Lesezeichen vom 2. Februar 2019

 

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Die SPD, seit jeher ängstlich darauf bedacht, nicht mit Kommunisten verwechselt zu werden, hat denn auch ihre Opposition gege die konservativen Strategien der kapitalistischen Parteien nie lange durchgehalten. Ein Trauerspiel mit open end.

Heinrich Hannover (aus: Die Republik vor Gericht 1954–1974. Erinnerungen eines unbequemen Rechtsanwalts, 1998, S. 80f.)

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Lesezeiche vom 30. Januar 2019

 

  • Vergebliches Werben um den “Brentrance”. Großbritannien und Europa 1967 | APuZ “Bei den folgenden deutsch-französischen Konsultationen im Juli unterstrich de Gaulle seine Haltung mit den Worten, dass Großbritannien gegenwärtig “was seine Lebensart betrifft, seine Weise, sich Lebensmittel zu beschaffen, sein Währungssystem, seine Kapitalbewegungen, seine Stellung in der Welt, seine Beziehungen zum Commonwealth, sein Verhältnis zu den Vereinigten Staaten” anders geartet sei als die sechs Gemeinschaftsstaaten; Großbritannien müsse erst “europäisch” werden, bevor es der Gemeinschaft beitreten könne.”
  • H. P. Baxxter liest Thomas Bernhard. 1 CD — Perlentaucher Dieser Welterfolg ist wohl an mir vorbei gegangen.

 

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Guten Morgen

11 Milliarden US-Dollar hat es gekostet, dass Donald Trump mal einen Rückzieher macht. Dafür wiedererstarken die Demokraten.

Fefe hat da ungute Neuigleiten, was die Sicherheit von Posteo angeht.

Lars Sobiraj hat für sein Blog mal einen kriminellen Mordraubkopierer interviewt, bekam deswegen Besuch von der Polizei, deren Initiative jetzt wohl abgeblasen wurde.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie viele Rückzieher Trumps kann Amerika eigentlich finanziell verkraften? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Guten Morgen

Ich hab ja doch noch ein paar Facebook-Accounts, weil ich dort mal Seiten eingerichtet habe, und Zugriff darauf haben wollte, wenn Facebook mal aus irgendwelchen Gründen ein Profil sperrt. So nun auch wieder geschehen, ich loggte mich mit einem derartigen Zugang ein und erhielt die Meldung, ich solle doch bitte eine Kopie eines Lichtbildausweises hochladen, dann bekäme ich wieder Zugang zu Facebook. So viel mal zum Thema Datenschutz bei Facebook. Vielleicht wurde dieser Account ins Visir genommen, weil er wenige Freunde und wenige eigene Beiträge hat, insofern könnten andere Accounts von mir sicher sein. Aber auch die sind nicht außer jeder Gefahr deaktiviert zu werden. Dann nutze ich jetzt Accounts, die ich vorher kaum genutzt habe, und solche gar nicht, die ich gerne behalten möchte, um nicht ins Visir zu geraten. Hoffentlich schreckt diese Handhabung andere Nutzer auch ab, die Seite zu benutzen.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Datenschutz und Informationsfreiheit, Ulrich Kelber, ist lobenswerterweise jetzt auch im Fediverseunterwegs, und schreibt im Tagesspiegel, welche Informationen Autos nicht weiterleiten dürfen.

Und während ich mir die Frage stelle: Was sagt es über Facebook aus, dass es dereinst ein hippes Image hatte und nun beim Versuch, dieses zu erhalten, so bieder daherkommt wie jedes andere rücksichtslose Kapitalisierungsunternehmen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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David Baddiel – The secret purposes

David Baddiel ist in Großbritannien bekannt als Comedian und Mitschreiber von “Football’s coming home”. In Deutschland leider etwas unbekannt ist die Tatsache, dass Baddiel drei ganz wundervolle Bücher veröffentlich hat, die außer dem letzten auch in deutscher Sprache erschienen sind. “The secret purposes” schildert biographisch angehaucht das Schicksal seines Großvaters, der im Dritten Reich mit seiner Frau aus Deutschland nach England flieht und dort wegen kommunistischer Ansichten interniert wird. Das Buch ist einfach großartig. Baddiel kann Geschichten erzählen und dabei kommen in seinen Sätzen immer Knackpunkte vor, die einen stutzen lassen. Im Gegensatz zu den ersten beiden Büchern Baddiels kommt hier zwar Humor kaum vor, aber man vermisst ihn auch nicht — dazu ist die Geschichte zu interessant. Der beste Baddiel bislang, aber auch das sage ich nach jedem seiner Bücher.

