Guten Morgen

Morgenkaffee

Hawkeye empört sich über den Qualitätsjournalismus beim SPIEGEL. Ich erwarte ja vom SPIEGEL seit Jahren nichts mehr als Klickibuntijournalismus. Solche Verfehlungen kommen im *hust* kritischen *husthusthust* Spiegelblog selbstverständlich nicht vor. Noch so ein Wort, dass in den Händen von SPIEGELjournalisten zerbröselt.

Quelitätsjournalismus findet heute eben woanders statt: Z.B. Christoph Koitka beim fluter mit seinem Artikel, wie man in Herten versucht, besser mit Asylbewerbern umzugehen.

Der fefe des Tages ist die Meldung des Guardians, dass HSBC für amerikanische Behörden zu wirtschaftswichtig sei, um gegen sie juristisch vorzugehen: Too big to jail.

Und während ich mir die Frage stelle: Hat schon einmal ein Magazin seine Reputation so schnell der katpitalismusförderlichen Effekthascherei geopfert? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Des Papstes Neujahrsansprache

… ist inzwischen vorab online gegangen. Und sagen wir es mal so: Intensiver kann man einer verblendeten Menschenfeindlichkeit nicht Ausdruck verleihen.

die natürliche Struktur der Ehe als Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau muß anerkannt und gefördert werden gegenüber den Versuchen, sie rechtlich gleichzustellen mit radikal anderen Formen der Verbindung, die in Wirklichkeit die Ehe beschädigen und zu ihrer Destabilisierung beitragen, indem sie ihren besonderen Charakter und ihre unersetzliche gesellschaftliche Rolle verdunkeln.

Homosexuelle Paare, Menschen, die sich lieben, gefährden die Ehe an sich. Auf so einen Unsinn muss man auch erstmal kommen.

Diese Grundsätze sind keine Glaubenswahrheiten, noch sind sie nur eine Ableitung aus dem Recht auf Religionsfreiheit. Sie sind in die menschliche Natur selbst eingeschrieben, mit der Vernunft erkennbar und so der gesamten Menschheit gemeinsam.

Die Vernunft, also das menschliche Vermögen, Schlüsse zu ziehen sieht in homosexuellen Verbindungen keinen Gegensatz. Homosexuelle Verbindungen kommen in der Natur andauernd vor. Es wäre verwunderlich, wenn die Vernunft irgendetwas dagegen hätte, und die Natur zu korrigieren versuchte.

Der Einsatz der Kirche zu ihrer Förderung hat also keinen konfessionellen Charakter, sondern ist an alle Menschen gerichtet, unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit. Solch ein Einsatz ist um so nötiger, je mehr diese Grundsätze geleugnet oder falsch verstanden werden, denn das stellt eine Beleidigung der Wahrheit des Menschen dar, eine schwere Verletzung der Gerechtigkeit und des Friedens.

Homosexuelle Paare gefährden den Weltfrieden. Kleiner ging’s gerade nicht. Nein, nicht die Toleranz gegenüber anderen Lebenspartnerschaften, sondern eine solche gerade nicht auf menschlicher Vernunft begründbare Pseudowissenschaftlichkeit und Indoktrikantion ist eine Beleidigung der Vernunft. Es ist leicht einzusehen, an welchen der Stellen der Papst daneben liegt und sich eben auf nichts anderes als blinden Gehorsam seiner Schafe berufen kann.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Beim Spiegelblog kritisiert man die Spiegel-Online-Analyse des Mollath-Skandals.

Mike Szymanski sieht Seehofer mit seiner Parteifreundwatschen, die man bei der CSU noch kritiklos hinnimmt, auf einem absteigenden Ast.

Der Bundesrat beschließt einen NPD-Verbotsantrag.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist die inzwischene Wischiwaschigkeit des Spiegel auf Bertelsmann zurückführbar? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee Die Welt zieht eine Mauer hoch führt heute eine Paywall ein. Nicht innovativ und – was mich angeht (die Welt überflutet gerade meinen Google+-Zugang mit Abo-Werbung) – auch nicht überzeugend. Die WELT stand immer für Gefälligkeitsjournalismus.

