The Valenine’s celebration

The­re was Valentine’s Day yes­ter­day — the day of har­mo­ny and love for cou­ples and the day of having a pain in the ass for all sin­gles, due to not having any­thing to cele­bra­te in an equal man­ner.

If you’re rea­ding care­ful­ly on twit­ter you can see bet­ween the lines that this event is espe­ci­al­ly cele­bra­ted…

… and you’re also secret­ly infor­med when & how:

Good for you, I guess.

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Neuer Skandal um Axolotl Roadkill: Selbst Autorin ist erfunden

Nach­dem der Münch­ner Slam­po­et, Jour­na­list und Blog­ger Deef Pir­ma­sens diver­se unech­te Stel­len, die ein­fach aus ande­ren Lite­ra­tur­wer­ken über­nom­men wur­den, auf­ge­deckt hat, der nächs­te Skan­dal:

Nun deckt der Bie­le­fel­der Blog­ger, Autor und Slam­po­et Sacha Brohm auf:

Selbst die Auto­rin ist eine Erfin­dung!

Brohm ent­lockt dem eigent­li­chen Autor des­sen revo­lu­tio­nä­re Schreib­wut:

Ich habe einen fan­tas­ti­schen Roman geschrie­ben. Das macht mich total glück­lich. Wis­sen Sie, ich bin zwar kei­ne 17 mehr aber ich habe noch immer die pral­len Eier, die­sen faschis­ti­schen Lite­ra­tur­be­trieb mal so rich­tig durch­zu­fi­cken. Das soll­ten wir alle viel öfter machen: die­sen faschis­ti­schen Lite­ra­tur­be­trieb mal so rich­tig schön durch­fi­cken. Dan­ke für Ihre Auf­merk­sam­keit!

Also, nein, nein, nein! Der gan­ze Lite­ra­tur­be­trieb: Ein Toll­haus! Und das an Kar­ne­val!

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Sind wir alle SPAM?

Hele­ne Hege­mann wird beim Pla­gi­ie­ren ertappt und ant­wor­tet, es gebe eh kei­ne Ori­gi­na­li­tät mehr, nur noch Echt­heit. Bernard-Henry Lévy wird das unpro­fes­sio­nel­le Zitie­ren einer von ihm nicht erkann­ten fik­ti­ven Figur nach­ge­wie­sen und er meint, sie trä­fe so sehr den Punkt, dass das wich­ti­ger sei als, dass sie eine fik­ti­ve Figur ist. Und in Ber­lin fliegt ein Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter mit fal­schem Dok­tor­grad auf und meint, es sei doch eigent­lich nichts gewe­sen.

Ist das so? Ist das Kopie­ren von Leis­tun­gen oder Leis­tungs­ti­tel ande­rer heu­te das, was in frü­he­ren Zei­ten die­se Leis­tun­gen aus­mach­te? Pablo Picas­so wird ein­mal so zitiert, dass er gemeint habe, unter den Men­schen gebe es heu­te mehr Kopi­en als Ori­gi­na­le. Das beinhal­tet aber, dass es noch Ori­gi­na­le gibt. Aber die Stel­lung­nah­me ist ja auch schon alt.

Die oben ste­hen­den Per­so­nen müss­ten aber tat­säch­lich Ori­gi­na­len ihren Rang abspre­chen, damit ihrer Posi­ti­on rich­tig ist. Es dürf­te kei­ne Schrift­stel­ler geben, die etwas neu­es erschaf­fen, kei­ne Phi­lo­so­phen, die neue For­schungs­leis­tun­gen her­vor­brin­gen, kei­ne Pro­mo­ven­ten, denen eine Wei­ter­füh­rung ihrer Wis­sen­schaft gelingt, so daß ein Dok­tor­grad etwas ande­res ist als eine bür­ger­li­che Ver­a­de­lung.

Das ist so unplau­si­bel wie nach­weis­lich falsch. Aber natür­lich gibt es, wie Picas­so es for­mu­liert haben soll, Men­schen die Kopi­en sind. Und wor­an soll­ten die­se Men­schen an ande­ren Men­schen Din­ge ent­de­cken, die nicht kopiert sind, wenn das das Ein­zi­ge ist, was sie so ken­nen?

Der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te kann eine Brief­kas­ten­fir­ma nicht von einer Uni­ver­si­tät unter­schei­den, Lévy hat es auf­ge­ge­ben, wis­sen­schaft­lich zu for­schen, bevor er jeman­den zitiert, und Hege­mann sind Phi­lo­so­phen, die in ihrem Werk vor­kom­men, auch gänz­lich unbe­kannt — genau­so wie Stel­len ihres eige­nen Buches.

Es eint sie, dass sie das nicht als Feh­ler bezeich­nen wol­len. Und es wird span­nend zu beob­ach­ten sein, wie man gesell­schaft­lich auf die­ses Ver­hal­ten reagiert.

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Westerwelles Angriff auf den schwächsten Teil der deutschen Bevölkerung

Beim Spie­gel fin­det Thors­ten Dör­ting heu­te deut­li­che Wor­te zur Wort­mel­dung zu Hartz IV von Gui­do Wes­ter­wel­le:

Man muss kein Popu­list sein, auch kein Anhän­ger der Links­par­tei, ja man muss nicht ein­mal fin­den, dass die Hartz-IV-Sätze zu nied­rig sind, um Wes­ter­wel­les so war­nen­de Wor­te als das zu sehen, was sie sind: Eine his­to­risch unhalt­ba­re, per­fi­de, aus rein poli­ti­schem Kal­kül betrie­be­ne Belei­di­gung des schwächs­ten Teils der deut­schen Bevöl­ke­rung.

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Süd­deut­sche Zei­tung: Deka­denz­alarm — Wes­ter­wel­le wild wie nie

Her­aus­for­de­run­gen in aller Welt, nichts als Ärger daheim: Gui­do Wes­ter­wel­le pen­delt zwi­schen sei­nen Rol­len hin und her — und ver­liert jede Sou­ve­rä­ni­tät.

Bild­blog weist nach, dass das Bei­spiel, auf das sich Wes­ter­wel­le bezieht, so gar nicht stimmt.

Und auch im Forum des SPIEGEL wird eher harsch auf die Ansich­ten der FDP reagiert:

Es ist ekel­er­re­gend, wie ein Poli­ti­ker mal eben so aus dem hoh­len Hirn her­aus behaup­tet, irgend­wel­che Kin­der wür­den ins Sta­di­um von “spät­rö­mi­scher Deka­denz” gelan­gen, wenn man ihnen die Teil­nah­me an Klas­sen­fahr­ten, einen wür­di­gen Schul­all­tag, oder mal einen Hal­len­bad­be­such ermög­licht. Man ist fas­sungs­los und möch­te Herrn Wes­ter­wel­le eigent­lich nur noch den sofor­ti­gen Rück­tritt unter Ver­zicht auf alle Bezü­ge nahe­le­gen. So kann man mit unse­ren Kin­dern nicht umge­hen.

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