Guten Morgen, liebe Folglinge! ☕

Disslike mit Jürgen von der Lippe

Die­ses For­mat ist auch etwas an mit vor­bei gegan­gen, und in 10 Minu­ten hat man es auch voll­stän­dig erfasst und ist gesät­tig, aber den von der Lip­pe kann man sich mal in Gän­ze reinziehen:

Wallulis — Wie Claus Strunz argumentiert

Die neue Sperrfreudigkeit von Twitter

Ich habe seit eini­ger Zeit schon mit­be­kom­men, dass bei Twit­ter neue Accounts mit­un­ter umge­hend gesperrt wer­den, weil wie auch immer geahn­de­tes ver­däch­ti­ges Ver­hal­ten erkannt wur­de. Der jewei­li­ge Account ist dann nur gebrauch­bar, wenn man sich mit einer Han­dy­num­mer ausweist. 

Jetzt ist mir auch ein alter Account gesperrt wor­den, und mir scheint das Fol­gen­de die Twitter-Regel zu sein, gegen die ich mit dem Zweit­ac­count verstoße:

Das Anle­gen meh­re­rer Accounts mit über­schnei­den­der Ver­wen­dung, oder um der vor­über­ge­hen­den oder dau­er­haf­ten Sper­rung eines sepa­ra­ten Accounts zu ent­ge­hen, ist nicht erlaubt.

Da ich weder Inter­es­se habe, mit Twit­ter dar­über zu dis­ku­tie­ren, noch denen mei­ne Han­dy­num­mer geben wer­de, nut­ze ich Twit­ter dann eben ein­fach weni­ger und lösche die­ses Kon­to las­se das Kon­to verwaist.

Wertung:

You are wanted

Glatt durch­ge­fal­len ist der Amazon-Deutschland-Erstling You are wan­ted, auch wenn Ama­zon umge­hend eine zwei­te Staf­fel bestellt hat. Das bedeu­tet in qua­li­ta­ti­ver Hin­sicht halt nichts. In Schweig­hö­fers Thril­ler­de­but wim­melt es von Dia­lo­gen, die an Ein­fäl­tig­keit nicht mehr zu über­bie­ten sind, an Hand­lungs­strän­gen, die unlo­gisch und unplau­si­bel sind, an dut­zen­de Sze­nen aus ame­ri­ka­ni­schen Seri­en und an Fehl­be­set­zun­gen der Rol­len, die man nicht über­se­hen kann (aus­ge­nom­men: Jörg Pintsch, Lucie Aron und Edin Has­a­no­vic): Man nimmt Schweig­hö­fer nicht den Vater ab, sei­nem Film­sohn nicht den Sohn, Alex­an­dra Maria Lara nicht die Ehe­frau, Kat­rin Bau­er­feind nicht die Gelieb­te, Karo­li­ne Her­furth nicht die Outlaw-Schwester, Tom Beck nicht den hoch­in­tel­li­gen­ten Schur­ken. Zwar hat der Sechs­tei­ler Tem­po, aber Tem­po stopft kei­ne Logik­lö­cher, ersetzt kei­ne Cha­rak­ter­zeich­nung und macht Panik nicht zur Span­nung. Was Schweig­hö­fer mit sei­ner unbe­zwei­fel­ten Schau­spiel­kunst gibt, nimmt er wie­der durch die­ses Beset­zen nach Aus­se­hen. Ärgerlich.

Claus Leggewie: Europas Feinde

Santa Clarita Diet

Die­ser Netflix-Versuch, mit Drew Bar­ry­mo­re eine mor­bi­de Comedy-Serie her­zu­stel­len, ist etwas dane­ben gegan­gen: Bar­ry­mo­re bemüht sich rege, das kla­mau­ki­ge Dreh­buch an der Sei­te ihres schwa­chen Schau­spiel­part­ners Timo­thy Oly­phant zu ver­wer­ten: Als plötz­li­che Kan­ni­ba­lin ist sie auf der Suche nach pas­sen­den Mord­op­fern. Was bei Dex­ter mor­bi­de war, ist hier kar­ne­va­lis­tisch. Trash bleibt eben Trash, denn die Serie schafft es nicht, Humor zu erzeu­gen, dazu sind die Schil­de­run­gen des ame­ri­ka­ni­schen All­tags­le­bens ein­fach nur seicht, nie sar­kas­tisch. Eben­so­we­nig ist sie gru­se­lig, es sei denn man erschreckt sich vor Gum­mi­kör­per­teil­nach­ah­mun­gen mit roter Soße.

Kuttner, Sarah — Die anstrengende Daueranwesenheit der Gegenwart * Klolektüre (24)

Sarah Kutt­ner fand ich immer nett und woll­te nie ein Buch von ihr Lesen. Da ich dann die­sen Schmö­ker fand, wan­der­te er zumin­dest ganz kurz mal aufs Klo. Und dann blät­tert man da rein, ist ent­täuscht, weil der quiet­schi­ge Inhalt so flach wie die Schreib­kunst ist, blät­tert wei­ter und wei­ter, weil viel­leicht doch noch was Inter­es­san­te­res kom­men könn­te, kommt dann zu län­ge­ren, aber eben nicht tief­schür­fe­ren­den Tex­ten — anfangs wer­den nur kolumm­nen­ar­tig Fra­gen beant­wor­tet — und schwupps ist das Büch­lein am Ende. Dass es sol­che Tex­te ernst­haft in die Süd­deut­sche Zei­tung geschafft haben, ist wohl nur dem Ver­mark­tungs­wert geschul­det. Ein ande­rer Leser ver­reißt die­ses Kau­gum­mi­werk so:

Bei der Beant­wor­tung jeder Fra­ge greift sie das The­ma auf, nimmt ein Wör­ter­buch zur Hand und ent­nimmt die­sem irgend­ei­nen x-beliebigen Begriff. Die­sen lässt sie dann zusam­men mit eini­gen Tri­via­li­tä­ten ihres All­tags in die Ant­wort ein­flie­ßen. Was bis­wei­len als frech, unkon­ven­tio­nell und post­mo­dern geprie­sen wird, ist bei nüch­ter­ner Betrach­tung blan­ker Non­sens. Da die begriff­li­chen Ver­bin­dun­gen (Weihnachtsmann-Mundgeruch, Frank Elstner-Epiliergeräte, etc.) kei­ner Geis­tes­leis­tung, son­dern eher dem Zufall geschul­det sind, fehlt der intel­lek­tu­el­le Mehr­wert in dem Buch fast vollständig.

Das Cover ist noch das Bes­te an die­sem Bänd­chen, daher gibt es für die­sen lah­men Schmö­ker von fünf mög­li­chen Klorollen:

Leningrad — Kolschik

Ich hat­te schon beim letz­ten Video von Lenin­grad gemeint, dass es ein Must-See wäre, sie top­pen es mit dem aktuellen:

7 Tage… mit einem Mörder S07E01

Auf Identitätssuche in Omsk

Nach der Tren­nung ihrer Eltern wuchs Kse­nia in Deutsch­land bei ihrer Mut­ter auf. Als jun­ge Frau fragt sie sich nun: Wie viel Russ­land steckt eigent­lich in mir? Flu­terTV beglei­te­te Kse­nia auf der Rei­se zu ihrem Vater, in ihre Geburts­stadt Omsk:

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