Die Parteien-Wahlschlappe

Jörn Thießen von der SPD hat gefordert, man solle Bürg­er mit Bußgeld bele­gen, wenn sie nicht wählen gehen, und bekun­det damit: Die Krise in der SPD geht weit­er.
Denn hin­ter dieser Forderung ste­ht ja die Hal­tung, der poten­tielle Wäh­ler wäre aus Faul­heit zuhause geblieben. Das glaube ich nicht. Zwar ist das EU-Par­la­ment der Ort, an dem die Poli­tik­er am meis­ten ver­di­enen und über­aus wichtige Entschei­dun­gen gefällt wer­den. Aber über die Arbeit der deutschen Poli­tik­er dort erfährt man doch erschreck­end wenig. Es ist doch beze­ich­nend, dass die bekan­nteste EU-Poli­tik­erin eine Son­nen­schein­poli­tik­erin ist. Noch nicht ein­mal in der FPD kann ihnen jemand sagen, was Koch-Mehrin im EU-Par­la­ment kon­struk­tiv geleis­tet hat, die sagen nur es sei vor­bildlich, wie sie Fam­i­lie und Beruf unter einen Hut brächte. Wohl gemerkt: Zeitlich, nicht inhaltlich.
Kann man jet­zt FPD wählen, ohne seine Stimme Koch-Mehrin geben zu wollen? Nö. Man kann nur bed­ingt auf eigene Ansicht­en beim Wählen einge­hen. Auf die Aus­führen­den hat die Wahlentschei­dung im Einzelfall über­haupt keine Auswirkung: CDU und SPD kom­men z.B. mit großer Sicher­heit ins EU-Par­la­ment, wer da in der Liste an 1 ste­ht muss eigentlich nicht um seinen Einzug kämpfen, müssen nicht hof­fen, gewählt zu wer­den.
parteiendemokratie
Bürg­er wählen pauschal Parteien, die sich selb­st kaum erhel­lend posi­tion­ieren. Bei den Grü­nen wird vor die Inhalte noch ein WUMS getack­ert, um es noch mehr zu ver­schleiern. Man wählt ins Blaue und ver­lässt sich dabei auf die Sym­pa­thie, die man der einen oder der anderen Partei zuweist.
Eine mod­erne, attrak­tive demokratis­che Wahl sieht für mich anders aus.

Weiterlesen

The twilightly intent

Last week I had it on slam poet­ry, a spe­cial form of poet­ry not every­one likes. They are quite sim­i­lar to oth­er forms of sto­ry­telling.
Short sto­ries and fairy tales are often con­sid­ered dif­fer­ent­ly: You love them or you hate them. To wor­ship those parts of lit­er­a­ture you have to take a look into their world. This world often is dif­fer­ent from ordi­nary life. For many peo­ple that’s the main rea­son not to care about them.
But for oth­ers it’s such a fas­ci­nat­ing trip into bizarre worlds, books on fic­tion­al sto­ries is all they read. Har­ry Pot­ter was just that kind of hype. And today it’s Twi­light.  A groovy sto­ry on love, trust, being an out­sider and bloody vam­pires. It’s some­thing that can take con­trol of your dreams.
Cher­ryChain­saw is obvi­ous­ly not ready for such a trip into won­der­land:
twilight
That would make real­i­ty quite scary.

Weiterlesen

The slammy poet

I nev­er real­ly got into poet­ry slam so far. I always sound­ed too unlit­er­ary to me. I am real­ly used to books and I clear­ly attribute to myself to have some kinde of taste in lit­er­a­ture, which is quite nor­mal being con­front­ed with those clas­sics. Slame poet­ry always seemed to ignore those achieve­ments, the audi­ence sel­dom gives the impres­son of being inter­est­ed in deep­er things. But for many this kind of sub­jec­tive dis­tinc­tion is wrong. They refer to the sub­jec­tive taste where­in every­one is the one to judge.
Doing so we have to admit poet­ry slam on stage is amus­ing and it often ignites a spark to lis­ten­ers:
poetryslam1But there’s some dan­ger. Some­times that spark lits a fire and lis­ten­ers get to the point where they want to inter­pret things out of their periph­ery in metaphor­i­cal terms.
poetryslam2
Keep those guys off the stage!

Weiterlesen

a-ha – Take on me (Literal version)

Weiterlesen

Schlingensief, Christoph – So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!

Seit­dem ich Christoph Schlin­gen­siefs Arbeit kenne, ver­fahre ich immer auf dieselbe Weise: Sofern ich zu ihr Zugang habe, beschöftige ich mich so lange damit, bis ich meine zu wis­sen, was dahin­ter steckt oder bis sie mir etwas sagt.

Nun hat er ein Tage­buch während sein­er Kreb­serkrankung ver­fasst. Es ist eine Auf­nahme sein­er Wut, des Angriffs auf seine Per­son, der The­matiken, die sich ihm auf­drän­gen. Er schwimmt sich frei und man bekommt den Ein­druck: Dadurch bekommt er ein Stückchen mehr Leben­squal­ität.

Das Buch ist ein lesenswertes Doku­ment der Nich­tauf­gabe sein­er eige­nen Per­son, das einem Aufruf gle­ichkommt, um sein Leben zu kämpfen.

Weiterlesen

Lady Lily – Patrik Pacard

Weiterlesen