Lesezeichen vom 23.05.2018

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Guten Morgen

Philip Roth ist gestor­ben. Nils Minkmar hat­te ihn mal an der Strippe.

Mark Zucker­berg durfte zu seinen Kon­di­tio­nen vor einem EU-Auss­chuss aus­sagen, was Den­nis Horn in dieser Form pein­lich für die EU find­et.

Georg Schwarte berichtet darüber, dass Chi­na sehr bere­itwillig in die Fußstapfen der USA ein­tritt an den Stellen, die die USA ger­ade frei macht.

Die große Koali­tion möchte im EU-Par­la­ment Mar­tin Son­neborn loswer­den. Der meint zurecht, er habe “mehr poli­tis­che Wirkung erzielt als sämtliche Unions-Hin­ter­bän­kler”.

Und während ich mir die Frage stelle: Wird Son­neborn Stein­meier über­leben? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Lesezeichen vom 22.05.2018

  • Michael Angele: Schirrma­ch­er | Begleitschreiben Georg Keuschnig: “Angele kom­men­tiert dieses Ver­hält­nis mit einem bemerkenswerten Satz: Die Fes­tre­den und Belo­bi­gun­gen zu Reich-Ran­ic­ki seien »nie ganz frei vom Ges­tus der Vere­in­nah­mung eines Schick­sals« gewe­sen. Diese Fest­stel­lung ist furchte­in­flössend, vor allem weil sie wahr sein kön­nte (und gilt nicht nur für Schirrma­ch­er).”
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Guten Morgen

Jason Kot­tke stellt etwas ver­bit­tert fest, dass David Fos­ter Wal­lace schreck­lich zu Frauen war.

Miss James haut in den Sack, weil sie sich zwis­chen den anderen Blogs, die es noch gibt, nicht mehr wohl fühlt.

Jakob Hein stellt zur Tren­nung der Süd­deutschen Zeitung von ihrem Karika­tur­is­ten die unaus­ge­sproch­ene Wahrheit her­aus, dass es um die Humorecke der Zeitung immer schon trau­rig bestellt war.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist bayrisch­er Humor noch exportier­bar? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Vor weni­gen Wochen lachte ich noch, als rauskam, dass man in den USA Kinder ab drei Jahren sich vor Immi­gra­tions­gericht­en vertei­di­gen lässt. Deutsch­land sagt “Hold my beer”:

Vor Gericht wurde eine “Frei­heit­sentziehungssache” ver­han­delt, die Rich­terin stellt fest: “Der Haf­tantrag ist zuläs­sig”, der Angolan­er muss bis zu sein­er geplanten Abschiebung an diesem Don­ner­stag in der Unterkun­ft bleiben, im Tran­sit­bere­ich. Wer hier fest­sitzt, ist for­mal nicht ein­gereist nach Deutsch­land. “Die Haft ist auch im Hin­blick darauf, dass der Betrof­fene min­der­jährig ist, ver­hält­nis­mäßig”, schreibt die Rich­terin. Der “Betrof­fene” ist zwei Jahre alt. Während der Anhörung vor dem Amts­gericht fragt Anwalt Peter Fahlbusch den Jun­gen, ob er ver­ste­he, worum es ger­ade gehe. Im Pro­tokoll ist ver­merkt: “Das Kind antwortet lediglich mit ‚Mama’”.

Nach­dem die Süd­deutsche Zeitung erneut wegen ein­er als anti­semi­tisch beze­ich­neter Karikatur kri­tisiert wurde, tren­nt man sich von Karika­tur­ist Dieter Han­itzsch.

Oma Rosie bere­it­et sich auf die königliche Hochzeit am Woch­enende vor.

Und während ich mir die Frage stelle: Wer­den Zwei­jährige bei der Anhörung wenig­stens von erfahre­nen Drei­jähri­gen rechtlich berat­en? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Brodern

Hen­ryk M. Broder sollte einen Preis ein­er Kle­in­stadt bekom­men, flankiert von Jour­nal­is­ten der Springer-Presse, lehnt diesen aber ab, weil es Wider­stand in der Stadt gegen den gewählten Preisträger gab. Das sei ihm zu viel Stress.

