Guten Morgen

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Wolf­gang Ger­hardt erklärt im Tages­spie­gel, dass die FDP schon aus Gerech­tig­keits­grün­den wei­ter an einer Steu­er­sen­kung fest­hal­ten will. Dazu for­dert er eine bes­se­re Mar­ken­pfle­ge der Par­tei, die in einer aktu­el­len Umfra­ge nur noch auf 3% Zustim­mung trifft.

Dani­el Fie­ne hat sich mit der taz dar­über unter­hal­ten, dass die­se auf ihrem Online-Auftritt mitt­ler­wei­le auch das Mikro­be­zahl­sys­tem flattr ein­setzt.

Ste­fan Nig­ge­mei­er und Lukas Hein­ser haben sich nach Oslo auf­ge­macht, um das größ­te Pop­kul­tur­tras­he­vent unse­rer Zeit haut­nah ver­fol­gen zu kön­nen. Dazu lie­fern sie täg­lich einen Videobe­richt.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wenn alle Welt den Euro­pean Song Con­test schaut, ist das nicht schon Grund genug, was ande­res zu tun? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Der Phi­lo­soph Charles Tay­lor nimmt eine zuneh­men­de Tole­ranz gegen­über Reli­gio­nen wahr, was sei­ner Mei­nung nach eini­gen Leu­ten, die sich für Auf­klä­rer hal­ten, quer im Magen liegt:

Leu­te wie Daw­kins oder Chris­to­pher Hit­chens emp­fin­den es offen­bar als desta­bi­li­sie­rend, wenn die Ver­tei­di­gung des Athe­is­mus, also des gesell­schaft­li­chen Fort­schritts, ins Sto­cken gerät. Sie fürch­ten, dass sie die Reli­gi­on nie­mals los­wer­den. Das macht sie wütend. Da gibt es eine Par­al­le­le zum Zwei­ten Vati­ka­num. Als das Neue­run­gen brach­te, fühl­ten sich die Tra­di­tio­na­lis­ten unter den Katho­li­ken auch irgend­wie beraubt.

Hol­gi bekommt ein mul­mi­ges Gefühl dabei, dass Bun­des­prä­si­dent Köh­ler ein­räumt, die krie­ge­ri­schen Akti­vi­tä­ten deut­scher Sol­da­ten im Aus­land hät­ten auch einen wirt­schaft­li­chen Hin­ter­grund.

Zur Ent­span­nung sei noch die Dar­le­gung von Maxi­mi­li­an über die Exta­se des Bag­gerns ange­führt. Und hier ist mal das rich­ti­ge Bag­gern gemeint, mit rich­ti­gem Bag­ger und so. Wenn auch nur als Minia­tur­aus­ga­be.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Müs­sen wir beim Bag­gern nicht alle mal klein anfan­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Aus dem Muse­um für moder­ne Kusnt in Paris sind ja Gemäl­de im Wert von 100.000 oder auch 500.000 Ocken gestoh­len wor­den. Wäh­rend Exper­ten noch von Insi­dern spre­chen, die die Schwach­stel­len des Muse­ums an die Räu­ber wei­ter­erzählt haben sol­len, wird in der Zeit gerät­selt, wie man der­ar­ti­ge Kunst­stü­cke über­haupt ver­ti­cken kann.

Man spürt den Fahrt wind, den Horst See­ho­fer der­zeit wahr­nimmt, auch im Inter­view mit der Süd­deut­schen Zei­tung deut­lich: Dar­in macht er wei­ter Druck auf die Bun­des­re­gie­rung, bei der Grie­chen­land­hil­fe inten­si­ver auf die Bun­des­län­der ein­zu­ge­hen.

Micha­el Spreng will bei Han­ne­lo­re Kraft einen Geheim­plan ent­deckt haben, der dar­auf abzielt bei Neu­wah­len gute Kar­ten für Rot-grün zu haben.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Müs­sen wir jetzt schon wie­der was wäh­len, von dem wir nicht wis­sen, was es ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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An der Uni Bie­le­feld soll nun erst­mals aus Stu­di­en­bei­trä­gen eine Pro­fes­sur bezahlt wer­den. Dass das Rek­to­rat Stu­di­en­ge­büh­ren abschaf­fen woll­te, wenn Stu­di­en­ge­büh­ren Lan­des­leis­tun­gen erset­zen, scheint man über die Jah­re kom­plett ver­drängt zu haben. Und dass die NRW-SPD die Abschaf­fung der Stud­ne­ge­büh­ren als wesent­li­che For­de­rung in den Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen benennt, scheint die Uni auch nicht zu küm­mern.