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Lesezeichen vom 27. Januar 2019

  • wiedertaeufer.ms: Der Mann, der Björn Höcke enttarnte Der Münsteraner Soziologe Andreas Kemper untersuchte Texte des Pseudoyms Landolf Ladig und hält es für das Erzeugnis Höckes.
  • wn.de: „Fotos nicht über soziale Medien weiterleiten“
    Hysterie in der Provinz endet in strafbarer Selbstjustiz

    Nach Auskunft des Polizeisprechers wurden die Grundschüler von einem Asylbewerber angesprochen, der erst seit kurzer Zeit im Lande und der deutschen Sprache bislang nicht mächtig ist. Er soll auf der Straße zuerst erfolglos Erwachsene und später dann auch die Kinder kontaktiert haben. Hintergrund sei gewesen, so Bode weiter, dass der Mann noch nie in seinem Leben Schnee gesehen habe. Deshalb habe er jemanden bitten wollen, ein Foto von ihm nebst Schnee darauf zu machen.

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    Januarlese

    Kristine Bilkau — Eine Liebe in Gedanken Angenehm sentimentale, unerfüllte Liebesgeschichte.
    Jürgen von der Lippe — Nudel im Wind Zotiger Erstling des Moderators. Dauernd werden Zoten, auch Rezepte eingebaut, die nicht durch die Geschichte erfordert werden. Der Schmöker ist eher etwas für Fans.
    Castle Freeman — Auf die sanfte Tour Sanftmütiger Sheriff, der nicht aus dem Quark kommt, muss Einbruch in eine Vila von Russen aufklären. Atmosphärisch passend geschrieben.
    Davide Morosinotto — Die Mississippi-Bande Spannender Abenteuerroman für Jugendliche, der aber auch Erwachsene mitreißen kann.
    Davide Morosinotto — Verloren in Eis und Schnee Zwillinge werden wie bei einer Kinderverschickung 1942 aus Leningrad gebracht, verlieren sich, und versuchen sich in Leningrad wieder zu treffen. Spannende, phantasievolle Kriegsgeschichte, die Jugendlichen die Schrecken des Krieges eindringlich darstellen kann.
    Pinkus Tulim — Jo Raketen-Po Furzgeschichte für Kinder und Jugendliche. Durchaus lustig und kurzweilig.
    Ulrich Alexander Boschwitz — Der Reisende Odysee eines jüdischen Kaufmanns in Deutschland im Jahre 1938. Spannend, mitreißend und großartig erzählt.
    B.J. Novak — Das Buch ohne Bilder Besonderes, kurzes Vorlesebuch für Kinder, das mich zum Lachen gebracht hat.

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    Wie ist das eigentlich … mit dem Untergang der deutschen Huffpost?

    Ausgehufft wäre auch eine schöne Überschrift gewesen. Aber egal, ist das jetzt eigentlich normal, dass eine überhypete Zeitungsinternetplattform, die nie einlösen konnte, was sie sein wollte, eingestellt wird und es wird nicht eingestanden, was die wirklichen Gründe sind?

    man habe sich zuletzt nicht auf eine gemeinsame Unternehmensstrategie einigen können

    Das ist ja auch nur Unternehmenssprech für: Bla bla.

    Die deutsche Huff Post hat gezeigt, dass man innerhalb kürzester Zeit ein neues Nachrichtenangebot in die Top 10 führen kann.” Eine Lizenzvergabe des Titels durch ein anderes Unternehmen in Deutschland sei nicht geplant.

    Sie waren so erfolgreich, dass niemand den Titel der Seite oder die Seite selbst haben will. Da war ja Basic Thinking besser dran irgendwie.

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