Guten Morgen

Morgenkaffee

Wo ich mir in letz­ter Zeit (Wo?) ein paar Fol­gen des Lite­ra­tur­clubs auf You­Tube ange­schaut habe, kommt mir die­se Kri­tik ganz gele­gen: Roman Bucheli bemän­gelt Die Ver­lu­de­rung der Kri­tik. Und zumin­dest für die­sen Begriff hat er mei­ne Auf­merk­sam­keit ver­dient, auch wenn er selbst dann in sei­ner Kri­tik kei­ne Bäu­me aus­reißt. Elke Hei­den­reich und Denis Scheck sind im Anprei­sen aktu­el­ler Bücher in der Tat ab und an grot­ten­schlecht, weil sie gar nicht sagen, was genau an einem Buch gut ist, nur dass es gut sei. Ich fin­de bei­de wider­um ganz gut, wenn sie Bücher ver­rei­ßen, und zie­he oft­mals den Schluss, dass Bücher mit den so beschrie­be­nen Män­geln mein Lesein­ter­es­se ein­fach nicht befrie­di­gen wer­den.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wo spielt sich künf­tig die Lite­ra­tur­kri­tik ab? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Mar­kus Becke­dahl fei­ert den Erhalt der Netz­neu­tra­li­tät.

Minh Thu Tran inter­viewt Zaher Sahl­oul, der seit 2013 mehr­mals in Syri­en als frei­wil­li­ger Arzt gear­bei­tet hat:

Sahl­oul es gibt vie­le Bil­der wie die von Omran. Und ich wer­de inzwi­schen wirk­lich zynisch — denn es gab auch schon ande­re Bil­der von syri­schen Kin­dern, die viral wur­den. Das Bild vom toten Flücht­lings­jun­gen Aylan Kur­di, die Bil­der der ver­hun­gern­den Kin­der in Mada­ya, die Opfer des Sarin-Massakers in Ghou­ta, die Bil­der der Flücht­lings­kin­der in Grie­chen­land. Die­se Bil­der erre­gen für ein paar Tage Auf­merk­sam­keit, aber sie bewe­gen die Men­schen nicht dazu, ihre Regie­run­gen und Ent­schei­dungs­trä­ger dazu zu drän­gen, Hil­fe zu leis­ten. Was bringt die­ser Aus­bruch an Mit­leid, wenn dann kei­ne Taten fol­gen?

Rico Grimm woll­te poli­ti­sche Uto­pi­en in einem Camp fin­den, wur­de aber eigent­lich nur betrun­ken.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Was ist eigent­lich aus den Mit­leids­shows im Fern­se­hen gewor­den? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Das FBI sucht jetzt Drohnen-Killer in der Gamer-Szene.

Amy Sharp wird in Aus­tra­li­en gesucht und, weil ihr das Such­fo­to nicht gefällt, schickt sie ein bes­se­res.

Bar­ce­lo­nas Bür­ger­meis­te­rin Ada Colau hat einen Beschä­mungs­zäh­ler über die Anzahl auf dem See­weg gestor­be­ner Flücht­lin­ge instal­liert.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: War­um gibt es noch kei­ne Spen­den­ak­ti­on für siche­re See­we­ge? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

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Die Olym­pi­schen Spie­le sind zuen­de, an mir ziem­lich vor­bei gegan­gen. Für Chris­toph Wolf ist “The dri­ver wron­ged the way” der sinn­bild­lichs­te Satz der Ver­an­stal­tung.

Chris­tof Sie­mes unkt, durch die hohen Kos­ten könn­ten die Paralym­pics zusam­men­ge­sti­chen wer­den.

Gert Möbi­us hat ein Buch über Rio Rei­ser, sei­nen Bru­der, ver­öf­fent­licht.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Will jetzt wirk­lich jemand den Schluss aus den Olym­pi­schen Spie­len in Rio zie­hen, man soll­te sie nicht in ärme­ren Gegen­den statt­fin­den las­sen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Schon vor ein paar Tagen hat Cle­mens J. Setz über das Ver­schwin­den von Den­nis Coo­pers Blog geschrie­ben. Man ist ja fast geneigt, was von dem zu lesen.

Wenn über Män­ner so geschrie­ben wür­de wie es über Frau­en getan wird, es läse sich so.

Auf der Krim wird die poli­ti­sche Lage mal wie­der etwas auf­ge­heiz­ter.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wozu hos­tet noch jemand ein ihm wich­ti­ges Blog bei Goog­le? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Manch­mal schreibt man auch bei n-tv ganz gut. Wie zum Bei­spiel zur Äuße­rung Donald Trumps über die Eltern eines gefal­le­nen US-amerikanischen Sol­da­ten, die für Hil­la­ry Clin­ton eine Rede gehal­ten haben:

So nann­te die “New York Times” die Kon­fron­ta­ti­on einen uner­war­te­ten und mög­li­cher­wei­se “aus­schlag­ge­ben­den Flamm­punkt” für der Prä­si­dent­schafts­wahl im Novem­ber. Bewahr­hei­tet sich das, hät­ten ein gebür­ti­ger Paki­sta­ner und sei­ne Frau bewirkt, was poli­ti­sche Geg­ner bis­her nicht geschafft haben: zu zei­gen, dass Trumps schril­le anti­mus­li­mi­sche Rhe­to­rik nicht eine anony­me Grup­pe trifft. Sie trifft ein­zel­ne Men­schen.

Ezra Klein sieht das ähn­lich:

Trump lis­tened to a speech by the berea­ved father of a fal­len Mus­lim sol­dier and used it to slan­der the fal­len soldier’s fami­ly. That was his respon­se. That is his cha­rac­ter.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Ist ein ame­ri­ka­ni­scher Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat schon mal so gestol­pert und durchs Ziel gekom­men? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

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Pokémon-Go-Treffen gibt’s inzwi­schen schon mit Mes­ser­ste­che­rei­en.

Bei der Taz kri­ti­siert von Mar­tin Reeh den Ein­satz der Bay­ri­schen Poli­zei beim Amok­lauf vor weni­gen Tagen.

John­ny Haeus­ler ver­ab­schie­det Johan­nes Kor­ten.

In Ber­lin gab’s einen Mon­sun, das Video ist schon sehens­wert.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Was macht eigent­lich Tokio Hotel? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Ges­tern Abend gab es in der ARD wohl einen denk­wür­dig merk­wür­di­gen Bei­trag: Ein Inter­view von Sieg­mund Gott­lieb mit Recep Tay­y­ip Erdoğan. Und die Aus­sa­gen von Erdoğan waren so selbst­ent­lar­vend, da konn­te selbst Gott­lieb nichts groß­ar­tig mehr falsch machen.

Den­niz Yücel erzählt, wie es um die Pres­se­frei­heit in der Tür­kei so steht (Ach­tung, Link geht zur Springer-Presse).

Dave Winer meint, es wäre viel­leicht eine gute Sache, Twit­ter zu natio­na­li­sie­ren.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Berei­tet es Twit­ter auch Pro­ble­me, dass es so miss­ver­stan­den wird? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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