Dichter Durs Grünbein setzt sich für den Erhalt des Suhrkamp Verlags aus.

Über Kairo berichtet die ägyptische Autorin Mansura Eseddin in der NZZ.

Und während ich mir die Frage stelle: Wenn allenthalben vom Niedergang der Verlage ausgegangen wird, wieso überrascht es, dass Suhrkamp den Anfang machen könnte? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Neu im Bücherschrank(10): John le Carré – Der Spion der aus der Kälte kam

Zumindest eine Woche, nachdem der Schnee kam, ist dieser Schmöker dem Titel nach ganz passend. Die Krimigeschichte hat zwar etwas Staub angesetzt, aber ein wirklich gutes Buch bleibt irgendwie gut. Aber zugegeben: Wir haben heute mehr Bücher aus dem Schrank genommen, als rein gestellt. Aber unterm Strich sind wir damit noch dicke im Plus, das beruhigt uns etwas.
Neu im Bücherschrank
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Neu im Bücherschrank(9): Ken Follett – The Hammer of Eden

Dieser Eintrag kommt quasi eine Woche zu spät. Offensichtlich war letzte Woche so viel zu tun, dass ich zwar ein Buch in den Schrank gestellt habe, aber keinen Artikel in diesen Blog. Dieser sei hiermit nachgeliefert, auch wenn inzwischen das hinterlegte Buch einen neuen Leser gefunden hat. Es ist wieder ein englischer Schmöker und zwar ein nicht ganz so bekannter von Ken Follett. Das Buch habe ich mir mal mit dem Gedanken „Nimm‘ mal mit, kannste irgendwann mal lesen, wenn sonst nichts zu lesen da ist“ im Buchladen mitgenommen. Nur: Dieses Irgendwann ist nie gekommen.
Wikipedia beschreibt das Buch so:
Eine kleine Kommune im US Bundesstaat Kalifornien soll dem Bau eines Kraftwerkes weichen. Derartige Kraftwerke sollen in ganz Kalifornien gebaut werden. Die jeweiligen Landbesitzer sollen für den Verlust ihres Landes entschädigt werden, um an anderer Stelle neu siedeln zu können. Da die Kommune das Land allerdings nur gepachtet hat, werden die Mitglieder keine Entschädigung erhalten. Um den Gouverneur des Staates zu erpressen, bilden einige Mitglieder der Kommune eine terroristische Vereinigung, die sich Die Kinder von Eden nennt. Sie drohen, ein Erdbeben auszulösen, sofern nicht der Bau sämtlicher Kraftwerke in Kalifornien gestoppt wird. Um den Verdacht von sich und ihren Zielen abzulenken, wird eine Spur zu einer ansässigen Umweltschutzorganisation gelegt.
Neu im Bücherschrank

 

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Guten Morgen

MorgenkaffeeAuf der Anzeigentafel von Ajax Amsterdam prangte am Wochenende ein Gedicht der Kinder des getöteten Schiedsrichters.

Felix Schwenzel regt sich verständlicherweise darüber auf, wie man als Leser von SPIEGEL vom ePaper grundlos auf die Internetseite geschubst wird, ohne dort das Verwiesene zu sehen zu bekommen. Reizt mich als Wenig-SPIEGEL-Leser nicht, meine Haltung zu überdenken.

Michael Spreng erläutert, dass Peer Steinbrück sowieso nur unter bestimmten Bedingungen Kanzler werden könnte.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist der Fußball noch zu retten? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Anja Karliczek wird CDU-Bundestagswahlkandidatin

Bei der WN steht, was die Wahl zum CDU-Kandidaten für die kommende Bundestagswahl ist: Eine Überraschung. Mit Anja Karliczek hat sich die krasse Außenseiterin durchgesetzt. Das spricht für den Mut und das Selbstbewusstsein einer Partei, die man ihr auch online wünschte: Jürgen Coße auf der Internetseite nur als „Jürgen C.“ zu benennen, ist entweder nur ein Flüchtigkeitsfehler oder eine bezeichnende Kleinkariertheit.

