie einen Enkel hat. Manche 69erinnen sind eben noch nicht so verkalkt wie manche 21jährige.

Oswald Metzger mag ein bundesweit fundierter Sachpolitiker sein, schafft es aber offensichtlich nicht die Vorbehalte anderer gegen seine Person so abzumindern, dass er in ein bezahltes Amt kommen kann. Oder er hat die Festigkeit der internen Netzwerke der CDU einfach unterschätzt.

Die Rechten von Pro NRW und NPD schaffen es zwar Massen zu mobilisieren, aber eben nur gegen sich selbst und nicht für die angeblichen Missstände, die sie anprangern möchten. Die Rechten müssen sich eingestehen, dass sie bei 150 zu 5000 Demonstranten nur als eine rechtslastige Minderheitsmeinungsvertreter anzusehen sind.

Und während ich mir die Frage stelle: Kriegt man eigentlich je wieder die Realtiät angemessen auf den Schirm, wenn man einmal angefangen hat, für solch aussichtslose Angelegenheiten zu kämpfen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

Guten Morgen

morgenkaffee

Für einige ist der Freitag ja so mit der wichtigste Tag in der Woche, um sich eine Süddeutsche Zeitung zu kaufen, denn Freitags ist das Magazin der Süddeutschen Zeitung mit dabei. Und dort kümmert man sich heute über das Auftauchen des Meerschweinchens in der modernen Kunst. Cathrin Kahlweit moniert, dass man die Interessen der Kinder ein weiteres mal nicht genügend verfolgt hat. Auch schön ist, wie der Greenpeace-Chef Kumi Naidoo sich den Fragen im Gestik-Interview stellt.

Stefan Laurin befasst sich bei den Ruhrbaronen nochmal mit Werbung auf Internetseiten, die durch Werbeblocker die Finanzierung der betreffenden Seiten in Frage stellen und konstatiert, dass Journalismus im Netz dann nur noch als paid content oder nahezu gar nicht vorkommen werde.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum ist noch niemand auf die Idee gekommen, Werbeanzeigen direkt an das Anzeigen der Internetseite zu koppeln? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

Guten Morgen

morgenkaffee

Julia Troesser untersucht beim Spiegel die Internetaktivitäten der nordrhein- westfälischen Parteien in Zeiten des dortigen Landtagswahlkampfes und kommt zu einem eher negativen Fazit:

Ob aus Überzeugung oder Pflichtgefühl – um einen effektiven Online-Wahlkampf zu betreiben, reicht es nicht aus, die eigene Partei auf allen erdenklichen Kanälen anzumelden. Die Regeln des Internets müssen verinnerlicht werden. Und das bedeutet, einmal erstellte Accounts ständig zu pflegen und mit neuem Inhalt zu füllen – sonst geht die PR-Aktion schnell nach hinten los.

Ein Beispiel dafür ist ein Twitter-Account der Linkspartei, der im November 2009 eingerichtet wurde und laut Ankündigung über den aktuellen Wahlkampf der NRW-Linken informieren soll.

Genau diese Beschreibung ist dort zu lesen – sonst nichts.

67 Abonnenten warten nun seit vier Monaten auf Neuigkeiten aus der Partei. Bislang vergeblich.

In der Zeitung erfahre ich, dass Tom Gaebel bei seinem Konzert vor dem ortsansässigen Lions-Club in meiner Heimatstadt von seinem eigenen Manager den Jazz Award verliehen bekommen hat.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann hat Musik so an Ansehen verloren, dass man sich inzwischen selbst die Preise verleihen muss? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

Guten Morgen

morgenkaffee

Spürbar ruhiger geworden ist es auf dem CDU-kritischen Wir-in-NRW-Blog. Heute befasst man sich boulevardesk und somit eher ungefährlich mit den Rauchgenussgeschichten des CDU-Beraters Michael Spreng.

Felix Schwenzel nimmt ausführlich einen Artikel von Frank Patalong auseinander und meint,

wer leser beschuldigt an der misere des qualitätsjournalismus schuld zu sein, hat ungefähr gar nichts verstanden (oder mag nicht zugeben, dass er selbst auf dem schlauch steht). ich kenne auch keine lösung. aber von einem bin ich fest überzeugt: geld verdienen im internet geht nicht gegen die leser, sondern nur mit ihnen. und ich bin der festen überzeugung, dass leser bereit sind sich finanziell zu beteiligen, wenn man sie ernstnimmt, offen, ehrlich und transparent erklärt für was man geld braucht – und es ihnen leicht macht geld oder aufmerksamkeit zu geben.

Julias Seeliger berichtet in mehreren Blogartikeln über das Politbarcamp, wo man sich wohl sehr wichtig nahm. Herzerwärmend sind dabei allerdings Sätze wie:

Die Übertragung des radikalen Individualismus bzw. die völlige Auflösung von Gruppen auf Demokratie bereitet mir noch mehr Sorgen.

Und während ich mir die Frage stelle: Sind wir nicht alle ein bisschen Weltschmerz? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

Guten Morgen

morgenkaffee

Heute sind einige Leute pikiert. Die Chinesen schäumen vor Wut über Google, weil die doch nicht komplett ihre Suchmaschine für China abschalten, sondern nur ihre Zensurfilter.

Die Telefonfirma Primecall ist so pikiert über Spreeblick, dass sie ausprobieren, wie gut der Streisand-Effekt bei Unternehmen wirkt.

Stefan Niggemeier ist pikiert unter die Twitkritter gegangen und meint, dass man keine Witze über Fernsehberühmtheiten machen darf, wenn die in Untersuchungshaft sitzen, vor allem, wenn diese Witze nicht lustig sind.

Und während ich mir die Frage stelle: Darf man nur dann Witze über Personen machen, wenn sie nicht im Knast sitzen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

Guten Morgen

morgenkaffee

So, nebenbei hab ich gestern mal wieder was rumgespielt. Caschys Beitrag hat mich darauf gebracht, doch noch mal Google Chromium etwas auszutüfteln und ich bin schon etwas begeistert, dass das Programm spürbar schneller ist. Auch das Twitter-add-on Chromed Bird bietet mir die Möglichkeit, nur bestimmte Gruppen anzeigen zu lassen, genau das, was Echofon mich immer vermissen liess. beim Oberlehrer gibt es den Hinweis auf Managetwitter, worüber man seine Follower und Nichtfollower auf Twitter gut bearbeiten kann. Auch nett.

Bei den Zeitungen lese ich, dass Wolfgang Wagner im seeligen alter von 90 verstorben ist, dass Obama seine Gesundheitsreform durchbekommen hat, was seinen Vorgängern doch permanent missglückt ist, und dass Friedrich Küppersbusch Aufregung über die gefakten Neon-Interviews für Kinderkram hält, weil es im Fernsehen eh schon scripted reality im Dauerbeschuss gibt.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum ist dieser zusammengeschusterte Kopierblödsinn eigentlich so en vogue? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

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