Es ist sein gutes Recht, die Reißleine zu ziehen, wenn es einem zu viel wird. Aber merk­würdig ist es doch schon, dass er diese Prov­inz­posse nicht mit­nimmt. Die SPD Land Hadeln schrieb:

Broders pro­vokante Aufze­ich­nun­gen und Verunglimp­fun­gen nationaler wie inter­na­tionaler Per­sön­lichkeit­en aus Poli­tik, Kirche, Medi­en etc., der beispiel­sweise die evan­ge­lis­che The­olo­gin Mar­got Käß­mann als Ras­sistin ver­leumdet, erweisen sich als ver­baler Sprengstoff und Spalt­pilz in der Gesellschaft.

Tat­säch­lich hat Broder wohl ein aus dem Zusam­men­hang geris­senes Zitat ver­schwurbelt und ver­weist darauf, dass andere nicht anders ver­fahren sind:

Wie die Mor­gen­post berichtet, erwägt Mar­got Käß­mann “rechtliche Schritte” gegen Net­zw­erke, die ihre Rede auf dem Evan­ge­lis­chen Kirchen­tag falsch wiedergegeben haben. Das ist eine pri­ma Idee. Sie sollte mit der Home­page der Evan­ge­lisch-Lutherische Lan­deskirche Han­novers anfan­gen.

Statt ein­er berechtigten Kri­tik sach­lich ent­ge­gen zu treten, set­zt er sich nur die Nar­renkappe auf: Ich bin doch nur ein­er unter vie­len Clowns. Schaut an Hand mein­er Beispiele, wie wirr die Welt ist, dage­gen bin ich ger­adezu ser­iös. Macht Broder sein polemis­ches Auftreten, bei dem Fehler bess­er nicht einge­s­tanden wer­den, zum gesellschaftlichen Spalt­pilz? In Broders Welt, dürfte dies der Fall sein:

Was trifft, trifft auch zu.

Nur stimmt der Satz genau genom­men natür­lich nicht. Man kann Men­schen auch durch ver­ach­t­en­des Mob­bing tre­f­fen.

Broder ste­ht als erster der Unterze­ich­n­er der Erk­lärung 2018 da und erläutert:

Okay, dachte ich, das Gelbe vom Ei ist es nicht, auch keine Anleitung zur Auflö­sung des Gordis­chen Knotens, aber vielle­icht doch der kle­in­ste gemein­same Nen­ner, auf den sich ein paar Leute ver­ständi­gen kön­nen, die sich Sor­gen wegen der Ero­sion rechtsstaatlich­er Regeln machen.

Dieter Stein, Eva Her­man und Thi­lo Sar­razin sind für Broder Leute, die sich nur etwas Ero­sion­ssor­gen machen. Schnöff, tätäää. Schnöff, tätäää. Ist er dadurch jet­zt spalt­pilzend? Schauen wir uns an, wie erfol­gre­ich solche Peti­tio­nen so sind:

Laut einem Mitar­beit­er des Peti­tion­sauss­chuss­es sei seit Beginn der Online-Peti­tio­nen nur ein einziges Gesetz verän­dert wor­den. Die Eingabe des Bürg­ers war hier­bei, die Ausstat­tung von Kraft­fahrzeu­gen mit ein­er zusät­zlichen Stoßs­tange (soge­nan­nten „Kuh­fänger“) zu ver­bi­eten. Diese Frontschutzbügel sind als Reak­tion auf diese Peti­tion per Gesetz ver­boten wor­den.

Der Clown gegen den Kuh­fänger, mal sehen, wer den Kürz­eren zieht.

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Guten Morgen

Twit­ter würgt den Twit­ter-Apps ander­er Her­steller rein, dass sie ab August keine Live-Tweets mehr anzeigen wer­den, und ob die Direk­t­mit­teilun­gen noch funk­tion­ieren wer­den, ist auch ungewiss.

Der US-Amerikanis­che Präsi­dent gewährt Ein­blick in seine Finan­zlage.

Der Bun­des­gericht­shof entschei­det darüber, ob man Bier bekömm­lich nen­nen darf.

Und während ich mir die Frage stelle: Schreibt Twit­ter irgend­wann auch vor, was man sagen darf? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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