Mark Ronson — Version (Album)

Mark RonsonNoch so ein Musik­er, der in Deutsch­land vii­i­i­iel zu wenig bekan­nt ist: Mark Ron­son. Sein Album ‘Ver­sion’ kommt dank per­ma­nen­tem Trompe­tenein­satz etwas ‘brass’ig daher. Es beste­ht aus weni­gen eige­nen Songs, vie­len Cov­erver­sio­nen und Teil­nah­men von Rob­bie Williams, Lil­ly Allen und Amy Whine­house, was dem Album so gar nicht geschadet hat. Sicher­lich klingt ab und an ein Orig­i­nal bess­er als die Cov­erver­sion auf diesem Album. Es war aber nicht das Ziel, die Orig­i­nale zu übertrumpfen. Hier haben ein paar junge Leute richtig Spaß am Musik­machen. Und diese Stim­mung kommt auch über. So wenig reicht aus für ein gutes Album.
Valerie (mit Amy Wine­house)

Bei Ama­zon kann man in das Album rein­hören.

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Duffy — Rockferry

DuffySchon wieder ein Album-Tipp. Wem Amy Wine­house einen Tack­en zu exaltiert daherkommt, für den ist Duffy eine Offen­bahrung. Das Album ist voller souliger Songs, die sich angenehm abends im Raum aus­bre­it­en kön­nen. Musik zum neben­her­hören oder Wein trinken. Unter­stützt wurde sie pro­duzen­ten­tech­nisch von Bernard But­ler, der kreativ­en Hälfte von Suede. Einen Lieblingssong habe ich bis­lang nicht, dies ist ein Album, dass man laufen lässt und irgend­wann merkt man sich, wie man dies und das auf dem Album wieder­erken­nt.
Duffy — Rock­fer­ry:

Bei Ama­zon kann man in das Album rein­hören.

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Der singende Einstein

In den let­zten Posts habe ich einen kleinen, musikalis­chen Blick nach Rus­s­land und nach Hol­land gewor­fen. Dies­mal werfe ich ihn nach Posen in Tschechien. Dort ist mit­tler­weile Luboš Motl gelandet, den ich ken­nen­lernte, als er noch Dozent in Har­vard und fern­er Spezial­ist für die String-The­o­rie gewe­sen ist. Man braucht etwas Zeit für Luboš und vielle­icht muss man auch etwas schmerzfrei sein. Tas­ten wir uns also langsam her­an. In diesem Video “covert” Luboš Motl die Titelmelodie der tschechis­chen Ver­sion von Tom & Jer­ry:

So weit, so gut? Fein. Bere­it für den näch­sten Schritt? Luboš Motl hat dem Karaoke-Sin­gen seine eigene Note beige­fügt. Es braucht seine Zeit, aber irgend­wann erfasst den Zuhör­er diese Kun­st­form.
Luboš Motl — Always [~5MB]
[flash]http://motl.bplaced.net/always.mp3[/flash]
Luboš Motl — Gimme gimme gimme (a man after mid­night) [~4MB]
[flash]http://motl.bplaced.net/abba-gimme.mp3[/flash]
Luboš Motl — Bohemi­an rhap­sody [~5MB]
[flash]http://motl.bplaced.net/queen-bohemian-rhapsody.mp3[/flash]
Luboš Motl — Babitsch­ka (Pferde stählen ???) [~3,2MB]
[flash]http://motl.bplaced.net/gott-babitschka.mp3[/flash]
Luboš Motl — Los­ing my reli­gion [~3,9MB]
[flash]http://motl.bplaced.net/rem-religion.mp3[/flash]
Man beachte auch, wie man beim Titel “Los­ing my reli­gion” den Reli­gionsver­lust ger­adezu miter­leben kann. Heutzu­tage scheint er unter die Videokün­stler gegan­gen zu sein, was es aber auch nicht ger­ade leichter macht, ihn zu ver­ste­hen:

Luboš Motl bei Wikipedia
Und in die F.A.Z. hat Motl es auch schon gebracht.