Wom­ke beschäf­tigt die Fra­ge, war­um Twit­ter trotz Aus­la­ge­rung des ganz nor­ma­len All­tags­blöd­sinns nicht zu einer qua­li­ta­ti­ven Ver­bes­se­rung der Blogs geführt hat.

Dani­el Fie­ne berich­tet über einen bizar­ren Radio-Logo-Streit, der ein­fach durch hohe finan­zi­el­le For­de­run­gen been­det wird: wie radio waf, radio güters­loh, radio bie­le­feld und co. auf den nach­wuchs pfei­fen.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Gibt es Kri­ti­ken, die nur noch in Blogs aus­ge­spro­chen wer­den kön­nen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Bei den Ruhr­ba­ro­nen hat man wei­ter­hin Namens­pro­ble­me: Aus irgend­wel­chen Grün­den wird dort gegen die Alt­vor­de­ren der SPD gewet­tert. Titel des Bei­trags ist SPD muss Unto­te ver­ab­schie­den. Genannt wird irr­tüm­lich Hans von Dohn­anyi. Der wur­de 1945 im KZ Sach­sen­hau­sen getö­tet. Pein­lich.

In Bay­ern darf eine 38jährige Sci­en­to­lo­gin wei­ter­hin Kin­der betreu­en, sofern es den Eltern immer mit­teilt, dass sie Sci­en­to­lo­gin ist.

Das Google-Wlan-Missgeschick könn­te gericht­li­che Fol­gen haben.

In den sonst so offe­nen Nie­der­lan­den erhält die Prü­de­rie Ein­zug: Einer TV-Moderatorin wird ein neu­er Job aus­ge­schla­gen, weil sie einen unlieb­sa­men, poli­tisch ein­schlä­gi­gen Freund hat und auch das nie­der­län­di­sche Play­mate des Jah­res darf bei ihrem bis­he­ri­gen Arbeit­ge­ber auf Grund ihrer Frei­zü­gig­keit die Kof­fer packen.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Was packt ein Nackt­mo­del eigent­lich in sei­ne Kof­fer? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Rou­ven ver­zich­tet auf Ruhm und Ehre und schmeisst den I-like-Button von Face­book raus. Grund dafür war, dass Face­book sei­ne Facebook-Seite unge­fragt unter Anga­be sei­ner Freun­de bewirbt. Dane­ben pos­tet er ein Video, anhand des­sen  Facebook-Benutzer mal che­cken kön­nen, was sie an Daten tat­säch­lich Face­book zur Ver­fü­gung stel­len, und wie sie es abstel­len kön­nen.

Beim Stern beant­wor­tet man die von Jeff Jar­vis auf­ge­stell­te Fra­ge, was Goog­le mit den “ver­se­hent­lich” auf­ge­nom­me­nen Daten hät­te machen kön­nen: Stand­ort­be­stim­mung von Gerä­ten ohne GPS. Auch in den USA schüt­telt man über das Ver­hal­ten Goo­g­les den Kopf.

Anne Roth hat sich im Zuge der Ver­öf­fent­li­chung der neu­en Kri­mi­nal­sta­tis­tik mit der Deu­tung des Rück­gangs der Gewalt­ta­ten aus­ein­an­der­ge­setzt und sieht den Spie­gel gegen den Links­ex­tre­mis­mus kämp­fen. Dane­ben möch­te Innen­mi­nis­ter de Mai­ziè­re Blogs gegen die Kri­mi­nel­len ein­set­zen.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Ist das Blog­gen für Gewalt­lo­sig­keit das neue Kuscheln für den Welt­frie­den? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Jeff Jar­vis dia­gnos­ti­ziert nach dem Vor­fall der angeb­lich ver­se­hent­lich auf­ge­nom­me­nen WLan-Daten den deut­schen Medi­en ein Hass-Verhältnis zu Goog­le. Was soll­te Goog­le schon mit in einem will­kür­li­chen Moment zufäl­lig auf­ge­nom­me­nen Daten aus einer Stra­ße anfan­gen?

Im Taxi-Blog wird statt in einer Anzei­ge in einem Blog­ein­trag fest­ge­hal­ten, wie Tors­ten bei­na­he an einer unein­seh­ba­ren Kreu­zung von einem Poli­zei­wa­gen über den Hau­fen gefah­ren wor­den wäre.

