Guten Morgen

Morgenkaffee

Der Stern-Brüderle-Aufmacher hat auf Twitter zur einer Welle des Erzählens von sexuellen Übergriffen unter der Bezeichnung #aufschrei geführt.

Robert Basic spöttelt über die Behauptung, Blogs seien in der Krise.

Man sucht weiter in Kinderbüchern nach Political Incorrectness.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist es nicht unfair, neben den Kinderbüchern nicht auch Kant umschreiben zu wollen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Neu im Bücherschrank(19): Daniel Wallace – Big Fish

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Es geht ein gewisser Reiz davon aus, das Buch zu einem Film zu lesen. Tati hat wohl nur von der Geschichte an sich gehört, ohne den Film zu kennen, und war dann von der Romannachschreibung eher enttäuscht. Ich habe damals das Buch zu Sieben erworben und war eher beglückt, den Film nochmal nachhallen lassen zu können. Ob das Buch auch ohne Kenntnis des Films interessant ist, vermag ich daher nicht zu sagen, aber einigermaßen komplex war die Geschichte des Films halt schon. Vielleicht passt das jemandem bei Big Fish auch in den Kram.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Der STERN wirft Rainer Brüderle Aufdringlichkeit vor und preist den Magazinartikel mit diesem Artikel an, bei dem allerdings nicht klar wird, wieso der STERN diese angebliche Begebenheit vor einem Jahr auf diese Weise skandalisiert.

Heino covert moderne Pop- und Rocksongs und zieht sich die Wut der Künstler auf sich. Gar nicht so schlimm, finde ich.

Bei der CNN fragt man bei tweetenden Studenten während eines Amoklaufs erstmal, ob die Studenten nicht Fotos rüberschicken können.

In Australien sind riesige Ölvorkommen gefunden worden. Um es mit Fefe zu sagen:

Tut mir ja leid für die armen Australier. Jetzt kommen bestimmt die Amis und bringen Demokratie.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann bringt der STERN denn mal wieder was Investigatives? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Wie Jörges Kubicki entzauberte

Die gestrige Folge von Markus Lanz war überraschend gut. Und nein, das hatte nichts mit dem Moderator zu tun, der hat das warscheinlich gar nicht gemerkt. Wenn die Sendung passend nach dem Moderator bennant worden wäre, würde sie auch Voll daneben heißen oder sowas. In der Sendung traten der Journalist Hans-Ulrich Jörges und der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki auf und Lanz stand immerhin nicht im Weg – vermochte es aber auch nicht, den Knackpunkt der Sendung zu erkennen und in den Fokus zu stellen. Für den Zuschauer ist die Ausgangslage einer so besetzten Sendung schon mal schwierig: Das sich immer wiederholende Fernsehen wartet mit wiederholt auftretenden Gästen auf, Jörges und Kubicki sind da Paradebeispiele. Dennoch war es dieses Mal anders.

Hans-Ulrich Jörges ist nicht grundsympathsisch. Dafür ist er zu hektisch, dafür ist er von sich selbst zu begeistert, dafür trifft er manchmal nicht den Punkt genau genug, dafür ist seine Art zu kauzig.

Der #Jörges ist aber auch schwer zu ertragen #Lanz

— Sven Hennig ✈ (@svhennig) Januar 22, 2013

Das muss aber nicht bedeuten, dass er immer unbedingt falsch liegt. Manchmal ist auch er auf der richtigen Spur. Gestern nagelte er ohne Hilfe des Moderators oder anderen Anwesenden Wolfgang Kubicki fest und wirkte dabei unsympathisch wie eh und je. Wer nimmt schon den lustigen Wolfgang Kubicki in den Schwitzkasten? Ja, wer eigentlich – außer Hans-Ulrich Jörges?

Die Argumentationslage zwischen Jörges und Kubicki war geradezu klassisch: Drängen Sie jemanden in die Ecke und versuchen Sie ihm das Standbein wegzuhauen. Wenn das klappt, haben Sie die Argumentation gewonnen. Wolfgang Kubicki stellte sich gestern auf sein symptaschies, qua humorvolles Rhetorik-Standbein, mit dem er sympatischer rüberkommt als Jörges. Aber genau das entlarvt ihn.

Aber worum ging es überhaupt? Die Diskussion rankte um den Zustand der FDP rund um die Neidersachsen-Wahl. Kubicki stellte es so dar, als gäbe es keine Überraschungen, als wäre die Rösler-Brüderle-Charade seit Wochen abgesprochen und geplant. Die FDP als überlegene Wise-Men-Fraktion. Was für ein schönes Bild. Jörges hob als einziger in die Kerbe, dass diese Darstellung nicht überzeugend sei, genauer: Das diese Darstellung nicht wahrheitsgemäß sei.