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Du musst besoffen bestellen

Von den Schweiz­ern höre ich abge­se­hen von Züri West und Lunik in musikalis­ch­er Hin­sicht wenig. Vielle­icht haben sie mit allem, was an Tex­tauf­saggeschwindigkeit die Songs von DJ Bobo über­steigt, so ihre Prob­leme. Zumin­d­est im Radio scheinen sie die Musik­texte kaum zu ver­ste­hen:
Cut­ting Crew: I’d just died in your arms tonight (Du musst…)
[flash]http://media.energyzueri.com/web/morgenshow/anneliesebraun/080205ab.mp3[/flash]
Rox­ette: Lis­ten to your heart (Dorum bist du so ene Schießuhr heut?)
[flash]http://media.energyzueri.com/web/morgenshow/anneliesebraun/080206ab.MP3[/flash]
NeK: Lau­ra non c’e
[flash]http://media.energyzueri.com/web/morgenshow/anneliesebraun/080129ab.mp3[/flash]
Cindy Lau­per: Girls just wan­na have fun
[flash]http://media.energyzueri.com/web/morgenshow/anneliesebraun/080201ab.mp3[/flash]

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Donots — Coma chameleon (Album)

Auf eige­nen Füßen präsen­tieren sich die Ibben­büren­er Donots im Jahre 2008, und das ist schon mal eine Bemerkung wert. Nach Pech mit den alten Labels sind sie nun auf dem Label ihres Front­mann Ingo behei­matet. Die Donots waren bis­lang als Gara­gen­punkband bekan­nt. Das bedeutet, dass sich ihre Texte sehr oft nach deutschen Punkim­i­ta­toren anhörten, die vok­ab­u­larbeschränkt ver­suchen, sim­ple The­men in noch sim­plere Texte zu fassen. Dabei wird des öfteren Schreien mit Sin­gen ver­wech­selt. Auf Konz­erten ist das weniger auf­fal­l­end, da dort laut­stärkenbe­d­ingt eh kaum eine Möglichkeit beste­ht, Texte zu ver­ste­hen. Und das ist genau der Ein­druck, den die Donots auf diesem Album bestäti­gen, zumin­d­est mit den ersten 6 Songs.
Danach entste­ht ein doch merk­würdi­ger Wech­sel. In “Stop the clocks” erin­nern sie ein wenig an Fury in the Slaugh­ter­house. “The right kind of wrong” ist eine dur­chaus gute Rock­num­mer. Und dieser eher rock­ige, ver­gle­ich­sweise ruhige Touch zieht sich durch den Rest des Albums. Ingo singt sog­ar, anstatt zu schreien. Guu­u­u­u­ut, die Texte sind immer noch nicht pub­litzer­prizeverdächtig und Ingos Stimme reicht für diese Lieder ger­ade so aus. Aber musikalisch machen die Donots einen fast gereiften Ein­druck. Ich kenne ger­ade keine andere deutsche Band, die ein der­art gemis­cht­es Album hinkriegen würde. Klein­er Kauftipp mein­er­seits.
erste Auskop­plung: Break my stride

Und für alle, die sie noch gar nicht ken­nen: Sac­cher­ine smile

Donots im Inter­net

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Geschichte des politischen Denkens

Man­fred Brock­er — Geschichte des poli­tis­chen Denkens, Ein Hand­buch, Suhrkamp 2007
Dieses Hand­buch beansprucht, eine Lücke etwas schließen zu kön­nen, die trotz viel­er Büch­er zu klas­sis­chen philosophis­chen Denkern bestünde. Es gäbe keine knack­i­gen Dar­legun­gen von den Hauptwerken, man finde immer nur eher Biographis­ches. Der große Umfang des Buch­es ent­täuscht dann auch nicht auf den ersten Blick. Man find­et 53 Artikel zu wichti­gen Werken von u.a. Pla­ton, Aris­tote­les, Cicero, Hume, Kant, Mon­tesquieue, Niet­zsche, Hegel, Luther, Rawks, Haber­mas und und und. Will man einen der besproch­enen Autoren grundle­gen­der ken­nen­ler­nen, so erset­zt dieses Buch natür­lich nicht die Lek­türe der einzel­nen Autoren. Aber für Erläuterun­gen der einzel­nen Werke ist dies ein sehr anre­gen­des Buch, dass sich jed­er Stu­dent, der in diese Rich­tung arbeit­et, ein­mal genauer anschauen sollte.