Wenn ich schon im November geunkt habe, dass die Zeit reif ist für einen engagierten Nobody, so ist Anja Karliczek dem wohl nicht ganz unähnlich. Ich gehe mal davon aus, dass sie keine Lobby für ihre Wahl hatte, keine herausstechende Erfahrung im professionell-politischen Bereich wie ihre Konkurrenz, sondern dass sie sich durch Schlagfertigkeit Gehör verschaffen konnte.

Ihre Wahl könnte nicht nur, wie in der WN zu lesen ist, das Abschütteln der Jasperschen Doktoraffäre bedeuten, sondern auch eine Abkehr vom politischen Blendertum. Es sei mal daran erinnert, dass auf den ersten Wahlplakaten von Jasper überhaupt nichts drauf stand. Und genau das hat man dann ja auch gekriegt. Die engagierte Befassung mit Inhalten wäre schon wünschenswert. Und wenn man sich anschaut, dass der Mitbewerber der SPD gar nicht aus dem Wahlkreis kommt, sollte darin eine zentrale Chance liegen.

Davon abgesehen fällt das Aschneiden von Karl-Heinz Hagedorn ins Auge: Nach den Wahlniederlagen von 2008 zur Bundestagskandidatur und 2012 zur Landtagskandidatur ist dies nun eine deutliche Schlappe für de Mettinger, dem die WN eine starke Rede attestiert. Nur 45 Stimmen vom 191 im ersten Wahlgang zu bekommen ist ein bitteres Ergebnis, aber auch eine eindeutige Positionierung.

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Weihnachtsmarktcheck in Derendorf

So, kommen wir wieder zur unserem ersten alljährlichem Weihnachtsmarktcheck. Untersuchungsobjekt diesmal, der Weihnachtsmarkt an der Nordstraße.

Erst kann man sich von der angenhm ausgelassenen Stimmung am Glühweinstand anstecken lassen. Es wirkt etwas voll und gedrängt, aber bei gutem Wetter kann man sich angenehm in der Musikreichweite verteilen und in Ruhe und Gemütlichkeit sein Heißgetränk genießen. Kostenfaktor: 2 Euro + 2 Euro Pfand (für die äußerst niedliche Schneemantasse) 3,5 Punkte für den Wein + 0,5 Extrak Punkte für die Stimmung, macht in der Summe 4 Punkte.

Dampfnudeln, hab leider vergessen wie sättigend doch so ein Teil werden kann. Zum Glück konnte ich da auf meinen FDH Plan zurückgreifen und die Hälfte an meinen Begleiter abdrücken. Mit Vanellesouce und Kirschen 4 Euro. 4 Punkte.

Reibekuchen mit Apfelmuß, der Klassiker durfte natürlich nicht fehlen 3,50 Euro. 3,5 ist auch die Punktezahl. Reibekuchen waren ok, der Apfelmuß war nix besonderes.

Immer wenn ich irgendwo Fressbuden sehe, denke ich nur an Backfisch. So auch hier, wie ein Pawlowscher Hund kaufte ich einen für 4 Euro. Dann erinnerte ich mich an die Dampnudeln von vorher und drückte meinem Begleiter die Hälfte auf. Trotz der Vollgefressenheit kriegt der fritierte Fisch von mir 3 Punkte.

Last but not least was bei einem Weihnachtsmarkt Besucht niemals fehlen darf: gebrannt Mandeln für 2,50 Euro. Dafür gibt es nochmal 4 Punkte.
Somit kriegt der Derendorfer Weihnachtsmarkt von mir 3,7 Punkte.

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