Wie auch? Bei der Niedersachsenwahl ging es medial darum, ob Philip Rösler gestürzt werde. Den Eindruck, dass dieser wackele, erweckten Politiker wie Rainer Brüderle und Dirk Niebel. Das war keine mediale Erfindung. Dass es Querelen um die personelle Aufstellung gab, bezeugen FDP-Politiker. Dass Philipp Rösler im Zuge der Aufstellung Brüderles zum Spitzenkandidat – eine Position, die es für Zippert in der FDP gar nicht gibt – seinen Parteivorsitz zur Verfügung stellte, bezeugen angebliche innere Kreise der FDP. Solche unbenannten Personen sind natürlich leichte Angriffsziele.

Und genau auf diese Informationsquelle schoss sich Kubicki ein. Man solle doch eher ihm glauben als Informationsquellen, die genausogut erfunden sein könnten und nicht alle Darstellungen von FDP-Politikern seien konform. Deswegen solle man ihm, den wahrhaftig dort Sitzenden, glauben. Dass es ihm allerdings näher stehen dürfte, seine Partei in schönem Licht darzustellen, als kritisch zu beleuchten, kann sich jeder ausrechnen.

Kubickis Darstellung des innernen Kreises der FDP als mediale Spin doctors ist so reizend wie unglaubwürdig. Niemand Prominentes außer ihm in der FDP hat der Darstellung widersprochen, Rösler habe nicht seinen Führungsposten zur Verfügung gestellt. Jörges haute genau in diese Kerbe: Wenn die Charade ausgemacht gewesen wäre, hätte Rösler nicht sein Amt zur Verfügung stellen müssen. Treffer, versenkt.

Kubicki versuchte noch ad auditores, Jörges als spekulierenden Kaffeesatzleser darzustellen, der ohne dabei gewesen zu sein besser Bescheid zu wissen glaubte, als Personen, die dabei waren. Das machte Jörges zwar noch handknetend nervös, überzeugte allerdings höchstens noch Markus Lanz. Sachlich hatte Kubicki da schon längst verloren.

Der Auftritt der FDP in letzter Zeit, der mit seinen Querelen und Führungsdebatten ungeschlossen wirkte, zeugte eher von Ungeschlossenheit als von medialem Spindoktorentum. Bliebe die Frage, ob es schwerer wiegt, wenn die FDP sich selbst täuscht oder das Publikum. Überlassen wir das doch einfach mal den spinnenden Doktoren der FDP.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Der Doktorverlust von Bundesbildungsministerin Anette Schavan zieht sich wohl noch etwas: Die Universität Düsseldorf leitet offiziell ein Verfahren zur Aberkennung ihres akademischen Grades ein, was für sich genommen schon Grund genug für einen Rücktritt ist. Zwar sei es ein ergebnisoffenes Verfahren, so ein Universitätssprecher, allerdings sprechen eine überlange Auseinandersetzung gestern und die Veröffentlichung des 14:1-Stimmenverhältnisses bezüglich der Einleitung des Verfahrens, eine andere Sprache, als dass bisher nicht inhaltlich bewertet worden wäre.

Na sowas: Twittern macht schlank.

Der Guardian titelt, der Vatikan habe dank Mussolini gebäudetechnisch expandiert.

Und während ich mir die Frage stelle: Auf was für Schultern steht eigentlich die katholische Kirche? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Sigrid Löffler bespricht Jonathan Franzens neues Buch Weiter weg. Franzens Selbstbesessenheit sei steter Quell seiner Inspiration.

Für alle, denen der Fernseh-Tatort immer langweiliger vorkommt: Der neue Radio-Tatort ist raus: Kontermann.

Markus testet Flensburger Winterbock auf Brockhaus.

Und während ich mir die Frage stelle: Sollte man jetzt den Franzen nicht kaufen, um seine Selbstbesessenheit nicht zu fördern? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Die Scherben nach der Wahl in Niedersachsen: Die FDP erscheint als kompetenzlose Lobbypartei, die nur der Gnade der CDU wegen in den Landtag kommt. Christian Lindner macht den Stoiber. Piraten und Linke versinken im Niemandsland, was aber außer ihnen selbst niemanden stört. CDU-Spitzenkandidat McAllister kann auch gegen einen aussagelosen Nobody von der SPD keine Wahl gewinnen, damit wird er zwar nicht unbedingt zu

aber eben auch nicht zu einem starken Mann neben Merkel.