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Baddiel, David – Whatever love means

Man darf sich vom Titel dieses Buch­es nicht abschreck­en lassen. Der Titel ist genau­so wie der Autor für dei meis­ten Men­schen ausser­halb Eng­lands zunächst ein­mal nichtssagend. Es lohnt sich, bei­dem hin­ter­her zu gehen. Kurz vor ihrer Hochzeit führten Lady Di und Prince Charles ein Inter­view mit der BBC. In diesem Inter­view wur­den bei­de gefragt, ob Liebe der Grund für ihre Hochzeit sei. Lady Di antwortete “Nat­u­ral­ly.”, natür­lich. Prince Charles antwortete: “What­ev­er love means.” Und diese doch irgend­wie trau­rige Hal­tung, durch das Leben zu gehen, und irri­tiert davon zu sein, das man nicht genau weiss, was für einen selb­st Liebe nur bedeuten mag, trägt Bad­diels Buch in sich. David Bad­diel ist in Eng­land als Come­di­an bekan­nt gewor­den. Zusam­men mit Rob New­man füllte er als erster Come­di­an die Wem­b­ley Are­na in Lon­don mit 12000 Zuschauern. Sein erstes Buch ist ein lustiger Roman über einen Jungspunt, der sich in seine Schwägerin verk­nallt und dann auf deren inter­es­sante Schwest­er trifft. Mit viel All­t­agshu­mor gespickt ist dies eine sehr lustige Kumpelgeschichte. Sein zweites Buch ist da schon erster, vol­lkom­men humor­frei, aber noch viel bess­er ist das dritte Buch. Es beschreibt Vic, der ein Ver­hält­nis mit der Frau seines besten Fre­un­des hat. Was zunächst noch als unbeschw­ertes Vor­sich­hin­leben geschildert wird, ändert sich für die beteiligten Per­so­n­en in ein nichtvorherge­se­henes Fiasko. Das muss jet­zt als Inhalts­beschrei­bung reichen, auch wenn es nicht ein­er Analyse gerecht wird, ob und warum, dies hier große Lit­er­atur ist. Das Ding ist nur fol­gen­des: Dieses Buch lebt von der Wen­dung, die es beschreibt. Und es wäre unfair, inhaltlich weit­erzuerzählen, da dann das Lesev­ergnü­gen doch stark gemindert wird. Und da ich in vol­lkommen­er Über­schätzung davon aus­ge­hen, dass dieses Buch wegen mein­er Für­spraqche gelsesen wird, lasse ich es hier­bei. Meines Eracht­ens ein MUSTREAD, wie man auf englisch sagt, bei dem man erst am Ende das Vor­wort zu ver­ste­hen weiss.

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dolores o’riordan — are you listening? (album)

Ich habe die Cran­ber­ries Anfang der 90er mal in Eng­land gehört, seit­dem ver­fol­gt mich die Stimme der Sän­gerin. Ihr Debu­tal­bum ist etwas der all­ge­meinen Betra­ch­tung ent­gan­gen, was ein großer, großer Fehler ist. O’Riordan hört sich natür­lich wie ihre frühere Band The Cran­ber­ries an, wobei deren Musik zum Schluss etwas in ein met­allern klin­gen­des Geschep­per abdriftete. Nur ab und an ragten einzelne Songs her­aus. Ihr Debut-Album knüpft naht­los an alte Song­writer-Qual­itäten an. Es gibt ruhige, ver­störte, san­fte, aber auch rock­ige Stücke zu hören. Da müsste für jeden was dabei sein.

Dolores O’Riordan bei Myspace

Bei Ama­zon kann man in das ganze Album rein­hören. Anspieltipps: Ordi­nary day, When we were young, Los­er.

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