Vero­na Pooth, ehe­mals Feld­busch, darf ihre Sen­dung Engel im Ein­satz auf RTL 2 wie­der­auf­neh­men, auch wenn die Staats­an­walt­schaft nach wie vor gegen sie ermit­telt. RTL 2-Chef Jochen Star­ke bewirbt die Sen­dung mit fol­gen­den Wor­ten:

Mit Engel im Ein­satz zei­gen wir unser sozia­les Gesicht. Es geht uns um Wer­te wie Ver­ant­wor­tung. Es gibt immer noch genug Men­schen, die unschul­dig in Not gera­ten. Wir kön­nen nicht allen hel­fen, aber wenigs­tens eini­gen von ihnen.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wo kön­nen sich denn ande­re In-Not-Geratene für die Mode­ra­ti­on der­ar­ti­ger Shows bewer­ben? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Chris­ti­na Hahn hat sich in Essen die Ver­an­stal­tung Jugend forscht 2010 ange­tan und ist offen­sicht­lich von der Ober­fläch­lich­keit der Ver­an­stal­tung und der sich in ihr son­nen­den Poli­ti­kern, Wirt­schafts­men­schen und Eltern ziem­lich genervt.

Thang hat Kopf-Wackel-Gifs zusam­men­ge­stellt, bei denen einem schwind­lig wird.

Bei Car­ta regt man sich sehr über ein Por­trait von Peter Kru­se in der FAZ auf. Dar­in ver­sucht Edo Reents mehr wol­lend als über­zeu­gend den auf der Repu­bli­ca gefei­er­ten Psy­cho­lo­gen und Unter­neh­mer als Hoch­stap­ler zu ent­tar­nen:

Peter Kru­se gilt im Inter­net[!] vie­len als Guru. Dabei gehört auch er nur zu den Leu­ten, die das Ein­fa­che kom­pli­ziert erklä­ren und sich als Bera­ter geben. Man muss ihn gar nicht hören; schon wenn man ihn sieht, denkt man: Der Mann ist alles in einem — Faust, Luther und Moses, dazu viel­leicht noch eine Pri­se Pee­per­korn. Von Faust hat er den Wis­sens­drang, von Luther das “Hier ste­he ich …

Tja, was ein Pech. Faust, Luther und Moses, all die coo­len Figu­ren, die das Ein­fa­che kom­pli­ziert erklä­ren, sind schon weg. Da blie­ben dann wohl für Reents von Don Qui­chot­te nur die Wind­müh­len zum Hoch­sta­peln übrig.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wann wer­den die Schirr­ma­chers die­ser Welt wohl ein­se­hen, dass Feuilleton-Eitelkeiten außer­halb des Feuil­le­tons so über­le­bens­fä­hig sind wie Karp­fen an Land? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Kat­rin Schus­ter zeigt sich beein­druckt von Ben­ja­min Steins Die Lein­wand, ohne dass sie bis­her gedank­lich mit dem Buch abge­schlos­sen hät­te, und kri­ti­siert, dass die Lite­ra­tur­kri­tik die Spra­che des Buches bis­her nicht zu wür­di­gen gewusst hat.

Die FDP arbei­tet wei­ter an der Per­fek­tio­nie­rung ihres Umfal­ler­prin­zips und will auf kei­nen Fall Koali­ti­ons­ge­sprä­che mit rot-grün und eben­so eine Ampel­ko­ali­ti­on nicht aus­schlie­ßen. Egal, was hin­ter­her raus­kommt, die FDP hat vor­her irgend­so­was gesagt.

Die meist­ge­such­tes­te Ter­ro­ris­tin oder so kommt aus mei­ner alten Stu­den­ten­stadt Nim­we­gen. Das war ja auch schon immer ein Pul­ver­faß da unten ;-).

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Ist man eigent­lich irgend­wie ange­se­hen als Ter­ro­rist, wenn man es schafft, bekannt zu wer­den? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Der von der katho­li­schen Kir­che ein­ge­setz­te Son­der­er­mitt­ler Sebas­ti­an Knott hält die Berich­te über Gewalt­ta­ten von Wal­ter Mixa in sei­nem Abschluss­be­richt für glaub­wür­dig. Die­se Berich­te sind der­art unge­heu­er­lich, dass die katho­li­sche Kir­che ein schlim­mes Bild abgibt: Sie selbst als Keim­bo­den des Bösen.

Ant­je Schrupp schreibt eine per­sön­li­che Lie­bes­er­klä­rung an das Blog­gen, und wie­so Jour­na­lis­mus was ande­res ist: Weil der Akt des Her­stel­lens grö­ße­ren Auf­wand bedeu­tet.

Rome macht sich Gedan­ken über die idea­le Putz­frau, und plant eine sexu­el­le Ent­halt­sam­keit, die sei­nen bis­he­ri­gen Rekord von 18 Tagen über­steigt.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Soll­te ich mich unter­ent­wi­ckelt füh­len, wenn sexu­el­le Ent­halt­sam­keit jetzt nicht das Gesamt­pa­ket meint? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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