Frank Lübberding haut raus, bei der WAZ habe man den Unterschied zwischen Klopapier und Zeitung nicht verstanden.

Tatjana hat Gogol ans Friedensplätzchen gebracht.

Beim ZDF muss man einsehen, dass sich zwar ein 8-Millionen-Publikum nett anhört, dass es aber auch aus lauter Cindy-aus-Marzahn-Tollfindern besteht.

Und während ich mir die Frage stelle: Wenn die Öffis ein Problem mit Qualität und die Zeitungen eins mit Quantität haben, können die sich nicht irgendwie austauschen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Restauranttest: Il Mercato

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Gestern verschlug uns unser Hunger in die Friedrichsstraße in Düsseldorf, gegenüber vom Buchhaus Sternverlag, Il Mercato. Der Laden wurde mir ganz oft empfohlen, leider habe ich es bis jetzt nie geschafft, da rein zugehen. Und was soll ich sagen: Es lohnt sich.

Aber eins nach dem anderen, hier meine Bewertung:

Das Ambiente ist recht angenehm, trotz der offenen Küche gibt es keine unangenehmen Gerüche, dafür 3,5 Punkte. Bestellt haben wir zwei Gerichte von Mittagskarte, die auch am Wochenende gültig ist, dafür 4 Punkte.

Die Mittagskarte bietet 10 bis 13 Gerichte in einer Preisspanne von 4,50 Euro für eine Suppe bis 10 Euro für ein Fleischgericht. Ganz oft vertreten waren die Pastagerichte, daher für die Vielfalt der Karte nur 3 Punkte.

Wir bestellten Penne mit Kalbsfleisch und Pilzen, und Penne überbacken mit Gemüse, für die es satte 4 Punkte gibt.
Der Laden eignet sich auch ganz gut zum anschließendem Kaffeetrinken. Der Kaffee ist nicht schlecht, verdient aber keine Extrapunkte.
Das macht eine Gesamtpunktezahl von 3,7.

Wir wünschen noch einen schönen Sonntag und bis zum nächsten Mal.

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Neu im Bücherschrank(18): Nikolai Gogol – Die toten Seelen

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Und wieder zog es uns im Auftrag des guten Geschmacks an den Bücherschrank. Dieses Mal mit einem Klassiker der russischen Literatur, der jedem Russen bekannt sein dürfte: „Die Toten Seelen“ von Nikolai Gogol.

Zur Handlung: Pawel Tschitschikov wächst in ärmlichen Verhältnissen auf und arbeitet sich mit viel Fleiß im büroktratischem Russland hoch. Nachdem er wegen Korruption zum Fall gebracht wird, arbeitet er an seinem Aufstieg, in dem er mit toten Leibeigenen, im damaligem Russland „Seelen“ genannt, handelt.

Die Komödie um Betrug, Korruption der Behörden, menschliche Gier und Unbelehrbarkeit könnte aus der heutigen Zeit stammen. Mit satirisch fein überzeichneten Charakteren kritisiert Gogol die Missstände des post-napoleonischen Russlands.

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Il Mercato

ilmercato

Gestern ver­schlug uns unser Hunger in die Friedrichsstraße in Düs­sel­dorf, gegenüber vom Buch­haus Stern­ver­lag, Il Mer­cato. Der Laden wurde mir ganz oft emp­fohlen, lei­der habe ich es bis jetzt nie geschafft, da rein zuge­hen. Und was soll ich sagen: Es lohnt sich.

Aber eins nach dem anderen, hier meine Bew­er­tung:

Das Ambi­ente ist recht angenehm, trotz der offe­nen Küche gibt es keine unan­genehmen Gerüche, dafür 3,5 Punkte. Bestellt haben wir zwei Gerichte von Mit­tagskarte, die auch am Woch­enende gültig ist, dafür 4 Punkte.

Die Mit­tagskarte bietet 10 bis 13 Gerichte in einer Preiss­panne von 4,50 Euro für eine Suppe bis 10 Euro für ein Fleis­chgericht. Ganz oft vertreten waren die Pastagerichte, daher für die Vielfalt der Karte nur 3 Punkte.

Wir bestell­ten Penne mit Kalb­s­fleisch und Pilzen, und Penne über­backen mit Gemüse, für die es satte 4 Punkte gibt.

Der Laden eignet sich auch ganz gut zum anschließen­dem Kaf­feetrinken. Der Kaf­fee ist nicht schlecht, ver­di­ent aber keine Extra­punkte.

Von fünf möglichen Düsselblogkochlöffeln gibt es daher:

[ Il Mercato, Friedrichstraße 59A, 40217 Düsseldorf ]

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