Guten Morgen, liebe Folglinge! ☕

Gysi: Bin Duckmäusertum der Bundesregierung leid

Viel­leicht ist das Ver­wun­der­lichs­te an fol­gen­der Rede, dass die Bun­des­re­gie­rung so viel Breit­sei­te hat, dass Gysi so lan­ge mit einer — wie immer man zu Gysi steht — rhe­to­risch her­vor­ra­gen­den Rede drauf­hau­en kann, in die er eine Lek­ti­on über den Begriff der Freund­schaft einbaut:

Bob Ross vs Pablo Picasso — Epic Rap Battles

Breaking Bad Season 5 — Alternate Ending

In Deutsch­land gesperrt, aber hier noch anschaubar.

Was nicht passt

Sams­tag, 11.03 Uhr, Klin­ge­lin­ge­ling.

Ich: „Guten Tag. Haben Sie Schrauben?”

Laden­che­fin „Was wären wir wohl für ein Elek­tro­la­den, wenn wir kei­ne Schrau­ben hätten?”

Ich „Dann bräuch­te ich mal vier Ach­ter und pas­sen­de Dübel.”

Laden­che­fin „Bit­te, hier. Sonst noch was? Nein? Dann schö­nen Tag noch.”

Ich „Na, ich weiß nicht, ob das mein letz­ter Besuch heu­te war.”

Laden­che­fin „Wir haben noch bis 14 Uhr auf. Bis dann.”

11.40 Uhr
, Klin­ge­lin­ge­ling.

Laden­che­fin „Ach, Sie schon wieder.”

Ich „Ich bräuch­te noch mal vier Neue von denen da:”

IMG_9708

Laden­che­fin „Mei­ne Güte, wat ham­se denn damit gemacht?!”

Ich „Öhhh…

Juni­or­chef „Gebohrt, rein­ge­stopft und mit dem Ham­mer hin­ter­her­ge­hau­en, dass der wohl doch noch reingeht.”

Ich „Ja, sicher.”

Laden­che­fin ver­dreht die Augen.

Juni­or­chef „Ist ja nicht so, dass ich das noch nie gebohrt hätte.”

Sauer, Joscha — Nichtlustig * Klolektüre (10)

Joscha Sauers Nicht­lus­tig

besticht allein schon durch die Gra­fi­ken. Aller­dings sind die Comics nicht immer son­der­lich wit­zig, aber das ist sicher­lich Geschmacks­sa­che. Man­che Gags kom­men öfters vor, man­che ver­steht man kaum. Unterm Strich bleibt aber das Inter­es­se her­aus­zu­fin­den, wor­um es auf der nächs­ten Sei­te geht, bestehen. Und das ist dann auch der blei­ben­de Ein­druck des Schmökers.

Der Schmö­ker ist mit sei­ner beein­dru­cken­den Optik, trotz der oft­ma­li­gen Nicht­lus­tig­keit ein gut unter­hal­ten­der Beglei­ter auf unse­rem Don­ner­bal­ken, er ver­lei­tet zum Kauf des nächs­ten Ban­des, und erhält folg­lich von fünf mög­li­chen Klorollen:

How to peel a garlic in less then 10 seconds

Hammer, Agnes — Ich blogg dich weg!

Ich blogg dic weg!

Jule ist ein jun­ges Mäd­chen, das mit ihrer Band beim Schul­fest auf­tre­ten soll. Dann erhält sie jedoch anony­me E-Mails, Beschimp­fun­gen und Dro­hun­gen. Ein Fake-Profil von ihr taucht im Inter­net auf und ihr wird nahe gelegt, die Band zu ver­las­sen. In die­ser star­ken Bedräng­nis kommt es schließ­lich zur gewalt­tä­ti­gen Auseinandersetzung.

Das Buch von Agnes Ham­mer behan­delt ein sehr aktu­el­les The­ma: Die Pro­ble­ma­tik, dass Jugend­li­che einer­seits in der rea­len und ande­rer­seits in der vir­tu­el­len Welt unter­wegs sind, und es schwie­rig wird, wenn Pro­ble­me der einen Sphä­re mit der ande­ren in Berüh­rung kom­men, indem anony­mes Mob­bing betrie­ben wird.

Was der Leser schnell merkt, ist, dass es sich hier­bei um eine klas­si­sche Schul­lek­tü­re han­delt, und das ist auch schon das Man­ko des Buches, wenn man so will: Die Geschich­te ist über­ra­schungs­arm, vor­her­seh­bar, das klas­si­sche Pro­blem, dass die jugend­li­che Erzäh­le­rin mit mit­un­ter arg ver­schach­tel­teln Sät­zen alles ande­re als jugend­lich klingt, sowie dass sich die Akteu­re für Jugend­li­che doch sehr abge­klärt ver­hal­ten. Bei ero­ti­schen Situa­tio­nen wirkt die poli­ti­cal cor­rect­ness dann schon mal belustigend.

Aber als Schul­lek­tü­re, und für eine kom­mu­ni­ka­ti­ve Behand­lung durch Jugend­li­che ist das Buch, das einen für Jugend­li­che sehr fai­ren Preis hat, sicher­lich her­vor­ra­gend geeignet.

