Basic thinkings Nachfolger

Sascha Lobo müsste ja eigentlich die Blogverkauf­sak­tion rund um basic­think­ing als vollen Erfolg loben, so wie er damals die zunächst heftig kri­tisierte, später trendi­gere Twit­ter-Aktion von Huber­tus Heil verk­lärt dargestellt hat (Süd­deutsche Zeitung vom 05. Dezem­ber 2008).
Robert Basics Aktion jeden­falls wird doch von ein­er wach­senden Anzahl von Inter­net­nutzern nach anfänglich­er Häme pos­i­tiv bew­ertet. Blogs wür­den dadurch ver­stärkt in der Öffentlichkeit wahrgenom­men, das ZDF filmt Basic immer­hin heute beim Ende der eBay-Auk­tion, der Tochtersender 3sat filmte bere­its gestern. Viele Blog­ger fühlen sich in ihrem Treiben pos­i­tiv ani­miert durch Basic und einige gön­nen ihm auch ein­fach den Verkauf­ser­lös.
Robert Basic hat nun in seinem Abschlusspost­ing den Blog­ger Carsten Knobloch als würdi­gen Nach­fol­ger gead­elt. Das ist zwar etwas quer gedacht, schließlich betreibt Knobloch eher einen Tech­nikblog und nicht einen Patch­work-Blog wie Basic. Aber es trifft da nicht den falschen.
Carsten Knobloch ist, wie man im West­fälis­chen sagt, ein ‘fein Kerl’: Unkom­pliziert, erd­verwach­sen und ein wenig ver­rückt, tech­nikver­rückt eben. Er bietet auf seinem Blog aller­lei portable Soft­ware an, das sind Pro­gramme, die sich ein­fach run­ter­laden und in einem Ord­ner instal­lieren lassen, ohne dass Admin­is­tra­tionsrechte benötigt wer­den. Er hat ein offenes Ohr für die Sor­gen und Nöte sein­er Blogleser, soweit das seine Zeit zulässt.
Es dauerte zwar eine Zeit lang, bis man ihn dazu ver­leit­en kon­nte Twit­ter beizutreten, aber auch dort ist er sesshaft gewor­den. Mit etwas Glück klappt es ja in der Tat, ihm über diese neue, kleine Pop­u­lar­ität einen vernün­fti­gen Job zu ver­passen, denn sowas hängt auch in Bre­mer­haven wohl nicht an Bäu­men.
Wie auch immer, die deutsche Blog­gosphäre darf sich glück­lich schätzen, ein so tech­nikbe­gabtes und zugänglich­es Alphatierchen in ihrer Mitte zu wis­sen.

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Genitalität

Ich merke immer, dass ich doch sit­tliche Gren­zen bezüglich von Kör­pern habe, wenn ich auf Gen­i­tal­ex­per­i­mentler tre­ffe.
Eigentlich dachte ich aber auch, dass sich das ganze Them irgend­wie schon mit dem Gen­i­talle­sen von Frau Olschews­ki gegessen hätte. Aber die Welt ist groß und die Welt ist bunt und es fällt den Men­schlein immer etwas Neues ein.
Bei Appie kann man leicht abstrak­te Bilder kaufen, die mit seinem besten Stück fab­riziert wur­den. Man muss eigentlich nur einen Tausi auf den Tisch leg­en und kann so ein Werk mit nach Hause nehmen und sich ins Schlafz­im­mer hän­gen.
Dem Kün­stler zufolge hat er die ero­tis­che Energie, die ihn überkam in die Bilder fließen lassen und ich hoffe mal ganz stark, dass das hier alles im Metapho­rischen bleibt.
Mir ist aber genau­so unklar, weswe­gen man sich seine Gen­i­tal­ien ausle­sen lassen sollte, wie weswe­gen man in seinem Schlafz­im­mer ein weit­eres Gen­i­tal eine gewichtige Rolle ein­nehmen lassen sollte. Ist das eine neue Form der Erotik? Für Frauen oder für Män­ner? Für Fetschis? Ich glaube, selb­st wenn mich das nicht so befrem­den würde, wie es tut, und ich glaube nicht ein­mal, dass es sich dabei um Ver­stock­theit und Ablehnung des Unbekan­nten han­delt, würde mir das nichts geben.
Es bleibt wohl nur das Abwarten über und die Frage, wor­ein Appie seinen kleinen Willy dem­nächst noch so alles tunkt.

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