Ute, Schnute, Kasimir — jajaja, so werben wir

Och, Gottchen.
Schnutinger ver­ab­schiedet sich aus dem Web2.0. Und sie hat eine Nacht nicht schlafen kön­nen, irgend­wie war das auch für ihr Söh­nchen stres­sig, sie hat mehr Geld in Blogs gesteckt als durch die Voda­fone-Kam­pagne ein­genom­men, wollte eigene Inhalte in die Voda­fone-Kam­pagne streuen und trifft den Musik­knochen nur in einem Punkt richtig richtig: Sie geste­ht sich ihre Naiv­ität ein.
Ja, auch ich habe über die Voda­fone-Schnutinger-Wer­bung geschrieben, allerd­ings zu einem Zeit­punkt, an dem sie noch nicht so im Fokus stand. Außer­dem geht und ging es mir um die Art Wer­bung zu betreiben und das liegt in der Ver­ant­wor­tung von Scholz & Friends. Es ist eine süsse, aber eben ober­naive Vorstel­lung Schnutingers, eigene Inhalte in frem­den Wer­bekam­pag­nen aus­bre­it­en zu wollen.
Dass sich dort oder bei son­st wem Ver­ant­wortlichen nie­mand gefun­den hat, der diesen Blog­a­r­tikel Schnutingers nochmal kri­tisch gegen gele­sen hat und merkt, dass ger­ade der Wer­beteil am Schluss auf harsche und berechtigte Kri­tik stoßen würde, bleibt selt­sam.
Man kann heutzu­tage nur bed­ingt Wer­bung auswe­ichen, daher ist es dur­chaus okay, Wer­bung ern­sthaft zu kri­tisieren. Und die Voda­fone-Kam­pagne legt einen “Ich mach mir die Welt, wid­de, wid­de, wie sie mir gefällt”-Stil an den Tag, der an Wel­tentrück­theit nichts zu wün­schen übrig lässt.
Wenn Schnutinger jet­zt ger­ade nicht mehr “Gen­er­a­tion Upload” sein möchte, ist das ihr gutes Recht. Es würde aber auch nicht stören, wenn sie ein­fach die Fehler ange­ht und aus­merzt. Aber da ist sich jed­er selb­st der Näch­ste.
Lassen wir daher Frau Schnutinger mal das let­zte Wort haben:

Link: Schnutinger Stand Up Programm - Teil 1
P.S.: Lesetipps
Malte Weld­ing: Frau Schnutinger hört auf mit dem Web 2.0
Felix Schwen­zel: Frau Schnutinger macht PR
Don Alphon­so: Pre­van­chis­ten und die Erfind­ung des Mobs

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Rick Astley vs Nirvana – Never give your teen spirit up

Ja: SO muss man zu Nir­vana tanzen. Nu weiss ich das auch!

Der König des Mash-ups ist natür­lich weit­er­hin DJ Schmol­li [via].

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Der Klotick

Es ist ja ein alt­bekan­nter Hut, dass Frauen ihre Zeit anders auf den stillen Örtchen ver­brin­gen als Män­ner. Män­ner wun­dern sich immer gerne wieder darüber, dass Frauen sich nicht immer allein dor­thin begeben. Das liegt wohl grund­sät­zlich an den unter­schiedlichen Auf­fas­sun­gen über Bäder.

Für Män­ner ist das WC ein Rück­zug­sort, an dem man erst dann richtig entspan­nen kann, wenn man alleine ist, und an dem man ein König ist, wenn man auch dort noch Handy- und Inter­netemp­fang hat. Gesellschaft ist hier eigentlich nur fehl am Platz.

Könige muss es natür­lich wun­dern, dass man frei­willig Konkur­renten mit auf den Thron nimmt. Aber Frauen betra­cht­en den Gang aufs Klo eben nicht als Thronbestei­gung, son­dern als Entern ein­er der wesentlich­sten gesellschaftlichen Kom­mu­nika­tion­szen­trale: Wer im Klolicht gut aussieht, wird es auch draußen schaf­fen. Wer einen besseren Ein­druck hin­ter­lässt als die Geschlechtsgenossin am Waschbeck­en neben an, nimmt eben diesen Ein­druck mit. Während zwis­chen Frauen auf Par­ties meist nur geschnat­tert wird, kommt es auf den WCs zum Klar­text.

Verk­nappt aus­ge­drückt: Män­ner kom­men auf dem Klo runter und Frauen drehen auf. Und wer weiss, wie Frauen auf­drehen kön­nen, der weiss auch, dass es bess­er ist, wenn sie dabei in Begleitung sind und eben nicht allein. Denn anson­sten sind sie ihren eige­nen Gedanken nahezu hil­f­los aus­geliefert:

Klotick

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Live — Lift me up (aus “Zack and Miri make a porno”)

Zack and Miri make a pornoIch bin ja schon so eini­gen auf den Weck­er gefall­en mit dem Aufruf, sich doch unbe­d­ingt Zack and Miri make a porno anzuschauen, aber das ist nun mal ver­dammt guter Film. Er kommt einem wie ein Relikt aus den 90ern vor, atmet noch viel vom dama­li­gen Zeit­geist, all das, was man seit 2000 doch so schmer­zlich ver­misst.
Bei einem Höhep­unkt des Films wird Lift you up (bei Youtube auch zu find­en unter Hold you up) von Live, erkennbar durch die unver­wech­sel­bare Stimme von Ed Kowal­czyk, gespielt. Und wie W. Andrew Pow­ell sehr anschaulich zugibt, der Song passe so gut in die Szene des Films, dass ihm seine Kinnlade run­terge­fall­en sei.
Und, ja, ich teile seine implizite Annahme, dass diese Szene so ein mag­ic moment der Filmwelt ist.
Er berichtet zudem vom inter­es­san­ten Kampf des Regis­seurs Kevin Smith um den Song. Dieser wollte den Song, der eigentlich als Auf­mach­er des Albums Throw­ing Cop­per vorge­se­hen war, schon für zweimal zuvor für Filme ein­set­zen, bekam von Live allerd­ings immer eine Absage. Erst bei der drit­ten Anfrage, 13 Jahre nach Entste­hung des Songs, bekam er ein defin­i­tives Ja.
Der Song ist lei­der wed­er auf dem Zack-and-Miri-Sound­track, noch auf einem Live-Album bish­er erschienen. Aber vielle­icht befol­gen Live ja den Ratschlag Pow­ells, den Song als Auf­mach­er eines kom­menden Albums zu ver­wen­den.

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The change

Get­ting a baby is a rev­o­lu­tion with­in a mar­riage. Some peo­ple final­ly grow up with a baby. Most of them declare birth to be one of the most impor­tant moments of their life. Often enough a baby is the ulti­mate test for a mar­riage.
Any­how babies lead to a dif­fer­ent life for a few years. You have to be respon­s­able for more than your own life for the rest of your life. Any oth­er think­ing of this new sit­u­a­tion seems not to be nor­mal. And all of a sud­den your mar­riage is dif­fer­ent.
So you have to deal with this new sit­u­a­tion, and that one-man-one-woman-thing is over. It’s a hard thing for guys to real­ize that. And it’s open to for­tune if that for­mer roman­tic sit­u­a­tion comes back when those babies try to live their own lifes around 20 years lat­er.
Women deal with oth­er changes in the mean­time:
The change

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