Zürich im Herbst

Am Wochen­en­de waren wir zu Besuch in der Schweiz. Und wie der Zufall es so will, haben wir auch in der Woche vor die­sem Kurz­ur­laub Kul­tur­zeit ange­schaut. Ange­prie­sen wur­de die Karl der Gro­ße und die Schweiz-Aus­stel­lung. Da wir zei­tig anka­men, noch ein paar Minu­ten übrig hat­ten und der Ein­tritt eh in unse­rer Fahr­kar­te mit drin war, wid­me­ten wir uns die­ser Zusam­men­stel­lung im Schwei­ze­ri­schen Lan­des­mu­se­um:

_MG_9583


_MG_9584

Einen Blick auf die Aus­stel­lung darf man schon ver­schwen­den, aber oft­mals wur­de der Zusam­men­hang zwi­schen Karl dem Gro­ßen, den Aus­stel­lugns­stü­cken und der Schweiz nicht deut­lich. Irgend­was schien grö­ßer gemacht wer­den zu wol­len. Wie auch immer, wir ver­schwan­den wie­der und pro­me­nier­ten durch die Innenstadt:

_MG_9597

Man muss sich schon expli­zit ein­groo­ven auf Zürich. Wenn man sich so wie wir blind­links ins gemen­ge stürzt sieht man nur teue­re Ein­kaufs­lä­den und Prei­se. Und irgend­wie denkt man die gan­ze Zeit, das alles gäbe es daheim eh bil­li­ger, wie­so also den Blick ver­wei­len las­sen, wenn die beson­de­ren Hin­gu­cker in den Schau­fens­tern ausbleiben?

_MG_9603

Aber farb­lich ist Zürich recht hübsch in die­sem Herbst und die sich durch Zürich zie­hen­de Lim­mat har­mo­niert dazu ganz vortrefflich:

_MG_9588

Wir waren dann dann auch noch bereit, der Munk-Ausstellung eine Chan­ce zu geben.

_MG_9590

Aller­dings waren da wie­der die­se Ein­tritts­prei­se auf Züri­cher Niveau. Wir ver­scho­ben den Besuch einer Munk-Ausstellung für’s Erste.

Tags dar­auf ver­such­ten wir es noch ein­mal mit der Kunst. Die­ses Mal mit dem Muse­um Riet­berg. Aus­ge­stellt wur­den die teu­ers­ten, zeit­ge­nös­si­schen asia­ti­schen Künst­ler, die wir all­ersamt nicht kann­ten. Daher wird­me­ten wir uns zunächst der blei­ben­den Aus­stel­lung. Und dort zeig­te sich, dass man in der Schweiz wohl doch über so etwas wie Humor verfügen. 

Wie bei die­ser Zusam­men­stel­lung zum Beispiel:

_MG_9673

Unter die­sem Schau­kas­ten steht geschrie­ben, was wir hier sehen. Ganz rechts sehen sie die Mas­ke eines Dämons. In der Mit­te, wenn Sie ihren Blick mal dort hin rich­ten, sehen sie die Mas­ke eines Dämons. Das links da ist ein alter Mann.

Stand da so. Muss man glau­ben. Auch bei die­sen eck­bu­si­gen Tiere-auf-dem-Kopf-Trägerinnen hat­ten die Deko­ra­teu­re sohl ihren Spaß, den­ke ich. 

_MG_9675

Wie­so zielt sonst die link­te auf die rech­te und die rech­te sinkt getrof­fen in sich?

Ver­wirrt und belus­tigt zogen wir wie­der von Dan­nen und namen einen preis­lich akzep­ta­blen durch Mikro­wel­le auf­ge­wärm­ten Snack in der Metzger- und Wurs­te­rei Zgrag­gen zu uns:

_MG_9694

Der gemei­ne Züri­cher schau­te sich der­weil das Auf­ein­an­der­tref­fen von Ruder­mann­schaf­ten der Uni und der Tech­ni­schen Hoch­schu­le an.

_MG_9688

Oder man ver­speist mit­ge­brach­te Brot­zei­ten am Züri­see. Auch ne Möglichkeit.

_MG_9683

Seoul Timelapse 2011

Bauer, Patrick und Michael Ebert — Unnützes Wissen * Klolektüre (09)

Wenn Kühe zu vie­le Karot­ten essen, wird die Milch rosa.”

John Way­ne hiess eigent­lich Mari­on Morrison.”

Das Ver­bot, im Par­la­ment zu ster­ben, wur­de 2007 zum lächer­lichs­ten Gesetzt Gross­bri­tan­ni­ens gewählt”.

Das sind nur drei skur­ri­le Fak­ten aus dem 2008 erschie­nen Buch Unnüt­zes Wis­sen: 1374 skur­ri­le Fak­ten, die man nie mehr vergisst

.

Man kann pri­ma dar­in rum­schmö­kern, indem man das Buch ein­fach irgend­wo auf­macht und eine der 1374 Unsin­nig­kei­ten liest, und es ist alle­mal unter­halt­sa­mer als die Fern­seh­zeit­schrift. Lei­der hat man irgend­wann mal alle Fak­ten durch und es ver­liert kom­plett als Span­nung. Also gehört es nicht zu den Schmö­kern, die man ewig auf dem stil­len Ört­chen lie­gen las­sen kann. Nichts­des­to­trotz ist es eine pri­ma Unter­hal­tungs­lek­tü­re für das Gäs­te WC. Daher von mir von fünf Rollen:

Oktober 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
« Sep    
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  
Pinnwand
Schriftgröße
Vor 5 Jahren
Seite 30 von 160« Erste...1020...2829303132...405060...Letzte »